UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#201 Beitrag von PaulBearer » Freitag, 28. November 2008, 17:57

Ich habe selber mal neue USK-Kennzeichnungen entworfen. Ich glaube, ihr werdet mir beipflichten, daß sie nicht nur schöner sind als die jetzt präsentierten, sondern auch 1) eine enorme Signalwirkung sogar auf Personen mit Lese- oder Sehschwächen haben und 2) der Jugendschutz durch die Einführung eines Maskottchens bei den Bürgern sicher auf mehr Akzeptanz stoßen wird.

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#202 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 28. November 2008, 18:01

PaulBearer hat geschrieben:Ich habe selber mal neue USK-Kennzeichnungen entworfen. Ich glaube, ihr werdet mir beipflichten, daß sie nicht nur schöner sind als die jetzt präsentierten, sondern auch 1) eine enorme Signalwirkung sogar auf Personen mit Lese- oder Sehschwächen haben und 2) der Jugendschutz durch die Einführung eines Maskottchens bei den Bürgern sicher auf mehr Akzeptanz stoßen wird.

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#203 Beitrag von JasonVoorhees » Freitag, 28. November 2008, 19:02

PaulBearer hat geschrieben:Ich habe selber mal neue USK-Kennzeichnungen entworfen. Ich glaube, ihr werdet mir beipflichten, daß sie nicht nur schöner sind als die jetzt präsentierten, sondern auch 1) eine enorme Signalwirkung sogar auf Personen mit Lese- oder Sehschwächen haben und 2) der Jugendschutz durch die Einführung eines Maskottchens bei den Bürgern sicher auf mehr Akzeptanz stoßen wird.

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Gibts die auch mit Pfeiffer und Co.?
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#204 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 28. November 2008, 21:40

JasonVoorhees hat geschrieben:
PaulBearer hat geschrieben:Ich habe selber mal neue USK-Kennzeichnungen entworfen. Ich glaube, ihr werdet mir beipflichten, daß sie nicht nur schöner sind als die jetzt präsentierten, sondern auch 1) eine enorme Signalwirkung sogar auf Personen mit Lese- oder Sehschwächen haben und 2) der Jugendschutz durch die Einführung eines Maskottchens bei den Bürgern sicher auf mehr Akzeptanz stoßen wird.

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Gibts die auch mit Pfeiffer und Co.?
Ja, genau - für die 18er Spiele müsste ein roter Pfeiffer auf dem Logo sein, der dem Käufer die Handfläche entgegenstreckt, als wollte er "Stopp!" sagen...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#205 Beitrag von PaulBearer » Freitag, 28. November 2008, 23:31

LiquidSnakE hat geschrieben:Ja, genau - für die 18er Spiele müsste ein roter Pfeiffer auf dem Logo sein, der dem Käufer die Handfläche entgegenstreckt, als wollte er "Stopp!" sagen...
Na ja, aber irgendwer soll die Spiele ja auch kaufen... :)
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#206 Beitrag von SAL » Dienstag, 2. Dezember 2008, 02:56

Portable Mega Drive

Wo ich das da lese, steht Shadow Dancer nicht noch aufm Index?

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#207 Beitrag von cybdmn » Dienstag, 2. Dezember 2008, 07:57

Für 30 Tacken hätte ich das Teil gerne. Sonst kommt das ja überall eher 50, was eindeutig zu teuer ist.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#208 Beitrag von JasonVoorhees » Dienstag, 2. Dezember 2008, 15:59

SO, habe mir das Teil mal gegönnt. Bislang bin ich zufrieden damit, allerdings schluckt das Teil 3 AAA-Batterien und das Display ist relativ klein.

Die bei GIGA TV haben behauptet, Shadow Dancer sei "nicht inhaltsgleich", aber was hätte man zensieren/ändern können?
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#209 Beitrag von Vicarocha » Dienstag, 2. Dezember 2008, 16:11

Hmmm... wenn man denn dann auch alte MD-Module einstecken könnte... :-/
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#210 Beitrag von cybdmn » Dienstag, 2. Dezember 2008, 16:42

