Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

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Vicarocha
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5501 Beitrag von Vicarocha » Donnerstag, 22. August 2013, 15:25

Was das Thema angeht: Ich liebe Far Cry 3, Gott, ich LIEBE Far Fry 3.
Das spricht nicht für dich... :blueeye:

Ich sehe das mit Battlefield 3 anders, mir gefällt der Titel sowohl im SP, wie auch im MP sehr (wobei bei letzterem das einzelne Freischaltenwirklich nervt). Habe die Kampagne aber auch erst bis zum ersten Mal Ziele aus dem Flugzeug heraus amrkieren (was wirklich sehr ätzend ist) gespielt, dafür bereits zig Stunden den MP (und ja, dieses "Battlefield Browser Dingens" geht tatsächlich gar nicht (wie übrigens auch Origin...).
Zuletzt geändert von Vicarocha am Sonntag, 15. September 2013, 09:18, insgesamt 1-mal geändert.
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LiquidSnakE
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5502 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 23. August 2013, 09:51

RipvanWinkle hat geschrieben:Ich werfe niemandem vor, seine Lebenszeit sowie Fässerweise Stresshormone an Dark Souls zu verschwenden - ich persönlich halte dieses Spiel aber für eine Verarsche verbitterter Entwickler, die ihr anhaltendes Scheitern im Privatleben durch die Programmierung eines Spiels kompensiert haben, dass faktisch alles dafür tut, dass man es hasst.
Ich finde es super, dass die Souls-Spiele - die ja primär für den japanisch-asiatischen Markt konzipiert wurden, wo bekanntlich alle Gamer Hardcore sind - für uns westliche Softies nicht verwässert wurde. Mag nichts für jeden sein - soll es auch gar nicht -, aber gerade in unserer heutigen Zeit von Mass Market Appeal und dem "need to broaden the audience" ist es erfrischend, dass Entwickler nicht für ein paar Dollar mehr ihre kreative Vision kompromittieren. Dass Namco Bandai Dark Souls 2 nun wie einen AAA-Titel behandeln will (was definitiv schief gehen wird), zeigt leider, dass Publisher diesen Standpunkt nicht verstehen. Ich verweise an dieser Stelle auf eine von mir schon oft verlinkte Folge der Jimquisition.
Vicarocha hat geschrieben:
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Noch einmal lesen, Vic: Es steht ein Dreier hinter dem Titel, kein Zweier. :respekt:
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5503 Beitrag von Calydon » Freitag, 23. August 2013, 10:59

RipvanWinkle hat geschrieben:Ich werfe niemandem vor, seine Lebenszeit sowie Fässerweise Stresshormone an Dark Souls zu verschwenden - ich persönlich halte dieses Spiel aber für eine Verarsche verbitterter Entwickler, die ihr anhaltendes Scheitern im Privatleben durch die Programmierung eines Spiels kompensiert haben, dass faktisch alles dafür tut, dass man es hasst.

Es ist nicht nur der enorme Schwierigkeitsgrad, es ist das Trial&Error-Prinzip, das unmögliche "Checkpoint"-System, und die Tatsache, dass man jedesmal, wenn einen der Drache anhustet, das Level nochmal von vorne Spielen darf., nur um dann nochmal angeniest zu werden. Für mich hatte Dark Souls jedenfalls nichts mit einer gesunden, sportlichen Herausforderung zu tun, und nach dem 1. Endgegner habe ich guten Gewissens aufgeben. Für mich sind Videospiele Teil meiner Freizeit, d.h. ich will an einem Abend das größtmögliche Belohnungsgefühl einstreichen- Ärgern tue ich mich in den verbleibenden 13 Stunden Wachzustand schon genug.
Ja, nach langem Arbeiten oder auch Lernen halte ich es ähnlich wie du, d.h. wenn ich überhaupt zocke, dann möchte ich in dieser kurzen Zeit auch etwas geboten bekommen, im Spiel vorankommen, Erfolge feiern etc. Dennoch, manchmal gibt es Tage, an denen es mir nicht genügt, an denen es mir nicht reicht, von Checkpoint zu Checkpoint an der Hand durchs Lilalauneland geführt zu werden.

Ja, man kann Spiele auch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad durchspielen, oft wird dies aber nur durch weniger Lebensenergie bzw. stärkere Gegner oder durch eine künstliche Verknappung von Munition bzw. Anzahl der Leben erreicht. Solche Spiele kann man auch auf einem niedrigeren Schwierigkeitsgrad durchspielen und hat, was die Erzählung der jeweiligen Geschichte angeht, keine Nachteile - fast immer ist es der selbe Abspann.

Hier kommt aber Dark Souls ins Spiel, welches als Spiel so ist, wie es ist. Kein auswählbarer Schwierigkeitsgrad, keine primitiven Quests aus einem peinlich genau geführten Tagebuch, welches mir per Pfeil genau den Weg weist, damit ich mich ja nicht verlaufe.

