Haarsträubende Stories um Killerspiele

Forum für Diskussionen um die gesellschaftliche Aspekte des Videospielens in Politik, Wirtschaft und Kultur.
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Hedini
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Haarsträubende Stories um Killerspiele

#1 Beitrag von Hedini » Samstag, 28. November 2015, 22:16

Tach zusammen,

das Thema wurde bestimmt zu oft durchgekaut, aber man lernt immer wieder neue "Argumente" kennen.

So ging es mir heute beim voradventlichen Kaffeekränzchen unter Freunden, aber ich euch nicht langweilen mit Herumgeplänkel und komme direkt zum Kern der Aussage mit der ich konfrontiert wurde:
Kindersoldaten in Afrika trainieren mit Killerspielen das Schießen auf echte Menschen, weil sie es sich sonst nicht trauen würden.
Nachdem ich meine Kuchengabel zwischen den Scherben meines Tellers aufgenommen habe und anfing diese These zu hinterfragen kam noch:
Die Warlords da unten haben genug Geld, um damit die nötigen Geräte zu kaufen.
Manchmal wünsche ich mir nicht nur im Fußball den Videobeweis und ich hätte zu gerne das Video danach auf Youtube gestellt und mir die ganzen "People react to..." Videos höchstpersönlich :!: angesehen, aber... aber...
...ich kann nur sagen: Auf Google finde ich noch nicht einmal eine Boulevard-Zeitung oder einen Beitrag in der Blitz-Illu, die das jemals in Textform gebracht hätten.

Also müssen wir das ebenfalls schriftlich machen. :)
Kommentare?
Eigene Erfahrungen dieser Art gemacht?


Gruß,
Hedini
P.S.: Vielleicht liest das ja ein Redakteur und "recherchiert" mal. :mrgreen:
Also ich stimme für eine 1:n-Tabelle für Produktcodes nach o.g. Schema. :respekt:

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Zombie
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#2 Beitrag von Zombie » Sonntag, 29. November 2015, 11:43

Jedes mal wenn jemand meiner Kollegen hört das ein Jugendlicher eine gewallt tat begannen hat heißt es gleich "Ja da sind die Killerspiele daran schuld" :shock:
Ich rege mich mittlerweile nicht mehr darüber auf :roll:
sondern weise darauf hin das ja auch diese bösen Horrorfilme daran Schuld dein können was sofort bejaht wird und ich mir dann jede weitere Diskussion erspare :cry:
Bei den meisten BILD Lesern und Toastbrot Essern ist es eh zu spät für Aufklärungsversuche :suicide:
Man Lebt nicht um zu Spielen,
man Spielt um zu Leben!
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Hedini
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#3 Beitrag von Hedini » Sonntag, 29. November 2015, 14:57

Ich meine, auf eine gewisse Art und Weise ist dieses "Mashup" von Schlagzeilen ja schon irgendwie genial... :wink:

Auf jeden Fall viel besser, als der Kommentar über River Raid auf dem Atari 2600, den ich so... 2005? gehört habe:
Natürlich gehört das auch heute noch indiziert - das ist ja ein Kriegsspiel!
Also ich stimme für eine 1:n-Tabelle für Produktcodes nach o.g. Schema. :respekt:

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bionixxx
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#4 Beitrag von bionixxx » Montag, 30. November 2015, 04:52

wenn ich generell kausalzusammenhangs-theorien über gewaltaten und videospiele höre, wendet sich mein verstand mit ekel ab. zuletzt von einer gewissen knalltüte die meinte zu unterstellen die pariser attentäter hätten mit videoapielen geübt. ich befürchte die jungs haben auf ganz andere art und weise geübt...so mit "alles in echt"-bootcamp :roll: ....selbst wenn einer von denen call of duty gespielt hätte, sehe ich das eher als letzte, altersgerechte, affinität zur westlichen kultur. wer von verrohten fanatikern an einer echten waffe ausgebildet wird, der wird bei videoapielen keinen reizimpuls empfinden.
gleiches gillt für die meisten school-shooter der letzten dekaden. das videospielen wird auch da bestenfalls eine begleiterscheinung, addiert zur geistigen störung, und nicht ausschlaggebend dafür sein.
dafür waren die meisten schon vom elternhaus bestens an schusswaffen ausgebildet worden und hatten das werkzeug aus dem heimischen arsenal. ich denke eher das sich bestimmt bild/klangmedien an gewisse menschentypen binden, aber auch nur wenn schon eine frühgeprägte verbindung zu selbigen bestand. der religiös gestörte (ich greife mal den medien vor) abtreibungs-gegner der in den usa vor einer klinik "on rampage" ging, sah dem alter entsprechend eher aus, als hätte er die letzten 30 jahre nur ein gewisses buch gelesen und dabei eher unterschwellig rassistische countrymusik gehört. also wieder nix mit "quake & marilyn manson"....
alleine daran, das man von wohlbekannten, selbsternannten, spinnerdoctoren zu dem thema nichts mehr hört in größeren medienzweigen, zeigt, das mit dem thema kein blumentopf mehr zu gewinnen ist, da der rest der welt zu aufgeklärt ist....
aber im normalen alltag ist mir das thema wirklich erstaunlich selten in den letzten jahren untergekommen, obwohl ich mit genügen "bild-bürgern" umgeben bin....
*the times, the times are changing......* :lol:
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#5 Beitrag von LiquidSnakE » Montag, 30. November 2015, 08:58

