Die Zukunft der Videospielbranche

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bionixxx
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#51 Beitrag von bionixxx » Samstag, 7. April 2012, 18:43

ich bin aus der nummer raus...bei mir ist es das vollwertig anerkannte krankheitsbild der "kaufsucht" :twisted:

aber einen boykott wird es so oder so nie geben...dafür gibts mitlerweile zu viele idioten, die die drangsalierung noch feiern..."steam ist doch total praktisch", oder "wenn ein dlc spaß macht, ist der preis doch gerechtfertigt" sind da nur die spitze des eisberges...ich für meinen teil lade in der regel keine addons runter, egal wie ekelhaft verlockend sie sind...arcadegames hingegen stellen ja quasie ein ganzes spiel da...sollte ich allerdings jemals eine cod map runterladen, bringt mich mit einer flinte in den wald.
und der trend wird auch in zukunft kein anderer, egal wie hart wir uns (unter uns) aufregen...



aber ich komme in das alter, wo mit einem stock in der luft rumfuchteln und "die gute alte zeit" feiern attraktiv wird :D
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#52 Beitrag von DooMinator » Dienstag, 24. April 2012, 18:16

bionixxx hat geschrieben:sollte ich allerdings jemals eine cod map runterladen, bringt mich mit einer flinte in den wald
Notiert.
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BloodyValk
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#53 Beitrag von BloodyValk » Sonntag, 13. Mai 2012, 10:26

Ich denke, die Spielbranche und der damit einhergehende redaktionelle Teil(Magazine etc) wird sich natürlich mit den Generationen und dem technischen Fortschritt entwickeln.
Aus Magazinen werden Apps für Iphone und Ipad, und aus den bekannten Konsolen, die noch mit Kontrollern arbeiten, werden mit der zeit wahrscheinlich Konsolen, die auf bewegungen reagieren(Bsp: Wii, Kinect)
Man muss einfach schauen, was sich entwickelt und hoffen, dass die Entwickler nicht zu großen Schund produzieren...

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LIH
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#54 Beitrag von LIH » Freitag, 15. Juni 2012, 16:48

Mal ein Artikel in der Sueddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/digital/schl ... -1.1380501
Kurzzusammenfassung: http://www.youtube.com/watch?v=WHV-bUVL5dA

In vielen Punkten hat er ja Recht, aber er spricht mich schon mal gar nicht an und neue Erkenntnisse gibt es eh nicht.

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#55 Beitrag von DaHosh » Dienstag, 3. Juli 2012, 09:09

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#56 Beitrag von LIH » Dienstag, 3. Juli 2012, 17:21

Gibt es schon erste Meldungen von Gamestop? :mrgreen:

Im PC Bereich kann ich mir (leider) vorstellen, dass es bald soweit kommen könnte. Im Konsolensektor müssen aber wohl die Konsolenhersteller mitziehen (vielleicht bei der nächsten Generation), ansonsten denke ich nicht, dass EA das durchziehen kann.

Ok, kleine Entwickler sind mit Arcade Spielen schon längst dort angelangt, aber bisher denke ich noch, dass ein großer Publisher etwas in den Verkaufsregalen haben MUSS. Bisher ...

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#57 Beitrag von bionixxx » Dienstag, 3. Juli 2012, 21:50

die nächste konsolengeneration ist die vaseline, damits nicht all zu schmerzhaft wird. nach wie vor ein laufwerk, aber verflucht dicke festplatten....

was mich wundert, ist das die publisher für download und verpackte version, meist den gleichen preis verlangen...wenn ich für ein produkt null kostenaufwand (bis auf pillepalle traffic) habe und es den leuten schmackhaft machen will,....sollte ichs dann nicht günstiger verhökern?
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#58 Beitrag von caedez » Mittwoch, 4. Juli 2012, 00:48

bionixxx hat geschrieben:die nächste konsolengeneration ist die vaseline, damits nicht all zu schmerzhaft wird. nach wie vor ein laufwerk, aber verflucht dicke festplatten....

was mich wundert, ist das die publisher für download und verpackte version, meist den gleichen preis verlangen...wenn ich für ein produkt null kostenaufwand (bis auf pillepalle traffic) habe und es den leuten schmackhaft machen will,....sollte ichs dann nicht günstiger verhökern?
Solang die Leute es kaufen, steht der Preis. Ich versteh auch nicht, wie man sich gegen Retail entscheiden kann, wenn es das gleiche kostet. Das einzige, was dann für den Download spricht, wäre, wenn man in der Arktis oder in einem japanischen Container-Appartement leben würde.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#59 Beitrag von DaHosh » Samstag, 7. Juli 2012, 21:48

