Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

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LIH
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Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#1 Beitrag von LIH » Dienstag, 21. Mai 2013, 12:35

Wird ja mal so langsam Zeit für diesen Thread, Enthüllung soll es ja heute Abend um 19Uhr geben.
Stream dürfte dann hier erhältlich sein: http://www.xbox.com/de-DE/hub
Oder auf den unzähligen anderen Spieleseiten, die für sich ganz besonders exklusive Einblicke beanspruchen.

Ich weiß noch gar nicht ob ich es selber live sehen werde.

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LIH
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#2 Beitrag von LIH » Dienstag, 21. Mai 2013, 21:05

Tja, gleich mal die erste halbe Stunde verpasst. Dann hat der Microsoft eigene Live Stream wohl mehr gestottert als Scatman John zu seinen besten Zeiten.
Das kann man den Unternehmen auch gleich vorhalten, wenn es um always online Thematik geht. Wenn die es nicht mal schaffen nen einstündigen Livestream auszustrahlen, dann sollten die lieber die Klappe halten.
Ich kann mich nicht ganz genau erinnern, aber ich glaube die PS4 Präsentation lief bei mir ohne ständiges buffern und manchmal sogar in HD.

Nun zur Präsentation selbst:
Der Name Xbox One. Mal was anderes, die PS1 hat ihren Namen ja in der Form erst nach ihrer Lebenszeit bekommen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Name vor allem vom Marketing Team gewünscht wurde. Jedenfalls fliegen einem die Werbeslogans dafür nur so zu.
Das Design der One. Einfach nur ein schwarzer Kasten mit Schlitz und Logo. WTF? Das Design ist sicher und gewissermaßen zeitlos, aber total uninspiriert und langweilig. Klar, mit einem futuristischen, stromlinienförmigen Design kann man auch schnell auf die Schnauze fliegen, aber das hat einfach kein Potenzial. Was soll das, da hatte selbst der Gamecube mehr zu bieten. Man könnte meinen, dass man den Fokus auf PC nahe Architektur schon am Äußeren erkennen kann. :blueeye:
Dashboard, TV, Skype, Internet surfen und alles mit Kinect, whatever. Kein Interesse, Danke.
Technik wie in der PS4, obwohl ich schon annehme, dass kein GDDR5 Speicher an Bord ist. Sonst hätten die das doch sicher erwähnt. Ob das nun einen entscheidenden Unterschied macht wage ich aber zu bezweifeln.
Habe ich das richtig verstanden, dass der neue Controller "impulse Trigger" hat? Also force feedback Schultertasten? Ok, kann mir nicht vorstellen wo das was bringt, aber mal sehen.
Smartglass ist auch wieder dabei, irgendwie. Ich glaube die sehen das genau wie ich. Könnte Potenzial haben, aber keine Ahnung wie. Kann mal ein Entwickler oder sonst jemand mit einer guten Idee kommen?
Sportspiele von EA, sehen ganz nett aus, interessieren mich aber nicht die Bohne.
Ein Forza 5 zum release der Konsole, sicherer Verkaufsschlager, guter Zug. Der folgende Kommentar richtet sich jetzt an viele Rennspiele im Allgemeinen, aber irgendwie war ich doch gelangweilt. Es sieht halt besser aus, alles realistischer, aber öde und schon tausendmal gesehen. Zumindest mit Forza Horizon hat man ja mal ein klein wenig was neues gemacht, aber ansonsten gleichen sich die Rennspiele wie ein Ei dem anderen. Wie wäre es z.B., wenn es ein Forza geben würde, dass sich vollständig einer Epoche widmet und von Strecken, Wagen, Fahrhilfen, Menüdesign, bis hin vielleicht zur Effektdarstellung einzig diese Epoche wiedergibt.
Quantum Break von Remedy kam unerwartet. Ich hatte ja mit einem Alan Wake gerechnet. Hype oder Neugier hat der Trailer bei mir nicht geweckt, aber wenn es von Remedy kommt, wird das sicher gut werden.
NFL und Halo Serie bringen mir auch kein müdes Lächeln ab.
Tja und zum Ende kommt die einzig wahre Gelddruckmaschine für Activision und Microsoft. Call of Duty Ghosts. Liegt sicher auch am pixeligen Stream, aber so überragend sah das jetzt nicht aus. Natürlich ein riesiger Sprung von der bisherigen Engine, die sie schon viel zu lange mit sich rumschleppen, aber ein Metro oder Crysis sehe ich da bezüglich der Grafik nicht in Gefahr. Der Vergleich mit MW3 und der Typ redet da immer von "state of the art" und "beautiful at the time". :megalol:
Von den Trailerschnipseln zu urteilen, wird einem ansonsten wie immer das geboten was man von CoD sehen will. Der Hund soll wohl noch ein taktisches Element im Spiel werden. Könnte was werden, mal sehen.

Ich würde sagen insgesamt wird die Strategie der letzten Jahre weiter fortgefahren. Es wird Wert gelegt auf Kinect Spielereien, dass die Xbox zum Entertainment Center wird und auf der Spiele Seite kauft man sich (zeit)exklusive DLC oder andere Features um die erste Wahl für Multiplattform Spiele darzustellen.
Aber da kann ja noch was kommen, wenn 15 Spiele in Entwicklung sind und 8 davon neue Marken.
Wurde eigentlich was wegen Gebrauchtspielsperre, always online und always kinect gesagt, oder haben sie sich darum gedrückt?

Meiner Ansicht nach würde ich sagen: 1:0 für PS4 gegen One. Kann sich aber natürlich dann auf der E3 wieder ändern. Mal sehen was da kommt.


Ach ganz vergessen, jetzt könnte ja Nintendo mal seinen Arsch bewegen und auch mal ihre Next Gen Konsole zeigen. :blueeye: :mrgreen:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#3 Beitrag von Kirk » Dienstag, 21. Mai 2013, 21:42

Laut Wired kann man Gebrauchtspiele nur gegen eine Gebühr spielen. Wie teuer das sein wird, weiß man noch nicht. :kotz:
Die Konsole ist schon mal für mich gestorben.
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LIH
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#4 Beitrag von LIH » Dienstag, 21. Mai 2013, 22:40

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Außerdem: Keine Abwärtskompatibilität und, zwar kein ständiger Online Zwang, aber zwingend eine Internet Verbindung nötig.
Heißt wahrscheinlich, dass man sein Spiel vor dem Start über Internet anmelden muss, würde dann zu der Sache mit Gebrauchtspielen passen. Vermutlich also einmalig aktivieren, wenn sie es schlecht machen womöglich bei JEDEM Spielstart. :evil:

Also kann ich wohl auf ein 3:0 für PS4 erhöhen. :mrgreen:

Und wenn man das alles so liest, dann setzt Microsoft wirklich stark auf Cloud. Also wird man mit eingeschränkter Internetverbindung vielleicht auch nur eine kastrierte Xbox One haben.
Egal, Hacker werden sich wahrscheinlich freuen, wenn sie dann mal das System knacken. :twisted:

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LiquidSnakE
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#5 Beitrag von LiquidSnakE » Mittwoch, 22. Mai 2013, 05:41

Kirk hat geschrieben:Laut Wired kann man Gebrauchtspiele nur gegen eine Gebühr spielen. Wie teuer das sein wird, weiß man noch nicht. :kotz:
Die Konsole ist schon mal für mich gestorben.
Das ist noch nicht alles.

1) Das Steam-Zeitalter auf Konsolen bricht an: Jedes Spiel enthält einen einmalig nutzbaren Aktivierungscode, durch den die Software an den XBL-Account gebunden wird. Anschließend kann die Software auf der Konsole, auf der sie aktiviert wurde, von allen genutzt werden (also auch unter anderen XBL-Accounts).

2) Willst du das Spiel auf einer anderen Konsole aktivieren, musst du den VOLLEN VERKAUFSPREIS (gemeint ist natürlich der RRP, also wahrscheinlich 69,99 Euro) hinblättern. "Think of it as a new game" - nichts ist mit "Project 10 Dollar", hier wird fett Cash gemacht. :blueeye:

3) Laut Phil Harrison wird es eine Möglichkeit geben, XBO-Spiele online zu tauschen. Ich traue mich aber zu wetten, dass Microsoft da irgendwie mitschneiden wird (Beispiel: 5 Euro Tauschgebühr oder so). Hey, wir sprechen hier von der Firma, die für eine Änderung des Gamertag-Namens Geld sehen will...

4) Abgesehen davon: Die HDD der XBO kann nicht getauscht werden. Platte voll? Fuck you! Du kriegst keine 2. Platte zum Tauschen, nicht einmal eine völlig überteuerte proprietäre wie bei der 360! Platte beschädigt? Unser freundliches Service-Team hilft dir gerne - für einen Aufpreis, versteht sich. Sicher, man kann USB-Sticks als Speichermedien nutzen, aber zeigt mir mal einen USB-Stick mit 500+ GB...

