UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

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SAL
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#151 Beitrag von SAL » Mittwoch, 13. August 2008, 09:25

toxicTom hat geschrieben:
Vicarocha hat geschrieben:Aber Gotteslästerung? Also bitte... die MUSS überall rein! :twisted:
Kann ja noch ein Symbol dazu, um welchen Gott es geht... Jesus, Allah, Buddha, Odin, Marx, Sinatra...
Du hast Elvis vergessen!
:evil:

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#152 Beitrag von PaulBearer » Mittwoch, 13. August 2008, 10:10

Vicarocha hat geschrieben:Da gibt es recht umfangreiches Material zu, dass Verbote am neugierigsten machen - ist ja auch irgendwie 'ne Binsenweisheit. Aber LiquidSnake hat das ja bereits erläutert. Mein Argument war ja auch eher das, dass man mit fortschreitendem Alter selbst einschätzen dürfen sollte, was man sich zumutet und z.B. ein 16-jähriger nicht mit verpflichtenden Altersbeschränkungen konfrontiert werden sollte (mal ganz davon ab, dass das dem mit dem Jugendschutz verbundenen Erziehungsziel zu einer selbstbewußten, eigenverantwortlichen Persönlichkeit entgegensteht, wenn man Jugendliche noch wie Kleinkinder kontrollieren und führen will).
Stimmt, eine verbindliche Vorschrift wirkt sicher stärker als Anreiz als eine bloße Empfehlung, aber im zweiteren Fall könnten Minderjährige sich im Geschäft 18er-Titel raussuchen (die Freigaben wären immer noch auf den Verpackungen) und gleich kaufen, ohne daß jemand etwas dagegen sagen kann, in ersterem Fall müßten sie zumindest einen anderen Weg suchen (was natürlich auch kein großes Hindernis ist). Mit "ab 16" als höchster Einstufung könnte ich leben, z.B. hier in Vorarlberg ist "ab 16" die höchste Einstufung für Kinofilme (z.B. John Rambo uncut), ausgenommen Pornos, nehme ich zumindest an (habe auf die Schnelle online nichts dazu gefunden). Eine Freigabe "ab 14" würde ich auch gut finden, weil der Sprung von "12" zu "16" sehr groß ist.
Vicarocha hat geschrieben: Die Begründung bleibst du immer noch schuldig, resp. sie war bislang nicht mehr als ein "Bauchgefühl"... aber "Bauchgefühle" sind nicht unbedingt dafür geeignet, das leben anderer reglementieren zu wollen (und sind in diesem Bereich auch Synonym zu Willkür - darum auch mein Protest!).
Stimmt, ich kann hier keine Begründung präsentieren, die kompetent genug ist, um mich oder sonst jemanden dazu zu qualifizieren, Altersfreigaben gesetzlich vorzuschreiben. Darum sage ich einfach mal: Es ist meine Meinung. Wenn ich mal in die Lage komme, ein neues Jugendschutzgesetz ausarbeiten zu dürfen, werde ich mich vorher sehr genau über die Thematik informieren, versprochen. :)
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#153 Beitrag von toxicTom » Mittwoch, 13. August 2008, 22:16

Warum 16 als Obergrenze? Ich finde die ESRB-Abstufungen nicht übel. 17 könnte die Obergrenze sein, die restlichen Abstufungen erscheinen mit persönlich sinnvoll, über AO (18) für Hardcore-pr0n kann man sich streiten - das eine Jahr...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#154 Beitrag von Vicarocha » Mittwoch, 13. August 2008, 22:56

toxicTom hat geschrieben:Warum 16 als Obergrenze? Ich finde die ESRB-Abstufungen nicht übel. 17 könnte die Obergrenze sein, die restlichen Abstufungen erscheinen mit persönlich sinnvoll, über AO (18) für Hardcore-pr0n kann man sich streiten - das eine Jahr...
Gegenfrage: Warum 17 als Obergrenze?
Aber als Antwort:
1.) Analysiert man sowohl die Spiele-, als auch die Filmklassifikationen in der EU, dann ist (in den Ländern, in denen die Altersklassifikationen verbindlich sind) die Altersklassifikation "ab 16 Jahren" die reguläre Obergrenze, die Altersklassifikation "ab 18 Jahren" als Obergrenze ist tendenziell die Ausnahme - diverse Statistiken vermitteln die Falschinformation, die Altersklassifikation "ab 18 Jahren" sei die reguläre Obergrenze in der EU, indem sie nicht erwähnen (resp. es nach der Erwähnung nicht beachten), dass diese Altersklassifikation dann normalerweise nur für (normalerweise filmische) Pornographie u./o. Gewaltpornographie u.ä. gilt. Aber natürlich, "ab 18 jahren" ist auch die Obergrenze für die Altersklassifikationen des PEGI-Systems, dass bis auf Ausnahmen alle EU-Mitgliedstaaten nutzen... aber das ist auch nicht verpflichtend. Es wäre also eine Anpassung an europäische, resp. EU-Standards.
2.) Auch in Deutschland war zu Beginn der BRD (bzw. bereits zu Beginn der ersten Jugendmedienschutzmaßnahmen in Deutschland Mitte des 19. jahrhundertS), d.h. zu Beginn der Altersklassifikationen, also des "Jugendmedienschutzes" (natürlich damals essentiell als Filmklassifikation durch die FSK), die Altersklassfikation "ab 16 Jahren" die Obergrenze. Erst später (iirc Ende der 50er o. Anfang der 60er) wurde ohne Anlass die Obergrenze von "ab 16 Jahren" auf "ab 18 jahren" verändert...
3.) Der vermeintliche Unterschied zwischen 16- und 18-jährigen (wie er z.B. in den institutionsinternen Erklärungen der einzelnen Altersklassifikationen der USK/FSK erklärt wird), ist konstruiert, z.B. entwicklungspsychologisch quasi nonsense. Ein 16-jähriger unterscheidet sich von einem 18-jährigen hinsichtlich der Medienrezeption nicht wirklich.
Einen eigenen Punkt für das Argument, dass die Altersklassifikationen ohnehin nur rein willkürlich erfunden wurden und die Erklärungen zur Legitimation dieser einzelnen Stufen erst ex post facto vorgenommen wurden, spar ich mir mal......

Prinzipiell gilt, dass je größer die Abstände von einer Klassifikationsstufe zur nächsten sind, desto sinnloser wird die Klassifikation (wie das immer erwähnte Bsp. deutlich macht, dass ein 15-jähriger hierzulande quasi nur Spiele "ab 12 Jahren" spielen darf, weil es für ihn keine eigene Stufe gibt, er also nur Spiele aus dem Segment der Spiele für Spiele bis 12-Jährige spielen darf, da sich die Ab 12-Klassifikationen, die ja für 12- bis 15-jährige gilt, nur an 12-jährigen orientiert.........).

Und wieso sollte man Pornos extra reglementieren? Ich finde es immer absurd, dass ein 16-jähriger keinen Sex rezipieren darf, aber ihn wohl selbst praktiziert.........
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#155 Beitrag von gesteckteziele » Mittwoch, 13. August 2008, 23:22

Ich finde die PEGI-Alterstufen, im Kombination mit den Symbolen ok.
Klar, die Stufen sind vollkommen aus den Fingern gesogen (psychologisch) betrachtet, allerdings sehe ich da auch mehr die "symbolische Message", also "18+ = ganz arg".

Wobei sich natürlich die Frage stellt ob es nicht generell besser wäre Ratings nicht mit pseudo-exakten Alterstufen, sondern verbalen Hinweisen betreffend die Zielgruppe zu bezeichnen (also Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Erwachsene) und explizite Gewalt bzw. Pornographie auszuweisen... ein paar griffige Logos, passt.
Die Informationspflicht für Eltern oder vorsichtige Konsumenten (es gibt ja auch Menschen die aus persönlichen oder ideologischen Gründen gewisse Inhalte nicht sehen möchten) wäre erfüllt, ganz ohne "Pi mal Daumen"-Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#156 Beitrag von zombie-flesheater » Mittwoch, 13. August 2008, 23:25

gesteckteziele hat geschrieben:Ich finde die PEGI-Alterstufen, im Kombination mit den Symbolen ok.
Klar, die Stufen sind vollkommen aus den Fingern gesogen (psychologisch) betrachtet, allerdings sehe ich da auch mehr die "symbolische Message", also "18+ = ganz arg".

Wobei sich natürlich die Frage stellt ob es nicht generell besser wäre Ratings nicht mit pseudo-exakten Alterstufen, sondern verbalen Hinweisen betreffend die Zielgruppe zu bezeichnen (also Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Erwachsene) und explizite Gewalt bzw. Pornographie auszuweisen... ein paar griffige Logos, passt.
Die Informationspflicht für Eltern oder vorsichtige Konsumenten (es gibt ja auch Menschen die aus persönlichen oder ideologischen Gründen gewisse Inhalte nicht sehen möchten) wäre erfüllt, ganz ohne "Pi mal Daumen"-Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie.
Genau da sehe ich die grosse Schwaeche bei der USK. Bei PEGI weisst du wenigstens, was drin ist. Wenn ein Aelternteil denkt, dass ein Game zwar hoeher eingestuft ist, als das Kind alt ist, dies allerdings nur wegen Gewalt so ist und nicht wegen Schimpfwoertern oder Sex (was den Elterteil in diesem Beispiel mehr stoeren wuerde), kann's ja dennoch in Ordnung sein - sofern man sich auch nach dem Kauf mit der Materie auseinandersetzt, versteht sich.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#157 Beitrag von toxicTom » Donnerstag, 14. August 2008, 00:01

Vicarocha hat geschrieben:
toxicTom hat geschrieben:Warum 16 als Obergrenze? Ich finde die ESRB-Abstufungen nicht übel. 17 könnte die Obergrenze sein, die restlichen Abstufungen erscheinen mit persönlich sinnvoll, über AO (18) für Hardcore-pr0n kann man sich streiten - das eine Jahr...
Gegenfrage: Warum 17 als Obergrenze?
Ist (natürlich nicht wissenschaftlich) eine subjektive Einschätzung. Wenn ich ein Datum nennen sollte, wo ich, im nachhinein betrachtet, mich und meine damaligen Freunde und Altersgenossen als in unseren Werten, Geschmäckern und Meinungen gefestigt und zur ausgeprägten Selbstreflexivität fähig betrachte, kommt mir immer 17 in den Sinn. Irgendwie war das für mich so das magische Alter. 15 war auch ein Umbruch - aber das war DIE Wendezeit und ist also kein Maßstab.