Bald sieht es wirklich so aus :) http://www.youtube.com/watch?v=W1ZtBCpo0eU
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#60 Beitrag von DaHosh » Sonntag, 8. Juli 2012, 19:18

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#61 Beitrag von caedez » Sonntag, 8. Juli 2012, 21:07

Gab es auf der Seite nicht auch mal was "anderes"?
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#62 Beitrag von Jim » Montag, 9. Juli 2012, 19:18

Um mal ein wenig was ältres wiederes aufzukochen hat sich Jimquisition diese Woche dem Thema "Consoles are just very crappy PCs" angenommen:
http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... y-Crap-PCs

Fand ich nicht übel, denn er beleuchtet das was eigentlich nüchtern betrachtet der Fall der ist, wenn man seine Konsolen nicht vollkommen offline lässt.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#63 Beitrag von Jim » Mittwoch, 5. September 2012, 14:56

RockPaperShotung interviewt Ubisoft zu ihren "Kopierschutzmechanismen" und das mal mit ordentlich harten Bandagen:
http://www.rockpapershotgun.com/2012/09 ... interview/
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#64 Beitrag von LIH » Mittwoch, 5. September 2012, 16:27

Jim hat geschrieben:RockPaperShotung interviewt Ubisoft zu ihren "Kopierschutzmechanismen" und das mal mit ordentlich harten Bandagen:
http://www.rockpapershotgun.com/2012/09 ... interview/
Werde es gleich mal lesen, aber die Auswirkung habe ich schon heute mitgekriegt. Zumindest meint jeder, dass Ubisoft zukünftig auf Alway-on DRM verzichten wird. Die Aktivierung und Zwangsregistrierung auf UPlay wird wohl bestehen bleiben, oder? Mal sehen.

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#65 Beitrag von Notarzt » Freitag, 7. September 2012, 21:37

Die Fragen sind gut: Direkt und unverblümt. Die Antworten hingegen sind das übliche Marketing-Gewäsch. Die bekannte Mischung aus "Wissen wir nicht genau", "Brauchen unsere Kunden nicht genau zu wissen" und "Das ist Geschäftsgeheimnis".

Ein Kernpunkt dieser nicht enden wollenden Diskussion sind aber eben jene Fakten und Zahlen, die die Argumente der Publisher stützen - oder ad absurdum führen. Ich denke, langfristig wird man sich dem DRM-Thema beugen müssen. Insbesondere als PC-Spieler.

Alternativ bleibt bei vollständiger Ablehnung dann nur noch die Indie- und Retro-Sparte.

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#66 Beitrag von Jim » Freitag, 7. September 2012, 21:42

Wie war das eigentlich als es die Code-Dreh-Räder und Codewort-Bücher und was es da nicht alles an Sicherheitsmechanismen bei den alten Amiga und C64 Spielen und so gab? Ich war damals ein wenig zu jung für sowas, aber ist hier vielleicht ein Senior der das damals aktiv miterlebt hat? Wie wurden diese Sicherheitsmechanismen damals aufgenommen? Denn mal sämtliche Vor- und Nachteile beiseite gelegt, soe in Drehrad oder so kann ja durchaus mal schnell hops gehen und dann hatte man geschissen.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#67 Beitrag von CW6 » Samstag, 8. September 2012, 05:15

Naja, ich hatte jedenfalls am Anfang meiner Zockerkarriere ein Haufen billig s/w kopierte Coderäder, Wörtertabellen und ähnliches Zeug, dass man vor dem Spiel eintippen musste. Das gabs bei uns auf dem Schulhof zu den kopierten Disketten gleich dazu :lol:

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#68 Beitrag von PaulBearer » Samstag, 8. September 2012, 09:53

Jim hat geschrieben:Ich war damals ein wenig zu jung für sowas, aber ist hier vielleicht ein Senior der das damals aktiv miterlebt hat?
Der "Senior" kann dir auch eins aufs Maul hauen, wenn du über die 90er Jahre redest wie übers Mittelalter. 8)

Auf dem C64 war das noch nicht so ein Problem, außerdem hatten und haben da die Cracker was drauf. Ich kann mich nur an Pirates! erinnern, da gab es die Seekarte der Karibik kopiert dazu.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#69 Beitrag von Jim » Samstag, 8. September 2012, 10:33