JasonVoorhees hat geschrieben:SO, habe mir das Teil mal gegönnt. Bislang bin ich zufrieden damit, allerdings schluckt das Teil 3 AAA-Batterien und das Display ist relativ klein.
Könntest du mir so ein Ding besorgen?
JasonVoorhees hat geschrieben:Die bei GIGA TV haben behauptet, Shadow Dancer sei "nicht inhaltsgleich", aber was hätte man zensieren/ändern können?
Schwer zu sagen. Golden Axe ist ja für den MD auch nie indiziert worden, und die PC und Amigafassungen wurden indiziert.
Vicarocha hat geschrieben:Hmmm... wenn man denn dann auch alte MD-Module einstecken könnte... :-/
Dazu bräuchtest du einen SEGA Nomad. Der kam aber leider in Europa nie auf den Markt.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#211 Beitrag von LiquidSnakE » Donnerstag, 11. Dezember 2008, 21:19

http://www.pcgames.de/aid,670158/USK-Ke ... tzen/News/" onclick="window.open(this.href);return false;

Oh shit, sie tun's tatsächlich. Nun gut, designtechnisch kann es nicht mehr viel schlimmer werden, als es momentan ist. Scheinbar ist die Message, dass der Paragraph im JuSchG, gemäß dem die USK ein Spiel freigibt, kein Schwein interessiert, mittlerweile selbst bei deutschen Bürokraten angekommen.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#212 Beitrag von SAL » Donnerstag, 11. Dezember 2008, 21:25

Auch wenn die noch 20 andere Designs "entwerfen" es wird imemr scheisse aussehen und nie die gewünschte Wirkung haben.
Das kann ich mit Picture it sogar besser und "stylischer" zumindest in der Hinsicht das man interessiert hinguckt,
und nicht vor Ekel oder Lachkrampf aufm Boden windet.

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#213 Beitrag von LiquidSnakE » Mittwoch, 7. Januar 2009, 10:51

http://www.youtube.com/watch?v=gGSaKJZhk0o

... :respekt:

Vor allem die Formulierungen sind grandios (von dem lustlosen Ton der Sprecherin, bei der man deutlich merkt, dass sie nur von einem Zettel abliest, gänzlich abgesehen):

"Mein Schwager Jens, der meist Ego-Shooter zockt, die keine Jugendfreigabe haben, dürfen erst ab 18 Jahren verkauft werden" - ich glaub' auch...

Die Beschreibung der Inhalte von Spielen mit 'Keine Jugendfreigabe' hätte man aber auch abkürzen können: "Diese Spiele sind trotzdem bedenkenlos für Kinder und Jugendliche geeignet, da sie maximal Inhalte, von denen - laut USK - eine leichte Jugendgefährdung ausgeht, enthalten dürfen und außerdem eh zumeist auf 16+-Niveau herunterzensiert wurden", aber das wäre zu ehrlich... :roll:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#214 Beitrag von zombie-flesheater » Mittwoch, 7. Januar 2009, 17:40

LiquidSnakE hat geschrieben:http://www.youtube.com/watch?v=gGSaKJZhk0o

... :respekt:

Vor allem die Formulierungen sind grandios (von dem lustlosen Ton der Sprecherin, bei der man deutlich merkt, dass sie nur von einem Zettel abliest, gänzlich abgesehen):

"Mein Schwager Jens, der meist Ego-Shooter zockt, die keine Jugendfreigabe haben, dürfen erst ab 18 Jahren verkauft werden" - ich glaub' auch...

Die Beschreibung der Inhalte von Spielen mit 'Keine Jugendfreigabe' hätte man aber auch abkürzen können: "Diese Spiele sind trotzdem bedenkenlos für Kinder und Jugendliche geeignet, da sie maximal Inhalte, von denen - laut USK - eine leichte Jugendgefährdung ausgeht, enthalten dürfen und außerdem eh zumeist auf 16+-Niveau herunterzensiert wurden", aber das wäre zu ehrlich... :roll:
"USK? Ich wuerde schaetzen, dass es eine Terroreinheit ist..." :megalol: Nah dran :mrgreen:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#215 Beitrag von cybdmn » Mittwoch, 7. Januar 2009, 20:06

zombie-flesheater hat geschrieben:"USK? Ich wuerde schaetzen, dass es eine Terroreinheit ist..." :megalol: Nah dran :mrgreen:
Sehr nah dran, tatsächlich ... http://de.wikipedia.org/wiki/U%C3%87K

:mrgreen:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#216 Beitrag von caedez » Mittwoch, 7. Januar 2009, 20:48

cybdmn hat geschrieben:
zombie-flesheater hat geschrieben:"USK? Ich wuerde schaetzen, dass es eine Terroreinheit ist..." :megalol: Nah dran :mrgreen:
Sehr nah dran, tatsächlich ... http://de.wikipedia.org/wiki/U%C3%87K

