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BeitragVerfasst: Dienstag, 11. Dezember 2007, 03:43 
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Hey Leute, was haltet ihr von einem TV-Tip Thread, in dem Sendungen, die im TV angekündigt werden und in irgendeiner Form das Thema Computer-und Videospiele beinhalten, hier genannt und anschließend darüber diskutiert wird? Den Thread könnte man auch noch Sticky machen.

Vorhin hab ich die Sendung "neues" gesehen, die gar nicht mal so schlecht war. Die interessantesten Themen: Werdegang von Super Mario in den letzten 26 Jahren und Lan Parties für Erwachsene. Die einzelnen Videos könnt ihr hier nachsehen: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/neues/neues_titel.html

Zudem wird die Sendung noch ein paar mal wiederholt: heute um 07.00 Uhr und 09.45 auf 3Sat, sowie am Donnerstag um 13.30 auf ZDF-Infokanal.

Letzten Dienstag lief auf dem ZDF um 22.15 die Doku 37°: Gefangen im Netz. Dabei ging es um das Thema Mediensucht, wobei die Computer- und Videospielewelt natürlich nicht fehlen durfte. Ebenfalls interessant, wie ich finde. Hier könnt ihr euch die Sendung anschauen: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,1020910,00.html


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BeitragVerfasst: Dienstag, 11. Dezember 2007, 10:41 
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wenn man es früh genug ankündigen könnte.. finde ich wäre es eine gute idee.. :)

damit einem ja nix entgeht.. könnte man ja den ersten post sozusagen als leit post holen..

und immer wieder editieren.. vieleicht ein admin oder ein mod.. oder der user selebr.. wo immer die aktuellen sachen drin stehen.. wo die leute im thread posten.. das man so zusagen hinten verfolgen kann was geschrieben wird.. also diskussion verfolgen.. und vorne im ersten thread z.b.

15.dezember.2007 ... ARD ... blabllala 18 - 19uhr..

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BeitragVerfasst: Dienstag, 11. Dezember 2007, 16:42 
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BeitragVerfasst: Sonntag, 6. Januar 2008, 21:24 
Ich habe immer den Längsten
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Heute (Sonntag 06.01.08) auf ARD um 21:45, Anne Will mit dem Thema:
Drillen, einsperren, abschieben:
Mit Härte gegen Jugendgewalt


Gäste u.a.:
- Günther Beckstein
- Christian Pfeiffer

URL: http://daserste.ndr.de/annewill/aktuellesendung/t_cid-4260020_.html

Eigentlich hat das ganze ja gar nichts mit Unterhaltungssoftware zu tun, aber ich wette, dass einer dieser beiden Personen, wahrscheinlich sogar beide (in sich gegenseitig bestätigender Art und Weise) das Thema erwähnen werden. Genau so, wie es jüngst C. PFeiffer tat:
Zitat:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26986/1.html


Aber auch G. Beckstein ist dafür bekannt, dieses Thema in inadäquaten Zusammenhängen zu erwähnen, wie damals in einer ähnlichen TV-Sendung am 10.06.2007, bei Sabine Christiansen (der Vorgängerin von Anne Will) zum Thema „Die Polizei - Prügelknaben der Nation?“, wo er „Killerspiele“ erwähnte, als einen der Hauptfaktoren für die Genese von Gewalt bei den Demonstranten gegen den damaligen G8-Gipfel, ohne das es einer der anderen Diskutanten, die Moderatorin oder sonst irgendwer erwähnt, bzw. irgendetwas einen entsprechenden Anlass dafür geliefert hätte...

Geeenau, ohne "Killerspiele" hätte es derartige Demonstrationen womöglich gar nicht gegeben.........

EDIT:
Das Thema "Killerspiele" wurde tatsächlich nicht erwähnt...
Bin ich nun enttäuscht oder glücklich? ^^

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BeitragVerfasst: Montag, 11. Februar 2008, 04:10 
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An diesem Dienstag, den 12.02.2008 (also morgen) auf SW 3 (SWR) um 23.00 Uhr: Du sollst nicht toeten: Das 5. Gebot und die PC Killerspiele

http://www.swr.de/tv/rp/-/id=3170/date=20080212/zeivsi/index.html#bereichank3


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 21:52 
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Heute um 22.15 auf dem ZDF (wen wundert's?) bei Maybrit illner: Glotzen statt klotzen
Was läuft schief bei der "Jugend von heute"?

mit dabei: unsere geliebte Ursula von der Leyen und wieder so ein Klugscheißer, der sich Hirnforscher nennt (der ist übrigens im Anschluss dieser Sendung im Chat, also Vic (und natürlich auch alle anderen), macht ihm die Hölle heiß! :lol: ) :
Zitat:
"Ich übe draufzuschießen"
Neben dem Fernsehen sieht Spitzer erhebliche Gefahren auch durch Internet und Computerspiele. Aggression werde bei bestimmten Spielen aktiv erlernt. "Ich übe ein, wirklich draufzuschießen und nicht daneben", sagte Spitzer. Das Gehirn lerne dauernd und "wenn ich drei Stunden am Tag am Internet ballere, lerne ich ballern." Das sei "noch schlimmer als passives Konsumieren am Fernsehapparat", war sich der Hirnforscher sicher.


http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,7184686,00.html

Wdh. in der Nacht vom 27.03.2008 auf den 28.03.2008 um 02:30 Uhr, ansonsten kann man sich die Sendung wie immer auch im Live Stream auf der Seite ansehen.

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 22:06 
Ich habe immer den Längsten
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Och nööö... warum haben sie den denn weider ausgebudelt. Der wird nicht umsosnt Christian Pfeiffers medizinischer Adjutant genannt. Manfred Spitzer hat mal vom Thema so absolut überhaupt KEINE Ahnung, nicht mal ansatzweise. Der ist noch schlimmer als C. Pfeiffer - und beide habe ich hier mehrmals auseinandergenommen... ob ich mir das antun will?

Ich zitiere einfach mal aus meiner Magisterarbeit:
Zitat:
Themenbezogene Aufmerksamkeit erlangte er insbesondere durch sein aktuelles Buch Vorsicht Bildschirm! (vgl. Spitzer 2005), in dem er einen neuen, neurowissenschaftlichen Forschungsansatz zur Medienwirkung einnimmt: „Spitzer ist vor allem darauf bedacht, den Eindruck zu erwecken, es handele sich um eine mit naturwissenschaftlicher Präzision gestrickte Beweisführung. Umfangreiches Datenmaterial, Grafiken und scheinbar gesicherte Erkenntnisse aus Medizin, Kriminalistik, Ernährungswissenschaft und Pädagogik scheinen diesen Eindruck zu untermauern. Doch Spitzers massenmedial zugespitzte These fällt selber dem Prinzip anheim, das sie zu kritisieren vorgibt: nämlich einer oberflächlichen und vorurteilsgeleiteten Medienbetrachtung.“ (Frank 2005, S.2.) Zur Qualität seiner Forschung: Die ihm eigenen Erkenntnisse stützt er dabei u.a. z.B. auf einen Vergleich der Hirnaktivitäten nur zweier Probanden bei Rezeption unterschiedlich gewalthaltiger Filme (welche genau wird nicht präzisiert), was er in freier Interpretation als Bestätigung seiner Thesen darstellt (vgl. Spitzer 2005, S.188ff.). Tatsächlich kann die Neurowissenschaft (noch) gar keine derartigen Rückschlüsse zulassen, wie sie M. Spitzer trifft - simplifiziert ausgedrückt: „[…] was die neurowissenschaftlichen Untersuchungen uns sagen, ist, bestimmte Gehirnregionen sind [bei der Rezeption] aktiv, und diese Gehirnregionen sind das auch bei anderen menschlichen Tätigkeiten. Sie sagen uns also, wo etwas im Hirn blitzt, aber sie erklären nicht, was dieses Blitzen dann bedeutet“ (vgl. Scholl 2005). Zu M. Spitzers Thesen: Er behauptet, wären „Bildschirme nie erfunden worden, dann gäbe es alleine in den USA jährlich etwa 10.000 Morde und 70.000 Vergewaltigungen weniger sowie 700.000 weniger Gewaltdelikte gegen Personen […].“ (Spitzer 2005, S.8.) und prognostiziert: „Aufgrund der Bildschirm-Medien wird es in Deutschland im Jahr 2020 etwa 40.000 Todesfälle durch Herzinfarkt, Gehirninfarkt; Lungenkrebs und Diabetes-Spätfolgen geben; hinzu kommen jährlich einige hundert zusätzliche Morde, einige tausend zusätzliche Vergewaltigungen und einige zehntausend zusätzliche Gewaltdelikte gegen Personen.“ (Spitzer 2005, S.12.) Aber: „Ähnlich absurde Statistiken ließen sich wohl auch für Autos, Durchlauferhitzer und elektrische Dosenöffner aufstellen. Anstatt Kontexte konkret zu benennen, in denen Bildschirm-Medien in der Tat negative Wirkungen zeitigen können, schreibt Spitzer schon der bloßen technischen Apparatur geradezu diabolische Kräfte zu.“ (Frank 2005, S.2.) Seine Hauptthese: „Elektronische Bildschirm-Medien - Fernsehen und Computer - machen dumm, dick und gewalttätig.“ (Spitzer 2005, S.245.) Dahinter „verbirgt sich bei Spitzer auch die naive Sehnsucht nach einer unvermittelten, durch kein Werkzeug oder Hilfsmittel beeinträchtigten Weltwahrnehmung.“ (Frank 2005, S.3.) Denn: „Der Eintritt in das digitale Zeitalter stellt für Spitzer - hier reiht er sich ein in eine lange Traditionslinie, die man mit Namen wie Neil Postman, Joseph Weizenbaum oder Hartmut von Hentig assoziiert –, also so etwas wie ein [sic] medialer Sündenfall dar.“ (Frank 2005, S.4.) Interessant an M. Spitzer ist, dass er versucht, all die hier vorgebrachten Vorwürfe und Feststellungen betreffend Mediengewaltgegnern (und damit explizit auch ihn) auf diejenigen anzuwenden, die nicht seiner Meinung sind, bspw. konstatiert er: „Weil die Argumente komplex sind und leider oft sehr emotional vorgetragen werden, weil sich nahezu jeder für einen Experten auf dem Gebiet der Auswirkungen von Gewaltdarstellungen in Bildschirm-Medien hält“ (Spitzer 2005, S.158f.) kämen verzerrte Forschungsergebnisse zustande - ein Vorwurf, den er bedient. Dementsprechend negiert er alle Feststellungen, die hier im Arbeitsrahmen getroffen werden, bspw. den produktiven Rezipienten (vgl. Spitzer 2005, S.188.). Als Konsequenz seiner Meinung fordert er quasi die Ächtung der Bildschirmmedien, ihre Fernhalten von Heranwachsenden und einen restriktiveren Jugendmedienschutz - deren aktuelle Form er offenbar nur ungenügend kennt (vgl. Spitzer 2005, S.202.): „Manfred Spitzer, der Pädagoge mit dem Holzhammer.“ (Frank 2005, S.3.) M. Spitzer stellt einleitend die Frage: „Warum ein Buch, das vor Bildschirmen warnt? Ist das nicht unnötige Panikmache?“ (Spitzer 2005, S.XI.) in diesem Fall ist letztere Frage zu bejahen. Entsprechend konstatiert Stefan Aufenanger: „Bei manchen Büchern zu Medienthemen fragt man sich, ob man sie ernst nehmen soll. Zu einseitig, zu zweifelhaft und zu platt wird da argumentiert. […] Lohnt es sich also, das Buch zu lesen? Sicher ja, wenn man die Argumentation der Gegner der Bildschirmmedien kennen lernen will. Um sich selbst ein sachlich fundiertes Urteil bilden zu können, sicherlich nein, denn dazu hat der Autor viel zu sehr seine subjektive Sichtweise in den Vordergrund gestellt.“ (Aufenanger 2005, S.61.)