Natürlich ist das rein subjektiv. Und selbst ich für DAMALS der Maßtstab sein sollte, kann es heute schon wieder völlig anders sein. Das Medienbombardement hat seitdem ja um ein vielfachen zugenommen, ob dies nun zu früher entwickelter Medienkompetenz führt oder eher (durch Overkill) negative Effekte hat, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht gefällt mir ESRB auch nur, weil ich ein Faible für ungerade Zahlen habe ;-)
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#158 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 14. August 2008, 00:57

zombie-flesheater hat geschrieben:Wenn ein Aelternteil denkt, dass ein Game zwar hoeher eingestuft ist, als das Kind alt ist, dies allerdings nur wegen Gewalt so ist und nicht wegen Schimpfwoertern oder Sex (was den Elterteil in diesem Beispiel mehr stoeren wuerde), kann's ja dennoch in Ordnung sein - sofern man sich auch nach dem Kauf mit der Materie auseinandersetzt, versteht sich.
Hm, sprichst du hier von amerikanischen Eltern? :mrgreen:

Erinnert mich an manche Postings auf amerikanischen Board: "Splinter Cell ist really a good game. But why does Sam Fisher have to use the lord's name in vain?" :megalol:
mfg
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#159 Beitrag von esn » Donnerstag, 14. August 2008, 01:11

http://www.gamestar.de/news/pc/action/3 ... uto_4.html
Nielsen Games, ein Meinungsforschungsanbieter, hat eine Umfrage zu Rockstars Grand Theft Auto 4 veröffentlicht. Die Fragen an die amerikanischen Käufer des Titels zielten unter anderem auf Gründe für den Kauf oder Plattform-Vorlieben ab. Am interessantesten waren aber die Fragen in Bezug auf Minderjährige und deren Möglichkeiten an den umstrittenen Titel zu kommen. Laut der Umfrage sind 17% der Teilnehmer, welche Grand Theft Auto 4 gekauft haben, zwischen sieben und sechzehn Jahren.»61% der Minderjährigen gaben an das Spiel selbst gekauft zu haben, die übrigen 39% haben Andere das Spiel für sich kaufen lassen«, so Nielsen. »Interessanter Weise waren Eltern und Vormunde mit 80% die größten Einkäufer für die jungen Teilnehmer. Freunde, Geschwister und andere Verwandte kamen auf 20% der Fremdeinkäufer« Die Umfrage zeigt deutlich, dass immer noch eine Menge Minderjähriger an Spiele kommen, die eigentlich ab sechzehn oder achtzehn Jahren freigegeben sind. Obwohl sich die meisten Befragten ihre Versionen selbst gekauft haben, liegt dennoch ein Großteil der Fälle vor, bei dem die Eltern selbst das Spiel gekauft haben.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#160 Beitrag von zombie-flesheater » Donnerstag, 14. August 2008, 01:43

gesteckteziele hat geschrieben:
zombie-flesheater hat geschrieben:Wenn ein Aelternteil denkt, dass ein Game zwar hoeher eingestuft ist, als das Kind alt ist, dies allerdings nur wegen Gewalt so ist und nicht wegen Schimpfwoertern oder Sex (was den Elterteil in diesem Beispiel mehr stoeren wuerde), kann's ja dennoch in Ordnung sein - sofern man sich auch nach dem Kauf mit der Materie auseinandersetzt, versteht sich.
Hm, sprichst du hier von amerikanischen Eltern? :mrgreen:

Erinnert mich an manche Postings auf amerikanischen Board: "Splinter Cell ist really a good game. But why does Sam Fisher have to use the lord's name in vain?" :megalol:
Mein Beispiel war aus der Luft gegriffen, in dem Fall natuerlich am amerikanischen System orientiert. Aber es ist ja so, dass jeder seine eigenen Wertevorstellungen hat. Ich haette keine Bedenken, einen 12-jaehrigen Mortal Kombat spielen zu lassen, was ich ueber GTA z. B. nicht sagen koennte. Und das meine ich jetzt nicht hinsichtlich der Gewalt(darstellung).
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#161 Beitrag von LiquidSnakE » Donnerstag, 14. August 2008, 11:00

16 als Obergrenze halte ich für nicht wünschenswert. Dann hätten wir die gleiche beschissene Situation in Europa, wie in Australien (bis zur Reformation der OFLC-Stufen): alles, was als zu heftig für 16-jährige erachtet wird, müsste 'runterzensiert werden, jedenfalls, wenn Alterskennzeichen als verbindlich zu betrachten wären. Ginge es um empfehlen, würde ich es, als Elternteil, sehr irritierend finden, wenn Manhunt, dank 16er Obergrenze, quasi gezwungenermaßen die gleiche Einstufung bekam, wie Call of Duty 4... :roll:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#162 Beitrag von danielpeitz » Donnerstag, 14. August 2008, 11:23

Vicarocha hat geschrieben:Déjà-vu...
Im Moment ist das Thema in diesem thread also die Art und Weise meiner Formulierungen?
Wurde effektiv von den Inhalten meiner Beiträge abgelenkt?
Bizarr... :megalol:
Also wenn dich jemand in der Kneipe fragt "Was hälst du eigentlich von Killerspielen?", antwortest du auch in dem Stil?
Kneipe? Wie primitiv! :twisted:
- Ich meide Kneipen etc.
- Ich meide sog. "Stammtische" (u.U. synonym zu Kneipen), resp. dass "Stammtisch"-Niveau etc.
- Diese Frage bewirkt u.U., dass ich spontan (u.a. resignierend) sterbe (Suizid des Gehirns, also Selbstschutz)...
Aber niemand, der mich persönlich kennt, würde soetwas Fragen, weil er 1.) regelmäßig selbst informiert ist etc. (z.B. weil ich ihn mal mit dem Thema belästigte) und
2.) nicht provozieren will, dass ich ihn wieder mit dem Thema belästige (z.B. in dem quantitativen Maße, wie im Forum). Außerdem ist bei ihnen regelmäßig auch der Soziolekt entsprechend ausgeprägt.
BTW: Frag z.B. mal JasonX... ich kann auch anders kommunizieren......... :twisted:
Aber das Thema muss m.E. qualifiziert diskutiert werden (nicht zwangsläufig eloquent), weil unser Problem (hierzulande) u.a. eben das "Stammtisch"-Niveau (synonym für das Niveau, welches ich als unqualifiziet bezeichne) ist, dem wir u.a. die aktuelle Situation in der BRD verdanken. Ich bemerke nur, dass nicht jeder zum Thema qualifizierte Beiträge... äh... beitragen kann (man denke sich hier abermals das Zitat von Dieter Nuhr).
Auch ein Akademiker hat Probleme, deiner Schreibweise zu folgen, wenn er aus einem ganz anderen Fachgebiet kommt (z.B. Informatik).
Ist zwar nicht das Thema, aber wenn man mich fragt, dann müßten z.B. die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens allen Akademikern vermittelt werden (dann existierten vielleicht auch ein paar weniger pseudo-wissenschaftliche Studien zum Thema Medienwirkungen u.ä.).........
Aber so oder so, z.B. die Informatiker, welche ich kenne, haben keine Probleme, mir inhaltlich zu folgen (selbst wenn es mal Probleme mit der Terminologie gibt) und wenn sie quasi mitgelernt haben (als positiver Nebeneffekt). Aber, Stichwort Informatiker: Ich würde von einem Informatiker niemals verlangen, generell auf DAU-Niveau zu formulieren, obwohl ich auch nicht immer alles verstehe, was die mir präsentieren. Ich bin nur nicht zu stolz o.ä., um mich entweder selbst zu informieren u./o. bei Zweifeln auch mal nachzufragen, alleine weil ich aus eigener Erfahrung weiss, dass bestimmte Formulierungen die Arbeit für den Verfasser minimieren (so wird z.B. z.T. aus einem Absatz auf DAU-verständlichem Niveau ein einziger Satz auf Fachniveau - und ich bin faul) und weil es m.E. eine Sache des "Respekts" (wollen wir es einfach mal so bezeichnen) gegenüber einem Fachgebiet und ihrer Vertreter ist (das Fachwissen erschließt sich eben nur, wenn man bereit ist, etwas zu investieren - außerdem forciert das auch eine intensivere Reflexion des Themas... man hat halt nicht per se einen Anspruch darauf, etwas ohne Investition zu verstehen, geschweige denn, relevante Beiträge beitragen zu können). Und bereits deswegen würde ich mich nie erdreisten, irgendwie etwas entsprechend relevantes zur Informatik beitragen zu wollen, geschweige denn zu behaupten, ich hätte Informatik, nur weil ich einen PC habe (nichts anderes ist z.B. das pseudo-Argument, dass man Ahnung von Spielewirkungen habe, nur weil man spielt... oder nur weil man Kinder hat, die Spielen.........).
Also zollt mir gefälligst RESPEKT! ^^

Aber ganz generell kann man das Verstehen z.B. dieses Satzes durchaus voraussetzen:
"Denn deine singulären Efahrungen (und das sind sie zwangsläufig immer) erlauben keine generellen Aussagen, zumal die Medienrezeption bereits von Individuum zu Individuum quasi arbiträr ist und somit auch die möglichen Wirkungen (wenn man einfach mal bei der primitiven Posutilierung einfacher Wirkungen bleiben will)."
Ich verlange ja nicht mal, dass man alle Bedeutungsebenen von Medienrezeption erfasst, aber die Grundbedeutung sollte klar sein, der Rest vollkommen unproblematisch. Naja... nur den Tippfehler muss man ignorieren.........
Für die Diskussion mit Wissenschaftlern aus dem selben Gebiet und für Aufsätze u.ä. mag diese Sprache unerläßlich sein,
Ich bin harmloser, als z.B. Teile der Literatur, aber z.T. extremer, als meine Kommilitonen (die sollten sich schämen ^^).
Aber ich musste auf einer Feier am Samstag realisieren, dass man mich wohl als Soziologen erkennt. :megalol:
aber kennst du die Redewendung "When in Rome, do as the Romans do"?
Behaupten wir einfach mal, ich bin in dem Fall Odoaker Romulus...