Brech dir mal nicht die Hüfte und wirf ne Bisoprolol ein.
Aber die Cracker haben es heute doch auch noch drauf. Ich würde sogar sagen das die Cracker heute fitter/besser ausgerüstet sind als sie es damals waren. Heute gibts Gruppen die releasen einfach eine .exe welche dir ein komplett gecracktes Spiel auf die Platte rotzt. Wieso ist dann die Aufregung über die heutigen DRM Maßnahmen größer als sie es damals war?
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#70 Beitrag von PaulBearer » Samstag, 8. September 2012, 11:07

Jim hat geschrieben:Aber die Cracker haben es heute doch auch noch drauf. Ich würde sogar sagen das die Cracker heute fitter/besser ausgerüstet sind als sie es damals waren. Heute gibts Gruppen die releasen einfach eine .exe welche dir ein komplett gecracktes Spiel auf die Platte rotzt.
Ich kriege davon wenig mit, vor allem weil mir PC-Spiele mittlerweile fast vollständig egal sind, aber schon die Unsitte zu Amiga-Zeiten, den Trainer erst nachzuschieben (und dann mußten Trainer- und Crackversion auch zusammenpassen) find ich lame. Und daß man einen Crack erst fixen muß, damit er läuft, ist auch kein Zeichen von Qualität.

Zu C64-Zeiten haben sich halt 5-10 oder noch mehr Gruppen auf ein Spiel gestürzt und um in der Szene anerkannt zu werden, sollte ein Spiel vollständig gecrackt, kleiner als die Verkaufsversion und mit Trainern vollgestopft sein, oft wurde noch ein besserer Fastloader oder ein Highscoresaver eingebaut, die Anleitung abgetippt oder ähnlliches. Manche Spiele brauchen dann nur eine statt 2 Disketten, laden schneller und haben noch ein paar Komfortunktionen, das ist Qualität.

Wobei ein Programm, das mit 64 KB Speicher läuft, auch "etwas" weniger komplex ist, aber dann sollen die Typen sich halt Zeit lassen. Aber ist mir so oder so egal, ich spiele auf Konsole, und zwar Originale.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#71 Beitrag von Notarzt » Samstag, 8. September 2012, 14:13

Es wurde damals kopiert, dass die Disketten geglüht haben. Auf'm C64, Amiga, Atari und wie sie alle heißen, war fast nichts Original. In meinem damaligen Freundes- und Bekanntenkreis hatte jeder sein gut sortiertes Archiv von mehreren hundert Spielen. Keines davon war Original.

Die damaligen Klassiker und Evergreens haben sich natürlich immer gut verkauft und die hatten die meisten Leute dann auch samt Box im Regal stehen. Aber der überwiegende Teil waren Schwarzkopien.

Wir sind damals über die Flohmärkte und Hobbybörsen gezogen, als die Ära der Heimcomputer dem Ende entgegen ging. Da gab es die Maschinen im Ausverkauf. Die Spiele gab es gleich Kistenweise dazu. Schön in der Original 80-er Jahre Diskettenbox.
Zu Hause wurden dann die Kisten durchsucht, die fehlenden Titel der Sammlung beigefügt, der Rest an Freunde verschenkt oder in den Müll geworfen. Und da fanden sich praktisch auch fast keine Originale bei.

Es ist mir schleierhaft, wie die Hersteller damals überleben konnten. Die Schwarzkopierrate lag, jedenfalls gefühlt, bei 90 - 95 %. Aber nun gut, wir waren alle Kinder/Jugendliche und anderes halbstarkes Gesocks. Das hatte man keine Lust, kein Geld und nicht eine Sekunde ans Sammeln von Originalen gedacht.

MfG

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#72 Beitrag von LIH » Dienstag, 2. Oktober 2012, 14:14

Endlich wieder neues Leben im Segment der Weltraum(action)simulationen?

Nach Freespace und Starlancer ist es ja leider totenstill um dieses Genre geworden. Ich freue mich jedenfalls drauf und bin auf den 10.10. gespannt. :D

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#73 Beitrag von LIH » Montag, 29. Oktober 2012, 15:12

ich gebe ja sonst nicht so viel auf Spielewertungen von Zeitschriften und Online Magazinen, aber was geht da eigentlich bezüglich Medal of Honor Warfighter ab? :?