5) Kinect kann niemals völlig ausgeschaltet werden. Das eingebaute Microphon ist immer an und hört immer zu. In Kombination mit dem Online-Zwang hat das Ganze aus meiner Sicht einen dezent Orwell'schen Vibe. Plus, man muss aufpassen, worüber man spricht - sagt man aus Versehen "Xbox On" (z.B. in Form von Smalltalk: "Gestern war ich mit meiner Xbox on..." :blueeye: ) in Hörweite der Konsole, schaltet sich diese automatisch ein. Mit anderen Worten: Am besten die Konsole an einen Verteiler mit Schalter stecken, damit man ihr den Saft abdrehen kann, wenn man sie nicht benutzt.

Sofern Gamer nicht vollends zu einer hirnlosen Masse Drogensüchtiger verkommen sind, die um jeden Preis ihren Spiele-Fix braucht, hat sich Microsofts Spiele-Sektor sein eigenes Grab geschaufelt. Hoffentlich wird auch der Einzelhandel entsprechend reagieren und bspw. Giganten wie GameStop die Konsole nur eingeschränkt oder gar nicht anbieten, wie es bei der PSP Go geschah. Microsoft pokert hoch, und gerade jetzt ist die Eigenverantwortlichkeit der Konsumenten gefragt. Lieber auf das neue Halo verzichten und dafür das Hobby für die Zukunft erhalten, das sollte die Devise sein. Da mein Vertrauen in die menschliche Vernunft aber erfahrungsgemäß niedrig ist, lasse ich mich überraschen...

Für mich kommt die XBO jedenfalls überhaupt nicht in Frage - nicht einmal zum reduzierten Preis. Da Microsoft ohnehin seit Jahren nichts Interessantes mehr für mich hat, weshalb meine Xbox 360 langsam verstaubt, ist es für mich auch kein großer Verlust, bei der XBO zu passen.
Zuletzt geändert von LiquidSnakE am Mittwoch, 22. Mai 2013, 06:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#6 Beitrag von bionixxx » Mittwoch, 22. Mai 2013, 05:59

gut, geklärt...ich wechsel die lager. :respekt:
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#7 Beitrag von RipvanWinkle » Mittwoch, 22. Mai 2013, 09:49

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#8 Beitrag von LIH » Mittwoch, 22. Mai 2013, 12:48

RipvanWinkle hat geschrieben:Hier noch zur Vertiefung:

http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 90176.html
Vertiefung? War ja jetzt so informativ wie mein Frühstück. Geht in dem Artikel ja mehr um die Stellung und die Ziele der Konsolenhersteller, weniger um Details der Kosnole.

Typisch deutsche Presse, malt mal wieder den orwell'schen Teufel an die Wand (Ironie):
Heise
Golem

Da wird man wahrscheinlich auf einen unabhängigen Test abwarten müssen, aber mich würde mal interessieren, was passiert, wenn der Kinect Box eine Augenklappe und Oropax verpassen würde. :mrgreen:
Ist ja anscheinend sicher, dass Kinect angeschlossen sein muss, aber darf ich das Ding nicht dann in einen schaumstoffgedämmten Schuhkarton stecken? :twisted:
Die können ja nicht erwarten, dass ich ständig damit rede, also könnte Geräuschdämmung funktionieren, aber womöglich wird erwartet, dass ständig jemand vor der Kamera sitzt/steht. Vielleicht kann man vor dem Gerät auch ein Legomännchen stellen.

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Kirk
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#9 Beitrag von Kirk » Mittwoch, 22. Mai 2013, 15:50

Laut dem derzeitigen Kenntnisstand wird jeder sein Xbox One Spiel oder das eines Freundes auf seiner Xbox One unter seinem eigenen Gamertag spielen können, so lange es direkt von der Disk abgespielt wird oder sich diese Disk im Laufwerk befindet. Eine Xbox LIVE-Verbindung ist nicht von Nöten, damit gespielt werden kann.
Erst wenn das Spiel ohne Disk im Laufwerk abgespielt werden soll, wird es etwas komplizierter: Jeder der ein Spiel erwirbt, kann dies so installieren, dass es ohne der Disk im Laufwerk spielbar ist. Das Spiel wird in diesem Fall allerdings auf dieser Konsole via Xbox LIVE registriert, man kann somit nicht einfach zu einem Freund gehen, das Spiel auch auf seiner Xbox One installieren und davon ausgehen, dass es auch dort ohne Disk spielbar sein wird. Es wird aber definiv spielbar sein, wenn die Disk im Schacht liegt, egal ob installiert oder nicht. Erst wenn euer Freund euer Spiel auf seiner Xbox One so installieren möchte, dass es auch ohne Spieledisk lauffähig wird, wird eine Gebühr in bislang unbekannter Höhe fällig. Mit dieser Gebühr erwirbt er die Rechte an diesem Spiel und es wird ohne Einschränkungen auch auf seiner Xbox spielbar sein.
Es wird also auch weiterhin ähnlich wie heute bei der Xbox 360 möglich sein, Spiele zu kaufen, zu spielen und diese wieder zu verkaufen. Die einzige Einschränkung ergibt sich, wenn man als Käufer die "Komfort-Installation" nutzt, denn damit ist dieses Spiel fest mit der jeweiligen Konsole verbunden. Ob eine Deinstallation des Spiels diese Verknüpfung wieder deaktiviert, ist bislang nicht bekannt.
Quelle: Xboxfront.de
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#10 Beitrag von Jim » Mittwoch, 22. Mai 2013, 16:35

Jeder der ein Spiel erwirbt, kann dies so installieren, dass es ohne der Disk im Laufwerk spielbar ist
Damit ist doch schon die Hälfte der Arbeit für die Bootlegger erledigt. Grandios.

EDIT: Und warum sollte jemand nun die XBO haben wollen?
"Bis heute warte ich auf das Ende,
ich fürcht es wird noch dauern lang
und wage kaum daran zu glauben -
ein End von Hasses freiem Gang"

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#11 Beitrag von PaulBearer » Mittwoch, 22. Mai 2013, 18:24

Kirk hat geschrieben:
Es wird aber definiv spielbar sein, wenn die Disk im Schacht liegt, egal ob installiert oder nicht. Erst wenn euer Freund euer Spiel auf seiner Xbox One so installieren möchte, dass es auch ohne Spieledisk lauffähig wird, wird eine Gebühr in bislang unbekannter Höhe fällig.
Quelle: Xboxfront.de
Wenn das so stimmt, können doch mit jedem Original 2 Leute zocken (einer hat es installiert und registriert, der andere hat die Disc), und zwar unbegrenzt lange. Da kann ich nicht so ganz dran glauben.
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#12 Beitrag von Thaisong » Mittwoch, 22. Mai 2013, 19:18

gut, geklärt...ich wechsel die lager.
Tja, das Ding kommt mir so definitiv auch nicht ins Haus: Spionage, diversen unnützen Schnickschnack und grafische Unterschiede wie PC und 360, zum Kotzen. :roll:

So eine Scheiße, schon allein dieser bekloppte Name, die Xbox 1 habe ich schon vor Jahren verschrottet. Nennt Herr Gates seine Kinder auch alle gleich? :roll:

Wenn PS 4 dann auch so'n Kack ist, werde ich wohl wieder PC-Man, das wäre dann noch das kleinere Übel. :roll:

Warum können die nicht mal wieder sowas wie z. B. die Playsie rausbringen: Kein unnötiger Schnickschnack, kein Online und grafische Unterschiede, die selbst ich mit geschlossenen Augen schon gesehen habe. :respekt:

Aber komisch, immer die 3. Konsole, die ein Hersteller rausbringt, wird irgendwie scheiße oder zumindest nicht mehr ganz so gut und erfolgreich wie die Vorgänger: Nes, SuperNES, N64 oder PS 1, 2 und 3 oder Master System, Mega Drive, Saturn, ja selbst bei Atari mit VCS 2600, 7800 und dann der Flop Jaguar (oder hat Atari dazwischen nochmal 'ne Konsole rausgebracht? Weiß ich jetzt garnicht, glaube aber nicht).

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#13 Beitrag von DaHosh » Donnerstag, 23. Mai 2013, 13:09

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oder hat Atari dazwischen nochmal 'ne Konsole rausgebracht? Weiß ich jetzt garnicht, glaube aber nicht
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#14 Beitrag von Kirk » Freitag, 24. Mai 2013, 11:59


Wie genau der Gebrauchtmarkt in der neuen Konsolengeneration funktionieren wird, ist weiterhin nicht gänzlich klar.