:mrgreen:
Sogar sehr treffend:
Unterstützungskommando Bayern
Das Video ist so beschissen :megalol:

edit by DooMinator:
Ich hab mal den Link gefixt... Warum auch immer war da immer die letzte Klammer außerhalb des Links...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#217 Beitrag von Kirk » Samstag, 24. Januar 2009, 17:38

PEGI für ganz Europa:
Wie die Kollegen von "videogaming247" berichten, hat Tonie Manders, ein Abgeordneter des Europäischen Komitees, eine Empfehlung an den Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) gegeben, welches vorschlägt das PEGI-Wertungssystem in Europa für allgemein gültig zu erklären.

Der erste Entwurf dieses Empfehlungsschreibens erkennt ebenfalls an, dass Videospiele einen wertvollen pädagogischen Wert haben und diese nicht nur "Killerspiele" zu bieten haben. Die Debatte um die sogenannten "Killerspiele" zog über die Jahre hinweg weite Kreise in der Branche und Politik und ist bis heuet nicht verebbt.

Wie Michael Rawlinson von der ELSPA in einem Interview mit "videogaming247" bestätigte, hat sich Tonie Manders diverse, gängige, Wertungssysteme für Videospiele angesehen und ist zu dem Schluss gekommen, dass PEGI die richtige Wahl für eine einheitliche Bewertung der Spiele auf dem Europäischen Kontinent darstellt. Sowohl On- als auch Offline.

Sollte der Entwurf welcher dem Ausschuss vorliegt verabschiedet werden könnte dies womöglich auch bedeuten, dass die USK in Deutschland endgültig dem PEGI-System weichen muss.
Quelle: Gamezone.de

Bitte lasst es wahr werden :saufen:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#218 Beitrag von LiquidSnakE » Samstag, 24. Januar 2009, 18:09

Niemals. Jugendschutz ist Ländersache. Wenn Deutschland nicht zustimmt, gibt's einfach eine Ausnahmeregelung. Ich fänd's aber gut, würde Österreich PEGI endlich vollständig adaptieren - also auch in Salzburg und Kärnten...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#219 Beitrag von gesteckteziele » Samstag, 24. Januar 2009, 19:07

LiquidSnakE hat geschrieben:Niemals. Jugendschutz ist Ländersache. Wenn Deutschland nicht zustimmt, gibt's einfach eine Ausnahmeregelung. Ich fänd's aber gut, würde Österreich PEGI endlich vollständig adaptieren - also auch in Salzburg und Kärnten...
Hm, die EU kann da sehr wohl eine Regelung treffen, EU-Recht kommt z.B. in Österreich gleich nach dem Grundsätzen der Verfassung... ist also SEHR mächtig. Ist allerdings sicher ein Politikum das Thema.

Und ich bin mir sicher das, früher oder später, die Regelung in Wien auf ganz Österreich ausgedehnt wird.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#220 Beitrag von SAL » Donnerstag, 29. Januar 2009, 15:23

Da die Leute der USK und der FSK ja eh dieselben sind passt das hier auch ganz gut.
http://www.123recht.net/article.asp?a=25174&ccheck=1

"Das europäische Recht überlasse hier ausdrücklich den einzelnen Ländern die Hoheit, damit diese auf die jeweilige Kultur Rücksicht nehmen können"

Zensur ist Kultur?
Ich dachte das war mal vor 65 Jahren in Mode?

"Der EG-Vertrag belasse den EU-Staaten daher die Möglichkeit, die Altersgrenzen "je nach ihren kulturellen, religiösen, moralischen und historischen Empfindlichkeiten" selbst festzusetzen."

1: Was hat Religion mit Filmen und Spielen zutun?

2: Also je nach der Geschichte eines Landes dürfen da Altersfreigaben gewählt werden?
(Dann müsste Italien ja auch unsere Freigaben haben)

"Folgt dem der EuGH, bleibe der Versandhandel mit nicht freigegebenen Filmen in Deutschland verboten."
:wallbash:

Und hier für Vic:
http://lexetius.com/2008,217

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#221 Beitrag von Vicarocha » Donnerstag, 29. Januar 2009, 15:29

Ist nichts neues (wie die Daten erkennen lassen), dass haben wir hier (d.h.: ich ^^) afair auch damals kurz diskutiert.
Habe den entsprechenden Fall jedenfalls damals aktiv mitverfolgt.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#222 Beitrag von 3beiniger Lung » Mittwoch, 13. Mai 2009, 09:21