Ich habs bisher nicht gespielt, aber von dem was ich so gesehen habe, ist das einfach ein solider Militär-Shooter, wohl kaum besser oder schlechter als der Vorgänger und die sonstige Konkurrenz. Daher hätte ich eine Wertung im Bereich 7-8 von 10 Punkten erwartet. Bei Metacritic dümpelt der Titel aber eher bei 5-6 Punkten rum, auch 4 Punkte Bewertungen von "großen" Seiten wie ign sind keine Seltenheit.
Ich will jetzt überhaupt nicht über das Spiel quatschen, oder die Aussagekraft von Spieleseiten und deren Zusammenarbeit mit Publishern diskutieren.
Es wundert mich einfach, dass ein großer AAA Titel von EA so dermaßen deutlich abgestraft wird. Haben die zu wenig Bestechungsgelder fließen lassen? Liegt es daran, dass kaum jemand früheren Zugriff auf das Spiel hatte? Oder kann es sein, dass plötzlich alle keinen Bock auf Militär-Shooter haben und zufällig gleichzeitig den gleichen Titel runter machen?

Ich glaube jedenfalls kaum, dass die Konkurrenz so viel anders macht und eine höhere Wertung verdient, aber mal sehen. :tee:

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#74 Beitrag von Jim » Montag, 29. Oktober 2012, 15:17

Ich habe mir just erst gestern das Videoreview auf Gametrailers angeschaut und nachdem was ich da gesehen habe passt das scho so. Im Grunde hast du Recht, es ist ein Shooter nach Schema F. Aber es mangelt ihm an jedwedem Bombast den z.B. die Modern Warfare Teile hatten, das Skripting ist teils hundsmiserabel (wie hieß es doch? Gott gnade euch, wenn ihr vorstoßen wollt, bevor das Spiel euch dazu die Erlaubnis gibt), die Grafik ist ebenfalls nur Mittelmaß, die Story ist absolut verworren und durcheinander und das zwischenmenschliche Drama wirkt exterm schelcht und aufgesetzt und die Solokampagne soll wohl auch nur sowas zwischen 4-6 Stunden fassen. Das vorige MoH hatte ja schon eher durchwachsenes Feedback gekriegt und Warfighter scheint nix besser zu machen und es scheint die Wertungen tatsächlich so verdient zu haben. Denn nicht nur das es eben nix Neues auf den Tisch bringt, das was da widergekäut wird wird auch noch schlecht wiedergekäut.

Ob man was auf die Wertungen gibt bleibt jedem selbst überlassen, aber nach den guten 10 Min Gameplay das ich gesehen habe, habe ich zumindest keinen Bock mehr drauf.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#75 Beitrag von Jim » Montag, 29. Oktober 2012, 15:41

Mal was anderes. N Artikel von nem russischen Journalisten über die Branche und ihre Probleme in Russland. Fand ich sehr interessant:
http://kotaku.com/5955739/welcome-to-ru ... me-pirates
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#76 Beitrag von LIH » Montag, 29. Oktober 2012, 21:04

Zu Warfighter:
Ja wird wohl schwer über die Bewertungen des Spieles zu reden, ohne über das Spiel selbst zu reden. Ich will überhaupt gar nicht abstreiten, dass es die miesen Noten verdient, aber ist Warfighter der erste Titel, der so schlecht ist? Was den Bombast angeht, ich bin mir sicher da wird es auch jederzeit an allen Ecken und Enden krachen. Die Grafik sieht eigentlich doch nicht schlecht aus, aber ich nehme an bei Frostbite 2 erwartet man eben mehr. Extrem kurze Spielzeit hat Call of Duty und andere Vertreter auch. Oscarreife Storys hat in diesem Genre noch nie jemand erwartet. Was Neuerungen angeht hat doch Warfighter zumindest nen interessantes "Buddy" System im Multiplayer und anscheinend ganz gute Fahrsequenzen im Singleplayer.
Ich will ja Warfighter gar nicht gut reden, ich wundere mich eben nur, warum nun Warfighter diese massiven schlechten Bewertungen abbekommt. Ok, persönliche Geschmackssache, aber Modern Warfare 2 fand ich auch schlecht, nicht so mies wie 4/10, aber sicher keine 9/10 Punkten wert, die es von den meisten Seiten bekommen hat.