Zitat:
USK-Geschäftsführer Klaus Spieler griff diesen Ansatz zustimmend auf und wies zusätzlich die Ambitionen C. Pfeiffers, sowie M. Spitzers, als reaktionär zurück: „Ihm und Spitzer gehe es in Wahrheit aber nicht nur um Spiele: Sie verabscheuten die USK für ihre Schulungsprogramme für Pädagogen. Hunderttausende Kindergärtnerinnen würden von der Einrichtung im Umgang mit Computern und der Vermittlung von Medienkompetenz unterrichtet. Pfeiffer und Spitzer sei das zuwider, sagte Spieler. Sie wollten alle Bildschirme aus Kindergärten und Schulen verbannen.“


Zitat:
Mediengewaltgegner „scheuen nicht davor zurück, Studien, die keine negativen Effekte aufzeigen, als unwissenschaftlich abzukanzeln.“ (Kunczik 1998, S.250.) So entwickelt D. Grossman z.b. eine „an Hysterie grenzende Weltverschwörungstheorie“ (Feibel 2004, S.153) und bezeichnet alle, die seine Meinung nicht unterstützen, als „von der Gewaltindustrie ‚gekauft’“ (Grossman/DeGaetano 2002, S.11f.), unterstellt: „Wie bei Tabak und industrieller Umweltverschmutzung befasst sich die Gewaltindustrie systematisch mit einer verfälschten Darstellung der Auswirkungen ihrer Erzeugnisse“ (Grossman/DeGaetano 2002, S.14.) und bezeichnet die Opposition explizit als Lügner. Genauso verfährt bspw. auch M. Spitzer (vgl. Spitzer 2006). Wenn seiner Meinung - welcher er zur „allgemein akzeptierten Meinung“ (Spitzer 2005, S.199.) ernennt - nicht entsprochen wird, dann sei „klar, dass hier nicht unabhängig und schon gar nicht objektiv (und schon gar nicht von Experten) geurteilt wurde. […] Hier wird - finanziert mit öffentlichem Geld - schlicht gelogen“ (a.a.O., S.200.). Es würde nicht empirisch vorgegangen, außerdem würde die internationale Literatur nicht zur Kenntnis genommen, was faktisch falsch ist. Demnach wirft er Gegenstimmen „Arroganz und Ignoranz“ (a.a.O., S.276.) vor, denunziert sie weiter als „dreist und dümmlich-intellektualisierend“ (Spitzer 2005, S.272.), womit er wohl intendiert, wohlmögliche anti-akademische Ressentiment seines allenfalls populärwissenschaftlichen Publikums zu bedienen. Sein Fazit zu Gegenstimmen, dass uneingeschränkt auf ihn selbst zutrifft: „Diese selbst ernannten Experten ignorieren wissenschaftliche Studien oder lehnen sie ohne Argumente einfach ab und greifen teilweise meine Person direkt an. Sie bezeichnen sich selbst als Wissenschaftler, arbeiten aber nicht wissenschaftlich. […] Damit folgen sie einem bekannten Schema, das mittlerweile sogar wissenschaftlich untersucht wurde: Man leugnet Fakten, diskreditiert Autoren und stellt unbegründete Behauptungen gegen wissenschaftliche Erkenntnisse.“ (Spitzer 2006) Gegenstimmen kommen laut M. Spitzer nur durch „Freunde des virtuellen Abschlachtens“ (a.a.O.), er unterliegt also selbst dem z.B. dem Diskreditierungsvorwurf.


Ach... wo wir dabei sind zitiere ich auch mal aus der Magisterarbeit von 'nem Kumpel:

Zitat:
Eine weitere gern zitierte Studie ist die von Brandon C. CENTERWALL, in welcher er die erschreckende These aufstellt, dass in den USA pro Jahr 10.000 Morde und 70.000 Vergewaltigungen weniger erfolgen würden, wenn das Fernsehen keine Gewalt mehr ausstrahlen würde. Diese Studie wurde 1996 von GLOGAUER und auch 2005 von SPITZER in seinem Buch Vorsicht Bildschirm! verwendet. „Wären Bildschirme nie erfunden worden, dann gäbe es alleine in den USA jährlich etwa 10.000 Morde und 70.000 Vergewaltigungen weniger sowie 700.000 weniger Gewaltdelikte gegen Personen, wie schon Anfang der 90er Jahre der Epidemologe Brandon Centerwall [...] berechnet hat.“ Die Basisannahme von CENTERWALLs These besagt, dass in jedem Land, welches Fernsehen einführt, sich die Anzahl der Morde innerhalb von 15 Jahren verdoppelt. CENTERWALLs Grundlage für diese Behauptung umfasste nur drei Staaten: die USA, Kanada und Südafrika. Dabei vergleicht er die Mordraten der weißen Bevölkerung von Südafrika und der USA, sowie der Gesamtbevölkerung von Kanada (97% Weiße) im Zeitraum von 1945 bis 1974 und den Besitz von Fernsehgeräten. Während die Mordrate in Südafrika während dieser Zeit stabil bliebm stieg die Zahl der Morde in Kanada und den USA. Daraus schloss CENTERWELL, dass bei gleichbleibender Geschwindigkeit 10.000 Morde und weitere Gewalttaten in Amerika stattfinden würden, da Südafrika bis 1975 kein Fernsehen besaß. Diese Ergebnisse sind allerdings wertlos, da die dortigen Morde an der weißen Bevölkerung nicht einmal fünf Prozent der örtlichen Mordfälle ausmachten, was die Ergebnisse grob verfälschte. Bei einem Vergleich der These durch Franklin ZIMRING und Gordon HAWKINS mit den vier Industriestaaten Frankreich, Deutschland, Italien und Japan, kam heraus, dass die Mordraten im untersuchten Zeitraum und bei steigendem Fernsehkonsum entweder konstant blieben wie im Falle Italiens, oder sogar sanken wie bei den drei übrigen Ländern. Zudem geht CENTERWALL auch nicht auf die Inhalte des Fernsehens ein, sondern nur auf den Besitz eines Fernsehgeräts. SPITZER relativiert diese Tatsache durch den Hinweis, dass der Fernsehkonsum im Vergleich zu den USA aufgrund der geringeren Auswahl der Sender weit geringer war und somit auch die Auswirkungen weniger signifikant wären. Damit widerlegt sich SPITZER eigentlich selbst, denn er gibt damit zu, dass nicht Fernsehen allgemein schädlich ist, sondern dessen quantitativer Konsum und die Inhalte des Programms signifikant sind. Zudem werden die demographischen Verzerrungen des Baby Booms in den USA und Kanada nicht berücksichtigt, der in Südafrika nicht stattfand. Da die Zahl der Bürger in den USA und Kanada aufgrund des Baby Booms stark anwuchs , kam es auch zu mehr Straftaten. Da die Zahlen aus dieser keinerlei Überprüfung standhaltenden Untersuchung aber die Grundlage für SPITZERs Thesen darstellten, kann sein gesamtes Werk ignoriert werden.
Die gesamte Dateninterpretation durch CENTERWALL basiert auf falschen Annahmen und falsifizierten Thesen. Der Autor zitiert mehrere andere Studien, um seine eigenen Aussagen zu stützen, obwohl diese Arbeiten das Gegenteil belegen konnten. Dies lässt den Schluss zu, dass er die betreffenden Studien nicht kennt, sondern sie nur aus Sekundärwerken unkritisch übernommen hat. Zudem hat die Studie starke methodische Schwächen, da sie andere Erklärungen für die Erhöhung der Verbrechensrate komplett ignoriert, wie etwa die höhere Geburtenzahl der Baby-Boom-Generation. Die Mordrate lag zudem in der ersten Hälfte des Jahrhunderts vor Beginn von CENTERWALLs Untersuchungen höher als nach Einführung des Fernsehens, worauf jedoch ebenfalls nicht eingegangen wird.


Zitat:
SPITZER führt an, dass jugendliche Amokläufer (er meint Täter in school shootings) vor ihren Attentaten Videospiele gespielt hätten. Diese Aussage wäre wirkungsvoller, wenn er nicht eine Seite vorher darauf hingewiesen hätte, dass 82,6% der Gesamtschüler zwischen zehn und 16 Jahren mit indizierten oder beschlagnahmten Videospielen in Kontakt kämen. SPITZER nutzt diese Zahl willkürlich und aus dem Zusammenhang gerissen, da sie weder etwas über die Amokläufer in den Vereinigten Staaten (er bringt als erstes Beispiel Littleton) aussagt, noch über die beiden anderen sogenannten Amokläufe in Deutschland, die von Gymnasiasten begangen wurden. Diese 82,6% belegen aber, dass Videospiele Teil einer Jugendkultur sind und das eine große Mehrheit der Jugendlichen Videospiele spielt, auch wenn einige davon nicht für sie gedacht sind. Wenn man also nach einem „Amoklauf“ feststellt, dass der Täter Videospiele gespielt hat, dann sagt das etwa so viel aus, wie die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder das Tragen schwarzer Kleidung. SPITZER erwähnt zudem, dass das school shooting in Littleton am 110. Geburtstag Adolf Hitlers stattfand, obwohl es keine Hinweise auf eine rechtsradikale Gesinnung der Täter gab oder gibt. Der Vergleich dient also nur dazu, Videospielern mit nationalsozialistischem Gedankengut in Verbindung zu bringen und damit zu diffamieren.