@ Thaisong:
Oh man, spätestens mit dem Post habe ich mir einen Platz in Vics persönlicher Top 3 list of BiR VollpfostenZ gesichert.
Auch du qualifizierst dich nicht für diese Top 3...
Anders als z.B. (der inaktive) BloodRayne (der sich u.a. in folgendem thread qualifiziert hat: http://www.blood-is-red.de/forum/viewto ... f=5&t=3645 - als Inspiration für diejenigen, die sich in diesen Top 3 wiederfinden wollen).
BTW: Ich trinke kaum Alkohol, aber es ist irgendwie ein ewiges Anliegen meiner Freunde, mich immer abfüllen zu wollen (erfolglos).


Das ist keine Mühe. 8)
Wenn für jemanden Eloquenz zu Arroganz synonym ist, ist das Problem ganz seinerseits )ist irgendwie wie das Verhältnis Religiöser zu "Schriftgelehrten"...). Immer diese (unterbewußte) Akademikerfeindlichkeit. :-D


Über mein Menschenbild kannst du eigentlich nichts sagen, solang du meine Intentionen nicht kennst.
Mein Menschenbild ist weder sonderlich positiv, noch sonderlich negativ (auch wenn Vertreter eines m.E. positiven Menschenbildes mir wohl ein tendenzielle negatives Menschenbild unterstellen würden). Ich bemühe mich um ein realistisches, wertfreies Menschenbild, orientiere mich aber weder an der sog. "goldenen Mitte", der "breite[n] Masse" noch an einem der beiden Enden (ob positiv oder negativ)... aber das auszuführen ist hier nicht relevant, dies ist immerhin nicht der Vicarocha-thread.


Kümmert mich eigentlich nicht. Ich muss es ja nicht jedem recht machen, auch nicht der Masse (die qualifiziert sich bei diesem Thema ja nicht bereits dadurch für mein Interesse, weil sie die Masse zu sein). Meine beiträge versuche ich tendenziell emotionsneutral zu verfassen (da die Emotionalisierung der Debatte auch so ein Problem ist), wenn das bereits als unsympathisch, arrogant wahrgenommen wird, sollte man an der Debatte nicht teilnehmen. Meine Argumente stehen ja auch für sich - wenn da falscher Stolz zum Einsatz kommt und man die Diskursebenen wechselt (eben auf die persönliche Ebene wechselt, ohne sich mit den Inhalten auseinander zu setzen) ist das eher disqualifizierend. Ich bin eben nicht der Meinung, dass jede Meinung zählt. ;-)
Und nun, Vic, komm' uns bitte nicht wieder damit, du würdest eben solche Umgangsformen pflegen - das tust du nicht.
Hmmm... doch, das sind meine Umgangsformen in Foren. Das ist mein Stil. Aber auch heute formulier eich z.T. simpler, kommt aufs Thema an, kommt darauf an, wie viel ich beitragen möchte, kommt auf meine Stimmung an, kommt auf meine Zeit an etc.
... und wenn es insgesamt Unterschiede von früher zu heute geben sollte, dann erkläre ich die mit positiver Weiterentwicklung (und mit dem Umstand, dass ich inzwischen genug Material hab, um quasi jeden Aspekt des Themas quasi mit vorgefertigten Beiträgen via copy'n'paste beantworten zu können)... etc.

Kontroversen sind hier keine Ausnahme, Zuspruch ist mir relativ egal (du schätzt mich da falsch ein, ich bin aus dem Alter der Profilneurosen raus), also täusch dich da nicht. ich wüßte gerne, wo ich derart (und dann nicht ohne Selbstironie) "prolle", dass man mir wirkliche Arroganz vorwerfen könnte - m.E: ist dieser Vorwurf im Regelfall nämlich der hier erwähnte Stolz, auf den man meint, Angriffe wahrzunehmen.
BTW Selbstironie und (extrem) subtiler Humor (jedenfalls wohl so subtil, dass er quasi niemandem auffällt, mit einigen Ausnahmen... also ist er wohl doch nicht zuuu absurd ^^): Diese scheint dir bei mir zu entgehen (und ist meist dort enthalten, wo ich offenbar mit ausgeprägten Ernst beim Thema bin), so interpretiere ich jedenfalls "alles andere - und vor allem, alle anderen - infrage stellen, bloß sich selbst nicht" - ich bin extrem Selbstkritisch (spare es mir aber, selbstkritische Monologe in meine Beiträge einzuarbeiten), nur z.B. unkonstruktive Kritik, die nicht mal konkret bezeichnen kann, was sie an mir kritisiert, ist mir relativ egal. Die Selbstkritik ist übrigens so ein Aspekt meiner Intention, die ich erwähnte (wenn man sie denn dann richtig erkennt - ich erläutere das mal nicht weiter). :blueeye:

@Vic

Habe mich gerade zu unserem Stammtisch (Regionalliga/Oberliga) bei unserer http://www.nofb.de" onclick="window.open(this.href);return false; (Abt. Nordost) im Forum angemeldet. (Kommst du auch :oops: , du wärst eine klassische Bereicherung, gerade auch was unseren Fußball angeht!)

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#163 Beitrag von Vicarocha » Donnerstag, 14. August 2008, 13:12

LiquidSnake hat geschrieben: 16 als Obergrenze halte ich für nicht wünschenswert. Dann hätten wir die gleiche beschissene Situation in Europa, wie in Australien (bis zur Reformation der OFLC-Stufen): alles, was als zu heftig für 16-jährige erachtet wird, müsste 'runterzensiert werden, jedenfalls, wenn Alterskennzeichen als verbindlich zu betrachten wären. Ginge es um empfehlen, würde ich es, als Elternteil, sehr irritierend finden, wenn Manhunt, dank 16er Obergrenze, quasi gezwungenermaßen die gleiche Einstufung bekam, wie Call of Duty 4... :roll:
Du hast das Prinzip missverstanden:
"Dann hätten wir [nicht] die gleiche beschissene Situation in Europa, wie in Australien", sondern z.B. wie in Belgien. Der Unterschied ist nämlich, dass Medieninhalte dann nicht mehr "als zu heftig für 16-jährige erachtet" werden können, bzw. dass diese Wertung irrelevant wird, weil weder die Möglichkeit besteht, Medieninhalte "ab 18 Jahren" zu klassifizieren, noch die Möglichkeit (wie in der BRD), die Klassifizierung zu verweigern. Wenn also ein Medieninhalt von der entsprechenden Insitution zur Klassifikation geprüft wird und die Prüfer der Meinung sind, die Medieninhalte seien "zu heftig für 16-jährige" (wenn also eine Klassifikation "unter 16 Jahren" für sie definitiv nicht die Frage ist), dann müssen sie das Medium trotzdem mit "ab 16 Jahren" klassifizieren. Es ist also die Intention dieser Regelung, mit der Prämissse zu operieren, dass es keine relevanten Unterschiede zwischen 16- und 18-jährigen gibt (und zwar unabhängig von der Verbindlichkeit der Klassifikation). Eine "ab 18 Jahren" Klassifikation wäre dann aber insgesamt nur noch sinnvoll, wenn diese nur empfehlend wäre, quasi als symbolische Maßnahme (so wie in diversen Ländern von einem "X" besondere Aussagekraft erwartet wird).
Das reduziert dann u.U. auch die Irritation... obwohl: Wie sollen Eltern irritierter sein, als sie es jetzt schon sein können, duch z.B. USK-Prüfsiegel neben denen anderer Institutionen oder Bsp., wie du sie nennst (wobei es da wesentlich passendere, nicht fiktive gibt). Auf eine nachvollziehbarkeit kann man wohl nciht hoffen, aber auf eine Liberalisierung.
danielpeitz hat geschrieben:Habe mich gerade zu unserem Stammtisch (Regionalliga/Oberliga) bei unserer http://www.nofb.de" onclick="window.open(this.href);return false; (Abt. Nordost) im Forum angemeldet. (Kommst du auch :oops: , du wärst eine klassische Bereicherung, gerade auch was unseren Fußball angeht!)
wtf......... :?: :!:

@ esn:
Die Umfrage in den USA durchzuführen ist relativ witzlos... dort existiert weder soetwas, wie die USK (das ESRB ist nicht wirklich damit vergleichbar), noch Indizierungen/Beschlagnahmungen, Restriktionen des Handels etc. Niemand muss sich in den USA wundern, wenn ein Jugendlicher ein Spiel kauft (oder kaufen lässt), dass eine Altersklassifikation hat, welche über dem Alter des Jugendlichen liegt, weil es einfach weder kontrolliert wird, noch irgendwie illegal wäre. Der amerikanische Bundesgerichtshof kippt ja sogar regelmäßig jegliche Versuche, verpflichtende Altersklassifikationssysteme zu isntallieren, die im Vergleich noch deutlich liberaler sind, als alles, was wir hierzulande haben.........
esn hat geschrieben:Die Kommentare dazu sind teilweise auch mal wieder der absolute Brüller!
gamestar.de-Foren... unbedingt meiden!
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#164 Beitrag von esn » Donnerstag, 14. August 2008, 17:24

@vic: schon klar, aber aus statistischer sicht trotzdem interessant meiner meinung nach.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#165 Beitrag von Kirk » Freitag, 22. August 2008, 10:55

Hab mich mit den USK-Leuten bei der GC noch über andere Ding unterhalten:
GTA 4: Die PC-Version wird ebenfalls unzensiert eine KJ-Freigabe erhalten. Übrigens haben die sich damals den Kopf zerbrochen, ob das Spiel eine Freigabe erhalten soll oder nicht. Das Positivste war bei denen die "realistische" Gewalt. Also keine übertriebende (wie bei den Vorgängern) oder harmlose Gewalt. Rockstar hatte sogar für alle Fälle eine zensierte Version parat gehabt.
Fallout 3: Macht euch keine Hoffnungen. :|
Das neue Jugendschutzgesetz: Sie mögen das genauso wenig wie wir. Und so wie ich das verstanden habe, hat das keinen großen Einfluss auf ihre Arbeit.
Indizierungen: Ja, auch sie finden Indizierungen im Zeitalter von Internet überholt. Aber die Politiker wollen es nunmal so.

Ich hätte mich mit denen stundenlang unterhalten können. :yes:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#166 Beitrag von PaulBearer » Freitag, 22. August 2008, 16:24

Kirk hat geschrieben:GTA 4: Die PC-Version wird ebenfalls unzensiert eine KJ-Freigabe erhalten. Übrigens haben die sich damals den Kopf zerbrochen, ob das Spiel eine Freigabe erhalten soll oder nicht. Das Positivste war bei denen die "realistische" Gewalt. Also keine übertriebende (wie bei den Vorgängern) oder harmlose Gewalt. Rockstar hatte sogar für alle Fälle eine zensierte Version parat gehabt.
Also realistische Gewalt ist jetzt "besser" als übertriebene? Warum haben denn z.B. Reservoir Dogs und Das Bourne-Komplott (Demo) keine Freigabe bekommen (die Bourne-Vollversion aber schon)? Das kommt mir alles komisch vor.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#167 Beitrag von Vicarocha » Freitag, 22. August 2008, 16:36

Wurde doch erklärt:
Die Prüfentscheidungen der Gremien sind aufgrund der Gesetzeslage, ihrer eigenen Reglementierungen und der Zusammensetzung der Gremien nicht "nachvollziehbar", weil im Endeffekt nur mit Subjektivität, mit Meinungen operiert wird (wenn etwas für jemanden indivduell "naqchvollziehbar" ist, dann nur, weil das verantwortliche Gremium gerade zufällig die entsprechende Meinung reflektiert hat). Du kannst diese Instiutionen nicht auf diese Kriterien verweisen und ihnen Inkonsequenz nachweisen, nicht behaupten Spiel A müßte genau so wie Spiel B oder eben anders behandelt werden, weil Element C drin vorkommt, einfach, weil die Verantwortlichen ganz legitimerweise (weil ejder anders wahrnimmt und intepretiert) zu 'nem anderen Urteil kommen können (und Inkonseuenz durch die Arbeisgrundlagen absolut zwangsläufig das Resultat ist) - und das gilt auch für die Institutionen intern (Gremium A muss nicht wie Gremium B beim gleichen Spiel entscheiden). Das ist doch einer der Hauptkritikpunkte an der USK (sowie FSK, BPjM etc.).

Darum sit da auch keinerlei System, Struktur etc. bei den Prüfentscheidungen feststellbar.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#168 Beitrag von SAL » Sonntag, 28. September 2008, 13:20

Ich habe einmal einen Bildervergleich gemacht:

http://img3.imagebanana.com/view/5mmtlklf/DSC08909.JPG" onclick="window.open(this.href);return false;
http://img3.imagebanana.com/view/r0ru31xk/DSC08913.JPG" onclick="window.open(this.href);return false;
:megalol:

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#169 Beitrag von Jim » Sonntag, 28. September 2008, 13:35

SAL hat geschrieben:Ich habe einmal einen Bildervergleich gemacht:

http://img3.imagebanana.com/view/5mmtlklf/DSC08909.JPG" onclick="window.open(this.href);return false;
http://img3.imagebanana.com/view/r0ru31xk/DSC08913.JPG" onclick="window.open(this.href);return false;
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Mach lieber eines von etwas weiter weg udn leg die Hüllen direkt neben und nicht aufeinander, dass hätte nen besseren und deutlicheren Effekt denke ich. ;)
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und wage kaum daran zu glauben -
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#170 Beitrag von PaulBearer » Sonntag, 28. September 2008, 18:23

SAL hat geschrieben:Ich habe einmal einen Bildervergleich gemacht:

http://img3.imagebanana.com/view/5mmtlklf/DSC08909.JPG" onclick="window.open(this.href);return false;
http://img3.imagebanana.com/view/r0ru31xk/DSC08913.JPG" onclick="window.open(this.href);return false;
Schön, da0 man an die sehbehinderten Bürger denkt.
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Re: Dead Space

#171 Beitrag von esn » Donnerstag, 6. November 2008, 14:20

Auf jeden Fall ist mir absolut schleierhaft wie Dead Space eine Freigabe bekommen konnte und andere harmlosere Spiele nicht.
nach der sache mit dem add-on von doom 3 braucht man sich das eigentlich nicht mehr zu fragen. das usk gremium setzt sich halt jedes mal neu zusammen und da jeder mensch unterschiedliche wahrnehmungen gegenüber von medien besitzt und ein unterschiedliches maß an Akzeptanz gegenüber von Mediengewalt besitzt (stichwort: subjektivität), das gesetz viel zu schwammig formuliert ist und relativ großen spielraum und relativ viele interpretationsmöglichkeiten zuläßt, passiert sowas...
zudem ist der öffentliche druck momentan wieder etwas abgeflacht.
Zuletzt geändert von esn am Donnerstag, 6. November 2008, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dead Space

#172 Beitrag von Nerf » Donnerstag, 6. November 2008, 14:23

Seht es doch so - bei "Dead Space" ist endlich mal der Fall eingetreten, dass die USK einem Erwachsenenspiel die logische Erwachsenenfreigabe gegeben (und sie nicht wie sonst verweigert) hat.
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Re: Dead Space

#173 Beitrag von Vicarocha » Donnerstag, 6. November 2008, 15:28

ESN und Nerf erwähnten bereits, was ich ansonsten jetzt (viiieeel länger :twisted:) geschrieben hätte.
Aber noch zu "Menschenähnlichen": Das Kriterium hat das gleiche Problem, wie all die anderen kriterien in den entsprechenden Paragraphen im JuSchG und im § 131 StGB - es ist nicht präzise definiert und erlaubt willkürliche Interpretationen. Es ist nicht klar, was "Menschenähnlichkeit" ausmacht, ist es nur ein anthorpomorpher/humanoider Körper? Ist es ein bestimmtes Verhalten? Sind es bestimmte Emotionen, Denkweisen, resp. ein bestimmtes Denkvermögen etc.? Es ist vollkommen unklar, wann etwas "menschenähnlich" sein soll udn wann nicht, abgesehen davon, dass es ein absoluter Wtz ist, Gewalt gegen absolut fiktive Kreaturen unter Strafe zu stellen (ich hielt es damals in der ersten Sekunde für einen Aprilscherz, als das StGB entsprechend geändert wurde). Die typischen, klassischen Antagonisten der Phantastik sind damit utner Artenschutz: Fabel- und Mythenwesen, Roboter, Ausserirdische, Zombies etc. ABSURD! Noch absurder wenn man bedenkt, dass gerade die Gewalt gegen eindeutig fiktive Wesen itnernational am allerwenigsten kritisch wahrgenommen wird... nur in Deutschland nicht - mal wieder.
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Re: Dead Space

#174 Beitrag von SAL » Donnerstag, 6. November 2008, 16:09

Es ist doch normal das Gesetze schwammig formuliert sind so das die ganze Bande es je nachdem wie es ihnen passt auslegen kann.
Wäre doch zu krass wenn Gesetze eindeutig wären.

Schon witzig, etwas nicht existierendes unter "Artenschutz" zu stellen und sich den Blödsinn auch noch schön zu reden.

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#175 Beitrag von DooMinator » Donnerstag, 6. November 2008, 21:20

Wie soll eine von Menschen durchgeführte Prüfung / Begutachtung auch objektiv sein? Wo zieht man diese und jene Grenze?

Leute, unsere Welt lebt von persönlichen Meinungen und subjektiven Eindrücken. "Uns" sind Games nicht zu hart, macht das unsere Meinung richtiger als andere?