Zuletzt hatte GameStop-Präsident Tony Bartel versichert, dass man PS4- und Xbox-One-Spiele weiterverkaufen könne. Und auch Microsoft sprach von einer „Lösung" für den Gebrauchtmarkt, ohne näher ins Detail zu gehen.

Wie MCV nun heute berichtet, wurden in dieser Woche die Händler darüber informiert, wie das Ganze ablaufen soll.

Nach Angaben von Händlerquellen kann ein Spieler einen Titel bei einem Händler verkaufen. Allerdings nur bei denjenigen, die Microsofts Bedingungen zugestimmt haben und das Cloud-basierte Azure-System nutzen.

Das jeweilige Spiel würde dann vom System als eingetauscht vermerkt und vom Account des Spielers entfernt werden. Das würde dann auch die Berichte erklären, warum sich die Xbox One einmal alle 24 Stunden mit den Servern verbinden muss.

Der Händler kann das eingetauschte Spiel dann zu einem beliebigen Preis verkaufen, wobei der Händler einen bestimmten Anteil am Verkaufspreis erhält, ebenso der Publisher des Spiels. Der Rest geht demnach an Microsoft.

Einem weiteren unbestätigten Bericht von ConsoleDeals zufolge liegt der Händleranteil am Weiterverkaufspreis eines Gebrauchtspiels bei 10 Prozent. Das wären deutlich weniger als bei aktuellen Gebrauchtverkäufen und würde mehr dem Anteil am Verkauf eines neuen Spiels entsprechen.

Weiterhin wirft man die Angabe von 35 Pfund in den Raum, womit dann womöglich die Kosten einer gesamten Transaktion für ein Gebrauchtspiel gemeint sein dürften, nicht eine zusätzliche Gebühr nach dem Kauf eines Gebrauchtspiels. Da MCV erwähnte, dass der Händler ein Spiel zu einem beliebigen Preis verkaufen kann, dürfte das aber vermutlich nicht mehr als ein Beispiel sein. Sollte ein Händler jedenfalls ein Spiel für 35 Pfund verkaufen, würde er selbst 3,50 Pfund behalten dürfen.

Bestätigen wollte Microsoft das Ganze nicht.
Quelle: Eurogamer

Das lohnt sich für den Händler überhaupt nicht. :roll:
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#15 Beitrag von LIH » Freitag, 24. Mai 2013, 14:13

Hm, also ich würde mal sagen, da würde es sich empfehlen, wenn sich manche Spieler (über Freundeskreis oder über Foren) zusammen schließen und untereinander dann die Accounts tauschen, wenn sie mal nen Spiel ausleihen wollen. Z.B. wenn einer alle Call of Dutys sammelt und ein anderer nur für ein Wochenende die Kampagne spielen will. Also im Grunde privater Videoverleih Service unter Bekannten, Vidirent wird es womöglich bald nicht mehr geben.

Zumindest habe ich auch mal einem entfernt wohnenden Freund für ein paar Tage nen Steam Account von mir ausgeliehen, damit er was darauf spielen konnte, was er nicht hat.
Kann aber sein, dass Microsoft dieser Praktik dann einen Riegel vorschiebt, wenn mit Kinect auch überprüft wird, ob der Freund auch wirklich anwesend ist.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#16 Beitrag von Slayer666183 » Freitag, 24. Mai 2013, 15:07

Gerade ein super Kommentar auf gameware gelesen
Bin ja mal gespannt, ob die Account-Bindung bereits bei der Xbox One dazu genutzt werden wird, Import-Games zu blocken...

Tja würde mal sagen 1000000000000000% sicher :blueeye:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#17 Beitrag von SAL » Freitag, 24. Mai 2013, 17:26

Warum versuchen andere Industriezweige (Film und Musik) nicht auch mit solch drakonischen Methoden sich den lästigen Gebrauchtmarkt vom Hals zu schaffen?

Ich werde das locker abwarten und mir die neue Xbox erst später holen, wenn all der shitstorm der dann theoretisch noch kommt und all die Änderungen abgeschlossen sind.
Dann sind auch die Kinderkrankheiten und Probleme schon beseitigt.
Es ist natürlich scheisse das MS die Pressekonferenz von Sony noch unterboten hat, aber lieber erstmal abwarten, da passiert noch einiges.
Zumal ich mir nicht vorstellen kann das sich alle Händler die jetzt am Gebrauchtmarkt verdienen, sich das gefallen lassen.
Und ich bin mir sicher das MS sich dieses "Gebrauchtspielhändler" Zertifikat was kosten lässt.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#18 Beitrag von Thaisong » Samstag, 25. Mai 2013, 11:41

http://www.amazon.de/gp/feature.html/re ... 20;ie=UTF8

'n Hunny pro Spiel auch noch, was man dann nicht mal problemlos weiterverkaufen kann. Ja, nee, is' klar. :wallbash:

Ich glaube, ich kaufe lieber 10 PC's als eine von diesen verschissenen XBoxen. :kotz:

Aber ihr könnt euch freuen, ihr werdet vermutlich nie wieder von mir hören, dass die XBox besser zum Spielen geeignet ist als der PC. Ob das auch für PS4 gilt, kann ich aber noch nicht versprechen. :wink:

Jetzt weiß ich auch, wie die zu ihrem Namen gekommen ist: XBox O(h)ne Gebrauchtmarkt, XBox O(h)ne Datenschutz, XBox O(h)ne bessere Grafik, XBox O(h)ne jeglichen Kaufgrund. :roll:

Einziger Vorteil: XBox O(h)ne den bekloppten Schneider-Johne. :lol:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#19 Beitrag von Thaisong » Samstag, 25. Mai 2013, 12:10

und noch eine Runde Analverkehr mit Billy, wer will nochmal, wer hat noch nicht...

http://www.areagames.de/artikel/detail/ ... ets/124601

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#20 Beitrag von KT » Samstag, 25. Mai 2013, 13:14

There is no knowledge that is not power.
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#21 Beitrag von LIH » Samstag, 25. Mai 2013, 13:38

"or at least buy a Wii U" :megalol:

Was die Preise angeht, ist ja jetzt sicher erst mal Platzhalter Preis, war bei der Wii U ja auch schon so. Ich nehme mal an Sony und Microsoft werden sich noch absprechen und 5-10$/€ über der letzten Generation mehr berechnen.

Was die ganze Rechteproblematik und den Weiterverkauf angeht, da würde ich eigentlich noch auf die E3 oder gar bis zum endgültigen release abwarten. Ich glaube, dass da hinter den Kulissen noch nicht alles so final ist. Aber damit will ich den derzeitigen shitstorm auch gar nicht kritisieren, den hat sich Microsoft redlich verdient und der ist auch bitter nötig, damit sich da noch was tut.

Aber mal ehrlich, wenn Microsoft womöglich mit der Xbox One und der hauseigenen Vertriebsplattform einen ähnlichen Weg wie Steam geht und schon nach wenigen Monaten nach dem release eines großen Spiels 30-50% Rabatt gewährt, dann sind wir uns doch alle einig, dass die Xbox ein voller Erfolg werden würde. Die ganzen "Steam Fanboys" wurden im Grunde ja auch nur von Valve gekauft und pfeifen nun auf ihre früheren Rechte. Da unterscheiden sich Xbox und Steam nicht wirklich.

Und was die Headsets angeht, vielleicht wird es ja von Drittherstellern Adapter geben um die Problematik zu umgehen.

Klingt jetzt fast schon als würde ich Microsoft verteidigen, eigentlich will ich nur ein wenig relativieren, aber vielleicht hacke ich morgen auch schon wieder auf sie ein. :blueeye:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#22 Beitrag von SAL » Samstag, 25. Mai 2013, 17:33


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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#23 Beitrag von Thaisong » Samstag, 25. Mai 2013, 20:01

An Xbox One patent filed by Microsoft could see the firm implementing Achievements for watching certain TV programs using the new system.
:wallbash: :wallbash: :wallbash:

Ich seh's schon vor mir: Archievment unlocked: withstood 10 Minutes musiciansstadl with Florian Silveriron and Caroline Rub, 100 GS

oder auch: Archievement unlocked: watched 10 Minutes Farmer is searching for woman without puking, 50 GS

So eine hohle Scheiße, ich will zocken und nicht auch noch Erfolge für's Idioten-TV gucken. Wobei, die Einschaltquoten des Assi-Tvs werden durch die Gamerscoreprostituierten in die Höhe schnellen... :roll:

Da können Heino, DSDS, Bauer sucht Frau und Co. mal brav "Danke, Onkel Billy" sagen... :roll:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#24 Beitrag von cybdmn » Sonntag, 26. Mai 2013, 08:25