Zitat:
SPITZER ist ein entschiedener Gegner von Bildschirmmedien aller Art. Sein bekanntes Werk Vorsicht Bildschirm! ist eine Sammlung von Behauptungen, völlig unhaltbaren Theorien und seit Jahrzehnten widerlegten Studien. So findet sich in diesem Werk etwa die Behauptung, dass Jungen das Internet nur für illegale Downloads und „Ballerspiele“ nutzen würden, wohingegen Mädchen das Internet für Kommunikation und Recherche nutzen würden. Daraus schließt SPITZER, dass Mädchen früher und mehr Zugriff auf das Internet haben sollten als Jungem. Als Beweis für diese Behauptung führt SPITZER nur die Beobachtung seiner eigenen Kinder an. Verwirrender ist allerdings sein weiterer Schluss, aus der Mediennutzung Jugendlicher: „Das Resultat ist schon fast unheimlich und besteht unter anderem darin, dass trotz jeder Menge realer Kriege in der wirklichen Welt die Diskussion im mit 4:3 männlich dominierten Familienkreis von fiktionalen Kriegen (von Star Wars bis Herr der Ringe) beherrscht wird.“ SPITZER suggeriert damit, dass fiktionale Gewalt keine Daseinsberechtigung hätte, selbst wenn sie mystifiziert dargestellt wird wie in den Filmen Star Wars oder Herr der Ringe, da Gewalt ja real existiert. Im ganzen Buch definiert SPITZER nicht, was er unter Gewalt versteht, schreibt aber immer wieder von der Wirkung von Gewalt, die er knapp, aber ohne Belege zusammenfasst: „Fernsehen fördert die Gewaltbereitschaft und führt zu mehr Gewalt in der wirklichen Welt.“ SPITZER lässt zudem keine Kritik an seinen Thesen zu und kritisiert Studien und Personen, die ihm widersprechen nicht inhaltlich, sondern plump auf persönlicher Ebene mit Anschuldigungen oder behauptet gar, dass die Autoren von der Industrie gekauft wurden . Gegensätzliche Studien zu SPITZERs Thesen sind nach ihm schlicht falsch, ohne dass er sich die Mühe macht, inhaltlich auf eine dieser Studien einzugehen. Irritierend ist zudem SPITZERs Ansicht, dass Wahrnehmung objektiv sei , eine Theorie, die spätestens seit dem zweiten Weltkrieg in der Medienwissenschaft als widerlegt gilt (siehe Stimulus-Response-Modell S. 60). Oftmals befindet sich seine Argumentation nur auf Stammtisch-Niveau, wie etwa „Die Datenlage ist eindeutig, die freiwillige Selbstkontrolle der Medien funktioniert nicht. Wann werden Politiker hierauf reagieren?“ deutlich macht. SPITZER gibt weder Verbesserungsvorschläge, für die nach ihm desolate Lage, noch geht er darauf ein, dass jugendliche Amokläufer (er meint Täter in school shootings) Videospiele gespielt hätten. Diese Aussage wäre wirkungsvoller, wenn er nicht eine Seite zuvor darauf hingewiesen hätte, dass 82,6% der Gesamtschüler zwischen zehn- und 16-Jahren mit indizierten oder beschlagnahmten Videospielen in Kontakt kämen. Diese Zahl ist willkürlich genutzt, da sie weder etwas über die Amokläufer in den Vereinigten Staaten (er bringt als Beispiel Littleton) aussagt, noch über die beiden anderen Amokläufe, die er beschreibt und die beide von Gymnasiasten begangen wurden. SPITZER ist es aber noch wichtig zu erwähnen, dass das school shooting in Littleton am 110. Geburtstag Adolf Hitlers stattfand, ohne dass es auch nur einen Hinweis auf eine rechtsradikale Gesinnung der Täter geben würde.

Als im Juli 2006 ein 19-jähriger einen Obdachlosen ermorderte, gab er später als Grund für seine Tat gab er an, durch das Wrestling-Videospiel SmackDown vs. Raw 2006 beeinflusst worden zu sein. Der arbeitslose Jugendliche aus zerrütteten Familienverhältnissen und mit nationalsozialistischer Gesinnung war Alkoholiker und hatte während des Spielens genug Alkohol konsumiert, um vor dem Mord bereits durch Vanadalismus in eine Polizeikontrolle zu geraten, wo 1,73 Promille bei ihm festgestellt wurden. Bei der Verhandlung erklärte der Jugendliche, dass er unter Alkoholeinfluss die Kontrolle verlieren und aggressiv werden würde. Ungeachtet dessen behauptete der Hirnforscher Manfred SPITZER, der für das Verfahren als medizinischer Gutachter hinzugezogen wurde, dass das Spiel ein wesentlicher und auch strafmildernder Faktor wäre.


Ist jetzt was viel an Material... aber verdeutlich doch, mit was für einer Person wir es zu tun haben...

EDIT: So ihr Luschen... für mich ist das zu viel, um dass alles zu Fragen, darum bedient euch reichlich an diesen Fragen hier:

- http://www.blood-is-red.de/forum/viewtopic.php?p=68425#p68425

- http://www.blood-is-red.de/forum/viewtopic.php?p=69554#p69554

- http://www.blood-is-red.de/forum/viewtopic.php?p=70399#p70399

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 22:28 
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Ich wollte es gerade hier rein setzten, es fängt gerade an bei der Maybrit.


Anyway, hmn shit Vic, dass ist zwar fundiert, aber zu viel :?

Du solltest mal son kleinen gelben "Langenscheidt Mini-Dolmetscher" raus bringen:
Deutsch - Jugendschützer
Jugendschützer- Deutsch

Das wär doch ne feine Sache wenn du deine Promotion beendet hast hehe. Ich hoffe wir sehen uns alle im Chat, dass könnte sehr lustig werden. Aber Achtung, wir wollen zwar Aufmischen, aber keine Scheiße machen.

Ich brauche jetzt mal wirklich ne kurzgefasste Argumentationsstütze. Vic liefert zuviel Input. Man kann ne 0,5 Hülse auf ex trinken, aber keinen Tanklastzug :mrgreen:

MfG


*Edit*

Kacke, kann man da irgendwie so rein, oder muss ich mich jetzt extra bei dem Scheißladen anmelden?


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 22:43 
Ich habe immer den Längsten
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Der room ist noch nicht geöffnet. Bislang musste man sich aber bei sowas nicht anmelden. Das ist es mir jedenfalls nciht wert... und zu dieem Thema hat die Nullnummer bislang ja auch nichts gesagt.

Das Thema ist halt viel zu komplex für so eine Verkürzung. Daran erkennt man in dem Fall ja auch immer die Quacksalber: Kurze, prägnante "Lösungen". ^^

Die Wörterbuchidee rockt übrigens. :respekt:

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:15 
OGDB Administrator
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Hmn, wann soll'n der Chat da los gehen? Wie du schon sagst, ist die Kiste recht oberflächlich aufgrund des erheblichen Umfangs.

Aber die Sache mit der Sperrung von Internet-Inhalten wäre ne Sache. Außer diesem einen Opa hackt ja niemand auf den Videospielen rum. Und das "Eintrainieren von reflexartigen Tötungsvorgängen" hatten wir schon oft genug :mrgreen:

MfG


*Edit*
Spitze, die Sendung ist um und nichts läuft ...


*Edit*
Ahhhh, JETZT geht's los hehe


*Edit*
Ist wer von euch mit drin? Ich bin unter gleichem Nick dabei.


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:20 
Ich habe immer den Längsten
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Ich lese nebenbei mit, erpsare mir aber meien EBiträge. Muss nebenbei noch Müll von C. PFeiffer aufarbeiten... ;-)

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:22 
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Ich werd erstmal mitlesen und Maul halten, bislang fällt mir da nix konstruktives ein. Die wühlen nur im Klischeesumpf.

MfG

*Edit*
Sollen wir den Chat protokollieren und hier nachher online stellen?


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:24 
Ich habe immer den Längsten
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Wäre nett, wenn du dass ganze mal protokollierst und mir danach als PDF oder so zuschicken könntest...
Und 1. meldung aus dem Chat: Jugendliche seien zu oft im Netz, also brauchen wir Ganztagsschulen, damit die eifnach keine Zeit mehr dafür haben... mein Gott, was soll man dazu noch sagen...

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:25 
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Frage erledigt: Jo, werd ich tun.

MfG

*Edit*
Bist du draußen Vic und schaust nur zu oder bist du IM Chat drin?

*Edit*
Meine Fresse, wie lange braucht der um drei Wörter einzutippen? Der Chat hat gar keinen "Drive" :mrgreen:


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:30 
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Ich habe eben mal 5 Minuten mitgelesen, das ist nichts weiter als ein langweiliges Ping Pong Spiel, ohne dass mal jemand richtig einen Ball schmettert. Die schwimmen an der Oberfläche, niemand traut sich mal in die Tiefe.

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:32 
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NEED HELP? CALL FOR A MEDIC *g*

Ich bin drin, stellt Fragen, ich packe sie in den Chat :yes:

MfG


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:36 
Ich habe immer den Längsten
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WORD!

Kuschelkurs pur!
Wollte cih auch gerade schreiben... aber wahrscheinlich kommen kritischere Fragen auch gar nicht durch die Moderation.
Dämliche Fragen und dämlcihere Antworten, mit einer Portion Eigenwerbung und Meinungen zu Fakten - Deklarierung...

Da lese ich hier lieber mein Buch weiter... :tee:

Noti... meine Fragen ahst du doch. :megalol:

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:37 
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Ja sischa hehe, aber ich kann sie nicht so schön artikulieren wie du :mrgreen:

MfG


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:37 
Ich habe immer den Längsten
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copy'n'paste :respekt:

EDIT: OHA... sieh an: Herr Spitzer meint, dass "clevere" Menschen nicht die Spiele spielen, die wir spielen... soso...

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:49 
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Na gut :D


Angabe:
"Der Jugendmedienschutz basiert essentiell auf (subjektiven) Mutmaßungen, insbesondere aber auf moralischen/ethischen Unwertsurteilen. Inwiefern kann die subjektiv Nichtakzeptanz von fiktiven Gewaltdarstellungen Grundlage für Jugendmedienschutz sein?"
(ich liebe diesen hochgestochenen Scheiß :mrgreen: )


MfG

*Edit*
Ich wette ne Kiste Pils und nen Karton Killerspiele, dass sie die Frage nicht mehr stellen werden hehe.

*Edit*
LAAAAAAANNNNGWEILIG :wallbash:


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 27. März 2008, 23:59 
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Chat-Log

Willkommen im Chat.
Redaktion Maybrit Illner:
Guten Abend! Gleich geht es los. Vorab ein Hinweis in eigener Sache: Der Chat ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen in der Reihenfolge ihres Eingangs zur Beantwortung frei stellt. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.


icapcrap:
Guten Abend!

HeKo73:
Guten Abend zusammen

grunt:
hey

-jo-:
hallo

oOToRXOo:
Hallo allerseits

Runner456:
abend

bu2bles:
Guten Abend

SvenXP:
Hi

Notarzt82: Dieser Chat ist moderiert. Ihre Nachricht wurde an den Moderator weitergeleitet. Eingehende Fragen werden einzeln für den Chat freigestellt.

ST J:
guten abend auch

Andre1987:
abend

Notarzt82:
Nabend

Michi087:
hi

Mo22:
abend allerseits

buzzted:
nabend

Manfred Spitzer:
hallo, guten abend. bin nun online...

Mo22:
Wie stark kann mein Einfluss als Jugendtrainer sein, den Kindern Werte und Motivation zu vermitteln.

Andre1987:
pro - zocker hier ? :)

Pr1mus:
moin

Manfred Spitzer:
ich denke, der einfluss kann sehr groß und sehr gut sein. Das sollte jeder trainer wissen.

Torsten Hecht:
Wie sehen sie die Nutzung des Internets bei Jugendlichen in Bezug auf Kommunikation mitFreunden? Notwendig oder Bequemlichkeit?

Manfred Spitzer:
kommunikation mit freunden, die man schon hat, ist sicher gut. Man kann alsoi freundschaften aufrecht halten. ja, durchaus!