Dead Space hat ne Freigabe gekriegt, und wer sich am obergroßen Freigabeaufkleber nicht stört, kann in jedem beschissenen Laden unzensierte Software kriegen. Ein Grund zum Freuen - und was passiert? Man meckert, dass es nicht auch bei anderen Games so geht. Kennt hier jemand das Märchen vom Fischer und seiner Frau? :roll:
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Re: Dead Space

#176 Beitrag von Vicarocha » Donnerstag, 6. November 2008, 21:51

Wie soll eine von Menschen durchgeführte Prüfung / Begutachtung auch objektiv sein? Wo zieht man diese und jene Grenze?
Das Argument liest man hier im Forum in letzter Zeit ja öfter mal... aber nur, weil es natürlich keine absolute Objektivität geben kann, bzw. weil auch Verfahren außerhalb des "Jugendmedienschutzes" (JMS) z.T. auf tendenziell eher subjektiven Entscheidungen beruhen, macht das den dt. JMS nicht besser, nicht weniger kritisch. Der springende Punkt ist ja, dass sowohl die gesetzlichen Vorlagen, als auch die Organisationen und Arbeitsweisen der Insitutionen (USK, FSK, BPjM etc.) die Subjektivität bei den Entscheidungen mit allen Mitteln maximieren und die Entscheidungen zu Konsequenzen führen, die besonders gravierende Eingriffe in die Kommunikationsfreiheiten mündiger Bürger bedeuten (was eigentlich zwingend zu mehr Sorgfalt bei den gesetzlichen Vorlagen, den Organisationen und Arbeitsweisen verlangt). Man hat hier einfach Gremien geschaffen, die willkürlich und quasi ausserhalb gesetzlicher Kontrolle (es sei denn, Formfehler schleichen sich ein) ihre Moralvorstellungen und Willkürlichen Meinungen zum Leitfaden für 82 Millionen Bürger erklären können - die verschiedenen (Neu-)Prüfverfahren etc. sind da auch kein geeignetes Kontrollinstrument, eher russisches Roullette.
Leute, unsere Welt lebt von persönlichen Meinungen und subjektiven Eindrücken. "Uns" sind Games nicht zu hart, macht das unsere Meinung richtiger als andere?
Unsere Meinung ist nicht richtiger als deren, gleiches gilt umgekehrt. Es gibt keine richtige Meinung, alleine deshalb verbietet es sich, eine ebsonders konservative/restriktive Meinung zum Orientierungspunkt zu nehmen. Darum geht es ja - deren meinung hat besonderen Nachdruck, ohne dass sie sich durch irgendetwas anderes qualifizieren würde, abgesehen von der Gewalt, sie durchzusetzen.
Dead Space hat ne Freigabe gekriegt, und wer sich am obergroßen Freigabeaufkleber nicht stört, kann in jedem beschissenen Laden unzensierte Software kriegen. Ein Grund zum Freuen - und was passiert? Man meckert, dass es nicht auch bei anderen Games so geht. Kennt hier jemand das Märchen vom Fischer und seiner Frau? :roll:
Ja, hier stimme ich z.T. zu. Die Leute sollten sich eher feuen. Das Meckern klingt oft auch eher so, bzw. könnte böswillig so missverstanden werden, als ob nicht die gleiche liberalere Behandlung auch für andere Spiele fordert, sondern dass das gerade liberal eignestufte Spiel doch eher so restriktiv wie die anderen hätte abgewertet werden. Aber persönlich nehme ich das "Meckern" eher so wahr, dass man damit zum Ausdruck bringen will, dass eine Erteilung des Kennzeichens endlich die Norm wird und nicht das das Verweigern der Kennzeichen zu Zensuren und Indizierungen führt. Wenn es nur (meinetwegen auch verpflichtende) Altersfreigaben gäbe, wenn unzensierten Spielen, die für die Gremien zu ahrt sind, zwangsläufig eine 18er-Freigabe erteilt werden müßte, die Spiele nicht Beschlagnahmt u./o. indiziert werden könnten, dann würde man wohl auch einem anderen Niveau meckern, wenn überhaupt.
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Re: Dead Space

#177 Beitrag von SAL » Freitag, 7. November 2008, 04:05

Ich möchte nochmal kurz etwas zu diesem Spiel sagen/fragen ...

Inzwischen bin ich ja nun paarmal auf verschiedenste Art&Weise gestorben,
und die Hauptfigur (Ich) ist ja ein Mensch richtig?
Wenn ich so mitansehen muss WIE ich jedesmal über den Jordan gehe ...

HALLO?
Spinnen die Vollidioten von der USK?
Kopf ab, Beine ab, Arme ab, Körper wird zerteilt u.v.m.
Das geht ja mal garnicht wie schweinebrutal ich da jedesmal verrecke.
Ich las mich ja jedesmal töten wenn ich nen neuen Gegner vor mir habe,
nur um zu sehen wie brutal ich im Raum verteilt werde.
Selbst ich als Gorehound bin da immer wieder erstaunt wie blutig+gory das "abgeht".
Sind die Prüfer der USK blind oder wirklich bestechlich?
Quake 4 hat keine Freigabe bekommen ... aber Dead Space, ich lach mich tot...

Dead Space hätte locker die '131 Plakette bekommen.
Warum ... ?!?
W A R U M ?!? Hat das Game eine Freigabe bekommen und VIEL harmlosere Spiele wurden indiziert/Freigabe verweigert?

Die Leichen die da rumliegen, das sind ja Menschen, (ehem. Menschen) die kann ich wie ich lustig bin zerstückeln,
während bei Commandos durfte man die Leichen nichtmal wegtragen da wurden die zu Rucksäcken!
Die "Behörde", den Verein kann man doch nichtmal mehr für voll nehmen ...

Wenn Dead Space unzensiert eine Freigabe bekommen konnte,
mit welchem Recht stehen dann die anderen viel harmloseren Spiele noch auf dem Index?
Dead Space zählt mit zu den blutigsten Spielen dieses Jahrtausends.

Die GTA 4 Freigabe war schon die Krönung der Beklopptheit der USK,
ich dachte nicht das die Leute das noch toppen könnten, ...
Seit Dead Space weis ich, die Typen kann man nichtmehr ernst nehmen,
diesen medien"kompetenten" Menschen gehören alle Diplome & Co. entzogen.
Irgendwann ist auch mal Schluss mit lustig.

Nicht das es mich nicht freut, ein unzensiertes Spiel zu sehen das hier verkauft werden darf,
damit hat sich der Verein aber selbst disqualifiert.
Hätten die mal schön brav so übertrieben altmodisch weitergemacht und jedem Spiel wo auch nur ein Blutklecks zu sehen ist die Freigabe verweigert wäre die Welt ja "ok" gewesen aber nicht nachdem Bullshit den die USK uns versucht zu verkaufen.
Der Verein hat keine Existenzberechtigung mehr.

@Vic:
Bevor Du jetzt wieder mit nem ellenlangen wissenschaftlichen Post kommst,
spiel einfach mal Dead Space ...

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Re: Dead Space

#178 Beitrag von Vicarocha » Freitag, 7. November 2008, 04:41

@Vic:
Bevor Du jetzt wieder mit nem ellenlangen wissenschaftlichen Post kommst,
spiel einfach mal Dead Space ...
Muss ich für eine Antwort nicht. ;-)
Gut, mal so umgangssprachlich wie möglich und fast ganz ohne wissenschaftliches Detailwissen:

Die Möglichkeiten der USK sind so "flexibel", dass sie einfach quasi jedem Spiel die Freigabe verwehren oder erteilen können. So einfach ist das. Hat man zufällig ein kompetenteres Gremium erwischt, dann hat man vielleicht Glück, wenn nicht, dann nicht. So einfach ist das. Das ist so, als ob bei der USK Onkel Beckstein und Onkel Vocarocha arbeiten und es wird per Los entschieden, wer jeweils das neueste Spiel prüfen darf. Ziehst du das falsche Los, dann bist du am Arsch. Jetzt nehmen wir statt Becksein und Vicarocha einfach mal ein paar Dutzend Menschen die in ihrer Einstellung irgendwo dazwischen stehen und bilden nach dem Zufallprinzip Gremien aus diesen Menschen, die dann jeweils Prüfurteile fertigen. Da kann alles bei auskommen... und dann kann so eine einzelne Entscheidung ja immer noch ein paar mal angefochten werden, wo dann ein neu zusammengesetztes Gremium zu entscheiden hat, etc.

Darum kann man die USK auch gar nicht für die Inkonsistenz ihrer Prüfentscheidungn verantwortlich machen - was kann Gremium A für die Entscheidung von Gremium B? Die Inkonsistenz ist ein logisches Resultat der schwammigen Gesetze, Arbeitsgrundlagen und der internen organisation der USK.
Man kann auch nicht sagen "Ja, aber Spiel XYZ ist viel weniger brutal als Spiel ABC, aber ABC hat eine Freigabe erhalten und XYZ nicht!", denn damit macht man den gleichen Fehler, den man möglichst bei den Insitutionen nicht realisiert wissen will: man reduziert ein Spiel auf die Gewaltdarstellungen, meisten auch noch dekontextualisiert, aber selbst USK und BPjM beteuern immer wieder, dass es auf den Kontext der Gewaltdarstellung und den Gesamteindruck achten muss (wenngleich die Prüfentscheide der BPjM aber z.B. oft zeigen,d ass sie genau das nicht machen, sondern sich nur an dekontextualisierten Gewaltdarstellungen echauffieren). D.h., dass selbst (vermeintlich) extreme Gewaltdarstellungen durchaus relativ unproblematisch sein können, wenn man gerade zufällig Prüfer am Tisch hat, die einen unproblematischen Eindruck vom Spiel erhalten - ist halt subjektiv. Eine enumerative Liste von Gewaltdarstellungen in Spiel A Spiel B vorzuhalten und dann zu fragen, warum A eine Freigabe hat und B nicht, dass funktioniert einfach nicht. Dafür müssen die USKler weder blind, noch bestechlich sein, sondern einfach nur wild zusammengefwürfelte Durchshcnittsmenschen mit subjektiver Wahrnehmung.

