Wie Gamer die Waffenindustrie unterstützen...

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esn
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Wie Gamer die Waffenindustrie unterstützen...

#1 Beitrag von esn » Mittwoch, 2. August 2017, 04:40

Ohne es zu wissen, unterstützen viele Gamer die Waffenindustrie. Mehr über die Verflechtungen von Spieleherstellern, Waffenproduzenten und dem Militär erfahren Sie in unserem Video „Das virtuelle Schlachtfeld“
https://vimeo.com/225847073
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bionixxx
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Re: Wie Gamer die Waffenindustrie unterstützen...

#2 Beitrag von bionixxx » Mittwoch, 2. August 2017, 07:17

Was meinst du denn wer die Cry Engine seit jeher nutzt?.... :blueeye:

Naja, das Lizenzen nicht geschenkt sind und videospielthemen pathetisch, weltpolitische verstrickungen mit hurra-patriotismuss geperlt, als Grundlage habe, war schon immer der fall (es kommt eher drauf an wie viel man sich davon annimmt oder moralisch unterschreibt,. .."nichts" ist da ne ratsam grundlage) Und das die Armee nur jede noch so winzige Möglichkeit der rekrutierungswerbung nutzt, weiß auch jedes kind. Also was neues erzählt der gute Mann da nicht unbedingt.
Und wenn man wegen jeder politischen verwerflichkeit in Produkten oder bei industriellen Querverbindungen ein reines gewissen haben möchte, Wünsche ich noch ein angenehmes restleben, nackt, im Wald.. ..
Ich möchte ja nicht zu waffenlobiistisch klingen, aber wenn wir diesen Wirtschaftszweig abschaffen, generieren wir nur (inter)national nen Arsch voll arbeitlosigkeit, hemmen die Industrie und haben geopolitisch nichts verbessert (getötet wird deswegen nicht weniger, nur mit anderen werkzeugen)....

Wenn man alles, was die waffenlobby als Gesellschafter mitbetreibt abschaffen würde,....sagen wir so viel Autos könnte ein deutscher Hersteller nicht produzieren/ Verkaufen um diesen wirtschaftlichen Schaden abzuwenden.....

Ich habe mich irgendwann in meinem Leben dazu entschieden nicht zu heucheln und dazu gehört, um sich glaubwürdig in unserer Gesellschaft zu bewegen, nicht ein schweinesystem von Wirtschaftszweig zu verteufeln, solange ich noch nen Handy nutze oder Schuhe trage die in einem chinesischem gulak zusammengeschweißt wurden.....wenn man etwas verfluchen möchte, dann doch bitte die Wurzel.....

Die wirtschaftsform "kapitalismuss" drängt sich da grade zu auf....
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Zombie
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Re: Wie Gamer die Waffenindustrie unterstützen...

#3 Beitrag von Zombie » Mittwoch, 2. August 2017, 16:58

bionixxx hat geschrieben:
Mittwoch, 2. August 2017, 07:17
Die wirtschaftsform "kapitalismuss" drängt sich da grade zu auf....

Willst du Ketzer etwa am Kapitalismus zweifeln :shock: Der letzte der das getan hat und den ich Live gesehen habe war Volker Pispers und der hat das böse unaussprechbare gesagt Demokratischer Sozialismus (fast am Ende 1:55:07) Kurz danach war er weg vom Fenster (siehe http://www.volker-pispers.de "es Zeit für eine Auftrittspause") :roll:

Drum denke daran wer am System zweifelt ist weg vom Fenster :suicide:
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LiquidSnakE
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Re: Wie Gamer die Waffenindustrie unterstützen...

#4 Beitrag von LiquidSnakE » Mittwoch, 2. August 2017, 22:34

Als Kapitalist kann ich zu dem Schwachsinn, den Pispers regelmäßig zu Themen absondert, von denen er offensichtlich nichts versteht, natürlich nur den Kopf schütteln. Alleine seine Verklärung/Semi-Glorifizierung der DDR - einer totalitären Diktatur, in der einige Parteigünstlinge ein super Leben auf Kosten der Allgemeinheit führten (ganz so, wie es "Genies" wie Pispers dem Kapitalismus anlasten! :D), in der Dissenz gewaltsam unterdrückt und Versuche, diesem "Paradies" zu entfliehen meist durch treffsichere Mauerschützen vereitelt wurden - lässt sehr tief blicken. Der Witz ist: Wenn die heutige Welt ein Problem hat, dann dass seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Sozialismus über die Hintertür wieder mehr und mehr salonfähig wird. Die Europäische Union und ihre völlig fehlgeleiteten kollektivistischen und planwirtschaftlich aufgebauten politischen Bestrebungen sind das beste Beispiel. Wie es gerade linke Romantiker wie Pispers schaffen, die EU als Hort des "Neoliberalismus" zu sehen flasht mich immer wieder... wie hart kann kognitive Dissonanz sein...

"Demokratischer Sozialismus" ist eine wohlklingende Umschreibung von "Wenn genug Leute dafür sind, darf ich dir dein Zeug wegnehmen und es ist völlig okay", denn nichts anderes ist Sozialismus - legitimierter, als edelste Form von Altriusmus glorifizierter Raub. Danke, in so einem Land will ich nicht leben - mir reicht, bezogen auf Österreich, die Sozialdemokratie, die wir schon haben, mit all ihrem Bullshit.

Was die Waffenlobby betrifft: ich sehe daran nichts besonders Verwerfliches. Völlig irrationale Panikmache. Wenn ihr wüsstet, wo z.B. die Tabak- oder Pharmalobby überall ihre Finger mit drin hat - ihr dürftet vermutlich gar nichts mehr konsumieren. Wer Einfluss und Macht hat dehnt beides eben gerne aus, um die eigene Position weiter zu festigen oder zu verbessern - muss man nicht gut finden, ist aber ganz natürlich. Ist dieser Zustand ideal? Nein, er ist scheiße, aber auch nicht wirklich zu ändern. Sozialistische Länder und der Grad an der dort herrschenden Korruption zeigen, dass dies kein Problem der Wirtschafts- oder Gesellschaftsform ist - es passiert überall, eben weil es Teil unserer Natur ist. Das Einzige, was man dagegen tun kann, ist, wachsam zu sein und "wehret den Anfängen" - dazu ist die Mehrheit aber zu bequem.
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