Zu Russland:
Interessanter Artikel, gut zu wissen, wie dort die Preisverhältnisse sind. Bei 85$ für ein neues Spiel, da wundert einem die Piraterie nicht wirklich. Wie kommen die Publisher auf die Preise? Haben die anfangs die Preise für Spiele auf 60$ umgerechnet und als sie gemerkt haben, dass kaum jemand dafür Geld übrig hat, haben sie die Preise einfach weiter erhöht, damit sie von den wenigen Käufern noch das meiste Geld nehmen können? :?
Mal aus Interesse die russische Steam Seite aufgerufen, da kostet X-Com gerade 600 Rubel (~15€), Dishonored 1200 Rubel (~30€), Doom 3 BFG 650 Rubel (~16€) und manche gute Angebote von etwas älteren Spielen und Indie Spiele zwischen 50-200 Rubel (~1-5€). Ok, bei den Preisen (durch die Bank weg knapp halbiert) kann man als Europäer schon neidisch werden, aber für die russischen Spieler wird das wohl erst ein interessantes Angebot sein.
Ich weiß aber nicht wie die derzeitige Situation ist, aber ich hatte mal gehört, dass in Russland dafür auch die PC Komponenten unglaublich teuer sind und ein "normaler" Gaming PC schon mal 1-2 Monatsgehälter kosten kann.
Ich schätze mal die Entwicklung der letzten Jahre (Grafik schreitet nicht mehr in riesigen Schritten voran, auch alte PCs können heutige Spiele in angepasstem Detailgrad wiedergeben) hat dem russischen PC Spiele Markt eigentlich nur gut getan.

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#77 Beitrag von KT » Montag, 29. Oktober 2012, 21:07

LIH hat geschrieben: aber ich hatte mal gehört, dass in Russland dafür auch die PC Komponenten unglaublich teuer sind und ein "normaler" Gaming PC schon mal 1-2 Monatsgehälter kosten kann.

Die sind von den Preisen her im Schnitt genauso wie hier, bei deutlich kleineren Löhnen/Gehältern.
Allerdings gibt es dort teilweise Komponente, die es in Westeuropa nicht gibt.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#78 Beitrag von Jim » Montag, 29. Oktober 2012, 21:09

@LIH - im Artikel steht ja auch das der PC preislich DEUTLICH im Vorteil ist. Die hohen Preise sind ja für die Konsolen.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#79 Beitrag von LIH » Montag, 29. Oktober 2012, 21:41

Jaja, meinte ich eigentlich auch, Konsolenspiele für 85$ und PC im Gegensatz dazu recht günstig. :blueeye:

Wobei sich das doch anscheinend schon auch auf den PC Markt auswirkt. Da gibt es doch auch nicht wenig Raubkopien. Was auch den strengen Kopierschutz bei Eagle Dynamic Spielen erklärt.

Da fällt mir noch ne andere Frage bezüglich Russlands ein, die ich schon ewig im Kopf habe. Warum ist eigentlich 1C Company auf so vielen ausländischen Spielen drauf? Müssen die westlichen Länder an 1C Schutzgeld zahlen um ihn Russland Spiele auf den Markt zu bringen? :blueeye:
Kommt mir jedenfalls vor, als ob das 1C Logo auf jedem Spiel in Russland prangt.

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#80 Beitrag von PaulBearer » Dienstag, 30. Oktober 2012, 09:15

LIH hat geschrieben:Kommt mir jedenfalls vor, als ob das 1C Logo auf jedem Spiel in Russland prangt.
Gehört wahrscheinlich dem Putin. :blueeye:
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#81 Beitrag von KT » Dienstag, 30. Oktober 2012, 21:59

LIH hat geschrieben: Kommt mir jedenfalls vor, als ob das 1C Logo auf jedem Spiel in Russland prangt.
Ist der größte Publisher.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#82 Beitrag von Jim » Mittwoch, 31. Oktober 2012, 07:24

@LIH - vielleicht für dich interessant. EA äußert sich zu den Wertugen von Warfighter:
http://updates.kotaku.com/post/34680319 ... was-better

Ich lach mir mal ins Fäustchen.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#83 Beitrag von PaulBearer » Mittwoch, 31. Oktober 2012, 17:24

:shock: Ein Publisher findet, daß schlechte Bewertungen ungerechtfertigt sind? Unglaublich.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#84 Beitrag von CW6 » Mittwoch, 31. Oktober 2012, 17:37

Naja grade der letzte Absatz bringts auf den Punkt - hauptsache schnell fertig und möglichst zur passenden Saison, anstatt noch richtig zu testen, polieren etc., hauptsache raus damit. Man kanns ja später noch patchen (siehe day-1-patches, die es inzwischen ja zuhauf gibt).