Sowas ist pübrigens auch kein Argument: "während bei Commandos durfte man die Leichen nichtmal wegtragen da wurden die zu Rucksäcken!"
Ja... aber die USK hat da sicherlich nicht befohlen, dass das so sein soll, da haben die Spieleverantwortlichen eifnach mal vorsorglich alles entfernt/geändert, von dem sie dachten, es könnte problematisch sein - und Selbstzensur utner Sanktionsgefahr ufert halt meistens aus - mal abgesehen davon, dass Commandos: BEL lange vor dem Zeitpunkt erschien, seitdem die USK was zu vermelden hat (und die Änderungen in den Nachfolgern waren ja die gleichen, wie beim ersten Teil, dass hat mand ann wohl als "hat sich bewährt" gewertet).

Und ich spare mir jetzt den ganzen verfassungsrechtlichen Kram, wer, wann, wie, wo Gewalt ausüben muss und das besonders detailierte grafische Darstellungen, vermeintlich besonders brutale Darstellungen etc. eben ganz und gar nicht automatisch den Straftatbestand von § 131 StGB erfüllen - nur weil der Protagonist des Spiels ein Mensch ist, der auf äh... "manigfaltige" Art und Weise ums Leben kommt, sind die Grundvoraussetzungen für die Erfüllung des § 131 StGB noch nicht gegeben, genausowenig wie dies der Fall ist, durch die Möglichkeit Leichen zu "schänden" etc.

Man kann es eigentlich so zusammenfassen: Die USK arbeitet mal endlich verantwortungsvoll und erteilt Erwachsenenspielen eine Erwachsenenfreigabe. Das war shcon immer seit 2003 ihre Möglichkeit, die wurde nur nie wirklich genutzt.
Die "Behörde", den Verein kann man doch nichtmal mehr für voll nehmen ...
Natürlich kann man das nicht - konnte man noch nie. Das HBI hat ja mit seiner Evaluation des Jugendmedienschutzes schon angeführt, dass man etwas an der Transparenz der USK machen sollte, dass die Leute sehen, wie Prüfentscheidungen zustande kommen, wie geprüft wird etc. Das für zu mehr Akzeptanz in der Bevölkerung führen... dabei übersieht das HBI aber genauso wie die USK, die daraufhin Aufklärungskampagnen gestartet hat (die wohl so gering sind, dass ich sie nur auf deren homepage bemerkt habe, aber nciht imr ealen Leben), dass mehr Transparenz nicht zwangsläufig mehr Plausibilität bedeutet. in dem Fall wohl eher das Gegenteil: Wenn die Leute erstmal sehen, wie da ein paar willkürlich zusammengewürfelte Leute bei Kaffee und kuchen vor nem Präsentationsmonitor oder 'ner Leinwand mit Beamer sitzen und aus dem Bauch heraus Altersfreigaben erteilen, ohne System, dann dürfte das kontraproduktiv sein. Die USK kann ihre Freigaben nicht plausibilisieren, weil es nur subjektive Meinungen sind, ohne auch nur den geringsten Anspruch auf höhere Relevanz, als jede andere meinung eines jeden anderen Menschen zu auch. Und im internationalen Vergleich wirds dann gleich noch lächerlicher... Die USKler werden halt in einem bereich als Experten verkauft, in denen es keine Expertise geben kann.
mit welchem Recht stehen dann die anderen viel harmloseren Spiele noch auf dem Index?
Dem Recht des Stärkeren, des Staates, der die Willkür in dem Bereich fördert und begrüßt.
Hätten die mal schön brav so übertrieben altmodisch weitergemacht und jedem Spiel wo auch nur ein Blutklecks zu sehen ist die Freigabe verweigert wäre die Welt ja "ok" gewesen aber nicht nachdem Bullshit den die USK uns versucht zu verkaufen.
Seit wann sind die Freigabekriterien, die Entscheidungen, die Meinungen der prüfer denn nomologisch,s tatisch, in Stein gehämmert? Selsbt die BPjM behauptet, dass sie mit dem Zeitgeist geht, nur hängt die 'n halbes jahrhundert hinterher. Freut euch doch, dass das bei der USK schneller geht - wobei ich jetzt die zwei Prüfentscheide nicht als Tendenz zum Wandel werten will, dass sind zwei absolute Ausnahmen, wie GoW 2 und Co. beweisen.

EDIT: Tippfehler schiebe ich auf die Uhrzeit...
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Re: Dead Space

#179 Beitrag von Nerf » Freitag, 7. November 2008, 09:54

SAL hat geschrieben:Die GTA 4 Freigabe war schon die Krönung der Beklopptheit der USK,
Soll also heißen, du hättest GTA 4 die Freigabe verweigert? :twisted:
Vicarocha hat geschrieben:Man kann auch nicht sagen "Ja, aber Spiel XYZ ist viel weniger brutal als Spiel ABC, aber ABC hat eine Freigabe erhalten und XYZ nicht!", denn damit macht man den gleichen Fehler, den man möglichst bei den Insitutionen nicht realisiert wissen will: man reduziert ein Spiel auf die Gewaltdarstellungen, meisten auch noch dekontextualisiert, aber selbst USK und BPjM beteuern immer wieder, dass es auf den Kontext der Gewaltdarstellung und den Gesamteindruck achten muss (wenngleich die Prüfentscheide der BPjM aber z.B. oft zeigen,d ass sie genau das nicht machen, sondern sich nur an dekontextualisierten Gewaltdarstellungen echauffieren).
Gut, aber der Gesamtkontext ergibt sich letztendlich ja auch wieder aus den subjektiven Wahrnehmungen der Prüfer. Oder, um bei deinem Beispiel zu bleiben, Onkel Vic als Prüfer sagt, die Exekutionsszenen in "Manhunt" sind dramaturgisch notwendig und passen sich in den Kontext einer perversen Spielshow ein, während Onkel Beckstein als Prüfer sagt, die Gewaltakte bei "Serious Sam" sind selbstzweckhaft und erfüllen den Tatbestand des § 131 StGB. Auf einen alle zufriedenstellenden Konsens kann man bei derlei Konstellationen nicht kommen.
Vicarocha hat geschrieben:Man kann es eigentlich so zusammenfassen: Die USK arbeitet mal endlich verantwortungsvoll und erteilt Erwachsenenspielen eine Erwachsenenfreigabe. Das war shcon immer seit 2003 ihre Möglichkeit, die wurde nur nie wirklich genutzt.
Sic.
Vicarocha hat geschrieben:Wenn die Leute erstmal sehen, wie da ein paar willkürlich zusammengewürfelte Leute bei Kaffee und kuchen vor nem Präsentationsmonitor oder 'ner Leinwand mit Beamer sitzen und aus dem Bauch heraus Altersfreigaben erteilen, ohne System, dann dürfte das kontraproduktiv sein.
Ob die Kaffee und Kuchen dazu kriegen, weiß ich nicht. :)
Wenn man den Kaffeeklatschfaktor weglässt, ist man wieder bei dem oben erwähnten Punkt der nicht zu umgehenden Subjektivität. "Objektiv entscheiden" hieße, sämtliche gewaltträchtigen Inhalte des Spiels minutiös und detailiiert aufzuschlüsseln und daran zu entscheiden: Wieviel Blut spritzt, wieviele Trefferzonen gibt es usw.
Das geht aber nicht, da du ja oben schon den Faktor der "kontextualisierten Gewalt" erwähntest. Ergo: Subjektivität - der Test, wie wirkt die Gewalt im Spiel auf mich - ist mithin sogar ein wünschenswerter Faktor bei der Prüfung.
Unterm Strich denke ich, der USK bleibt nicht viel mehr übrig, als auf irgendwelche Auflistungen zu verzichten und lange und gründlich im Plenum zu diskutieren, wie der Gesamteindruck des Spiels im Hinblick auf die Gewaltdarstellung ist (und zu hoffen, dass aufgrund der Anzahl der versammelten Mitglieder sowas wie ein Konsens herauskommt).
Vicarocha hat geschrieben:Die USK kann ihre Freigaben nicht plausibilisieren, weil es nur subjektive Meinungen sind, ohne auch nur den geringsten Anspruch auf höhere Relevanz, als jede andere meinung eines jeden anderen Menschen zu auch. Und im internationalen Vergleich wirds dann gleich noch lächerlicher... Die USKler werden halt in einem bereich als Experten verkauft, in denen es keine Expertise geben kann.
Eben das ist die Crux des Systems...
Hier werden subjektive Entscheidungen als normative Kraft verkauft. Und in einem Bereich, in dem das dazu führen kann, dass ein normales Konsumprodukt vom Markt gedrängt wird, ist das nicht zulässig, hier sollte die Handelsfreiheit höher stehen bzw. die Entscheidungsfreiheit weitgehend auf den einzelnen übertragen werden. (Hast du aber schon irgendwo mal so gesagt, oder?)
Dass dies nicht dazu führen darf, dass jedem alles freisteht und alles verfügbar ist, ist aber auch Fakt. Das wäre am Ende nicht mehr zu kontrollieren.
SAL hat geschrieben:Hätten die mal schön brav so übertrieben altmodisch weitergemacht und jedem Spiel wo auch nur ein Blutklecks zu sehen ist die Freigabe verweigert wäre die Welt ja "ok" gewesen aber nicht nachdem Bullshit den die USK uns versucht zu verkaufen.
In solchen Worten glaube ich fast die Enttäuschung darüber mitschwingen zu hören, dass die USK mal im Sinne des Spielers entschiedne hat und euch somit die Gelegenheit genommen hat, wieder die "Scheiß USK" Protestbanner hervorzukramen :twisted:
(Ich gebe zu, die 2 anfänglichen Freigabeverweigerungen waren fast schon ne Steilvorlage...)