Heute gibt es eine Pressekonferenz der USK,
es wird über die Neugestaltung der Altersfreigaben informiert.
Quelle
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Xbox LIVE/PSN: sHirovv

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#223 Beitrag von Kirk » Mittwoch, 13. Mai 2009, 11:07

Da sind sie: http://www.gamepro.de/news/branchen/neu ... etten.html
Wie originell :roll: :kotz: FSK lässt grüßen. :tee:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#224 Beitrag von zombie-flesheater » Mittwoch, 13. Mai 2009, 13:06

Kirk hat geschrieben:Da sind sie: http://www.gamepro.de/news/branchen/neu ... etten.html
Wie originell :roll: :kotz: FSK lässt grüßen. :tee:
Bleibt nur zu hoffen, dass man auch hier, wie bei den DVDs und Blu Rays, an Wendecover denkt.
Ansonsten waere es egal, ob die Huellen ggfs. so ausgesehen haetten:

http://occulator.oc.funpic.de/upload/Crysis_2010.jpg

Da KANN man ja fast nur noch importieren :roll:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#225 Beitrag von LiquidSnakE » Mittwoch, 13. Mai 2009, 15:11

Das Witzigste an den neuen Covern ist und bleibt aber die 'ab 18'. Ist es euch auch aufgefallen? Auf dem neuen 18er Logo fehlt das Wort 'freigegeben', damit explizit klar wird, dass dieses Spiel böse ist und eigentlich auf den Index gehört (auch, wenn es in Rest-Europa unzensiert ab 12 Jahren freigegeben wurde) ... :roll:

Zumindest wurde meine jahrelange Forderung (genauer: seit 2003) nach gut sichtbaren Zahlen umgesetzt...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#226 Beitrag von esn » Mittwoch, 13. Mai 2009, 20:29

die neuen logos verunstalten die cover noch mehr, da ja die ursprüngliche raute auf ein quadrat erweitert wurde (die erweiterte fläche ist nun halbdurchsichtig)....

toll gemacht... :roll:

und auf wendecover braucht man in der spieleindustrie nicht zu hoffen.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#227 Beitrag von Vicarocha » Mittwoch, 13. Mai 2009, 22:30

esn hat geschrieben:die neuen logos verunstalten die cover noch mehr, da ja die ursprüngliche raute auf ein quadrat erweitert wurde (die erweiterte fläche ist nun halbdurchsichtig)....
Die [die per Gesetz diktierte (mindest-)]Größe der Logos ist unverändert [d.h.: 1200 mm² (3,46 cm x 3,46 cm)], aber die Raute wird wie ein Quadrat positioniert - ergo sind Größe und Form (bzw. Positionierung) der neuen Logos exakt wie bei den neuen FSK-Logos: Im Zentrum der transparenten FSK-Logos ist ein intransparenter Zirkel mit der Altersklassifikation, beim USK-Logo ist der FSK-Zirkel eine USK-Raute [mit (offenbar) der gleichen Innenfläche wie der FSK-Zirkel].

Das USK-Logo wurde nicht "auf ein quadrat erweitert"; de facto ist ein Teil der Fläche der originären USK-Raute bei den neuen USK-Logos transparent, d.h.: Man sieht bei den neuen USK-Logos mehr vom cover, als vorher.

Hässlich, unnötig und eine Beleidigung für das artwork und natürlich die Spieler bleibt das ganze natürlich trotzdem...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#228 Beitrag von Sven » Samstag, 25. Juli 2009, 19:51

Hab mal ne Frage, vorzugsweise an Vic oder sonstwem, der sich mit dem BGB ein wenig auskennt:

Es gibt doch einen sogenannten "Taschengeldparagraphen", nachdem Kinder bis zu einem bestimmten Alter gar nicht bzw. nur eingeschränkt geschäftsfähig gelten. Wisst ihr zufällig, welche Altersgrenzen und welche Geldbeträge da als Richtlinie herangezogen werden?

Ist mir neulich aufgefallen, als ich mir darüber Gedanken gemacht habe, welchen Sinn es macht, eine FSK 6 bzw. FSK 12 als verbindliche Altersfreigabe beim Kauf zu definieren?

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#229 Beitrag von LiquidSnakE » Samstag, 25. Juli 2009, 20:16

cujamara hat geschrieben:[...]