bionixxx hat geschrieben:[...]
alleine daran, das man von wohlbekannten, selbsternannten, spinnerdoctoren zu dem thema nichts mehr hört in größeren medienzweigen, zeigt, das mit dem thema kein blumentopf mehr zu gewinnen ist, da der rest der welt zu aufgeklärt ist....
aber im normalen alltag ist mir das thema wirklich erstaunlich selten in den letzten jahren untergekommen, obwohl ich mit genügen "bild-bürgern" umgeben bin....
*the times, the times are changing......* :lol:
Taaaaaaaaake me... *Feuerzeug raushol* *schwenk*

Man merkt bereits am Index, wie sehr sich die Zeiten geändert haben. Im November wurde kein einziges Videospiel indiziert oder beschlagnahmt. Dies kam mittlerweile öfter vor. Die meisten Indizierungen sind lediglich Folge-Indizierungen von Titeln, die bereits ewig auf dem Index sind (wie Army of Two). Gaming ist auch in Deutschland in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Digital Natives und ihre Nachfolger sind die Eltern von heute und gehen anders als die Panikmacher der Neunziger mit dem Thema um, die mit den "neuen Medien" einfach nichts anzufangen wussten.

Stay tuned, welche technologische Neuerung uns sauer aufstoßen wird, wogegen wir uns von Medien aufhetzen lassen und welchen Dingen, die für unsere Kinder völlig normal sind, wir mit "BAN DIS SICK FILTH!!!"-Rufen begegenen werden... :roll:
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#6 Beitrag von esn » Dienstag, 8. Dezember 2015, 12:00

bionixxx hat geschrieben: aber im normalen alltag ist mir das thema wirklich erstaunlich selten in den letzten jahren untergekommen, obwohl ich mit genügen "bild-bürgern" umgeben bin....
*the times, the times are changing......* :lol:
nee, es gibt halt eine neue randgruppe, auf die man sich nun stürzen kann. nennt sich islam und flüchtlinge.
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bionixxx
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#7 Beitrag von bionixxx » Mittwoch, 9. Dezember 2015, 04:51

Joaaaa, aber die themen sind doch in der brd seid 3 dekaden klassiker. Der durchschnittliche "max mustertrottel", wußte nur noch nicht konkret, das man die aversion an der religiösen ansicht festmachen kann. Aber das die bösen zuwanderer uns ja gleichzeitig auf der tasche liegen UND uns die arbeitsplätze wegnehmen, den mist höre ich schon ewig und 3 tage....
Killerspiele haben die "fackel/mistpforken"-gruppen dynamik nur mal angenehm aufgelockert.....


Jaaaaa, der tag hat doch deutlich mehr struktur mit klarem feindbild. :megalol:
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Stefan
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#8 Beitrag von Stefan » Dienstag, 17. Mai 2016, 20:51

Kürzlich meinte der Anwalt des Paris-Attentäters: "Er ist das perfekte Beispiel der Generation GTA, die glaubt, in einem Videospiel zu leben". Solche Äußerungen werden natürlich sehr gerne von der deutschen Qualitätspresse *hust* aufgegriffen und der Dummmichel schließt daraus aufgrund der langjährigen Konditionierung: Ohne Killerspiele wie GTA keine Terroranschläge wie in Paris oder Brüssel.
bionixxx hat geschrieben:Aber das die bösen zuwanderer uns ja gleichzeitig auf der tasche liegen UND uns die arbeitsplätze wegnehmen, den mist höre ich schon ewig und 3 tage....
Ist nur oberflächlich betrachtet widersprüchlich. Es fließen da gewaltige Zahlungen bezüglich Integrationsleistungen auf Kosten der Steuerzahler damit die Zuwanderer z. B. als "1-Euro-Jobber" Anstellung irgendwo in der Wirtschaft finden. Die penetrante Fernsehwerbung - die sicher auch nicht billig war - von wir-zusammen.de in den letzten Monaten lässt da schon irgendwie den Eindruck entstehen, dass es um billige, bereitwillige, staatlich finanziell unterstützte Arbeitskräfte für die Wirtschaft geht, die kaum was kosten, keine/kaum Ansprüche stellen, weil sie keinen Rückhalt, Lobby oder Alternativen haben.