Prima, wenn Sony nun noch nachzieht, hat der Spuk hoffentlich bald ein Ende. Wenn all die Kids mit ihrer Konsole wirklich jedes Spiel zum Vollpreis kaufen müssen, ohne sich das durch den Verkauf gbrauchter zum Teil finanzieren zu können wird es lustig.
Thaisong hat geschrieben:Da können Heino, DSDS, Bauer sucht Frau und Co. mal brav "Danke, Onkel Billy" sagen... :roll:
Random Trivia: "Am 12. September 2007 verabschiedete er sich auf der Unternehmensversammlung offiziell von seiner Firma, am 27. Juni 2008 arbeitete er zum letzten Mal ganztägig bei Microsoft."
Quelle

Chef von Microsoft ist schon seit einer Ewigkeit der Mann hier: http://www.youtube.com/watch?v=d_AP3SGMxxM
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#25 Beitrag von Thaisong » Sonntag, 26. Mai 2013, 12:34

Chef von Microsoft ist schon seit einer Ewigkeit der Mann hier: http://www.youtube.com/watch?v=d_AP3SGMxxM
Hui, das erklärt natürlich einiges... :megalol:

Haben die Billy abgesägt und den hyperaktiven Hampelkasper dahingestellt, um bei MS die Behindertenquote zu erfüllen, oder was? Steve Jobs mit seinem Sektengurugehabe war ja schon krass, aber DAS... :shock: :shock: :shock:

Kein Wunder, dass die so Kinect-Geil sind, wenn selbst der Chef da nicht mal 'ne Minute stillsitzen kann in der Bude. :roll:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#26 Beitrag von Notarzt » Sonntag, 26. Mai 2013, 13:50

Hui, jetzt wird es spannend :shock:

Nachdem jetzt die ersten Infos raus sind, die ja hier schon hitzig diskutiert werden, muss man erst mal nach Luft schnappen. Hier tun sich ja völlig neue Sachverhalte auf. Die LiquidSnakE angesprochene Datenschutz-Problematik hat zweifellos und ohne Übertreibung Orwell'sche Ausmaße angenommen.

Fakt ist doch: Die Xbox One ist keine Konsole / Spiele-Maschine mehr, sondern ein All-In-One Entertainment-System. Ein System, dass technisch in der Lage ist, per Kinect-Optik mit zusehen, per Mikrofon mit zuhören und per "quasi" Onlineanbindung alles mit zuloggen, was vom Endkunden getan wird. Auch das Thema Skype wurde ja schon am PC diskutiert, wo Microsoft auch einige Hintertüren offen hält. Das müssen sie ja auch per US Gesetzte.

Im Angesicht der Tatsache, dass Microsoft ein amerikanischer Konzern ist, bekommt das eine völlig neue Dimension. Der Laden ist im Rahmen des "Patriot Acts" (US Gesetz zur Terrorabwehr) verpflichtet, den Sicherheitsdiensten vollumfänglich Zugang zu Datenspeichern und Cloud-Services zu garantieren. Wie kann sichergestellt werden, dass nicht auch Daten von unbescholtenen Usern da mit rein fließen, wenn MS alles an Kunden- und Nutzerdaten auswertet?

Da ist es meiner Ansicht nach völlig unangebracht, Heise oder Golem Panikmache vorzuwerfen. Hier tut sich gerade ein Datenschutzrechtlicher Super-GAU auf. Und alle machen freudig mit, weil man das Trojanische Pferd in Form einer "harmlosen Spielkonsole" nicht sehen kann oder sehen will. Es geht nicht darum, dass Microsoft es tatsächlich macht, sondern das sie es machen können, ohne das der Endkunde auch nur den Hauch einer Chance hat, dass zu erkennen.

Die Möglichkeiten zur vollständigen Kontrolle und Überwachung des Endkunden, die die Xbox One bietet, sind im Bereich des Home Entertainment einzigartig und mit großem Abstand das raffinierteste und hinterhältigste, was es bis dato auf dem Markt gibt!


Das darüber hinaus in der Tat das Steam-Zeitalter der Konsole beginnt, ist noch was ganz anderes. Das ist im Anbetracht der Datenschutz-Umfeldes ja nur das kleinste Übel.


Kirk sprach das Thema Gebrauchtmarkt an. Auf Gamefront.de ließt sich das wie folgt:
gamefront.de hat geschrieben:MCV stellt mögliches Szenario für Gebrauchthandel vor

24.05.13 - Die MCV hat mit verschiedenen Quellen im Fachhandel gesprochen, die von Microsoft angeblich über den Handel mit gebrauchten Xbox One informiert wurden.

Ein Spieler geht in ein Fachgeschäft und gibt das Xbox One Spiel ab, das er gerne verkaufen will. Dieses Fachgeschäft muss allerdings Microsofts Geschäftsbedingungen zugestimmt haben, ansonsten kann es nicht an diesem System teilnehmen.

Außerdem muss der Händler Microsofts cloud-basiertes Azure-System für Gebrauchtspiele installiert haben. Das Spiel wird dann vom Händler in Microsofts System als Gebrauchtspiel erfasst, das von ihm angekauft wurde - über den Ankaufspreis einigen sich wie gehabt Händler und Kunde. Gleichzeitig wird das Spiel aus dem Xbox One Konto des Kunden gelöscht, so dass es auf der Konsole nicht mehr vorhanden ist.

Der Händler kann das Gebrauchtspiel dann zu einem beliebigen Preis wieder verkaufen. Von diesem Verkaufspreis erhalten allerdings der Publisher des Spiels und Microsoft einen kleinen Prozentsatz, der Rest wandert in die Kasse des Fachhändlers.

Sollte dieses System tatsächlich so realisiert werden, dann würden außer dem Handel auch Microsoft und Publisher am Gebrauchtmarkt mitverdienen. Allerdings könnten Xbox One-Spiele dann nicht mehr privat verkauft werden, z.B. an Freunde, auf dem Flohmarkt oder über Kleinanzeigen. Ebenso wäre kein Handel mehr auf Ebay oder dem Amazon Marktplatz möglich.

Xbox One Spiele können ferner nicht mehr an Freunde verliehen werden, während der gewerbliche Verleih (Videotheken) ebenfalls nicht mehr möglich ist. Microsoft hat bislang noch keine offiziellen Details zum Gebrauchthandel mit Xbox One Spielen bekanntgegeben.
Das wäre natürlich der Überhammer. Ich halte das aber deshalb für sehr realistisch, weil es allen Beteiligten direkt in die Hände spielt:

1. Wie wollen die Handelsketten sich dagegen wehren? Außer natürlich sie verweigern grundsätzlich den Verkauf der Xbox One-Hardware und steigen aus dem System und damit dem Markt aus. Aber wer trägt schon sein eigenes Geschäftsmodell zu Grabe? :)

2. Die Händler und Filial-Ketten sind ab sofort autark im Markt tätig und haben auch durch die Online-Portale und Auktionsplattformen keinerlei Konkurrenz mehr. Wenn außer zertifizierten Händlern sonst keiner mehr mit gebrauchten Spielen handeln kann!? Zumal dieses Modell für Online-Händler ein Problem darstellt: Sie benötigen zusätzliches Personal zum Betrieb des Azure-Systems, um den ganzen Freischaltcode- und Zertifizierungskram abzuwickeln.

3. Können so die Preise des Gebrauchtmarkts über Microsofts cloud-basiertes Azure-System zentral gesteuert werden. Denn alle drei: Händler, Publisher und Microsoft haben ja gar kein Interesse daran, dass die Preise auf dem Gebrauchtmarkt großartig zum Retail-Kauf fallen. Jede Wette: Das Azure-System zeigt dem Händler den in anderen Filialen beim Ankauf gezahlten Durchschnittspreis, sodass es der Händler gar nicht nötig hat bzw. der Spieler keine Chance hat, die Kurse groß zu verhandeln.

Solche Systeme gibt es doch heute schon in den großen Elektro-Märkten: Man geht zum Verkäufer und sagt "Ich möchte Artikel X zum Preis Y erwerben". Der Händler weiß natürlich sofort, dass sich die Preisfindung beim Kunden zuvor im Internet abgespielt hat. Dann geht das Feilschen am PC-Bildschirm des Elektro-Marktes los, wo der Wunschpreis des Kunden eingegeben wird, der natürlich sofort mit dicken roten Zahlen quittiert wird und der Aussage des Händlers "So weit kann ich Ihnen nicht entgegen kommen, aber .... bla bla!"


Sicherlich, sie müssen die Gebühr an Microsoft abdrücken. Aber das ist nur das kleinere Übel. Wenn Microsoft gewollt hätte, könnte man den Gebrauchtmarkt auch endgültig trockenlegen. Zumal MS das mit der Xbox One jederzeit tun kann. Sie müssen nur das Azure-System dicht machen und die Verträge der Händler auslaufen lassen. Jeder, der dann keine gecrackte Xbox One hat, ist am Arsch.