Ist mir neulich aufgefallen, als ich mir darüber Gedanken gemacht habe, welchen Sinn es macht, eine FSK 6 bzw. FSK 12 als verbindliche Altersfreigabe beim Kauf zu definieren?
Der Sinn ist offensichtlich: Die Logos richten sich in erster Linien nicht an die Kinder - denn die würden wohl alles kaufen -, sondern an die Eltern.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#230 Beitrag von cybdmn » Samstag, 25. Juli 2009, 21:07

LiquidSnakE hat geschrieben:Der Sinn ist offensichtlich: Die Logos richten sich in erster Linien nicht an die Kinder - denn die würden wohl alles kaufen -, sondern an die Eltern.
Die Frage ist aber hier die, nach der Verbindlichkeit für den Handel. Der Handel darf die Spiele nur an die Altersgruppe verkaufen, die auf dem Logo steht. Dabei ist es dann relativ sinnlos, die Abgabe für 6 oder 12 jährige verbindlich zu machen, wenn diese nach dem BGB sowieso nicht, oder nur eingeschränkt Geschäftsfähig sind, der Handel also an diese Altersgruooen also sowieso nichts, bzw. nicht in jeder Preisklasse verkaufen darf. Davon abgesehen, dass Kinder in diesem Alter wohl kaum einen Ausweis besitzen, mit dem sie ihr Alter nachweisen können.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#231 Beitrag von esn » Samstag, 25. Juli 2009, 22:39

das mit dem "nicht geschäftsfähig sein" bezieht sich doch nur auf sachen, die vertraglich mit einer unterschrift abgeschlossen werden und ich wüsste nicht, wo dies beim erwerb eines computerspiels nötig wäre...

Edit: mir fällt gerade ein, dass man bei pc-spiele bei der installation ja die lizenzvereinbarung, also die AGb akzeptieren und zustimmen muss und dass das weiter-klicken durchaus wie eine unterschrift zu behandeln ist...allerdings gibts das ja nicht bei konsolenspielen...

allerdings würde dieses geschäft dann nicht mit dem handel, der das spiel verkauft, abgeschlossen werden, sondern direkt mit dem publisher.

edit 2: ich denke, man muss zwischen verträgen unterscheiden, die mit einer unterschrift rechtsgültig werden und solche, die per bezahlung oder einem klick gemacht werden. und das "nicht geschäftsfähig sein" von kinder würde sich dann nur auf ersteres beziehen, aber nicht auf letzteres greifen können.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#232 Beitrag von cybdmn » Sonntag, 26. Juli 2009, 09:57

esn hat geschrieben:das mit dem "nicht geschäftsfähig sein" bezieht sich doch nur auf sachen, die vertraglich mit einer unterschrift abgeschlossen werden und ich wüsste nicht, wo dies beim erwerb eines computerspiels nötig wäre...
Genau darum dreht sich ja cujas Frage. Wo ist die Grenze? Stichwort: Taschengeldparagraph.
esn hat geschrieben:Edit: mir fällt gerade ein, dass man bei pc-spiele bei der installation ja die lizenzvereinbarung, also die AGb akzeptieren und zustimmen muss und dass das weiter-klicken durchaus wie eine unterschrift zu behandeln ist...allerdings gibts das ja nicht bei konsolenspielen...
Kannst du gleich knicken, das hat in Deutschland keine Relevanz. Die AGBs müssten dem Kunden VOR dem Kauf vorgelegt werden, sonst haben sie keine Gültigkeit. Hier gelten allein die AGBs des Händlers, sofern er sie ausgehängt (bzw. auf der Webseite zu stehen) hat.
esn hat geschrieben:allerdings würde dieses geschäft dann nicht mit dem handel, der das spiel verkauft, abgeschlossen werden, sondern direkt mit dem publisher.
Das gibt es in Deutschland fast gar nicht, deshalb gilt das auch als Softwarekauf, und nicht als Lizensierung. Deshalb ist der Weiterverkauf von OEM Software auch gegen den Willen des Herstellers ausdrücklich erlaubt.
Vergleiche: http://archiv.jura.uni-saarland.de/Ents ... 49-00.html

Ein anderer Fall ist direkt lizensierte Software, für die jedoch ein direkter Vertrag zwischen beiden Parteien nötig ist.
esn hat geschrieben:edit 2: ich denke, man muss zwischen verträgen unterscheiden, die mit einer unterschrift rechtsgültig werden und solche, die per bezahlung oder einem klick gemacht werden. und das "nicht geschäftsfähig sein" von kinder würde sich dann nur auf ersteres beziehen, aber nicht auf letzteres greifen können.
Ein Vertrag mit einem Klick bedeutet in Deutschland keinen gültigen Vertrag, erst recht nicht, wenn der Klick von einem Kind getätigt wird.