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#85 Beitrag von LIH » Mittwoch, 31. Oktober 2012, 18:02

Tja, wenn die Patches was bringen würden, wie ich gehört habe ist selbst mit den Day1 Patches nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Ich wünsche diesem x-ten Militär Shooter Aufguss auch alles Schlechte, aber ich befürchte, dass er sich inzwischen eh schon wieder 1,x Millionen mal verkauft hat, die Kosten wieder rein fährt und somit nicht wirklich zu einem Umdenken bei EA führen wird.
Davon würde EA wohl eh nicht zugrunde gehen.

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#86 Beitrag von CW6 » Mittwoch, 31. Oktober 2012, 18:05

LIH hat geschrieben:Tja, wenn die Patches was bringen würden, wie ich gehört habe ist selbst mit den Day1 Patches nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Das meinte ich auch nicht - ich meinte eher, es ist traurig, dass sie unfertige Games veröffentlichen und dann sogar noch während die Discs grade ausgeliefert werden, schon an Patches basteln - was ja nahelegt, dass sie BEWUSST unfertige Games rausschicken

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#87 Beitrag von Notarzt » Freitag, 2. November 2012, 15:53

Das die Spieleentwicklung unter so großem Zeitdruck steht, ist schon länger ein Thema. Und auch die Tatsache, das deswegen halbfertige Software auf der Disc landet, ist ein erhebliches Problem.

Aber man wird diese Scheiße langfristig akzeptieren müssen. Denn es ändert ja nichts an den Tatsachen. Die Konsolenhersteller verlangen ja auch saftige Gebühren für das interne Debug/QA, bevor die Entwickler überhaupt etwas veröffentlichen dürfen. Es standen ja schon mal Kosten von 10.000 bis 50.000 Dollar für einen Konsolen-Patch im Raum. Allein nur an Gebühren von den Hardwareanbietern.

Der erste Patch sei kostenlos, aber danach geht es steil bergauf, weil man die Entwickler eben zur ausreichenden Qualitätsprüfung zwingen will. Aber genau das sehe ich eben nicht. Im Gegenteil: Die ganzen Problem behafteten Spiele werden vom Publisher meistens fallen gelassen und dann hat man den verbugten Scheiß am Hals. Vor allem bei den kommerziell weniger starken Titeln, die zwar für sich genommen teilweise super Spiele sind, aber eben nicht den Umsatz generieren.

Da macht natürlich niemand mehr was für. Aber auch Publisher wie EA die, unabhängig vom kommerziellen Erfolg eines Spiels, generell keinen oder nur stark unzureichenden Support bieten, sind ein Problem. Siehe die beiden "Dragon Age"-Teile. Für sich genommen super Spiele, die sich prima verkauft haben. Dennoch gab es kaum Support und wenn, dann nur das nötigste. Die gleiche Scheiße bei "Kingdoms of Amalur: Reckoning". Ebenfalls ein super Spiel, dass von vielen kleinen Unzulänglichkeiten teilweise kaputt gemacht wird. Und insbesondere die umfangreichen Rollenspiele brauchen eine gute Softwarepflege, weil sie besonders fehleranfällig sind.

Ein aktuelles Beispiel haben wir aktuell mit "Assassin's Creed III", für das es schon einen Mega-Patch gibt. 17 MB auf Xbox und 32 MB auf PS3. Das finde ich schon hart. Aber man wird sich damit abfinden müssen. Wichtig ist, dass die Hardwareanbietet aufhören, die Entwickler mit den Debug/QA-Gebühren abzukassieren. Die brauchen eine faire Basis, um ihre Spiele angemessen unterstützen zu können. Und zwar so, dass auch kleine Titel das nötige Maß an Support erhalten, ohne das man für jedes Schindluder Tür und Tor öffnet.

MfG

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#88 Beitrag von Jim » Freitag, 2. November 2012, 16:10

Mega Patch mit 32MB? Naja. Und gerade bei so Titeln wie AC muss man eines bedenken: wir haben da riesige, unfassbar komplexe Werke. Heute ist es mehr Aufwand eine Figur durch einen Raum laufen zu lassen als damals ein ganzes SPiel zu fabrizieren. Die Zeiten wo man zu zweit Mal eben einen Welthit ala Elite machen konnte sind einfach vorbei, vor allem bei den nicht-Indie-Titeln. Mit höherer Komplexität steigt auch die Anfälligkeit für Fehler und Probleme. Ich prophezeie einfach das wir nie wieder bugfreie Titel kriegen werden, einfach weil es nicht mehr möglich sein wird. UNd erst recht nicht bei solchen Monstern wie AC3.