Der Dumme ist in jedem Fall der Spieler, weil er im Durchschnitt höhere Preise wird bezahlen müssen. Es kann mir keiner erzählen, dass die Spieler dadurch höhere Verkaufspreise erzielen. Die Gewinnspanne werden die Händler mit Microsoft optimieren und untereinander ausmachen.


Mal sehen, wie hoch die Einstandspreise der Launchtitel sind. Da werden die sicherlich richtig zulangen mit mindestens 60 - 70 Euro und dann gucken, wie sich die Kunden damit abfinden. Erst wird es heißen "Tja Leute, is'n neues System, da müsst ihr halt etwas mehr zahlen".

Aber mit dem DRM im Rücken kann MS und den Publishern doch gar nichts passieren. Es wird auf dem Xbox Live Marketplace definitiv keine Aktionen geben, wie bei den Steam Sales. Das gab es bis jetzt nie und das wird es auch in Zukunft nicht geben. Das neue System ist nur eines: Eine Umverteilungsmaschine.

Es geht um Gewinnoptimierung auf Kosten der Spieler mit einem System, dass für die Gebrauchthändler zwar etwas blöd, aber akzeptabel ist, weil es deren Pfründe sichert. Einfach deshalb, weil 90% der aktuellen kleineren Gebrauchthändler ohne Azure-System von Markt fliegen. Und diesen Kuchen werden sich Gamestop und Co. freudig einstecken.


Richtig spannend wird es für deutsche Spieler und Import-Fans. Denn es stellt sich die Frage, ob künftig noch unzensierte / unregulierte Originale aus UK, Schweiz oder Österreich bzw. codefree NTSC-Importe laufen werden. Enjoy :)

MfG

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#27 Beitrag von LiquidSnakE » Sonntag, 26. Mai 2013, 17:42

Notarzt hat geschrieben:[...]
1. Wie wollen die Handelsketten sich dagegen wehren? Außer natürlich sie verweigern grundsätzlich den Verkauf der Xbox One-Hardware und steigen aus dem System und damit dem Markt aus. Aber wer trägt schon sein eigenes Geschäftsmodell zu Grabe? :)
Die großen Ketten, wie GameStop, wollen sich dagegen gar nicht wehren - den Grund hast du weiter unten selbst genannt. Alle kleinen Videospiel-Shops, die mit Gebrauchtware handeln und GameStop Kunden "wegnehmen", fliegen vom Markt, sofern sie nicht a) die Microsoft-AGB akzeptieren und b) mit dem Azure-System arbeiten. Auktionsplattformen wie eBay, die momentan, wie ich behaupte, einen großen Teil des Gebrauchtmarkt-Kuchens abschöpfen, bleiben komplett außen vor; Privatverkäufe gehören überhaupt der Vergangenheit an. Alles muss gewerblich geregelt sein, damit Microsoft & Friends hübsch daran mitverdienen.

Ich finde dieses Vorhaben so perfide, dass es genial ist. Durch welche "Leistung" kann gerechtfertigt werden, dass Konsolen-Hersteller und Publisher an der Weitergabe einer Nutzerlizenz mitverdient (denn nichts anderes ist es, was verkauft wird: Ihr verkauft keine Medium, z.B. eine Disc, ihr verkauft euer Nutzungsrecht an der Software auf dem Medium), die vom Erstkäufer bereits bezahlt wurde. Ein Vergleich: Nehmen wir an, ich würde 24 Stunden Parkerlaubnis in einem Parkhaus kaufen. Nach 10 Stunden fahre ich weg und gebe das Ticket für die verbliebenen 14 Stunden einem Freund. Ich habe die 24 Stunden bezahlt, das Geld ist geflossen, ergo darf ich 24 Stunden über diesen Parkplatz verfügen und hinstellen, was ich will - auch das Auto meines Freundes, wenn ich ihm mein Ticket gebe. Würde der Parkhausbesitzer dafür eine Gebühr fordern, würde ich ihn fragen, ob er - auf gut Wienerisch - "wo ang'rennt ist". Und wie sieht's in anderen Unterhaltungsindustrien aus? Klopft als nächstes der Verlag des Buches, das ich ausgelesen habe und weiterverkaufen möchte, zu mir und will seinen "Cut"? Verlangt Warner Bros. Spesen von mir, wenn ich eine "Batman Begins"-Blu-ray an einen Freund abgebe? Nein.

Und warum nicht? Weil das absolut undenkbar wäre. Die Klientel der jeweiligen Medien würden niemals mitspielen, außerdem wäre es technisch zumindest im Print-Sektor nicht machbar (wobei, der E-Book-Sektor wächst nicht umsonst so rasant. Gebt dem Ganzen noch 10, 15 Jahre...). Nur die Gamer machen so einen Scheiß mit! Das spricht entweder für geringere "Leidensbereitschaft" ("OMG, ich kann das neueste Halo nicht spielen, weil Xbox One! Am Liebsten wäre ich tot! :cry: ") oder geringere Intelligenz. Videospielen wird oft vorgeworfen, suchterzeugend zu sein - vielleicht stimmt's ja doch. Vielleicht brauchen manche Gamer so dringend ihren Microsoft-Fix, dass sie all das bereitwillig in Kauf nehmen. Ich kann es mir nicht erklären. Ich weiß nur eines: Wenn ich z.B. auf Amazon.de lese, wie viele sich trotz all der grauenhaften Details, die schon jetzt bekannt sind, trotzdem eine Xbox One vorbestellen möchten, wird mir schlecht. Gut, vielleicht habe ich von Konsumenten, die bei GameStop einkaufen, obwohl man dort von inkompetenten Vollidioten wie ein inkompetenter Vollidiot behandelt wird, zu viel erwartet.
Notarzt hat geschrieben:[...]
3. Können so die Preise des Gebrauchtmarkts über Microsofts cloud-basiertes Azure-System zentral gesteuert werden. Denn alle drei: Händler, Publisher und Microsoft haben ja gar kein Interesse daran, dass die Preise auf dem Gebrauchtmarkt großartig zum Retail-Kauf fallen. Jede Wette: Das Azure-System zeigt dem Händler den in anderen Filialen beim Ankauf gezahlten Durchschnittspreis, sodass es der Händler gar nicht nötig hat bzw. der Spieler keine Chance hat, die Kurse groß zu verhandeln.
100%ig. Du kannst darauf wetten, dass es so sein wird.
Notarzt hat geschrieben:[...]
Sicherlich, sie müssen die Gebühr an Microsoft abdrücken. Aber das ist nur das kleinere Übel. Wenn Microsoft gewollt hätte, könnte man den Gebrauchtmarkt auch endgültig trockenlegen.
Könnte Microsoft - wenn sie 99% des Marktes in der Hand hätten. Solange die Konkurrenz ihren Weg nicht mitgeht, kann Microsoft nicht einmal eine Regenpfütze trockenlegen. Sony wäre gut beraten, es nicht zu tun - alleine wegen ihrer asiatischen, vor allem aber japanischen Kern-Klientel, die diesen Schwachsinn nie und nimmer mittragen würde. Microsoft kann der japanische Markt egal sein, da die Xbox dort ohnehin niemals präsent war und es auch niemals sein wird. Von Nintendo weiß ich, dass sie es nicht tun werden. Nicht, weil Nintendo so gutherzig ist, sondern, weil dort lauter alte Männer das Sagen haben, die einfach weiterhin die Geschäftsschiene fahren, die sie seit 20 oder 30 Jahren laufen haben ("'Cloud', 'Social Media', was ist das? 'Always-On'? Wozu soll das gut sein? Was? Streaming? In Echtzeit? Von Filmen? Wieso sollte man mit einer Konsole Filme schauen wollen?" - Das in etwa ist Nintendos Zugang zum Markt ^^).
Notarzt hat geschrieben:[...]
Mal sehen, wie hoch die Einstandspreise der Launchtitel sind. Da werden die sicherlich richtig zulangen mit mindestens 60 - 70 Euro und dann gucken, wie sich die Kunden damit abfinden. Erst wird es heißen "Tja Leute, is'n neues System, da müsst ihr halt etwas mehr zahlen".
Das ist gar keine Frage. Zum Launch von 360/PS3 waren 69,99 auch die Norm und sind es teilweise immer noch. Microsoft verlangt bis heute für jedes 360-Spiel, das sie zum Vollpreis publishen, 64,99 RRP (nur geht der Einzelhandel meist automatisch um min. 5 Euro runter, weil sie die Spiele, sofern es sich um keinen großern Namen wie "Halo" handelt, sonst nicht anbringen).
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#28 Beitrag von SAL » Sonntag, 26. Mai 2013, 21:16

Auch im aktuellen Video auf GT sagt Pachter das gleiche, wen nes um die Überwachung der Gamer durchdie Konsole/Kinect geht.
Im von mir oben gelinkten Video von Marcus Beer, erwähnt er ja auch einen eventuellen Big Ass Lawsuit, sollte MS das alles wirklich aufzeichnen und ein Hacker räumt denen die Bude leer.
Wenn dann im Netz solche Clips von normalen Menschen auftauchen, da wird sich jede Anwaltskanzlei der USA die Finger lecken.