In Zeiten, in denen Spiele teilweise so vereinfacht werden, damit selbst Tante Trude den Abspann sehen kann, ist Dark Souls ein wohltuender, wenn auch sehr borstiger Gegenpol, auf den man sich komplett einlassen muss - ein höchst einnehmendes Weib, welche keine Konkubine duldet. :wink:

Es bietet eine unglaublich gefährliche Welt, die dich zum Nachdenken anregt. Entscheidungen sind teilweise endgültig, während Gier, Ungeduld oder nur die bloße Unterschätzung des vor dir stehenden Gegners fatale Konsequenzen haben kann, die unwiderruflich sind. d.h. kein einfaches Neuladen, kein Checkpoint im klassischen Sinne - "wat fott is, is fott" würde der Kölner hier sagen.

Ja, all das mag, kann und wird sehr frustrierend sein, während es gleichzeitig eine unglaubliche und im Grunde auch vergessene Spielintensität liefert. Anstatt einem belanglosen Spaziergang von Speicherpunkt zu Speicherpunkt nachzugehen, schafft es das Spiel, dass man jeden noch so kleinen Felsvorsprung kritisch beäugt. Oft ertappt man sich, wie man an bestimmten Punkten inne hält und den Schritt durch den Nebel nicht wagt bzw. damit zögert, denn wie gesagt, Gegner und vor allem Bosse sind allzu tödliche Kontrahenten, denen man mit Respekt begegnen sollte. Vom einfachen Wegfrühstücken sollte man sich hier von der ersten Sekunde verabschieden.

Wie gesagt, es geht nicht darum, dich zu bekehren oder dir meine Meinung aufzudrängen, sondern viel mehr darum, dir eine neue Sichtweise zu eröffnen, denn mit deinem kurzen Anfangsplädoyer machst du es dir zu einfach :wink: Anstatt den Entwicklern eine Kompensation des gescheiterten Privatlebens zu attestieren, würde ich soweit gehen, dass ich sie für ihren Mut und ihre Leidenschaft nur beglückwünschen kann. Wenn man das Spiel weiterspielt, merkt man, wie clever das Design und wie verschachtelt die Welt ist. Man schaltet manchmal, z.B. nach einem Bosskampf, Abkürzungen und neue Wege frei, die einen (ohne Ladezeiten) per Treppe oder Aufzug an den Anfangsort zurückbringen, während man sich beim Schmunzeln und den Wörtern "Das gibt es doch nicht" ertappt. :)
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5504 Beitrag von Vicarocha » Samstag, 24. August 2013, 11:39

LiquidSnakE hat geschrieben:
Vicarocha hat geschrieben:
Was das Thema angeht: Ich liebe Far Cry 3, Gott, ich LIEBE Far Fry 3.
Das spricht nicht für dich... :blueeye:
Noch einmal lesen, Vic: Es steht ein Dreier hinter dem Titel, kein Zweier. :respekt:
Ja... das gameplay ist besser bei Teil 3 und es hätte auch narrativ einiges an Potenzial gehabt, aber gerade letzteres hat der Titel in den Sand gesetzt.
Teil 2 mit dem gameplay von Teil 3 (oder Teil 3 mit einer besseren Inszenierung der Geschichte etc.) wäre eine Offenbarung gewesen.
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LIH
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5505 Beitrag von LIH » Dienstag, 27. August 2013, 14:22

Vicarocha hat geschrieben:Ich sehe das mit Battlefield 3 anders, mir gefällt der Titel sowohl im SP, wie auch im MP sehr (wobei bei letzterem das einzelne Freischaltenwirklich nervt). Habe die Kampagne aber auch erst bis zum ersten Mal Ziele aus dem Flugzeug heraus amrkieren (was wirklich sehr ätzend ist) gespielt, dafür bereits zig Stunden den MP (und ja, dieses "Battlefield Browser Dingens" geht atsächlich gar nicht (wie übrigens auch Origin...).
Und? Immer noch vom SP überzeugt? :blueeye:
Ich will gar nicht abstreiten, dass Battlefield 3 eben eine gute Grafik und dadurch ein intensives Mittendrin-Gefühl bietet, aber die Missionen und Level sind die totalen Liebestöter und gehören verboten.