Würfel hier bitte nicht US Recht und deutsches Recht durcheinander. Das passiert andernorts leider schon häufig genug, weswegen auch überall Dummschwätzer behaupten, Games, die man per Steam aktivieren muss, wären nur lizensiert. Das ist nicht so. Selbst bei direkt in Steam gekauften Spielen ist das fraglich.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#233 Beitrag von DooMinator » Sonntag, 26. Juli 2009, 11:19

esn hat geschrieben:das mit dem "nicht geschäftsfähig sein" bezieht sich doch nur auf sachen, die vertraglich mit einer unterschrift abgeschlossen werden und ich wüsste nicht, wo dies beim erwerb eines computerspiels nötig wäre...
Dass keine Unterschrift von nöten ist, tut hier nichts zur Sache. Beim Kauf in einem Laden wird ein Kaufvertrag nach §433 BGB geschlossen, der Taschengeldparagraph ist also indiziert.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#234 Beitrag von cybdmn » Sonntag, 26. Juli 2009, 11:42

Ich habe zur Frage noch das hier gefunden: http://dejure.org/gesetze/BGB/106.html

Das heisst, dass die Freigabe ab 6 sowieso obsolet ist, da die beschränkte Geschäftsfähigkeit erst ab dem vollendeten 7 Lebensjahr beginnt und mit dem vollendeten 18. Lebensjahr endet. Davor kann auf keinen Fall ein rechtsgültiger Vertrag zu Stande kommen. Bei der Freigabe ab 12 kommt es dann wohl auf den Wert an.
Soweit dort spezielle Fälle vorgebracht werden, heisst es von den Anwälten dort meist, dass die Verträge nur bedingt gültig sind, und spätestens bei Verweigerung der Eltern ungültig werden. Dass heisst, auch dass Freigaben ab 12 und 16 schon Relevanz haben, da grundsätzlich an diese Altersklassen Spiele verkauft werden dürfen, allerdings mit dem Risiko des Händlers, dieses Geschäft rückgängig machen zu müssen, wenn die Eltern dagegen Widersprch geltend machen. Soweit die Theorie, es mag noch Einschränkungen geben.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#235 Beitrag von DooMinator » Sonntag, 26. Juli 2009, 12:14

Korrekt, Herr Dämon.
Hatte meinen BGB-Hefter rausgekramt und mir dazu die Notizen durchgelesen. De facto genau was du sagst. Lt. §104(1) ist man unter 7 Jahren so oder so geschäftsunfähig und kann keine wirksamen Kaufverträge abschließen. Ab 7 (bis 18) kommt es de fato zu einem Kauf unter Vorbehalt, da die Eltern jederzeit wiedersprechen können. Der Händler muss dann das Game zurücknehmen.

Freigaben ab 12 / 16 machen so gesehen schon Sinn, allein schon um den Eltern bei der Entscheidung zu helfen, ob sie dem Kauf des Kindes zustimmen (soweit zumindest die Theorie :wink: ), die ab 6 aber eher nicht...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#236 Beitrag von PaulBearer » Montag, 27. Juli 2009, 08:53

cybdmn hat geschrieben:Das heisst, dass die Freigabe ab 6 sowieso obsolet ist, da die beschränkte Geschäftsfähigkeit erst ab dem vollendeten 7 Lebensjahr beginnt und mit dem vollendeten 18. Lebensjahr endet. Davor kann auf keinen Fall ein rechtsgültiger Vertrag zu Stande kommen. Bei der Freigabe ab 12 kommt es dann wohl auf den Wert an.
Aber die Freigabe "ab 6" betrifft doch auch noch 7-11jährige?
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#237 Beitrag von cybdmn » Montag, 27. Juli 2009, 10:10

Natürlich betrifft sie die auch, aber dann hätte man, um die rechtliche Seite konsistent zu machen statt USK ab 6 eben USK ab 7 einrichten sollen.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#238 Beitrag von esn » Montag, 27. Juli 2009, 17:50