Mo22:
was kann der Sport zur entwicklung der Kids beitragen? Würde mich als Sportstudents sehr interessieren

serwus:
servus

Earnest:
Guten Abend

Manfred Spitzer:
Sport und Musik sind zwei ganz wichtige bereiche, die für die entwicklung sehr positiv sind.

HeKo73:
wir haben einen sohn der nur noch brutale spiele online spielt was können wir noch tun

Manfred Spitzer:
aufpassen! auf jeden Fall die Menge kontrollieren. Nicht nichts machen!

buzzted:
Ich spiele seit vielen Jahren Computerspiele (auch viele Egoshooter darunter) wie kommen Sie darauf, dass ich nun wüsste wie man schießt und auf welche Quellen berufen Sie sich?

Manfred Spitzer:
hierzu gibt es mittlerweile sehr gute wissenschaftliche studien. z.B. zusammengefasst in meinem Buch darüber.

Deutschtes volk:
Guten abend,meiner meinung nach wurden die tatsachen zum internet konsum der jugend etwas falsch rübergebracht.Alle mir bekannten mittschüler sitzen mindestens 3 stunden am tag am computer.Was könnte man da machen?Ganztagsschulen?

Manfred Spitzer:
ganztagsschule ist sicher ein teil der Lösung.

oOToRXOo:
Meine Frage zu Herrn Spitzers Kommentar des 3 Stunden Herumballern wirkt als Einübung: Inwieweit ist dies wirklich eine Entwicklung? Ist es nicht einfach nur eine Art Medienwechsel? Vor 20, 30 Jahren sind wir als Kinder für 3 Stunden in den Wald und haben dort Cowboy und Indianer, oder Krieg gespielt, inklusive Fallenstellen und Höhlenbauen. Was unterscheidet dies von 3 Stunden Ballern am Computer?

Manfred Spitzer:
im primip ja, aber man jat es nicht so oft und nicht mit der realitätsnähe gemacht.

robbi41:
Prof. Spitzer, sie plädieren für ein Verbot von Computern an Schulen. Halten Sie das für zeitgemäß?

+Brodi+:
guten abend

Manfred Spitzer:
nicht verbot! sondern überlegen, was genau geschieht. übrigens: um mit dem Internet umzugehen, braucht man keine medienkompetenz, sondern vorwissen, und das muss man schon haben.

sebastiangos26:
1: Ich komme gegen 3 oder 4 von der Schule nach Hause. Schlafe eine halbe stunde und gehe dann an den Computer. Ich denke das ich Abends viel am computer sitze. erledige allerdings auch meine Hausaufgaben und bin gut in der Schule: trotzdem verbringe ich im endeffekt mehr als 2 stunden am tag am computer. Ist das in anbetracht meiner schulischen Leistungen dann noch schlimm bzw. schädlich?

Manfred Spitzer:
das muss jeder für sich selber wissen. Was könnten Sie den anderes machen???

Twipsy35:
Inwieweit sollten Eltern gewschult werden? Die meisten haben doch keine Ahnung, was z.B. Jugendschutzsperren betrifft

Manfred Spitzer:
schwierig! Die eltern werden den Kindern immer hinterherhinken... auch mit schulungen...

+Brodi+:
Wie kann man das Internet für Kinder, vor allem im Grundschulalter am effektivsten nutzen?
Manfred Spitzer:
im kindergarten und Grundschule halte ich das Inteernet für falsch! Da müssen erst einmal grundlagen zur wirklichen Welt gelegt werden.

sss123:
Halten Sie es nicht für besser den Kindern Kompetenzen zu vermitteln, statt diese ständig zu überwachen und ihnen Dinge zu verbieten? Das Internet endet nicht an den deutschen Landesgrenzen und kann nicht effektiv zensiert werden, von daher wäre das ja die einzige sinnvolle Lösung.

Manfred Spitzer:
mit der Kompetenz klappt es nicht! brigen sie mal Zuckerkompetenz einem Dreijährigen beei. das klaappt auch nicht.

sebastiangos26:
2: Zum thema Alkohol: Harten Alkohol mag ich gar nicht. Ich trinke nur Bier. Ich denke aber das es in Ordnung ist 1-2mal im Monat 4 Bier zu trinken. Habe ich das auch unter ,,zusaufen" zu verstehen? Und bin ich suchtgefährdet wenn ich mein Kontigent von 1-2mal im monat einhalte?

Manfred Spitzer:
das hängt v Ihrem Alter ab. Warum brauchen Sie 2 mal im Monat 4 Bier? was läuft da schief?

heimdall83:
In wie fern sehen sie gezielte Änderungen im Bildungssystem als notwendig an? was sollte ihrer Meinung nach verändert werden?

Manfred Spitzer:
nicht so sehr das system, vielmehr, was wir alle täglich machen, ist das Problem.

docbase:
Sie sagten eben sie seien Fan der Wissenschaft. Und ganz ehrlich gesagt, ich bin Spieler solcher von Ihnen angesprochenen Gewaltspiele. Als ich aber in den USA als Austauschschüler war hatte ich sehr sehr große Hemmungen ein Reh auf der Jagd zu erlegen. Gibt es also eine Statistik auf die sie sich beziehen oder ist dies allgemeines persönliches Gefühl?

Manfred Spitzer:
wenn ich aussagen über medien mache, beiehe ich mich auf wissenschaftliche studien.

Edwinem:
Ich bemerkte waehrend der Sendung, dass sie zwar haeufig als antwort statistiken auffuehrten aber selten ihre eigene Meinung sagten. Halten sie das internet wirklich fuer so extrem schaedclich wie es in den studien rueberkommt??

Manfred Spitzer:
ich persönlich verwende das Internet zum Arbeiten. da ist es sehr hilfreich. aber die Studienn zur Nutzung durch Jugendliche sagen klar, dass es probleme gibt.

Es ist jetzt 23:30 Uhr.

DominikG:
Guten Abend. Mich würde Ihre Einschätzung zu unserem Jugendschutz interessieren. Sexualität, die oft auch für unter 18 jährige schon erlebt wird, ist im Fernsehen kaum zu sehen. Schwere Gewalt aber schon, obwohl die nie Teil unserers Lebens sein sollte. Achten wir nicht auf die falschen Inhalte?

Manfred Spitzer:
wir haben ganz klar zu viel Gewalt.

GidoB:
guten abend, sind die auswirkungen von pc spielen (keine egoshooter) und tv (informationssendungen tiere) auf kinder mit einer kognitiven hochbegabung anders?

Manfred Spitzer:
dazu gibt es keine wissenschaft. Meine Meinung: auch mit tierfilmen kann man es übertreiben. Warum nicht besser selber in den Wald gehen?

Aderlass:
Guten Abend. Ich fand ihre Ausführungen zum Thema Computerspielen sehr einseitig. In der aktuellen Gamestar steht ein Bericht über einen Kongress mit dem Namen Clash of Realties und darin wird gesagt, dass die Flucht in die virtuelle Welt zugleich eines Problemlösungsversuchs darstellt. Wie stehen Sie dazu?

Manfred Spitzer:
wenn das so wäre! Meist wird das Problem doch weggeballert! das lernt man dann

Torsten Hecht:
Welchen Einfluss kann die Schule bzw. Lehrer ihrer Meinung nach noch auf die Schüler nehmen?

Manfred Spitzer:
großen einfluss. Aber weniger durch viel reden als vielmerh durch die richtigen Taten. Also: nicht über fernsehen den aufsatz schreiben, sondern über ein Buch!

heimdall83:
Was halten sie von Spielen, die die Leistungsfähigkeit des Gehirn erhöhen sollen? Gedächnis und Knobelspielchen, die es zu Hauf neuerdings für die Rechner gibt, haben ja schließlich nicht nur negative Effekte, sondern können das Gehirn auch fit halten.

Manfred Spitzer:
Nichts! da wird viel behauptet, ohne jeden beweis!

stoewel:
Herr Spitzer, Sie sprechen immer von diesen 5,5h Medienkonsum am Tag. Ist dies ein deutsches Problem? Gibt es europäische Vergleiche?

Manfred Spitzer:
habe keine europäischen Vergleiche. in den USA sieht es noch etwas schlimmer aus

seitan90:
Ich spiele seit dem ich 14 Jahre alt bin Egoshooter und schaue mir Horrorfilme an. Dennoch kann ich unterscheiden was Virtuell und was Realität ist. Mir würde es nie einfallen das nachzumachen was ich im virtuellen Raum sehe oder auch mache. Denke sie nicht, dass man da diferezieren müsste, da jeder Jugendliche damit anderst umgeht? Ich sitzt auch mehrere Stunden am Tag am Pc nicht nur um PC zu spielen sondern auch um Nachrichten zu lesen. Ist das ein Unterschied ob ich die Nachrichten in der Zeitung zu lesen oder im INternet?

Manfred Spitzer:
na gratuliere! die effekte sind statistischer natur! Insgesamt jedoch sind sie deutlich...

rimba2008:
Ist es denn sinnvoll, Jugendliche kontrolliert Alkohol trinken zu lassen?

Manfred Spitzer:
nein! hier gilt wieder: die dosis sollte so gering wie möglich sein.

arcraw:
Meine Kumpels und ich saufen mindestens einmal die Woche richtig gut einen. Werden wir deshalb zu Alkoholikern?

Manfred Spitzer:
sie sind vielleicht schon alkoholiker. Finden Sie es heraus! Lassen sie einen Monat lang dieses Verhalten sein! Wenn Sie das nicht schaffen, gehen Sie zum Arzt!

buzzted:
Nach meinen bisherigen Recherchen haben sich die meisten Studien als haltlos ergeben, denn durch das Spielen von Videospielen lernt man real nur den Umgang mit der Maus, und nicht den mit einer Waffe.. Was meiner Meinung nach viel wichtiger ist: Meinen Sie die allgemein in den Medien geschürte Desinformation und Panikmache wirkt dem nicht eher entgegen? Wieviele Jugendliche boykottieren mittlerweile eher schon den Dialog zu den Thema, wenn in praktisch jeder Sendung zu dem Thema die Redaktion anscheinend nicht weiß worüber man spricht?

Manfred Spitzer:
ich verteufele nichts. die Daaten sind sehr belastbar, alsi hart, und das heißt, wir reden hier um ganz reale Effekte der Medien.

-mal-:
Sind sie der Ansicht dass die Beeinflussung durch die sog. Gewaltspiele intelligenzabhängig ist?

Manfred Spitzer:
dazu gibt es keine studien. Ich denke jedoch, dass die wirklich cleveren Leute ihre Zeit nicht mit so etwas verschwenden.

Earnest:
Ich höre oft von meinen Eltern ich würde mich schnell zu einem alkoholabhängigen entwickeln. Ich trinke in den Ferien schon fast jeden Tag aber nicht viel es kann 1 Bier sein, an manchen Abenden aber auch einige mehr, was ist ihre Meinung?

Manfred Spitzer:
zum arzt gehen!

Felix18whv:
Herr Spitzer, wenn Eltern ihren Kindern kategorisch jede Art von Computerspiel verbieten die Gewält enthält, wird es dann nicht immer interessanter für die Kinder das Verbotene auszutesten?

Manfred Spitzer:
klar machen Veerbote die Dinge interessant. Man muss sie daher eben auch durchsetzen.