Was den MP angeht, ich habe bisher meistens TDM gespielt um schnell aufzuleveln. Jetzt habe ich ein paar mal Conquest auf den großen Karten Firestorm und Caspian Border hinter mir und mir gefällt das irgendwie nicht. :?
Mir sind die Karten zu groß, überall campen die Level 100 Leute rum und man ist daher nirgends sicher. Ständig kann man von hinten erschossen werden. Das eigene Team bringt kaum was auf die Reihe und so gibt es meistens einen deutlichen Sieg der gegnerischen Partei. Ne, so macht das kein Spaß.
Ich hätte gerne eine einfache und kleine Karte wie Atacama Desert in Bad Company 2. Und wehe einer sagt jetzt conquest auf Metro. Das ist ja erst recht der größte Bullshit zum Aufleveln. Einziges Ziel scheint da zu sein sich bei einer der 2 engen Zugängen hin zu legen und den Finger von der linken Maustaste nicht mehr los zu lassen.

Zur Abwechslung habe ich mal Burnout Paradise aus dem Humble Origin Bundle installiert.
Reiner Arcade Rennspielspaß ohne großen Mängeln. Die Wettbewerbe und die Autos machen Spaß. Die Optik ist immer noch prima und auch Dank guter Weitsicht ist das Geschwindigkeitsgefühl einfach atemberaubend. Und auch wenn man mal ein Hindernis übersieht, kann man eine wundervolle Crashcam ansehen, die fast nie langweilig wird. :mrgreen:
Es hätten aber vielleicht ein paar mehr verschiedene Kategorien für Wettbewerbe geben können und außerdem wäre ein Schnellreisesystem zu jedem Schrottplatz Gold wert gewesen. Oft genug gibt es Rennen, die in der Stadt starten und in der Pampa enden, in der es dann nur wenige Wettbewerbe zur Auswahl gibt.
Zudem hat das Spiel einfach keine richtige Story, aber mir ist schon klar, dass das Spiel vom Erkundungstrieb, dem Aufleveltrieb und vor allem den Online Features lebt, letztere habe ich gar nicht genutzt.
An sich hat es mich ja gepackt alle Wettbewerbe zu finden und zu bestreiten, aber wenn nach jedem Lizenzupgrade wieder alle erfolgreich bestreiteten Rennen auf 0 gesetzt werden, dann demotiviert das doch arg. Ja ich weiß, dass ich nach der letzten Lizenz alle Wettbewerbe abhaken könnte, aber nachdem der Abspann lief, war für mich einfach Schluss.

Also eigentlich schon ein guter Arcade Racer für Leute, die gerne auf solche 100% Spiele stehen, aber ich will mir nicht die Zeit dafür nehmen.
Wenn es da mal einen Nachfolger für next gen Konsolen (und PC) gibt, hoffe ich aber auf eine optionale 18er Version mit Fahrern im Auto, die physikalisch korrekt mit X-ray Cam wie in Mortal Kombat oder Sniper Elite 2 zusammen gestaucht und zerrissen werden. :twisted: :blueeye:

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Kaysa
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5506 Beitrag von Kaysa » Mittwoch, 28. August 2013, 10:50

Saints Row IV hat mich im Vorfeld ja echt ziemlich kalt gelassen. Der Vorgänger war mir einfach zu unmotiviert, mit keiner richtigen Story und der einfachen Aneinanderreihung diverser liebloser Missionen.
Nun hab ich dem Teil 4 aber doch mal eine Chance gegeben und muss sagen, es fühlt sich richtig gut an, komplettes Chaos anzurichten, während Haddaways "What is Love" aus dem Radio schallt :blueeye:
Die Missionen sind bisher auch sehr abwechslungsreich und bieten einige Überraschungen. Es gibt sehr viele Anspielungen auf "The Matrix", was ich recht nett finde, und auch sonst werden viele Dinge parodiert. Hab inzwischen gut 3 - 4 Stunden gespielt und fühl mich gut unterhalten. Der Vorgänger wurde hier langsam schon eintönig!

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LiquidSnakE
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5507 Beitrag von LiquidSnakE » Donnerstag, 29. August 2013, 23:40

Ich spiele immer noch Skyrim. Immer noch. Wird wohl auch weiterhin so bleiben. Ich habe letztens eine mörderische Quest hinter mich gebracht, "Siege on the Dragon Cult". Ich bin sicher, dass diese Quest für Level 40+-Charaktere vorgesehen war und ich sie "versehentlich" früher aktivierte (yay Glitches - ich weiß gar nicht, ob man zu dieser Quest überhaupt normal Zugang hat. Ich fand keinen Weg auf den Berg, also bin ich die gesamte Bergwand mittels Bunny-Hopping "hochgeklettert", bis das Ziel von mir "entdeckt" wurde und ich Schnellreise einsetzen konnte, um mich die letzten paar Meter "hochzubeamen"). Nicht genug, dass mein damaliger Partner in dem Dungeon verreckt ist (ich habe seinen Tod auch gespeichert, weil ich zu weit gekommen bin, um wieder von vorn zu beginnen, was soll's), ich selbst war trotz Level 36 und ziemlich hohen Stats ständig dem Tode nahe und musste wirklich alle Register ziehen und meine heftigste Magie einsetzen, um mich den Draugr in dieser Festung zu erwehren, die - warum auch immer - auch Fus-Ro-Dah beherrschen (ja, ich weiß, sie waren Dragon Clan-Anhänger, aber wenn die Greybeards sagen, es dauert mehrere Jahrzehnte harten Trainings, um die "Stimme" zu meistern, kommt es mir etwas lächerlich vor, dass eine gesamte Armee es plötzlich geschafft haben soll). Nun gut, ich habe im Endeffekt durch harten Kampf und Hartnäckigkeit überlebt - meine Stats konnte ich teilweise um 5 oder mehr Punkte steigern, nur dank der Brutalität dieses Dungeons. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker, oder so.