Es mag auch vielleicht daran liegen was ich so spiele, aber das letzte Mal das ich einen Titel hatte der mich wirklich mti Bugs richtig genervt hat ist schon ein Weilchen her. Sleeping Dogs hat mich eni wenig gestört weils eben doch mal die Grätsche gemacht hat, ohne ersichtlichen Grund, aber sonst... keine Ahnung wann ich das letzte Mal einen wirklich verbuggten Titel in den Händen hatte. An allen Ecken liest man was von abfallender Qualität etc., aber ich für meinen Teil merke davon eigentlich nicht so wirklich viel.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#89 Beitrag von bionixxx » Samstag, 3. November 2012, 06:23

ihr scherzkekse...day-one patche´s auf der ps3 habe ich schon bis 500mb erlebt...das fühlt sich ekelhaft "steam"ig an.... :twisted:
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#90 Beitrag von CW6 » Samstag, 3. November 2012, 09:23

Jim hat geschrieben:Mega Patch mit 32MB? Naja. Und gerade bei so Titeln wie AC muss man eines bedenken: wir haben da riesige, unfassbar komplexe Werke. Heute ist es mehr Aufwand eine Figur durch einen Raum laufen zu lassen als damals ein ganzes SPiel zu fabrizieren. Die Zeiten wo man zu zweit Mal eben einen Welthit ala Elite machen konnte sind einfach vorbei, vor allem bei den nicht-Indie-Titeln. Mit höherer Komplexität steigt auch die Anfälligkeit für Fehler und Probleme. Ich prophezeie einfach das wir nie wieder bugfreie Titel kriegen werden, einfach weil es nicht mehr möglich sein wird. UNd erst recht nicht bei solchen Monstern wie AC3.
Jo, das ist mir durchaus klar, die Zeiten sind schon lange vorbei, in denen 3-4 Freaks in einer Garage in ein paar Wochen oder Monaten das nächste Game aus dem Hut zaubern. Gerade das kollidiert ja mit dem ganzen Zeitdruck, den die Publisher dann machen. Da ist dann ja klar, dass nix bei raus kommt...

Und wenn ich jetzt das mit den Gebühren für Konsolenpatches lese, ist mir auch klar wieso der Support teilweise so schlecht oder einfach gar nicht existent ist :shock:

Naja, aber ich sags schon lange - das ganze hat heute schon lange recht viel an Reiz verloren. Es kommt zwar natürlch immer wieder mal ein klasse Titel raus, aber im allgemeinen bin ich aus der heutigen Spielwelt eher raus. Meine neueste Konsole ist die Wii, und mein PC ist inzwischen auch gute 6-7 Jahre alt - und vor, etwas neues zu kaufen, habe ich in nächster Zeit nicht. Also was solls, ich habe noch mehr als genug älteren Kram, der noch gezockt werden will :smoke:

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#91 Beitrag von PaulBearer » Samstag, 3. November 2012, 12:20

bionixxx hat geschrieben:ihr scherzkekse...day-one patche´s auf der ps3 habe ich schon bis 500mb erlebt...das fühlt sich ekelhaft "steam"ig an.... :twisted:
Auf der 360 sind die Patches normalerweise tatsächlich ein paar Hundert KB bis, sagen wir mal, 10 MB. Was anderes habe ich noch nie gesehen. Wäre ja mal interessant, wie diese Unterschiede zustandekommen (die Vita ist ja auch bekannt für riesige Patchdateien).
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#92 Beitrag von Jim » Samstag, 3. November 2012, 15:30

@Chainworm - ich kenen das Gefühl, aber ich habe gelernt das es sich lohnt auf Neues einzulassen. Ich hatte z.B. vor Skyrim kein TES gespielt, nie. Und ich war von Skyrim anfangs überhaupt nicht gereizt, habs nur als Lückenfüller gesehen der EVENTUELL ja brauchbar sein könnte. Am Ende hab ich fast 100 Stunden reingehauen. Generell hab ich einfach gelernt das es sich lohnt mal n Auge auf was Neues zu werfen und es einfach zu probieren, auch wenn man am Anfang wenig Reiz dazu hat. Bisher hat mich diese Einstellung öfter belohnt als bestraft.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#93 Beitrag von LiquidSnakE » Samstag, 3. November 2012, 15:41