Hatte meinen BGB-Hefter rausgekramt und mir dazu die Notizen durchgelesen. De facto genau was du sagst. Lt. §104(1) ist man unter 7 Jahren so oder so geschäftsunfähig und kann keine wirksamen Kaufverträge abschließen. Ab 7 (bis 18) kommt es de fato zu einem Kauf unter Vorbehalt, da die Eltern jederzeit wiedersprechen können. Der Händler muss dann das Game zurücknehmen.
problematisch dürfte aber dann bei geöffneter verpackung sein, dem händler beweisen zu können, dass das game dem minderjährigem verkauft wurde und nicht doch dem erwachsenen. wie soll man das machen? deshalb wird das in der praxis doch gar nicht gehen, oder? also wenn die verpackung geöffnet ist und der händler keine geöffneten spieleverpackungen umtauschen lässt.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#239 Beitrag von DooMinator » Montag, 27. Juli 2009, 19:04

esn hat geschrieben:
Hatte meinen BGB-Hefter rausgekramt und mir dazu die Notizen durchgelesen. De facto genau was du sagst. Lt. §104(1) ist man unter 7 Jahren so oder so geschäftsunfähig und kann keine wirksamen Kaufverträge abschließen. Ab 7 (bis 18) kommt es de fato zu einem Kauf unter Vorbehalt, da die Eltern jederzeit wiedersprechen können. Der Händler muss dann das Game zurücknehmen.
problematisch dürfte aber dann bei geöffneter verpackung sein, dem händler beweisen zu können, dass das game dem minderjährigem verkauft wurde und nicht doch dem erwachsenen. wie soll man das machen? deshalb wird das in der praxis doch gar nicht gehen, oder? also wenn die verpackung geöffnet ist und der händler keine geöffneten spieleverpackungen umtauschen lässt.
Glaub mir, wenn besorgte Eltern anrücken und sich beschweren, nimmt jeder Händler das Game zurück. Allein das Risiko, dass sich Eltern an höhere Instanzen wenden, treibt dem Handel genug Schweiß in den Nacken.
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#240 Beitrag von esn » Freitag, 16. Oktober 2009, 17:49

neues zum thema vorzensur: diesmal operation flashpoint 2!

http://www.gamestar.de/news/pc/action/t ... int_2.html
Man habe aber während des gesamten Programmierungsprozesses immer auch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) in der Bundesrepublik im Blick gehabt, da der Deutsche Markt einfach zu wichtig sei.
»Wir hatten all das im Hinterkopf, besonders als wir uns Deutschland angeschaut haben, denn PC-Shooter sind ein sehr großer Markt in Deutschland und wir wollten es nicht riskieren, dass Spiel nicht veröffentlichen zu können.«
»Wir waren, als das Spiel von den Prüfern zurück kam, positiv von der Tatsache überrascht, dass es niedriger eingestuft war, als wir es erwartet hatten. Wir rechneten mit einer Ab-18-Wertung, aber es wurde als Ab-15 (Anm.d.A.: In Dtd. Ab-16) freigegeben.«

als ob es bei dem vorgänger anders gewesen wäre :wallbash:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#241 Beitrag von DooMinator » Freitag, 16. Oktober 2009, 18:06

Nicht schon wieder. Wenn ich heute noch einmal das Wort Vorzensur lese, fang ich an schreiend im Kreis zu laufen...
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#242 Beitrag von KSE » Freitag, 16. Oktober 2009, 18:12

Vorzensur ^^

EDIT: Mir ist gerade beim durchsehen meiner Boardoptionen etwas witziges aufgefallen: nämlich dass selbst dieses Board vorzensiert ist. Bei mir war die Option "Wortzensur" tatsächlich auf "ein" gestellt. Das habe ICH garantiert nicht so eingestellt.
Für einen Einblick in meine kleine PC-Kollektion auf das Banner unten klicken..
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-> Verkaufsliste - Teils seltene Stücke. Tausche ggf auch! z.b. 3:1

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#243 Beitrag von esn » Samstag, 8. Mai 2010, 20:10

ein paar interessante und kuriose details zur usk... ^^

Verspielt in Berlin
Für Hersteller ist sie notwendiges Übel, Spielefans verbinden sie mit Zensur, Kritikern scheint sie zu zahm: Keiner mag die USK.Wir haben sie einen Tag lang besucht.Was dort genau passiert, erläutern wir unter anderem am Beispiel des Ego-Shooters Bioshock 2.