SAL
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#9 Beitrag von SAL » Dienstag, 17. Mai 2016, 21:30

Rossmann bekommt pro Ausländer/Zuwanderer den die einstellen 2000€ "Prämie" finanziert von dt. Steuergeldern.
(Dürfte bei Amazon identisch sein)
Für Deutsche gibt es keine Prämie, die kommen alle über Zuhälter (aka Randstad)

Vor einiger Zeit hatte ich mich mal mit einem Amerikaner (Mexikanischer Abstammung) hier in Deutschland unterhalten, der nach 10 Jahren US Army wieder in die USA zurück geht.
Das was Ihm am meisten in Erinnerung bleiben wird (seine Worte) "Nur Türken hier"...
Recht hat er damit, nur Dönerbuden, Casinos und Billighandyläden alles unter türkischer/kurdischer Hand.
Essen, Dortmund, Düsseldorf, da ist die Hauptsprachein den Bahnhöfen türkisch, hier in Deutschland.

Wo sind denn die geilen vietnamesischen/koreanischen/kanadischen/amerikanischen 20j. Mädels die herkommen?
Als ich vor einigne Monaten in einer bekannten Sprachschule war, da waren 4 Klassen die Deutsch lernten (ca. 100 Leute)
1 Kanadier, 2 Franzosen, 7 Russen (oder irgendwo daher), der Rest waren alles Syrer/Kurden.

Zum Thema Killerspiele kann ich nur sagen es gibt in Deutschland viel dumme Menschen.

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Stefan
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#10 Beitrag von Stefan » Dienstag, 17. Mai 2016, 23:36

SAL hat geschrieben:Zum Thema Killerspiele kann ich nur sagen es gibt in Deutschland viel dumme Menschen.
Ich denke das Hauptproblem und die Hauptursache für die vielen dummen Menschen in Deutschland ist deren absolute Medien- und Obrigkeitsgläubigkeit. Wenn irgendein "Experte" im Fernsehen sagt "Killerspiele sind böse" oder "es gibt ganz doll Fachkräftemangel" dann glauben das die Leute alles unhinterfragt. Wird es medial oft genug wiederholt und rezitiert wird es quasi zur Tatsache und Realität für die Dummmichael.

SAL
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Re: Haarsträubende Stories um Killerspiele

#11 Beitrag von SAL » Mittwoch, 18. Mai 2016, 08:48

Stefan hat geschrieben: Ich denke das Hauptproblem und die Hauptursache für die vielen dummen Menschen in Deutschland ist deren absolute Medien- und Obrigkeitsgläubigkeit. Wenn irgendein "Experte" im Fernsehen sagt "Killerspiele sind böse" oder "es gibt ganz doll Fachkräftemangel" dann glauben das die Leute alles unhinterfragt. Wird es medial oft genug wiederholt und rezitiert wird es quasi zur Tatsache und Realität für die Dummmichael.
Genau so ist es.
Aktuell ist da ein schönes Beispiel unterwegs:

Hartz4 Empfänger die 50+ sind werden jetzt in Zwangsrente geschickt und müssen viele Abzüge einstecken.
In paar Monaten wenn das alles erledigt ist kann man wieder schön in den Medien verbreiten das die Arbeitslosen-Statistik wieder gesunken ist.
(Falls mal wieder eine Wahl ansteht etc.)
Das dumme deutsche Volk begreift aber nicht dass das nur Augenwischerrei und Verarsche ist.
Denn aus dem großen Steuergeldertopf werden Gelder in den Hartz4 Topf und Rententopf geschüttet,
wenn also jetzt 100.000 Hartz4 Empfänger zwangsverrentnert werden dann ist dies doch nur eine Umverteilung des Geldes.
Weniger Arbeitslose = Mehr Renter, das ausgegebene Steuergeld bleibt identisch oder wird eventuell sogar mehr.
Das ganze Rentensystem ist hier ja eh für den Arsch.

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