Also werde ich schonmal prinzipiell nur nackt und mit Zoom auf meinen 8=====D spielen, grün ist MS ja schon, nur nicht Neides wegen, noch nicht.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#29 Beitrag von Thaisong » Sonntag, 26. Mai 2013, 22:12

Also werde ich schonmal prinzipiell nur nackt und mit Zoom auf meinen 8=====D spielen, grün ist MS ja schon, nur nicht Neides wegen, noch nicht.
Naja, ob der Zoom von dem Ding sooo gut ist, um so mikroskopisch kleine Details mit einzufangen wage ich ja mal zu bezweifeln. Wobei, mit dieser neuen 4k-Auflösung vielleicht, wenn man gaaaanz nah an den Bildschirm geht... :megalol:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#30 Beitrag von SAL » Montag, 27. Mai 2013, 04:48

Genau wie Heimkino3D ist die 4k Auflösung auch eine Totgeburt.
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#31 Beitrag von PaulBearer » Montag, 27. Mai 2013, 13:58

Clever war es ja, daß MS bei der Präsentation so wenige Details bekanntgegeben hat. Mittlerweile habe ich auch schon Berichte in Tageszeitungen gesehen, die stützen sich nur auf die dünnen Infos von der 1. Präsentation - vielleicht heißt es am Rande mal "man muß nicht dauernd online sein" oder "wie es mit Gebrauchtspielen aussieht, ist noch nicht bekannt", und sonst werden ausführlich die tollen neuen Features (haha) und Spiele (hahaha) besprochen. Die Diskussion über die Probleme findet dann in Fachzeitschriften und Freak-Foren statt, wo es der GTA- und CoD-Durchschnittszocker oder seine Mami oder Omi das nicht mitkriegen.

Ich hoffe nur, daß diesmal wirklich die alte Konsolengeneration nach Erscheinen der neuen noch eine Weile mit guten Spielen versorgt wird. Auf der 360 werde ich beim jetzigen Stand wohl noch eine Weile zocken.
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#32 Beitrag von LIH » Montag, 27. Mai 2013, 14:26

SAL hat geschrieben:Genau wie Heimkino3D ist die 4k Auflösung auch eine Totgeburt.
Für Leute mit zu viel Geld und zu wenig Verstand.
Das hat man genauso damals auch über die ersten HD-DVD/Blu-ray und Full-HD Flachbildschirme gesagt. Braucht man doch nicht, DVD reicht aus.

Also 3D wird immer etwas problematisch sein, wenn es nur mit Brille funktioniert und die Augen anstrengt, aber 4k Auflösung könnte so in 5 Jahren durchaus bezahlbar sein. Wenn man dann in den Laden geht und vergleichbare 4k Fernseher kosten so etwa 100€ mehr, dann würden das die meisten Kunden sicher mitnehmen. "Ist ja zukunftssicher und bestimmt irgendwie besser als dieses alte Full-HD." :blueeye:
Da müssten sich die Hersteller nur untereinander absprechen und das auf den Markt drücken.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#33 Beitrag von SAL » Montag, 27. Mai 2013, 17:16

Für den optimalen Genuss von 4K brauchst Du was für einen TV (Größe)? Und wo willst Du den hinstellen? Da brauchst ja einen Palast.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#34 Beitrag von Zombie » Montag, 27. Mai 2013, 18:36

SAL hat geschrieben:Für den optimalen Genuss von 4K brauchst Du was für einen TV (Größe)?
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#35 Beitrag von Notarzt » Montag, 27. Mai 2013, 19:46

Holla la :shock: Wie auf diversen Spieleseiten im Netz zu lesen ist, sind die Discs der XBox One doppelt geschützt: Sie verfügen zum Einen über den aus der Vergangenheit bekannten Regionlock. Und zum Anderen lassen sich Spiele aus Region X nicht in Region Y über Xbox Live freischalten.
Der Regionlock soll diesmal zwingend und nicht mehr freiwillig sein.

Mal sehen, was sich davon bewahrheitet. Alles in allem wird es aber zunehmend lächerlich. Die XBO ist absolut unkaufbar. Das macht allerdings nichts: Bei Amazon führt sie jetzt schon weltweit alle Vorverkaufslisten an :)

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#36 Beitrag von SAL » Montag, 27. Mai 2013, 20:41

Abwarten und :tee: trinken.

Ob das alles wirklich so kommt steht in den Sternen.
Der aktuelle shitstorm sagt einiges aus, und ich kann mir nicht vorstellen das MS so dämlich ist und nicht merkt was sie da angerichtet haben.
Und wenn sie es wussten, wenn gewisse "features" eingebaut, erzwungen werden, dann > selbst schuld.
Ende 2014 schau ich was sich bis dahin getan hat und entscheide dann.
Solange bleibt die 360 erstmal meine main console.

Und sollte sich all das doch bewahrheiten, dann werde ich wohl wieder meine PS1/PS2 rauskramen und endlich all die Games spielen die seit Jahren hier rumstauben.
Da bin ich die nächsten 20 Jahre locker versorgt, allein schon die ganzen jRPG's...

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#37 Beitrag von LIH » Dienstag, 28. Mai 2013, 13:40

Grafikberechnung womöglich teilweise in der Cloud.
Hört sich für mich eher bedenklich an, anstatt positiv.
Schließlich könnte man so auch eine Art Kopierschutz bewirken, wenn im Spiel gewisse Sachen fehlen.
Gibt es bei diesem neuen Sim City nicht auch schon Berechnungen, die anscheinend von EA Servern übernommen werden sollen, aber nicht wirklich funktionieren, oder so? Jedenfalls gab es da ja schon wochenlang Probleme mit der Verbindung. Gar nicht auszumalen, wenn noch viel mehr Berechnungen auf Server verlegt werden und in Echtzeit abgerufen werden müssen.

Aber selbst wenn das alles reibungslos funktioniert und toll aussieht, kann man dann wohl in Zukunft von einer verlorenen Generation von Spielen reden.
Je nachdem ob ein Spiel "nur" ein paar nette Effekte und Grafiken im Hintergrund streamt, oder ob es stärker von der Cloud abhängt und ohne Verbindung gar nicht mehr abspielt, die Server werden irgendwann abgeschaltet.
Entweder weil es sich Microsoft nicht leisten kann, oder weil Microsoft wegen der nächsten Konsole nach Xbox One es sich nicht mehr leisten will und mit Argumenten kommt, dass ihre Serverzahlen zeigen, dass eh niemand mehr das Spiel spielt.
Und dann ist die ursprüngliche und vom Entwickler angestrebte Spielerfahrung dahin, oder das Spiel womöglich komplett verloren.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#38 Beitrag von Jim » Dienstag, 28. Mai 2013, 14:25

LIH hat geschrieben:Gibt es bei diesem neuen Sim City nicht auch schon Berechnungen, die anscheinend von EA Servern übernommen werden sollen, aber nicht wirklich funktionieren, oder so?
EA hat das behauptet, darum bräuchten sie das always on. Fakt ist aber, das haben Modder bereits rausgefunden, dass das absoluter Bullshit war und EA schlichtweg gelogen hat.

Ansonsten: Grafikberechnung über die Cloud, ich hab ja gesagt das das passieren wird. Sony hat Gaikei nicht umsonst gekauft, da muss MS ja auch nachziehen. Natürlich KÖNNTE das positiv sein, so ganz prinzipiell, weil man damit halt salopp gesagt Battlefield 4 auf nem SNES spielen kann - aber sie werdens natürlich nicht so nutzen.
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ich fürcht es wird noch dauern lang
und wage kaum daran zu glauben -
ein End von Hasses freiem Gang"

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#39 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 7. Juni 2013, 09:19

"Alter Falter, wie du immer wieder diverse Top Titel komplett verreißt geht doch auf keine Kuhhaut mehr."
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#40 Beitrag von SAL » Freitag, 7. Juni 2013, 10:58

Da hat wieder einer dieser arschgefickten Anzugträger (der in seinem Leben kein einziges Game gespielt hat)
ganz oben in der Microsoft Xbox ONE Abteilung entschieden und alle müssen das jetzt so machen.
Der Shitstorm wird immer mehr, aber das scheint bei MS ja niemanden zu interessieren.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#41 Beitrag von LIH » Freitag, 7. Juni 2013, 11:01

LiquidSnakE hat geschrieben:Microsoft klaert auf:

http://derstandard.at/1369362949103/Xbo ... iel-Umgang
Also der Artikel ist aber auch nicht ganz korrekt. "Das Spielen auf fremden Konsolen mit dem eigenen Account ist auf eine Stunde beschränkt." Falsch, die Konsole telefoniert in diesem Fall jede Stunde nach Hause, aber an sich darf man unbeschränkt lange auf einer fremden Konsole spielen.