achja, etwas zum schmunzeln gibt es auch noch:
»Die Vertriebsbeschränkungen bei Indizierungen gehen so weit, dass sich Händler bereits strafbar machen können, wenn sie ein Spiel ohne Kennzeichnung wie einen normalen USK-18-Titel behandeln«, sagt Patrick Portz, der momentan am Institut für Politische Wissenschaft der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen seine Doktorarbeit mit dem Titel »Der deutsche Jugendmedienschutz – Jugend- oder Erwachsenenmedienschutz? « schreibt.
:mrgreen:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#244 Beitrag von caedez » Sonntag, 9. Mai 2010, 15:59

Wir haben eine Berühmtheit unter uns :blueeye:
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#245 Beitrag von LiquidSnakE » Dienstag, 17. August 2010, 19:57

"Alter Falter, wie du immer wieder diverse Top Titel komplett verreißt geht doch auf keine Kuhhaut mehr."
- Kaysa

"Es gibt weltweit auch keinen Nachweis, dass Christian Pfeiffer sinnvoll ist."
- Chris Schmitz (Ubisoft)

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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#246 Beitrag von JasonVoorhees » Dienstag, 17. August 2010, 20:34

Sieht aus als würden die Raubkopien zocken :blueeye:
A common mistake that people make when trying to design something completely foolproof is to underestimate the ingenuity of complete fools.
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Waffler
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#247 Beitrag von Waffler » Mittwoch, 18. August 2010, 10:42

:kotz:

Der gräßliche Urselflatschen muß natürlich auch wieder drin vorkommen...

SAL
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#248 Beitrag von SAL » Mittwoch, 2. Februar 2011, 16:12

Jugendschutz: Neues USK-Prüfverfahren bei Spielen


Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat neue Regularien für die Jugendschutz-Prüfung von Computer- und Videospielen eingeführt. Das teilte die Organisation heute mit.

"Mit neuen USK-Grundsätzen modernisieren wir die Verfahren und sorgen für mehr Klarheit und Transparenz", erklärte USK-Geschäftsführer Felix Falk. Nach Abstimmungen zwischen den Bundesländern und den Trägerverbänden G.A.M.E. und BIU hatte der USK-Beirat das bisherige Regelungswerk aus dem Jahr 2006 mit den neuen Grundsätzen abgelöst.


Als eine der zentralen Änderungen werden die Prüfinstanzen von vier auf drei Stufen verkürzt. Damit sollen sowohl die Widerspruchsrechte der Antragsteller und der Bundesländer als auch eine schnellere und effektivere Prüfzeiten sichergestellt werden.

Gleichzeitig wurde die Rolle des USK-Beirats gestärkt. Zu den insgesamt 14 Beiratsmitgliedern zählen die zentralen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen des Jugendschutzes in Deutschland. Dazu gehört nun unter anderem die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), deren Aufnahme in den Beirat das verstärkte Engagement der USK im Bereich der Online-Spiele unterstreichen soll.


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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#249 Beitrag von bionixxx » Mittwoch, 2. Februar 2011, 20:43

mhhhm...wow,...die KJM, deren online-arbeit an weisheit/weitsicht kaum zu übertrumpfen ist, sitzen zusammen mit den hardcorechristen und hobby-cdu/csu-lern und zerbrechen sich die köpfe wie man den bürgern weiter den spaß nehmen kann :twisted:
das ganze wird durch die "neuerungen" auch bestimmt viel durchsichtiger...interaktive szene "xyz"+ "rätseleinlage" A-"menschliches leben als verbrauchsgut betrachten"x"meine ganz eigene engstirnige moral" =...hat doch keiner verstanden^^ ...naja...tapetenwechsel sehen halt immer super aus, auch wenn man von solider rauhfaser auf pink geblümt wechselt.

ich halte davon mit anlauf,...gar nix. nach den jüngeren kritischen stimme, hatte man wohl zugzwang irgendwas zu tun...und das haben sie ja...irgendwas getan, wovon da mit sicherheit selbst keiner weiß, wofür es gut sein soll,...aber tranzparenz klingt einfach "total knorke"
welche stufe wurde beim prüfverfahren denn eingespart?...die bei der die würfel rollen? :P
Damit sollen...Widerspruchsrechte...der Bundesländer...schneller....effektiver...sichergestellt werden.
komisch,..irgendwie habe ich bei dem satz nur das gelesen^^
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Re: UnterhaltungssoftwareSelbstKontrolle = USK

#250 Beitrag von SAL » Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:35

Das einzige was sich ändern wird, ist das es jetzt sicher noch schlimmer wird.
Denn dort wo sich die Kirch...äh KJM einmischt gibts immer nur Probleme.


It's gettin' a lot worse...

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