KonradZ:
Verhindert Computerspielen nach Lernphasen nachhaltiges effektives Lernen?

Manfred Spitzer:
das kann durchaus sein! wer erst vokabelm paukt und danach gleich etwas anderes macht, stört die langfristige einspeicherung!

stoewel:
Ist man für Sie als Psychiater schon Alkoholiker, wenn man jeden Abend zum Fernsehen ein Bier trinkt?

Manfred Spitzer:
JEDEN abend -- ja! so lauten die definitionen der Krankheit.

DominikG:
Geht von Ballerspielen auch für Erwachsene noch Gefahr aus, oder sind nur Kinder und Jugendliche gefährdet. Ich kenne einige Erwachsene, die ohne erkennbaren Schaden diese Spiele spielen (auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, warum)?

Manfred Spitzer:
nun, die Gehirne der Erwachsenen sind im wesentlichenn so, wie sie sind und deutlich weniger veränderbar. Daher sind vor allem Kinder und Jugendliche gefährdet.

Manfred Spitzer:
find ich gut!

SaraLyn:
Herr Spitzer was halten sie von dem Rauchverbot ab 18 Jahren?Denken sie,das ist sinnvoll?

duffman:
Wird das Theman Alkohol nicht zu stark generalisiert? Hängt der Konsum und der richtige Umgang nicht auch mit der Bildung und den Chancen der Person zusammen?

Manfred Spitzer:
je mehr chancen da sind, desto mehr könnnen kaputt gehen. ernsthaft: ich glaube, man kann das Problem nicht ernst genug nehmen!

hansi80:
Es wird die ganze Zeit nur über aLkohol gesprochen, wie sieht das aus verhält es sich mit Tabakkonsum gleich, ist dieser auch schädlich für das Gehirn?

Manfred Spitzer:
Nikotin ist einer der stärksten suchtstoffe, was das suchtpotenzial anbelangt.

Dodorov:
Ich chatte täglich mit meinen Freunden über instant messenger. So kann ich meine Kontakte pfelgen und finde oft Leute wieder die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe. Außerdem ist es eine prima Möglichkeit mich mit meinen Freunden zu verabreden oder bekannten in anderen Ländern zu reden. Halten Sie angesichts dieser Vorteile den Computer im Kinderzimmer immernoch für gefährlich?

Manfred Spitzer:
nein, in diesem Fall keineswegs! empfenle mein Buch Liebesbriefe und Einkaufszentren! Hir steht, warum SMS und andere nachrichten gut für eine Beziehung sein können.

-jo-:
Viele neue Studien, die belegen, dass aggressive Kinder auch gewalttätige Computerspiele konsumieren, beachteten die Kausalität nicht. Nur weil eine Korrelation besteht, weiß man noch nichts über die Wirkrichtung. Es ist denkbar, dass sich Kinder Computerspiele suchen, die gut zu ihrer genetischen Ausstattung passen. Kinder, die also generell impulsiver sind, werden lieber Actionspiele als dialogbetonte Rollenspiele konsumieren. „Der Spieler wählt das Spiel, das zu ihm passt und ihm in seinen Wünschen, Handlungsbereitschaften und Vorstellungen weit gehend entgegenkommt." (Fritz u. Fehr 2003)

Notarzt82: Dieser Chat ist moderiert. Ihre Nachricht wurde an den Moderator weitergeleitet. Eingehende Fragen werden einzeln für den Chat freigestellt.

Manfred Spitzer:
es ist richtig, dass sich die Leute eben auch das aussuchen, was zu ihnen passt. daher ist es wichtig, das man gute experimente hat, in denen die Versuchspersonen den experimentalbedingungen per Zufall zugewiesen werden. sieht man dann Effekte, kann das nicht an solchen Selektionseffekten liegen.

baneny:
ab welchem alter ist den ein umgang mit dem pc überhaupt sinnvoll? und sollte dies nicht schon in der grundschule beginnen, den ohne pc geht heut weder in der schule noch berufsalltag etwas?

Manfred Spitzer:
Vielleicht mit 15 oder 16. Ohen Führerschein geht auch nichts. machen wir den in der schule? Nein!

+Brodi+:
Wie kann man die Informationen, die das Gehinr in einer Lernphase aufgenommen hat, am besten weiter verarbeiten? Sollte man sich nach dem Lernen erst einmal ablenkenen, oder eine Ruhepause einlegen?

Manfred Spitzer:
Ruhepause ist gut

Redaktion Maybrit Illner:
Vielen Dank für die rege teilnahme. Unser zeit für heute ist bad um.

spacecowboy-thx1138:
Ich bitte den Moderator Herrn Prof Spitzer die Frage nach dem Buch über Ionenkanäle wenigstens gegen Ende des Chats zuzuleiten

Manfred Spitzer:
googeln sie mal! es gibt sicher ganz viele!

ultra62:
unser sohn ist 11 und hat adhs. Er begehrt zunehmend gameboy, playstation und fernsehen.

Manfred Spitzer:
das ist ganz klar Gift für ihn!

DominikG:
Meine Tochter ist ein Jahr und hat den Fernseher noch nie in Betrieb gesehen. Ist es einfacher, ihr das Fernsehen ganz vorzuenthalten, oder kann man (und wenn ja ab wann) das Fernsehen langsam einführen? Wie begegnet man der Forderung nach mehr, wenn man einmal mit dem Fernsehen beginnt?

Manfred Spitzer:
am besten gar keinen Fernsehr, ganz einfach! so lange wie irgend möglich.

christoph1:
Gilt das, was Sie über PC-Konsum sagen auch für Fernsehen?

Manfred Spitzer:
beim Fernseher lernt man nicht so schnell wie am PC (das Falsche), weil das medium passiver ist...

PhilippLietz:
sie haben in der Sendung gesagt, dass der Mensch eine Berriere bei Gewaltspielen überschreitet, da er bewusst tötet...Sehen sie es denn tatsächlich als töten und morden an, wenn man einen kleien Knopf auf der Tastatur drückt? Ich persönlich spiel auch gelegentlich Gewaltspiele kann aber Fiktion und Realität trennen

Manfred Spitzer:
das können alle menschen so ab etwa 8 Jahren. Aber dennoch mach das spielen von Gewalt gewalttätiger. das ist Fakt und läßt sich nicht bestreiten.

Redaktion Maybrit Illner:
Vielen Dank an Manfred Spitzer. Das war es für heute.

Manfred Spitzer:
tschüß und entschuldigen sie bitte alle Tippfehler...

Redaktion Maybrit Illner:
Sie können noch in unserem Forum zur Sendung weiterdiskutieren. Viel Spaß und bis nächste Woche.

hansi80:
gute nacht!




Ab hier reißt es und ist Schluss. Es hat sich so niemand einer Diskussion gestellt, nachdem die ZDF-Leute weg waren. Sorry für das miese Format, wer will, kann von mir ne hübsche Word-Datei bekommen.

Anyway: Die Kiste Killerspiele krieg ich selbst noch voll (und nicht nur eine hehe), aber von wem kriege ich jetzt meine Bierkiste!? :mrgreen:

MfG


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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 00:15 
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Notarzt hat geschrieben:
Notarzt82: Dieser Chat ist moderiert. Ihre Nachricht wurde an den Moderator weitergeleitet. Eingehende Fragen werden einzeln für den Chat freigestellt.


Na toll! Einmal was, womit man ihm mal die Meinung sagen kann und dann trauen sich diese Pfeifen nichtmal mit etwas Tiefgang in diesem oberoberoberoberflaechlichen Gequatsche zu glaenzen!

Wieder einmal eine Meisterleistung des ZDF! Ganz klasse! :respekt: :suicide:

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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 00:23 
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Die Sendung war schon schlecht, der Chat unterbietet dieses aber nochmals um einiges.

Schade, Vics Fragen wären nen echter Kracher gewesen. Da wär der Spitzer richtig übel aufgelaufen.

Viele aus seinen Postings konnte ich nicht stellen, weil ich sie selbst kaum bzw. überhaupt nicht verstehe. So genial ich diese gezielte Ausdrucksweise ja in der Regel finde, man müsste das mal auf ein "ziviles Niveau" runter brechen. Quasi als eine Fragenkatalog zur Schnellreferenz. Ähm Vic, copy'n'paste!? :respekt:

MfG


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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 01:18 
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Habe das Log überflogen (als er zum Thema Alkohol kam, wurde es mir zu dumm - wenn der User, wie er angab, im Monat gut 4 Bier trinkt, läuft bei ihm "etwas schief"? Kann man nicht einfach Lust auf Alkohol haben, oder ist dies ein Zeichen von schwerstem Alkoholismus? Was für ein selbstgefälliger Narr...), doch das Fazit des Abends ist denkbar simpel: "Ein Verbot entsteht meist aus dem Fehlen von Argumenten".

Der Typ hat definitiv von Nichts eine Ahnung. Ein greiser Anhänger der alten, 'goldenen' Werte, der sich, wie es, konservative, pseudo- und doppelmoralische alte Säcke nun einmal tun, gegen alles wehrt, was es 'zu seiner Zeit' noch nicht gab. Wos da Bauer net kennt, des frisst a net.

Deutschland tut mir wirklich Leid. Gott sei Dank gibt's bei uns noch keine solchen Idioten, die eine derartige mediale Aufmerksamkeit bekommen. Wir haben nur unsere ÖVP-Politiker, aber das war's. Noch.

Notarzt hat geschrieben:
[...]

Schade, Vics Fragen wären nen echter Kracher gewesen. Da wär der Spitzer richtig übel aufgelaufen.

Viele aus seinen Postings konnte ich nicht stellen, weil ich sie selbst kaum bzw. überhaupt nicht verstehe. So genial ich diese gezielte Ausdrucksweise ja in der Regel finde, man müsste das mal auf ein "ziviles Niveau" runter brechen. Quasi als eine Fragenkatalog zur Schnellreferenz.


Nun ja...

Nichts für ungut, Vic, aber nachdem ich nun ein paar Monate hier mitlese und -diskutiere, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du dich gerne - oder zumindest nicht ungern ;) - selbst in Szene setzt durch eine zwar angenehm eloquente, im Rahmen eines öffentlichen Chats jedoch stark übertriebene Art der Fremdwörternutzung. Ich möchte dir nicht unterstellen, dass du dadurch vor allem in Streitgesprächen und Debatten überlegen wirken bzw. deinen 'Gegner' einschüchtern willst, auf jeden Fall aber ist es durchaus möglich, gewisse Dinge einfacher bzw. verständlicher zu formulieren.

Versteh' mich nicht falsch, gerade in einer Zeit wie heute, wo kein Mensch mehr freiwillig ein Buch in die Hand nimmt, geschweige denn sich ernsthaft mit der deutschen Sprache beschäftigt (zumal Englisch bzw. zumindest Deutsch, gemischt mit zahlreichen Angelismen, wesentlich moderner und 'cooler' ist), doch bedenke:

Jugendschützer und Politiker sind Angehörige des Pöbels. Viele / der Großteil derer verfügt weder über besondere Bildung, noch über eine fundierte Kenntnis der Materie, über die sie herziehen. Du kannst ihnen also keine Fragen vorsetzen, die (auf diese) wirken, als entstammten sie dem Originalscript von 'Faust'. Abgesehen davon: wäre ich Moderator eines solchen Chats, würde ich deine Fragen auch blocken, nicht, weil sie mir nicht zusagten, sondern, weil sie nicht allgemein verständlich sind. Schließlich sollen die Leser und Zuseher etwas von dem Chat haben.