OTT:
Mal so nebenbei... Ich würde die Diskussion hier fast verschieben oder zu einem neuen Thread machen, mit "Dead Space" hat das nicht mehr viel zu tun. Irgendwelche Einwände?
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Re: Dead Space

#180 Beitrag von Vicarocha » Freitag, 7. November 2008, 13:42

Die GTA 4 Freigabe war schon die Krönung der Beklopptheit der USK,
Soll also heißen, du hättest GTA 4 die Freigabe verweigert? :twisted:
Das meinte ich in meinem vorletzten Beitrag: Bestimmtes Gemecker kann man u.U. in den falschen hals bekommen. :-D
Gut, aber der Gesamtkontext ergibt sich letztendlich ja auch wieder aus den subjektiven Wahrnehmungen der Prüfer. Oder, um bei deinem Beispiel zu bleiben, Onkel Vic als Prüfer sagt, die Exekutionsszenen in "Manhunt" sind dramaturgisch notwendig und passen sich in den Kontext einer perversen Spielshow ein, während Onkel Beckstein als Prüfer sagt, die Gewaltakte bei "Serious Sam" sind selbstzweckhaft und erfüllen den Tatbestand des § 131 StGB. Auf einen alle zufriedenstellenden Konsens kann man bei derlei Konstellationen nicht kommen.
Natürlich kommt man so nicht auf einen tragfähigen Konsens. Aber iirc ist Stimmenthaltung bei den Prüfungen nicht möglich, man muss also für oder gegen eine Freigabe entscheiden und dann u.U. diskutieren, welche Altersklassifikation man für angemessen hält. Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass eine Minderheitsmeinung im Gremium u.U. einfach von den Gegenstimmen überboten wird - zufriedenstellend ist das natürlich nicht. oder man rekrutiert erst gleich nur solche Personen, die eine gewisse Grundtendenz in die eine oder andere Richtung aufweisen - und die Einstellungsverfahren sind tatsächlich so, kann man hier schon durchaus problemlos nur Person mit einer bestimmten Grundeinstellung rekrutieren kann. Also eine wirkliche Pluralität der Meinungen muss nicht unbedingt gewährleistet sein, dass Problem sit aber eher, dass die Leute sich nicht wirklich qualifizieren müssen durch Expertise zum Thema, dass sie also Ahnung von Medienwirkungs- u. Rezeptionsforschung, von den Spielen hätten, man nimmt da ganz normale Menschen, u.U. mit allen Vorurteilen dem Medium gegenüber.
Aber um es noch mal zu sagen: Letztlich ist es nur russisches Roulette.
Ob die Kaffee und Kuchen dazu kriegen, weiß ich nicht. :)
Ich habe mal ein Prüfverfahren bei der BPjM gesehen (k.A., ob das für das TV extra gestellt wurde), da war das so. Ich habe nur meine Schlüsse für die USK gezogen... Aber man kennt das ja auch aus anderen Gremien etc. :-D
"Objektiv entscheiden" hieße, sämtliche gewaltträchtigen Inhalte des Spiels minutiös und detailiiert aufzuschlüsseln und daran zu entscheiden: Wieviel Blut spritzt, wieviele Trefferzonen gibt es usw.
Die QUantität der Gewaltdarstellungen in einem Spiel läßt sich ohnehin nicht objektiv durch ein enumeratives Verfahren messen, z.B. Anhand eines Kriterienkataloges - das wäre nur Scheinobjektivität. Denn die Kriterien sind entweder total dekontextualisiert u./o. basieren zwangsläufig auf Kriterien, die wieder mal der Deutung unterworfen sind. Hinzu kommt, dass das rlebte Gewaltmaß sich bei Spielen nicht nur auf individueller Ebene durch die Rezeption unterscheidet, sondern auch dadurch nicht objektiviert werden kannk, weil SPiele interaktiv sind - selsbt zwei Leute mit identischer Wahrnehmung würden im Regelfall ein unterschiedliches Maß erleben. Das KFN unter C. Pfeiffer hat ja als Gegenentwurf zum Prüfverfahren der USK ein solches Verfahren präsentiert und es als Objektivierung verkauft und wollte damit beweisen, dass die USK falsch bewertet - was natürlich totaler Quatsch ist, dass KFN hat ihr unargumentatives, subjektives Prüfverfahren einfach dem der USK gegenpübergestellt und amchte nichts besser.
Das geht aber nicht, da du ja oben schon den Faktor der "kontextualisierten Gewalt" erwähntest. Ergo: Subjektivität - der Test, wie wirkt die Gewalt im Spiel auf mich - ist mithin sogar ein wünschenswerter Faktor bei der Prüfung.
Natürlich, nur gehen die Prüfer da eher positivistisch vor und schliessen von ihrer Wahrnehmung darauf, wie das besonders Gefährdungsggeignete Kinder und Jugendliche wohl generell wahrnehmen könnten - dabei sagt aber schon die Wahrnehmung Erwachsener nichts über diejenige von kindern und Jugendlichen aus...
Unterm Strich denke ich, der USK bleibt nicht viel mehr übrig, als auf irgendwelche Auflistungen zu verzichten und lange und gründlich im Plenum zu diskutieren, wie der Gesamteindruck des Spiels im Hinblick auf die Gewaltdarstellung ist (und zu hoffen, dass aufgrund der Anzahl der versammelten Mitglieder sowas wie ein Konsens herauskommt).
Ja, ich würde auch nie für z.B. enumerative Kataloge bei der USK plädieren, dass würde die ganze Situation u.U. noch verschlimmern. Die USK muss ja gerade so schwammig agieren, dass ist ja die Crux - andernfalls würde sie auch die komplette Forschung mit Füßen treten und das ist ihr sehr wohl bewußt. Aber gerade, weil es alles so schwammig ist, müßte auch der Geltungsanspruch der USK drastisch reduziert werden und genau darum plädiere ich ja dafür, z.B. die Indizierungsmöglichkeiten ganz abzuschaffen.
Eben das ist die Crux des Systems...
Hier werden subjektive Entscheidungen als normative Kraft verkauft. Und in einem Bereich, in dem das dazu führen kann, dass ein normales Konsumprodukt vom Markt gedrängt wird, ist das nicht zulässig, hier sollte die Handelsfreiheit höher stehen bzw. die Entscheidungsfreiheit weitgehend auf den einzelnen übertragen werden. (Hast du aber schon irgendwo mal so gesagt, oder?)
Jap, sag' ich doch. :-D
Dass dies nicht dazu führen darf, dass jedem alles freisteht und alles verfügbar ist, ist aber auch Fakt. Das wäre am Ende nicht mehr zu kontrollieren.
Naja, den Spielemarkt müßte man ja m.E. nicht kontrollieren, man könnte das ganze auf Empfehlungen basieren lassen und bei Kindern die Eltern und später die Jugendlichen selbst entscheiden lassen, als informative Stütze der elterlichen Verantwortung. Damit wäre der Staat seiner Pflicht zum Jugendschutz auch nachgekommen (wobei manche ja perfiderweise diese Pflicht so interpretieren, dass der Staat zu genau der Form des Jugendmedienschutzes gezwungen sei, den wir aktuell haben - was natürlich quatsch ist). Ich traue der Branche genug Selbstkontrolle zu, klappt ja immerhin auch im Ausland, aber hierzulande ist sie ja das personifizierte Böse... abgesehend avon hätte man für wirklich relevante Verstöße (damit meine ich nicht den § 131 StGB, der Straftaten ohne Opfer sanktioniert, sondern eher z.B. die Verletzung der persönlichen Integrität bestimmter Personen etc.) immer noch das Strafrecht: Es bedarf keiner Indizierungen, um das Recht zu wahren.
SAL hat geschrieben:Hätten die mal schön brav so übertrieben altmodisch weitergemacht und jedem Spiel wo auch nur ein Blutklecks zu sehen ist die Freigabe verweigert wäre die Welt ja "ok" gewesen aber nicht nachdem Bullshit den die USK uns versucht zu verkaufen.
OTT:
Mal so nebenbei... Ich würde die Diskussion hier fast verschieben oder zu einem neuen Thread machen, mit "Dead Space" hat das nicht mehr viel zu tun. Irgendwelche Einwände?
Mir egal, z.B. in den USK-thread... ^^
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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#181 Beitrag von SAL » Freitag, 7. November 2008, 17:10

Dead Space: Player gets killed

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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#182 Beitrag von Vicarocha » Freitag, 7. November 2008, 18:07

Was magst du uns damit mitteilen?
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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#183 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 7. November 2008, 18:12

Vicarocha hat geschrieben:Was magst du uns damit mitteilen?
Das gleiche, was ich auch denke: dass eine Einstufung der USK wie russisches Roulette ist und nicht, wie stets vermutet, auf moralischer, sondern GAR KEINER Grundlage, außer purer Willkür und dem augenblicklichen Befinden der Anwesenden, basiert...