PaulBearer hat geschrieben:
bionixxx hat geschrieben:ihr scherzkekse...day-one patche´s auf der ps3 habe ich schon bis 500mb erlebt...das fühlt sich ekelhaft "steam"ig an.... :twisted:
Auf der 360 sind die Patches normalerweise tatsächlich ein paar Hundert KB bis, sagen wir mal, 10 MB. Was anderes habe ich noch nie gesehen. Wäre ja mal interessant, wie diese Unterschiede zustandekommen (die Vita ist ja auch bekannt für riesige Patchdateien).
Das kann ich dir sagen: Microsoft hat eine Obergrenze für Patch-Größen, die nur in Ausnahmefällen überschritten werden darf - Sony nicht.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#94 Beitrag von CW6 » Samstag, 3. November 2012, 16:49

Jim hat geschrieben:@Chainworm - ich kenen das Gefühl, aber ich habe gelernt das es sich lohnt auf Neues einzulassen.
Klar, der ein oder andere tolle Titel kommt natürlich nach wie vor, aktuell interessiert mich vor allem Dishonored - ich bin riesengroßer Thief/Dark Project Fan, und das scheint ja wirklich was für mich zu sein. Und nächstes Jahr kommt wohl u.a. Aliens Colonial Marines, auf das ich brennend warte. Im allgemeinen hab ich aber halt leider wirklich viel an Interesse verloren, was sicher aber auch an Übersättigung liegt, ich hab viel zu viel einfach schon so oder so ähnlich gesehen

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#95 Beitrag von Jim » Mittwoch, 7. November 2012, 07:35

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#96 Beitrag von LIH » Dienstag, 20. November 2012, 13:52

Mal wieder ein Artikel zum Träumen:
http://www.golem.de/news/atomontage-eng ... 95820.html

8)

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#97 Beitrag von LIH » Sonntag, 9. Dezember 2012, 17:43

Tja, jetzt wird es langsam konkreter:
http://kotaku.com/5966860/gabe-newell-l ... Socialflow

Aber war ja klar:
Schritt 1. Steam Big Picture
Schritt 2. ???
Schritt 3. Steam 'Konsole'
Schritt 4. Profit!

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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#98 Beitrag von Jim » Sonntag, 9. Dezember 2012, 18:56

Was hat man denn geglaubt wie lange das noch dauern soll? Wir haben im Grunde überall starkes Internet, wir haben Smart TVs... noch ein paar Jahre und ich wette es kommen Onlinehoster wie sie bei Filmen üblich sind, wo die nötige Hardware komplett im TV ist bzw. die Spiele nur noch gestreamt werden und man hat Monatsgebühren beim Anbieter, von dem man dann noch n Controller kriegt und gut.
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#99 Beitrag von bionixxx » Montag, 10. Dezember 2012, 23:07

und dann kann ich mich meiner modelleisenbahn widmen....endlich^^
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Re: Die Zukunft der Videospielbranche

#100 Beitrag von Jim » Dienstag, 11. Dezember 2012, 07:21

Mark my words, dahin wirds laufen. Mit SmartTV und Sachen wie OnLive ist der Grundstein gelegt und man munkelt ja auch das Samsung für Gaikai geboten hat, als die zum Verkauf standen. Samsung plant meines Wissens nach keine Konsole. Das wird bestimmt noch ein paar Jährchen brauchen (wir kriegen Minimum noch eine Konsolengeneration und die jetzige ist ja auch noch nicht am Ende), aber ich wette Bares darauf das es so kommen wird. Und ich glaube dann können die Konsolen einpacken, denn wenn du man nur noch ein Steuergerät "verkaufen" muss und dafür auf seinem Fernseher Titel in PC Optik spielen kann, aber das so einfach zu bedienen ist wie eine Konsole/Filmbibliothek... warum soll ich dann noch mehrere Hundert Schleifen für ein Grundgerät, Zusatzkosten für Peripherie und Zusatzkosten für die Spiele in Kauf nehmen? So zahl ich dann meine 30-50 Euro im Monat und krieg eine ZOck-Flatrate oder ähnliches. Das wäre glaube ich ein wahnsinniger Gewinn für den Ersten der sich dort gut etablieren kann.

Man muss als Spieler halt damit leben das wir in nem Hobby stecken das nun mal noch jung und entsprechend im Wandel ist. Der Wandel muss nich gefallen, man muss ihn nicht mal zwangsläufig mitmachen, aber man muss mit ihm leben.
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