Der Schluss:

Ich stimme Notarzt zu. Eventuell solltest du deinen Fragenkatalog überdenken.

_________________
"Alter Falter, wie du immer wieder diverse Top Titel komplett verreißt geht doch auf keine Kuhhaut mehr."
- Kaysa

"Es gibt weltweit auch keinen Nachweis, dass Christian Pfeiffer sinnvoll ist."
- Chris Schmitz (Ubisoft)

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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 05:29 
Ich habe immer den Längsten
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Naja, wir profilieren uns alle auf die ein oder andere Art und Weise, dass wird wohl niemand ernsthaft bestreiten. Aber:
Meine "Fremwörternutzung" habe ich mir bereits vor Urzeiten angewöhnt, jedoch weniger mit dem Ziel der Vermittlung von Überlegenheit, sondern tatsächlich im stetigen Versuch einer möglichst präzisen Formulierung. Dafür eignen sich nunmal adäquate Fachtermini u.ä., weil sie vor allem ansonsten unüberschaubare Satzkonstrukte verkürzen und dabei dennoch alle Eventualitäten berücksichtigen. Für mich ist mein Sprachgebrauch eine Arbeitsverkürzung einerseits und andererseits ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion, weil ich (zumindest in angemessen Rahmen), jedweden Begriff zu vermeiden, der zu Missverständnissen aufgrund ungewollter Konnotationen oder gar einer einer normativen Tendenz u./o.ä. führen könnte - das erscheint mir gerade beim Thema Jugendmedienschutz angemessen zu sein, da ich ständig mit Pseudowissenschaftlichen Erzeugnissen konfrontiert werde, die lediglich Meinungspublikationen sind, wobei inhaltliche Unzulänglichkeiten mit ebensolchen sprachlichen einhergehen - da wird z.B. aus dem englischen "violent" in der dt. Übersetzung plötzlich ein "gewaltverherrlichend" usw. Gerade hier muss man quasi pedantisch sein, da sich dieser oftmals undefinierte, also unpräzise, all zu oft normative Sprachgebrauch auch durch die Debatten in den Medien, die pseudowissenschaftlichen Publikationen und nicht zuletzt die dt. Gesetze zieht. Das ist ohnehin eines der größten Probleme bei den ganzen Debatten zum JMS: Beliebigkeit und damit einhergehende unpräzise Artikulationen etc. In all diesen Diskussionen entdecke ich immer wieder unzählige Detailfehler, die elementar für die jeweiligen intentionen sein können. Sprachliche Präzision (u.a. in Form von Fachtermini) ist also aus meiner Perspektive elementar für die Versachlichung der Debatte. Natürlich kann man es auch ohne diese Fachtermini ausdrücken, dann wird die Erläuterung aber rein quantitativ ungleich umfrangreicher, z.T. unweigerlich unpräziser und wirkt vor allem unprofessioneller, was bei den zumindest oberflächlich sonor artikulierten, vermeintlich fachgerechten Artikulationen der Gegenseite nur nachteilhaft sein kann. Andersrum ergeben sich dann jedoch ergibt sich nicht ein Gleichstand zwischen unserer Position und der Gegenseite bei angebrachtem Sprachgebrauch, sondern Nachteile für diese Gegenseite, wenn sie mit nicht nur eloquenten, sondern auch präzisen und nicht arbiträt zu interpretierenten Fragenkomplexen konfrontiert werden, die ebensolche Antworten verlangen - die aber nie erfolgen, was die Gegenseite nunmal dekosntruiert, zumal meine Adressaten ja gestandene Wissenschaftler sind, von denen man entsprechende Kompetenzen verlangen kann.

Anders ausgedrückt: Ich habe wirklich versucht, simplere Fassungen meienr Fragenkomplexe zu erarbeiten, da ich mir sehr wohl bewußt bin, dass die non-akademischen Mitdiskutanten (und oftmals auch diese) den Inhalten aufgrund der Artikulation nciht folgen können - regelmäßig natürlich auch nicht die direkten Adressaten -, aber jede vereinfachte Version barg für mich Konnotationen, die es definitiv nicht geben sollte, sie wurden zu unpräzise, selbst wenn nur mir das auffällt und sie dennoch gemeinverständlich genug bleiben würden, für einen Pedanten wie mich wären sie zu angreifbar. ich orientiere mich also an Pedanten wir mir, will möglichst wenig Angriffsfläche beiten, gerade weil die Gegenseite so ein ausgesprochen offenes Ziel ist, dass ich mich ernsthaft permanent wundere, warum sie nicht laufend demontiert wird, sondern stattdessen öffentliches Gehör erfährt. Und falls der ein doer andere meine ideen adaptieren mag, ist Präzision ohnehin zu befürworten.

Bei trivialeren Themen artikuliere ich mich auch anders, wie man auch hier im Forum oft feststellen kann - oder frag einfach mal JasonX über mein sosntiges Verhalten in persönlichen chats. ;-)
Aber das Thema ist mir einfach zu ernst, um dort zu wanken.

Aber das ganze hat noch eine andere Seite: Meine Beiträge hier dienen auch der Selbstreflexion und der Schulung meiner Artikulationsfähigkeit, da ich hier oftmals auf Gedanken und ideen komme, die ich nur so erfahre, indem ich zu den problemen ausführlich schreibe und Artikulatonsformen suche, die mir angemessen erscheinen - auch für meine Dissertation. Ich habe also ganz praktischen nutzen daraus. und mal ehrlich, so kompliziert ist das alles auch nicht, zur Not versuche ich auf Nachfragen ja auch, sachen vermeintlich "einfacher" auszudrücken. :lol:

Aber wie erwähnt, natürlich ist es eine Genugtuung Pseudointellektuelle, die meinen, nur weil sie eine Meinung zu allem zu haben, auch Ahnung davon zu haben, "einzuschüchtern" - wobei es mir eher um die Bloßstellung der Inhalte geht, die diese Individuen verbreiten. Zwar würde es m.E. oftmals genügen, einfach die Aussagen dieser PErsonen unkommentiert zu wiederholen, alelrdings ershcließt sich wohl nicht jedem der quasi offensichtliche inhaltliche Unfug, weshalb ich dazu tendiere solche Aussagen detailliert zu dekonstruieren.

Und... wenn man Überlegen ist, warum soll man das nicht zeigen?! :sollichodersollichnicht:
Ernsthaft: Wer so wenig Respekt vor anderen Menschen zeigt, wie diese Personen, Freiheit, Aufklärung und schlichtweg Ratio attackiert, der muss sich nicht wundern...

Zitat:
Jugendschützer und Politiker sind Angehörige des Pöbels. Viele / der Großteil derer verfügt weder über besondere Bildung, noch über eine fundierte Kenntnis der Materie, über die sie herziehen. Du kannst ihnen also keine Fragen vorsetzen, die (auf diese) wirken, als entstammten sie dem Originalscript von 'Faust'.

Naja, viele der Kritiker kommen aus akademischen Bereichen o.ä. - zumindest Bereichen, die theoretisch regelmäßig Sachkenntnis und Kgewisse Kompetenzen erfordern -, müssen sich also einen gewissen Anspruch gefallen lassen. Ansonsten halte ich es da mit einem bekannteren Ausspruch eines gewissen Dieter Nuhr... :mrgreen:
Genau darum geht es ja, wenn man keine Ahnung hat, sollte man seine meinung auch mal zurückhalten können.

Mein Fragenkatalog ist also zweckdienlich, denn ich erwarte gar nicht, kompetente, qualifiierte Antworten zu erhalten. Die Erfahrung zeigt ausserdem, dass selbst auf einfachste Fragen keine derartigen Antworten erfolgen.

So... genug der Selbstrechtfertigung. :smoke:

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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 11:29 
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Wir brauchen halt ein Vicabular. Nee, ernsthaft, WENN man sich Vic's Beitraege/Fragen durchliest, ist es doch verstaendlich. Zur Not halt zwei Mal lesen. Ist ja kein Gesetz, dass eine Frage immer aus moeglichst wenigen, einfachen Worten bestehen muss.
Die Sendung habe ich mir nicht gegeben, und dem Chatlog nach zu urteilen, habe ich nicht wirklich etwas versaeumt. Was diese Uebertreiberei noch mit Jugendschutz zu tun haben soll, verstehe ich sowieso nicht. Gerade das Gesagte zum Thema Alkohol finde ich schlichtweg scheinheilig. Der tut ja gerade so, als ob er selbst noch nie auch nur ein Bier angeruehrt haette. :roll:

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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 14:37 
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zombie-flesheater hat geschrieben:
Wir brauchen halt ein Vicabular. Nee, ernsthaft, WENN man sich Vic's Beitraege/Fragen durchliest, ist es doch verstaendlich. Zur Not halt zwei Mal lesen. Ist ja kein Gesetz, dass eine Frage immer aus moeglichst wenigen, einfachen Worten bestehen muss.


Das bestreite ich nicht. Ich hatte, wie ein Großteil der Leute im Forum, noch nie ein Problem damit, Vics Worte zu verstehen (einzig deren Sinn oder Richtigkeit konnte ich infrage stellen), doch, ehrlich, denkst du, in Anbetracht des Chatslogs, dieser Moralapostel hätte, beispielsweise, damit etwas anfangen, geschweige denn, selbst, wenn er genug Wissen zur Thematik hätte, um dies zu können, etwas 'Konstruktiveres' als ein galantes Ausweichmanöver darauf erwidert?

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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 14:48 
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LiquidSnakE hat geschrieben:
Das bestreite ich nicht. Ich hatte, wie ein Großteil der Leute im Forum, noch nie ein Problem damit, Vics Worte zu verstehen (einzig deren Sinn oder Richtigkeit konnte ich infrage stellen), doch, ehrlich, denkst du, in Anbetracht des Chatslogs, dieser Moralapostel hätte, beispielsweise, damit etwas anfangen, geschweige denn, selbst, wenn er genug Wissen zur Thematik hätte, um dies zu können, etwas 'Konstruktiveres' als ein galantes Ausweichmanöver darauf erwidert?

Für Auseinandersetzungen mit den Inhalten meiner Beiträge bin ich doch immer bereit. :D
Wie ich bereits erwähnte: Ich rechne mit solchen Ausweichmanövern, dass dekonstruiert diese Personen effektiver, als wenn ich ihre Aussagen im Detail dekonstruiere - zumindest vor einem entsprechenden selbstreflexiven, kenntnisreichen und aufmerksamen Plenum (das man natürlich leider nicht voraussetzen kann). Abgesehen davon fallen meine Formulierungen natürlich auf. ;-)

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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 15:59 
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Spitze :mrgreen:

Nee es ist genau wie Vic sagt, kurze und prägnante Formulierungen machen das Leben leichter. Ich selbst komme aus dem technischen Bereich und lese extrem gern Fachliteratur, die sich gezielt artikuliert. Natürlich würde das auch kein außenstehender auf Anhieb begreifen, weil er den maschinellen Hintergrund oder die technische Notwendigkeit dahinter nicht kennt / kennen kann.