Zu den Lizenzen:
http://news.xbox.com/2013/06/license

Insgesamt kann man sagen, Microsoft klärt zu großen Teilen auf, aber nicht so ganz vollständig. Ich würde sagen richtig zurück rudern ist was anderes, aber es sieht so aus, als würde man der brüllenden Meute ein paar Zugeständnisse machen.

Mal zu den 6 Punkten von Microsoft:
1. Alle Spiele gibt es zum release digital oder retail zu kaufen.
2. Spiele werden auf einen account und auf die Xbox Konsole aktiviert. Fragt sich was passiert, wenn ich ein Spiel auf meinen account, aber auf einer fremden Konsole zum ersten mal aktiviere?!? Aber ich schätze mal es gibt dann so etwas wie eine "Home" Konsole, auf der mein account heimisch ist und auf der Konsole wird das Spiel freigegeben, egal wo ich mich gerade befinde.
3. Noch mal die Bestätigung, auf einer Heimkonsole können alle Spiele ungehindert gespielt werden, selbst wenn der Nutzer nicht angemeldet ist. Was ist dann eigentlich, wenn ich diese Konsole verkaufe?
4. Also Kevin, seine Eltern und seine 8 Geschwister können alle Spiele von seinem account auch spielen. Nur die noch ungeborene Chantal bleibt leider außen vor. :blueeye:
Hört sich bei der Formulierung sogar so an, als ob Kevin sein gekauftes Forza spielen kann, während sein Vater auf einer komplett anderen Konsole gleichzeitig auch Forza und zwar die selbe Lizenz spielen kann, oder aber irgend ein anderes Spiel das Kevin gekauft und aktiviert hat.
5. Gebrauchtkauf von retail Spielen ist von Seiten Microsoft möglich (bei ausgesuchten Händlern) und wird nicht von Microsoft mit einer Gebühr versehen. Aber Publisher haben die Möglichkeit eine Gebühr zu erheben oder den Gebrauchtkauf ganz unmöglich zu machen.
6. Wenn es der Publisher zulässt kann man ein retail Spiel ohne weitere Kosten an einen Freund weitergeben, der seit mindestens 30 Tagen in der Freundesliste ist. Das kann man aber nur ein mal machen. Kevin kann also Forza an seinen Freund Torben geben. So wie sich das anhört geht dann auch die Lizenz über und ist dann auf Lebenszeit an Torbens account gebunden.

Eigentlich sind das ja schon ein paar klare Ansagen, trotzdem bleiben noch so viele Fragen offen, jedenfalls kann man sich da dutzende Sonderfälle einfallen lassen bei denen man nicht weiß was Sache ist.

Zur Vernetzung:
http://news.xbox.com/2013/06/connected

Tja, es werden 1.5 Mbps empfohlen. Nicht gerade wenig, Modemnutzer werden wohl keine Freude haben. Dürfte auch kein Spaß für Kevin sein, wenn alle seine 8 Geschwister während dessen im Internet surfen und sein Vater die heimische Pornosammlung erweitert. :blueeye:
Kevin muss mit seinem account alle 24 Stunden auf seiner Heimkonsole nach Hause telefonieren, wenn er seinen account auf einer fremden Konsole benutzt jede Stunde.

Zu Kinect:
http://news.xbox.com/2013/06/privacy
Blabla Datenschutz wird bei Microsoft groß geschrieben. Ja klar, wers glaubt. :roll:
Man soll Kinect pausieren können und manche Sprachfunktionen auch abschalten können, z.B. das "xbox on" bei ausgeschalteter Konsole.
Würde mich freuen/interessieren, ob CCC, anonymous oder sonst irgendwelche Hacker/Experten die Konsole und vor allem den Datenverkehr genauer untersuchen.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#42 Beitrag von PaulBearer » Freitag, 7. Juni 2013, 12:28

SAL hat geschrieben:Der Shitstorm wird immer mehr, aber das scheint bei MS ja niemanden zu interessieren.
Wie es M!-Games-Redakteure in ihrem Podcast zur Xbox One gesagt haben: Wir sind nicht mehr die Zielgruppe.
Zielgruppe sind junge Amis mit viel Geld, die eine fette Internetverbindung haben und den PC außer Zocken und Pornos nur für "soziale Netzwerke" brauchen, was alles inkl. Fernsehen jetzt auf der Xbox integriert ist. Spiele sind Gebrauchsgut, werden runtergeladen und vergessen, sobald das nächste da ist.

Sehr schön auch das:
Because every Xbox One owner has a broadband connection, developers can create massive, persistent worlds that evolve even when you’re not playing.
http://news.xbox.com/2013/06/connected

Genau, keine Empfehlungen, kein "Online hat man noch mehr Spaß/Komfort", es wird klipp und klar gesagt, ohne Breitband (wenn's geht fett, störungsfrei und ohne Limit) wollen wir euch nicht als Kunden. Könnt ja in eine Stadt ziehen zum Zocken, Hinterwäldler.

Weiter unten heißt es noch, daß 1,5 Megabit empfohlen werden (wir wissen ja, wie gut Software mit den Mindestanforderungen funktioniert) und die Durchschnittsgeschwindigkeit ja sowieso 2,9 Megabit sind.... ja klar, ihr schwanzlosen Arschgeburten, weil in Großstädten (hohe Bevölkerungsdichte) so viele Leute so viel mehr Bandbreite haben, daß ganze Gegenden mit wesentlich weniger im "Durchschnitt" mal ignoriert werden können... Mit diesem einen Produkt hat MS, wenn sich nicht noch was gravierend ändert, direkt Apple und Sony in meinem Unsympathischste-Firmen-Ranking überholt und wird schon EA gefährlich... :blueeye:
Bild

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#43 Beitrag von SAL » Freitag, 7. Juni 2013, 12:43

Das ganze "Altherrenboard" gehört nichtmehr zur Zielgruppe, le me inklusive, das ist mir schon klar.

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#44 Beitrag von Notarzt » Freitag, 7. Juni 2013, 20:02

Ich bin gespannt. In den USA wird die Xbox One zweifellos ein Megaseller und ich glaube, dass sie das Potential hat, die PS4 deutlich abhängen wird. Auf dem US-Markt wohlgemerkt! Die ganzen MS Services werden viele heimische User ansprechen.

Das zeichnet sich ja dort jetzt schon ab. Die Maschine hat noch nie dagewesene Rekorde bei den Vorbestellungen aufgestellt, obwohl vieles noch unklar und/oder eindeutig und einseitig zum Nachteil der Endkunden konzipiert ist. Natürlich sind die Zahlen der Vorbesteller kein Indiz für den langfristigen Erfolg der Kiste. Aber sie sind ein Indiz dafür, wie die Masse der Spieler gestrickt ist: Gebt mir mehr mehr mehr mehr, egal welche Rechte ich als Verbraucher dabei abgebe.


Fragwürdiger ist es schon auf dem europäischen oder japanischen Markt. Insbesondere letzterer spielt sich fast komplett offline ab. Kommt sie in Japan überhaupt auf den Markt? Bislang hatte MS dort ja grundsätzlich schlechte Karten.
Wobei auch der europäische Markt doch relativ konservativ ist, insbesondere weil es Internet vernünftiger Leistung nicht umsonst gibt. Die Internet- und Mobilfunkgebühren in Europa sind lächerlich hoch.

Insbesondere in Deutschland, wo der Quasi-Monopolist und alleiniger Netz-/Infrastruktur-Betreiber Telekom schon laut darüber nachdenkt, Flatrates mit Volumenbegrenzung (~75 GB / Monat) einzuführen. So wie man es von Smartphones kennt. Herzlichen Glückwunsch! Auf solche Internet-Verbindungen haben Xbox One-, Steam- und andere Streaming-User nur gewartet :)
Ich liege laut Traffic-Zählers meines Routers jeden Monat GANZ locker im dreistelligen GB Bereich.


PaulBearer hat aber den Punkt auf den Kopf getroffen: Die Xbox One ist ein gewöhnliches Media Center und keine Gaming Machine mehr. Exakt das Gleiche sagte ja auch schon Angry Joe (siehe YouTube) in seinem Xbox One Video, dass er unmittelbar nach der Präsentation des Geräts veröffentlicht hatte.

Wie gesagt: Ich halte die Xbox One für 'unkaufbar', dass Teil ist die Katze im Sack - in jeder Hinsicht. Ich bin gespannt, welche Änderungen an den Nutzungsbedingungen noch kommen. Sowohl vor Veröffentlichung, als auch (und besonders!) im laufenden Betrieb.