Ja, ich beschwere mich auch über die Klassifizierung - bzw. wundere ich mich vielmehr darüber. Ich verstehe einfach nicht, weshalb dieses Spiel eingestuft wurde - und da die USK ihreEntscheidungen nicht begründen muss (SIC!), bringt es auch nichts, nachzufragen, welcher Teufel bzw. welches aus Leichenteile bestehende Alien sie dabei geritten hat...
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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#184 Beitrag von Vicarocha » Freitag, 7. November 2008, 18:16

Für die Argumentation wären die Bilder aber ungeeignet, also bleibt die Frage bestehen. :D
Und die USKler werden schon nicht würfeln, die urteilen (u.U. auch nur unterbewußt) auf mroalischer Ebene und wohl z.T: im festen glauben, realen Gefahren möglichst neutral und objektiv entgegenzutreten - das dies praktisch nciht möglich sit und im Endeffekt genau so gut wie würfeln ändert aber nichts daran, dass sie nicht würfeln. :-D
und da die USK ihreEntscheidungen nicht begründen muss (SIC!)
Oh doch, dass muss sie. Die Prüfurteile müssen nur nicht veröffentlicht werden und werden Otto-Normal-Bürgern nciht ausgehändigt, wenn man nicht gerade Wissenschaftler mit berechtigtem Interesse an den Prüfurteilen ist...
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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#185 Beitrag von esn » Freitag, 7. November 2008, 18:51

mensch leute, als ob diese behörden jemals eine daseinsberechtigung gehabt hätten oder auch nur annähernd rationale entscheidungen getroffen hätten.
ich wette ihr ärgert euch nur, dass das spiel nicht auf dem index landet oder gar beschlagnahmt wird und damit der angebliche wert eurer ausgabe nicht steigt.
wenn euch das so sehr wurmt, dann geht zum nächsten jugendamt oder dem nächsten CDU-laden und sagt denen, sie sollen dagegen etwas unternehmen...man, man, man

übrigends: das brutale ableben der eigenen spielfigur fällt nicht so stark ins gewicht wie das der gegner, denn der spieler versucht logischerweise alles erdenkliche um das zu umgehen, sprich: es ist nicht das spielziel, dass die eigene spielfigur stirbt. und die von dir geposteten pics zum ableben der spielfigur sehen auch nicht brutaler aus als in der deutschen version von Resident Evil 4.
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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#186 Beitrag von Nerf » Freitag, 7. November 2008, 19:24

esn hat geschrieben:ich wette ihr ärgert euch nur, dass das spiel nicht auf dem index landet oder gar beschlagnahmt wird und damit der angebliche wert eurer ausgabe nicht steigt.
Wen könntest du denn damit meinen? :mrgreen:

Beschlagnahmt werden kann das Ganze übrigens sehr wohl, denn die Staatsanwaltschaft muss - im Gegensatz zur BPjM - keine Rücksicht auf wie auch immer geartete Freigaben nehmen. Also, wem es nicht passt, der marschiert zum nächsten Jugendamt, und die sollen bitte einen Antrag auf Beschlagnahme einreichen. :tee:
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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#187 Beitrag von SAL » Freitag, 7. November 2008, 19:52

esn hat geschrieben: wenn euch das so sehr wurmt, dann geht zum nächsten jugendamt oder dem nächsten CDU-laden und sagt denen, sie sollen dagegen etwas unternehmen...
Wir haben hier beides, ich kann mich da nicht so recht entscheiden.
:lol:
Nerf hat geschrieben:
esn hat geschrieben:ich wette ihr ärgert euch nur, dass das spiel nicht auf dem index landet oder gar beschlagnahmt wird und damit der angebliche wert eurer ausgabe nicht steigt.
Wen könntest du denn damit meinen? :mrgreen:
:mrgreen:
Nerf hat geschrieben: Beschlagnahmt werden kann das Ganze übrigens sehr wohl, denn die Staatsanwaltschaft muss - im Gegensatz zur BPjM - keine Rücksicht auf wie auch immer geartete Freigaben nehmen. Also, wem es nicht passt, der marschiert zum nächsten Jugendamt, und die sollen bitte einen Antrag auf Beschlagnahme einreichen. :tee:
Ist das nicht total bescheuert?
Ein Spiel mit einer Freigabe kann nichtmehr indiziert werden, aber immernoch beschlagnahmt?
Wo ist denn da der Sinn der Freigabe wenn eh jeder Richter der noch weniger ahnung hat von dem Thema wie er lustig ist walten kann mit den "131er Chartplatzierungen"?

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Re: Die offizielle USK-Diskussion

#188 Beitrag von Nerf » Freitag, 7. November 2008, 20:35

SAL hat geschrieben:Ein Spiel mit einer Freigabe kann nichtmehr indiziert werden, aber immernoch beschlagnahmt?
Wo ist denn da der Sinn der Freigabe wenn eh jeder Richter der noch weniger ahnung hat von dem Thema wie er lustig ist walten kann mit den "131er Chartplatzierungen"?
Das liegt daran, dass er Richter ist ;)

Oder daran, dass die einzelnen Behörden einander doch nicht so recht trauen. Aber gerade in unserer verbotsfreudigen Gesellschaft möchte man sich von Staats wegen noch ein Hintertürchen offenhalten, um mitzureden in der aktuellen Killerspieldebatte...

Falls du mal beim AG Tiergarten durchklingeln willst, hier die Nummer: +49 (0)30 9014-0 :mrgreen:

(Die hocken übrigens bei meinem Schwager um die Ecke, selbe Straße, 100m weiter... muss ich glatt mal vorbeifahren).
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#189 Beitrag von esn » Freitag, 7. November 2008, 21:02

lol, eine verbotsinitiative, die ausgerechnet in einem anti-zensur thread startet...

ob es wirklich so klug ist die telefonnummer hier zu posten, nerf? nicht dass man irgendjemanden zu dummen sachen anspornt...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#190 Beitrag von SAL » Freitag, 7. November 2008, 21:06

Soviele "offene Hintertürchen" wie sich der Staat schafft, da wäre jeder Schwulenclub stolz drauf.

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#191 Beitrag von Vicarocha » Freitag, 7. November 2008, 21:18

Das ist kein Hintertürchen, dass liegt daran, dass <blablabla Juristenkram blablabla, unterschiedliche Rechtsrelevanzen blablabla Gerichte nicht gebunden sind blablabla>... das ist 'ne Hangarschleuse. :D
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#192 Beitrag von SAL » Donnerstag, 27. November 2008, 18:01

Die FSK Logos werden jetzt ja auch geändert:
http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=1102" onclick="window.open(this.href);return false;

Ob mein energischer Einwand/Diskussion mit dem Vertreter der FSK/USK auf der GC was bewirkt hat?
Mal sehen wann die USK Logos dem angepasst werden, und man dann wenn man ein Spiel startet auch so einen Hinweis bekommt.

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#193 Beitrag von LiquidSnakE » Donnerstag, 27. November 2008, 18:15

SAL hat geschrieben:Die FSK Logos werden jetzt ja auch geändert:
http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=1102" onclick="window.open(this.href);return false;

Ob mein energischer Einwand/Diskussion mit dem Vertreter der FSK/USK auf der GC was bewirkt hat?
Mal sehen wann die USK Logos dem angepasst werden, und man dann wenn man ein Spiel startet auch so einen Hinweis bekommt.
Die neuen FSK-Logos sind aber wesentlich intelligenter als die USK-Logos und zeigen endlich das, wovon ich seit Jahren predige: die ALTERSZAHL sichtbar, dafür ohne den Paragraphenscheiß! Awesome! :roll:

(Kann es sein, dass die FSK sich beim Aussehen ihrer Logos vom BBFC inspirieren ließ?)
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#194 Beitrag von esn » Donnerstag, 27. November 2008, 18:19

ich hab die zahlen grad nicht im kopf, aber sind die neuen fsk symbole dann kleiner als die jetzigen?
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#195 Beitrag von JasonVoorhees » Donnerstag, 27. November 2008, 18:25

esn hat geschrieben:ich hab die zahlen grad nicht im kopf, aber sind die neuen fsk symbole dann kleiner als die jetzigen?
1200mm² wurden schon bei der letzten Novellierung gefordert.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#196 Beitrag von esn » Donnerstag, 27. November 2008, 18:28

JasonVoorhees hat geschrieben:
esn hat geschrieben:ich hab die zahlen grad nicht im kopf, aber sind die neuen fsk symbole dann kleiner als die jetzigen?
1200mm² wurden schon bei der letzten Novellierung gefordert.
stimmt, habs auch eben grad gefunden. hätten die sich nicht mit dem undurchsichtigen kreis begnügen können? wozu noch der durchsichtige Rand? was soll das bringen? diese vollpfosten...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#197 Beitrag von JasonVoorhees » Donnerstag, 27. November 2008, 18:32

Wie siehts eigentlich mit Audio-CDs aus, denen DVDs beigelegt werden (so ziemlich jede "Limited Edition")? :kotz:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#198 Beitrag von PaulBearer » Freitag, 28. November 2008, 08:21

esn hat geschrieben:
JasonVoorhees hat geschrieben:1200mm² wurden schon bei der letzten Novellierung gefordert.
stimmt, habs auch eben grad gefunden. hätten die sich nicht mit dem undurchsichtigen kreis begnügen können? wozu noch der durchsichtige Rand? was soll das bringen? diese vollpfosten...
Die Kennzeichnung ist zwar gleich groß, dafür ist wenigstens ein Teil davon durchsichtig (und wirkt auch wegen der Form kleiner). Ich finde, die Symbole sehen extrem billig aus, wie Prüfaufkleber in Unterhosen aus China (diese kleinen runden PASSED Nr. xxx-Sticker)... aber wie Liquid schon schrieb, ist jetzt wenigstens das wichtige (die Zahl) sofort deutlich zu sehen.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#199 Beitrag von SAL » Freitag, 28. November 2008, 09:13

Machen die das eigentlich absichtlich?
Orientieren sich schon am Ausland und dann sieht es trotzdem aus wie "Praktikanten Photoshop"?
Scheisse, das sieht SO billig zusammengeschustert aus ...

Hat das zu schützende Volk denn da kein Mitspracherecht, immerhin sind es unsere Gelder die für sowas verschwendet werden, oder last mich raten 80% der zur Verfügung stehenden Summe gingen für Koks&Nutten drauf?

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#200 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 28. November 2008, 15:59

SAL hat geschrieben:[...]

Da schämt man sich doch als dt. Gamer/Filmfan.
Tut man das nicht ohnehin? Selbst ein malerisch schönes Logo kann nicht über den oftmals bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Inhalt hinwegtäuschen...
"Alter Falter, wie du immer wieder diverse Top Titel komplett verreißt geht doch auf keine Kuhhaut mehr."
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