Aber in der Regel kann man alles vereinfachen. Ich stimme grundsätzlich mit Vic überein, dass das so in ner wissenschaftlichen Art sein muss. Und naja, mein Vergleich ist halt sehr schwach, da Holztechnik weitgehend auf naturwissenschaftlichen Tatsachen basiert, die sich von niemandem abstreiten lassen. Das ist beim Jugendschutz natürlich was ganz anderes :mrgreen:

"Mein Fragenkatalog ist also zweckdienlich, denn ich erwarte gar nicht, kompetente, qualifiierte Antworten zu erhalten."Ich stelle die Fragen einfach, ich erwarte gar keine qualifizierte Antwort"

Wie soll man das verstehen? Ist nicht nen bisschen gefährlich!?. Dann kann ich besser gleich den Mund halten, wenn ich keine entsprechende Antwort hören will bzw. weiß, dass ich keine zufriedenstellende Erwiderung bekomme. Und das wäre bei Vic extrem schade.

Wie gesagt, ich mag diese gezielte Wortwahl sehr und kommen aufgrund der technischen Vorbildung sehr gut damit zurecht. Das ist bei Vic genau so. Und wie Vic schon sagt, manche Wörter machen das Leben leichter. Wieso nen Aufsatz schreiben, wenn ich es mit nem Dreizeiler erläutern kann.

Man muss sich nur fragen, welchem Publikum ich das gegenüber tue. Als Außenstehender in seinem Fachbereich sehe ich da teilweise auch nach zwei oder dreimal durchlesen absolut kein Land. Und es ist mir zu anstrengend, den Fremdwörter-Kontext mit Hilfe von Wikipedia & Co. zu übersetzen und dann für mich zu deuten. Da bleibt eventuell (oder wahrscheinlich :D ) wenig von Vic's Intentionen erhalten. Was sicherlich auch am mangelnden Vorwissen meinerseits in seinem Fach liegt.

MfG


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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 16:51 
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Notarzt hat geschrieben:
Wie soll man das verstehen? Ist nicht nen bisschen gefährlich!?. Dann kann ich besser gleich den Mund halten, wenn ich keine entsprechende Antwort hören will bzw. weiß, dass ich keine zufriedenstellende Erwiderung bekomme. Und das wäre bei Vic extrem schade.


Nun... ich erwarte von diesem Kleintel, den selbstdeklarierten "Experten", keine qualifizierten Antworten, unabhängig von der Qualität der Frage. Meine Fragen sind m.E. prinzipiell extrem präzise, verlangen entsprechend präzise Antworten. Tatsächlich aber erfolgen die Antworten dieses Klientels tendenziell abseits der Intention, des Inhaltes der Fragen und sind nur unrelektierte Rezitationen bereits zuvor geäußerter polemischer, oftmals populistischer und unwissenschaftlicher Phrasen - Phrasen, welche keinerlei Zusammenhang mit den Fragen haben. Dies kann ein "Experte" nicht damit entschuldigen, dass er die Frage nicht verstehen würde - weder kann dafür meine Artikulation beschuldigt werden (die Terminologie sollte einem "Experten" bekannt sein, insbesondere in gehobeneren Positionen), noch der Inhalt meiner Fragen (auch hier sollte ein "Experte" Zusammenhänge erkennen und logisches Denken zeitigen können) - wobei ein gewisses Maß an Ignoranz natürlich die Perspektive der "Experten" derart verzerren kann, dass sie den Inhalt tatsächlich nicht verstehen, weil sie durch ihr quasi affektives emotionales Engagement bei dem Thema bestimmte Gedankengänge nicht mehr nachvollziehen können. Ein offensichtlicher Mangel an praktischen und theoretischen Erfahrung mit den inkriminierten Medieninhalten und geschmähten (da differenzierten) Forschungsrichtungen tut sein übriges. Die Antworten dieser Experten offenbaren also regelmäßig 1.) diesen Kompetenzmangel der "Experten" - sie diskreditieren sich durch ihre unqualifizierten Antworten selbst (es handelt sich nämlich durchaus nicht um Fangfragen), 2.) aber auch eine Form von Geringschätzung und Missachtung der anderen Diskutanten, ein (offensichtlich) ungerechtfertigtes Überlegenheitsgefühl dieser "Experten" den aus ihrer Perspektive nicht "wirklich cleveren Leute" (in diesem Fall also Spieler). Bereits aufgrund des 2. Grundes empfiehlt sich meine Art der Fragestellung, da sie das vermeintlich überlegene Niveau dieser arroganten Narzissten (nicht das Narzissmus prinzipiell was negatives wäre, aber man muss es sich leisten können) wieder korrigiert, auch wenn sie selbst diese Korrektur aus oben erwähnten Gründen gar nicht realisieren - immerhin ergibt sich für mich daraus Material, dass ich in meienr Dissertation zitieren kann, um entsprechende "Experten" als Quacksalber zu entlarven...

Anders: Wer erwartet denn ernsthaft qualifizerte Antworten zu diesem Thema von Personen wie z.B. C. Pfeiffer, M. Spitzer, G. Beckstein, W. Glogauer, H. Lukesch, H, Weiss? Es ist doch bereits im Vorfeld klar, dass diese jede Gelegenheit nutzen werden, um eine populistische, polemische, irrationale, moraldiktierte Politik zu etablieren, sich zu profilieren (was so ganz nebenbei ein absurdes Unterfangen ist, wenn es gegenüber Spielern mit genuin essentiell umfassenderer Sachkenntnis probiert wird). Es sind nur Stimmungsmacher, moralisch verzerrte dazu, aber mit reichlich wenig Ahnung von der Materie. Das muss immer wieder (z.B. durch meine Fragen) herausgestellt werden, denn diese Personen haben trotz ihrer inkompetenz gesellschaftlichen und politischen Einfluss. Man kann polemisch behaupten: Natürlich sind meine Fragen wie Perlen für die Säue, aber hauptsächlich geht es ja auch darum aufzuzeigen, dass man mit Säuen konfrontiert wird...

Zitat:
Als Außenstehender in seinem Fachbereich sehe ich da teilweise auch nach zwei oder dreimal durchlesen absolut kein Land.

Ach... das ist intern im Fachbereich auch oft nicht anders. ^^

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BeitragVerfasst: Freitag, 28. März 2008, 16:56 
WikiSlave
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Notarzt hat geschrieben:
"Langenscheidt's Vicabular"
Mit freundlicher Untersützung des BiR Enforcers

Spitze :mrgreen:

Und so würde das ungefähr aussehen:
KLICK
:megalol:

Notarzt hat geschrieben:
Und naja, mein Vergleich ist halt sehr schwach, da Holztechnik weitgehend auf naturwissenschaftlichen Tatsachen basiert, die sich von niemandem abstreiten lassen.

Holztechnik? Ich sage da einfach "Morgenlatte"...

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BeitragVerfasst: Samstag, 26. April 2008, 17:09 
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Der Chat war aus der Sicht des Herrn Spitzers absolut peinlich und das nicht nur wg. der unzähligen Verschreiber und Rechtschreibfehler, schlüssige Beweise oder gute Argumente wurden ja garnicht erst herangezogen, nur irgendwelchen ominösen Statistiken..., naja wie zu erwarten :tee:

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BeitragVerfasst: Dienstag, 27. Mai 2008, 01:33 
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eben grade lief auf ZDF die Nachtwiederholung von Neues Spezial mit dem sehr interessanten Beitrag "Games 2.0 - Der nächste Level", in dem die Zukunft der Computer-und Videospiele erörtert wurde. definitiv sehenswert.

Hier könnt ihr euch die Sendung noch einmal in der Mediathek anschauen: http://www.3sat.de/webtv/?080518_spielezukunft_nes.rm

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BeitragVerfasst: Sonntag, 3. August 2008, 00:38 
OGDB Administrator
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...schöne Sendung! :)

Wenn das ganze Neuro-Senso-3D-Blubb dann tatsächlich von Microsoft und Co. vermarktet wirkt, werde ich zwar aus dem OGDB-Team austreten, weil ich das nun wirklich nicht sortieren mag... aber sonst: Gut schauts aus! :respekt:

Sonderlob natürlich dafür, dass auf einem Öffentlich-Rechtlichen ein kleiner Fanfilm für Videospiele gesendet worden ist - wirklich objektiv ist er ja nicht! ;)

Musste nur kurz aufstocken, als erwähnt worden ist, dass die Uni im Film sich das Projekt von Sony, Microsoft und dem Militär gleichzeitig finanzieren lässt... nicht schlimm an sich, aber die Kollegen, die eh immer was finden, müssten nun nicht mehr suchen! :(


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BeitragVerfasst: Sonntag, 3. August 2008, 09:36 
BiR Admin
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Ich finde es allerdings bedenklich, dass eine öffentlich-rechtliche Institution ein Format wie Real Media benutzt. Gerade die sollten etwas offener sein.

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BeitragVerfasst: Dienstag, 12. August 2008, 16:02 
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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 08:46 
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Ich hab es durch Zufall gesehen, da vor den Nachrichten noch mal ne Vorschau kam. Im Kern ging es eigentlich um World of WarCraft.

Dort wurden drei Fälle behandelt, die im wesentlichen (mehr oder weniger) alles durch WoW verloren haben:

Zum einen dieser Marc-Oliver, der klassische Fall: Die Spiele sind zunehmend in den Lebensmittelpunkt gerückt - ohne Alternativen. Daraus resultierte dann der kontinuierliche Abstieg: Freunde verloren und Gymnasium geschmissen. Danach nur die Hauptschule so gerade geschafft.

Danach folgte der Standard: Flucht in die bunte WoW-Welt, weil er und seine realen Kumpels alle WoW spielen. So trifft sich die Nachbarschaft im Internet. Auf "Ablenkungs- oder Störungsversuche" der Familie reagiert er aggressiv, hysterisch, aufgebracht. Der Junge war in der Endphase nicht mal mehr in der Lage, ohne Entzugserscheinungen ne Woche in den Familienurlaub zu fahren. Also blieb er allein zu Hause.

Untermauert wurde das immer wieder von Kleinigkeiten. So hat er parallel zum WoW-Spielen für die Führerschein-Theorieprüfung gepaukt - Die Nacht vorher :mrgreen: Und so konnte man ihm am folgenden Morgen bei seinem totalen und vernichtenden Versagen (18 Fehlerpunkte :shock: ) über die Schulter schauen.
Der Junge macht nun eine Ausbildung zum Koch, was ihn etwas mehr einspannt und das reale Leben etwas mehr in den Vordergrund rückt - Ende offen.



Der zwei Fall war ziemlich heftig: Ein mittelständischer IT-Mensch mit langjähriger Freundin, einem Häuschen und zukunftssicherem Job mit Aufstiegschancen: Dann kam WoW. Hier kam allerdings der endgültige und totale soziale Absturz.