Im von LiquidSnakE verlinkten Zeitungsartikel wird ja erwähnt, dass die Partner von MS bzw. Publisher und Herausgeber in einem gewissen Umfang die Dinge selbst bestimmen können, was mit den von ihnen erteilten Lizenzen gemacht werden kann / darf. Das wird sich sicherlich nicht nur auf die Übertragung von Lizenzen im Gebrauchthandel niederschlagen. Da könnte einigen Usern später mal richtig der Arsch auf Grundeis gehen, wenn irgendwelche Inhalte plötzlich abgeschaltet werden.

Nochmal: Für deutsche Spieler heißt das praktisch das Aus für Importe und unzensierte Ware. Wenn MS (auch Sony und andere) weiterhin so pingelig bei den USK- und Jugendschutz-Vorgaben ist, werden deutsche Spieler die Kiste noch rechtzeitig verfluchen.

MfG

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#45 Beitrag von Slayer666183 » Freitag, 7. Juni 2013, 20:11

Notarzt hat geschrieben: Ich halte die Xbox One für 'unkaufbar',

Was ich bisher über das Teil gehört hab 1000% Zustimmung :respekt:

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#46 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 7. Juni 2013, 20:19

Notarzt hat geschrieben:Ich bin gespannt. In den USA wird die Xbox One zweifellos ein Megaseller und ich glaube, dass sie das Potential hat, die PS4 deutlich abhängen wird. Auf dem US-Markt wohlgemerkt! Die ganzen MS Services werden viele heimische User ansprechen.
Klar, war bei der Xbox 360 ja auch schon so. Etliche der Services auf Xbox Live (Netflix, HBO Go, Amazon Video, ...) werden außerhalb der USA (bzw. maximal inklusive Kanada) gar nicht erst angeboten...
Notarzt hat geschrieben:Fragwürdiger ist es schon auf dem europäischen oder japanischen Markt. Insbesondere letzterer spielt sich fast komplett offline ab. Kommt sie in Japan überhaupt auf den Markt?
War lange unsicher, da die beiden Vorgänger-Konsolen in ganz Asien, aber vor allem eben in Japan ja fundamental gescheitert sind, aber Microsoft plant nun scheinbar doch einen Release. Dass die Konsole mit ihrem Social-Media-Always-on-Konzept dort gegen eine Wand aus massivem, meterdickem Stahl fahren wird, ist allerdings klar. Nun wissen wir wenigstens, wieso wir immer noch für Xbox Live Gold zahlen: weil Microsoft Geld braucht, um selbiges in Fernost zu verbrennen. :blueeye:
Notarzt hat geschrieben:[...]
Im von LiquidSnakE verlinkten Zeitungsartikel wird ja erwähnt, dass die Partner von MS bzw. Publisher und Herausgeber in einem gewissen Umfang die Dinge selbst bestimmen können, was mit den von ihnen erteilten Lizenzen gemacht werden kann / darf. Das wird sich sicherlich nicht nur auf die Übertragung von Lizenzen im Gebrauchthandel niederschlagen. Da könnte einigen Usern später mal richtig der Arsch auf Grundeis gehen, wenn irgendwelche Inhalte plötzlich abgeschaltet werden.
Zumal die Publisher - laut eigener Aussage - schon jetzt unentschlossen sind, was sie überhaupt erlauben möchten.
Notarzt hat geschrieben:Nochmal: Für deutsche Spieler heißt das praktisch das Aus für Importe und unzensierte Ware. Wenn MS (auch Sony und andere) weiterhin so pingelig bei den USK- und Jugendschutz-Vorgaben ist, werden deutsche Spieler die Kiste noch rechtzeitig verfluchen.
Hoffentlich. Deutschland ist der größte Markt für Games in Europa. Wenn ihr die Xbox One in die Wüste schickt, hat Microsoft ein ziemliches Problem, da in Rest-Europa nur noch UK ein relevanter Markt für wahres "Big Business" ist, dahinter kommt lange nichts und dann irgendwann einmal Frankreich...
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#47 Beitrag von cybdmn » Samstag, 8. Juni 2013, 09:22

Ich sehe die XBO auch in Nordamerika noch nicht als Megaseller, auch dort läuft der Shitstorm schon. Wenn Sony ihre PS4 - und nicht dass die weniger Sauereien vorhätten, sie haben darüber nur noch nicht geredet - zeitgleich mit MS auf den Markt bringt, kann MS einpacken.

Der Rattenschwanz der da hinten dran hängt ist noch gar nicht zu sehen. Wenn man sich mal überlegt, wie schnell MS der ersten XBox in XBL den Saft abdrehte, kann man sich ja denken, wie viel Plastikschrott der User zuhause hat, wenn dereinst der Nachfolger der XBO in den Regalen steht, und die ganze Infrastruktur, die einem das Spielen und Verkaufen seiner Games erlauben abgeschaltet wird.

Ich hatte ja vor ein paar Jahren schon gesagt, das Steam-artiges auch auf den Konsolen kommen wird. Ich muss zugeben, ich habe mich geirrt. Es wird noch schlimmer.
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#48 Beitrag von esn » Samstag, 8. Juni 2013, 17:11

cybdmn hat geschrieben: Wenn Sony ihre PS4 - und nicht dass die weniger Sauereien vorhätten, sie haben darüber nur noch nicht geredet - zeitgleich mit MS auf den Markt bringt, kann MS einpacken.
also sony hat sich doch ausdrücklich von solch einem system wie online-aktivierung distanziert?
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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#49 Beitrag von Notarzt » Samstag, 8. Juni 2013, 22:32

Sony hat nur mal, wenn auch mit etwas viel Pathos von einem der japanischen Sony-Bosse, gesagt, dass man die PS4 auch komplett offline wird betreiben können.

Was das aber im Endeffekt heißt, ist NICHT! bekannt. Wenn Sony es den Publishern freistellt und die alle die DRM-Maßnahmen voll auskosten, wird man auch die PS4 definitiv nicht offline betreiben können.

Sony steht aktuell als weißer Ritter da, weil sie sich bislang nicht haben in die Karten gucken lassen. Sony wird genau so restriktive Maßnahmen in der Hinterhand haben, sonst wäre MS ja dumm, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen. MS und Sony wissen doch beide als Industrie und Insider, was genau bei dem jeweils Anderen abläuft. Die werden sich nichts schenken.

Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass sich alle Drei: Sony, MS und Nintendo in Sachen DRM und Kopierschutzmaßnahmen absprechen. Der Effekt gegenwärtig ist nur der, dass MS der Dreck ins Gesicht fliegt und Sony genüsslich dazu schweigen kann. Natürlich werden die merken, was bei MS abgeht, dass hat Sony ja sogar schon gesagt. Das heißt aber nicht, dass es bei Sony kein DRM und keinen verbraucherfeindlichen Maßnahmen-Katalog gibt.

Die PS4 kann sich im Nachhinein auch als ganz heißes Eisen herausstellen. Vielleicht wird man es ja erleben, dass einzelne Publisher die DRM-Maßnahmen voll auskosten, während andere auch weiterhin ganz normale Discs in den Handel bringen. So wie jetzt auch, Plug'n Play: Disc rein und los gehts. Das wäre dann zwar etwas moderater als auf der Xbox One, ein "Wunschzustand" für eine Spielkonsole ist das aber auch nicht.

Man sollte jetzt mal die E3 abwarten, mit was die Jungs so auffahren. Ich wage mal zu behaupten, dass Sony nach dem PR-Desaster von Microsoft wenig bis gar nichts mehr zu den Kopierschutz-Elementen der PS4 sagt. Die werden nur rudimentär sagen, "Ist Sache der Publisher" und das Gerät auf den Markt bringen. Das dicke Erwachen kommt möglicherweise dann danach, wenn die Kiste unter dem Fernseher steht und die Kohle bei Sony auf dem Konto ist.

Man sollte mindestens 1 bis 1,5 Jahre mit dem Kauf der PS4 warten und mal zusehen, wie sich die Lage dort entwickelt. Vielleicht lockert Sony die Maßnahmen, um Kunden zu generieren. Vielleicht merken sie aber auch, dass sie es mit den Kids und Suchtis machen können und schließen zu MS auf. Oder es wird im Laufe der Monate sogar noch schlimmer. Abwarten und Tee trinken.

MfG

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Re: Alles zur Xbox One 720/Infinity (Codename Durango)

#50 Beitrag von caedez » Sonntag, 9. Juni 2013, 18:23

Nintendo und Sony können sich so einen Quatsch gar nicht leisten, wenn sie sich noch weiter in Japan bewegen wollen. Dort ist der Gebrauchtmarkt ein fester und großer Bestandteil der Industrie.
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