Der Mann hat durch seine Zockerei ALLES verloren: Körperliche und geistige Verwahrlosung, Freundin weg, Job weg - also konnte er das Haus nicht halten. Mittlerweile sind Jahre des WoW-Zockens Vergangen, ein beruflicher Wiedereinstieg dementsprechend schwer bis unmöglich.

Bei ihm war die Endstation dann eine Therapie, in der er seine Fehler erkannt hat. Da er allerdings von Berufswegen den PC dringend braucht, ist das natürlich ein erhebliches Problem.



Der dritte Fall handelte um die Betreiber dieser Website: Die Eltern dieses Jungen haben ihn Kind, wie sie schreiben, im wörtlichen Sinne an WoW "verloren". Nach dem totalen Endlösung-WoW-Overkill war absolut nichts mehr zu machen. Der Junge war letztlich so abgekapselt und geistig-emotional instabil, dass man ihn zur "Komplett-Therapie" einweisen musste.

Das Ergebnis dieser Resozialisierung ist allerdings ungewiss, denn der Junge konnte irgendwie durchs Netz schlüpfen und ist vor Jahren abgehauen. Jetzt sitzen die Eltern daheim und haben keinerlei Gewissheit: Ist er geheilt und führt ein "normales" Leben, schämt er sich zurück zu kommen - Oder hat er bewusst die vollkommene soziale Isolation gewählt, um weiterhin ungestört WoW spielen zu können.


Alles in allem sehr üble Fälle, die klar zeigen: Die Dosis macht das Gift. Sicherlich sind das keine Regelfälle, aber WoW ist nicht ungefährlich. Oft kamen auch diese "Hardcore-Gene" durch: Die Leute wollten unbedingt am Ball bleiben, keine Sekunde verlieren, um ganz oben mithalten zu können.

Auch ein Therapeut wurde gefragt, wie die Leute so drauf sind: Die meisten Hardcore'ler, die in eine Suchttherapie gehen, suchen sich vorher gezielt befreundete Spieler raus, die ihren Account weiterspielen - Quasi, um nachher nahtlos anknüpfen zu können, ohne Verlust von Gegenständen und Erfahrung. Und der Tenor war auch in sofern einstimmig, dass kein bislang dagewesenes Online-Rollenspiel ein so extrem hohes Suchtpotential hat wie WoW.



Das wirklich erschreckende an dem Beitrag war, dass hier keine labilen Spinner unter die Räder gekommen sind, sondern völlig normale Leute wie man sie kennt. Aus völlig normalen Verhältnissen.
Dieser Marc-Oliver war kein ausgeklinktes Psycho-Kiddie, sondern ein ganz normaler Abiturient. Jedenfalls wurde er so in diesem Bericht dargestellt. Also nichts, was ich jetzt als "vorbelastet" einstufen würde.

Insbesondere der zweite Fall: Ein junger Mann, der es geschafft hatte. Der sich zu einer Lebensperspektive und anstehender Familie hochgekämpft hatte und heute mit gar nichts mehr, außer Hartz IV, da steht.

Die Forscher in dem Bericht gehen ganz eindeutig davon aus, dass dies die neue zukünftige "Jugenddroge" werden wird. Weg von Alkohol und Zigaretten, weg von Dope und Shit - hin zu WoW & Co.

Eventuell droht hier sogar ein abkippen der Gewaltdiskussion, hin zu einer Suchtdiskussion. Denn der Bericht war meiner Meinung nach doch recht "neutral", soweit das hier möglich ist. Er war mehr beobachtend als beurteilend. Sogar die WoW-Gilde von Marc-Oliver durfte sich vorstellen (über TeamSpeak) und man erläuterte das Spielziel und die daraus resultierenden Aufgaben der unterschiedlichen Charakterklassen.

Man hat also nach besten Möglichkeiten versucht, den Auslöser für diese Sucht (Online-RPG = Endlos-Spiel, permanente Belohnungen durch Quests, Glücksgefühle, gemeinschaftliche Gilden-Erfolge (und der damit verbundene "Gruppenzwang" mit den anderen Leuten mithalten zu müssen) etc. zu ergründen.
Für den kritischen Grundton waren dann schon die Eltern und Wissenschaftler verantwortlich (logischer weise).

MfG


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 09:02 
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Registriert: Freitag, 26. August 2005, 13:46
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Zitat:
... dass hier keine labilen Spinner unter die Räder gekommen sind, sondern völlig normale Leute wie man sie kennt. Aus völlig normalen Verhältnissen.


Also wenn sich jemand so von einem Spiel vereinnahmen lässt kann man denke ich schon sprechen das eine gewisse Labilität vorliegen muss, denn jemand der nun mal vollkommen klar im Kopf ist erkennt: "Ui, langsam wirds viel" und schaltet die Scheißkiste einfach mal ab. Und ein Abiturient zu sein oder einen ordentlichen Job mit Zukunftsperspektive zu haben macht einen auch nur bedingt klüger als die Herde,welche wie die Lemminge bei WoW (für mich isses schon schön blöd allein für ein Spiel auf monatlicher Basis zu zahlen das bloß aus (Team) Hack & Slay besteht, aber das ist wohl wieder ein anderes Thema) rumlaufen.
Davon abgesehen ist das Thema "Sucht nach WoW" doch inzwischen schon wirklich ein alter Hut, hat aber wenigstens im Gegensatz zu "Amoklauf durch Egoshooter" einen gewissen nachweisbaren Bestand.

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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 09:24 
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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 11:03 
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Das erinnert mich an etwas ... http://medienundonlinesucht.forumotion. ... utz-t6.htm

Man schaue auf das Datum meines Beitrages! :roll:

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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 11:55 
OGDB Administrator
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Jim hat geschrieben:
Zitat:
... dass hier keine labilen Spinner unter die Räder gekommen sind, sondern völlig normale Leute wie man sie kennt. Aus völlig normalen Verhältnissen.


Also wenn sich jemand so von einem Spiel vereinnahmen lässt kann man denke ich schon sprechen das eine gewisse Labilität vorliegen muss, denn jemand der nun mal vollkommen klar im Kopf ist erkennt: "Ui, langsam wirds viel" und schaltet die Scheißkiste einfach mal ab.


DESHALB spricht man ja auch von "Sucht" :roll: Die Leute verlieren einfach den Überblick, die realen harten Fakten werden nebensächlich. Jeden Tage ne Flasche Schnaps auszuzeln ist auch nicht gerade gut und der Spritti weiß auch, dass er jetzt mal aufhören sollte. Aber tut er das!? Kann er das noch aus eigenem Willen!?

WoW ist eine Waffe der Industrie, um die Leute gezielt in die Abo-Abhängigkeit zu treiben. So wie die Tabak-Industrie seit Jahrzehnten chemische suchtfördernde Stoffe in ihre Zigaretten mischt, so hat sich auch Blizzard gezielt eine Spielmechanik ausgedacht, um die Leute bei der Stange zu halten.

MfG


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 13:49 

Registriert: Montag, 29. August 2005, 11:51
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Wie bringt man jemanden weg von sowas, wenn die Person eigentlich ganz zufrieden mit der Situation (immer weniger real life-Kontakte, zunehmender Zeitaufwand, Gedanken und Gesprächsthemen kreisen nur noch um diese Themen) ist, bzw. das gar nicht als Problem erkennt ("Sind doch auch Menschen am anderen Ende der Leitung, also auch soziale Kontakte")? Es geht in dem Fall nicht um WOW, aber Vergleichbares plus etliche Foren.


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 16:12 
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Ich kann immer noch nicht verstehen, was an WoW so faszinierend sein soll. Mir persoenlich ist es zum Einen optisch einfach zu niedlich, zum Anderen sehe ich keinen Sinn in einem Endlosspiel, wo ich kein wirkliches Ziel vor Augen habe und dafuer dann auch noch monatlich Kohle hinblaettere. Ich zocke (inzwischen) eigentlich nur zur Entspannung, dies dann meistens auch auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad und da reicht mir die Befriedigung voellig, wenn ich ein Level weiter bin oder eben das Spiel dann durchgespielt habe. Aus diesem Grund hat mich Multiplayer eigentlich nie wirklich interessiert. Vor ein paar Jahren hatte ich zwecks Arbeitslosigkeit aus Langeweile Enemy Territory und die Worms Mayhem Demo online gespielt. Aber auch nicht allzu lang, weil irgendwann hatte man sowieso bereits alles gesehen und es gab eben kein wirkliches "Ziel", was mich dazu motiviert haette, dies monatelang zu tun. Von einer nicht vorhandenen Story (die mir auch sehr wichtig ist, falls vorhanden und gut umgesetzt) ganz zu schweigen...

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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 19:34 
Uncut-Oldie
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Das kann ja nur wieder Scheiß werden
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BeitragVerfasst: Mittwoch, 13. August 2008, 19:46 
Ich habe immer den Längsten
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Ist 'ne Wiederholung, lief bereits... kann man sich im Netz auch hier und da mal anschauen
Ist sogar erträglich, irrc.

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 14. August 2008, 10:56 
Uncut-Oldie
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cybdmn hat geschrieben:
Das erinnert mich an etwas ... http://medienundonlinesucht.forumotion. ... utz-t6.htm

Man schaue auf das Datum meines Beitrages! :roll:



.. und man konnte auf deinen Beitrag nicht antworten. :rofl:


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 14. August 2008, 14:38 
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Registrierte Mitglieder schon, also zumindest hätten sie den Button zum Antworten gehabt. Sehr bedenklich, dass sich Leute, die sich dem Thema Meiden- und Onlinesucht widmen so wenig Interesse haben, sich in Onlinemedien auszukennen scheinen.

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 14. August 2008, 20:45 
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Das ist wie mit den heutigen, neumodernen Politikern: Alle sind sie Geld- und Karrieregeil bis in die Haarspitzen, wollen das Leben in Deutschland mit diktieren. Einem Leben, von dessen Realität sie so weit entfernt sind wie die Sonne von der Erde.

Genau das gleiche polemische Heuchlerpack versteckt sich wohl auch hinter dieser Seite. Die machen einfach mal Alarm aus dem Bauchgefühl oder schlechten persönlichen Erfahrungen heraus. Wieso sollte man da Ahnung von der Sachen haben müssen!?

MfG


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BeitragVerfasst: Freitag, 15. August 2008, 12:21 
Uncut-Oldie
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Notarzt hat geschrieben:
neumodernen Politikern: Alle sind sie Geld- und Karrieregeil bis in die Haarspitzen


Da hast du mal 100%ig Recht :yes:

Ich kenne da auch so ein paar "Schleimer und Arschkriescher"
Die würden für ein bisschen Macht ihr Großmutter in Scheiben verkaufen :blueeye:
Okay ich habs vielleicht ein bisschen schwerer
aber ich kann mich jeden Morgen im Spiegel ansehen
ohne das ich Kotzen muß :respekt:

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BeitragVerfasst: Sonntag, 5. Oktober 2008, 21:05 
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juhu, am mittwoch gehts wieder los auf zdf, bekannt durch qualitativ hochwertige und objektive berichterstattung dank rainer fromm: http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021587_idDispatch:8006135,00.html?dr=1

ich glaub ich erspar mir das programm, meine nerven will ich nicht unnötig strapazieren wegen so eines bullshits.

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