Langsam sollte ich mich mal für eine Seite im Krieg um Skyrim entscheiden, aber es fällt mir wirklich schwer. Ich tendiere, rein ideologisch, nach wie vor eher zu den Stormcloaks, zumal das Empire mich seit Beginn des Spiels nur wie ein Arschloch behandelt hat. Allerdings sind mir die Nord mit ihrer Anti-Elf-Herrenrassen-Philosophie auch nicht wirklich koscher (ich = Dunkelelf). Plus, was wären die politischen Konsequenzen, wenn die Stormcloaks gewinnen? Die Thalmor würden mit ihrer Armee wie ein Bulldozer einmal quer über das geschwächte Empire samt Skyrim fahren und endgültig alle(s) unterwerfen. Da die Thalmor arrogante Motherfucker sind, könnte mir nichts ferner liegen - da sollen noch eher die Drachen gewinnen... :roll:

Neben Skyrim fraß vor allem das Visual Novel Grisaia no Kajitsu meine Zeit auf. Nachdem am 11. August - 3 Tage nach Release der Vita-Portierung - endlich der vollständige Englisch-(Fan-)Patch für das Spiel erschien, konnte ich es mir endlich zu Gemüte führen, nachdem ich es seit 2012 im Fadenkreuz hatte. Und es hat sich gelohnt. Trotz mancher Fehler und Logiklücken ist Grisaia no Kajitsu - nach Clannad - definitiv das beste VN, das ich je gespielt habe. Es bietet nicht nur eine durchgehend gut geschriebene Charakterriege, sondern auch eine Story mit etlichen schwer vorhersehbaren Twists, zum Beispiel
Spoiler: Zeigen
habe ich mich überraschend für die Michiru-Route entschieden, obwohl Michiru die einzige unter den Mädels war, die mir durch ihre idiotische Tsudere-Art absolut zuwider war. Letztlich bin ich froh, es gemacht zu haben. Der Gedanke war: Testen wir mal aus, was passiert, wenn ich sie als Love Interest ins Auge fasse, im Zweifelsfall kann ich immer noch meinen Spielstand laden und wieder zu Yumiko zurückkehren. Was ich bekam, war nicht nur die emotionale Geschichte eines zutiefst missverstandenen Geschöpfs, sondern eine der größten Charakterwandlungen, die ich bisher in Visual Novels - oder Videospielen im Allgemeinen - gesehen habe. Gut, ich wusste, dass die Tsudere-Kiste nur eine Fassade ist, doch was dahinter steckte hat mich dann doch überrascht - und Michiru liebenswert gemacht. Michirus Kampf gegen sich selbst, ihren eigenen Todesdrang, ist, trotz gewisser Logikhänger, super geschrieben und fesselte mich gestern bis 2 Uhr früh, wo ich ihre Storypfad beendet habe, ans Keyboard. Michiru hat scheinbar auch als einzige der fünf Mädels 2 Endings - ich bekam wohl das Gute -, was für die Komplexität ihrer spezifischen Probleme spricht.
Am Liebsten hätte ich aber die zensierte Vita-Portierung gespielt. Jawohl, ich ziehe tatsächlich ausnahmsweise ein zensiertes Spiel dem Original vor. Begründung: Ich spielte Grisaia no Kajitsu tatsächlich wegen der Story und nicht wegen billiger Anime-Erotik. Die Sex-Szenen waren nicht nur fadenscheinig und unglaubwürdig in die Handlung eingeflochten, sondern störten stellenweise durch ihre Käsigkeit regelrecht den sonst ziemlich immersiven Spielverlauf. Eine Version, wo eben diese Szenen ersetzt wurden, kann eigentlich nur besser sein.

Seit ich Vollzeit arbeite, schätze ich Visual Novels als simple, aber doch immersive und gelegentlich auch zum Nachdenken anregende Zerstreuung. Es muss nach Feierabend nicht immer "volle Action" für mich sein. Ich habe gut zwei Dutzend davon gespielt, seit ich mit Higurashi no Naku kori ni das Genre für mich "entdeckt" habe. Als nächstes auf meiner Liste steht Sweet Fuse, das die Tage bei mir eintrudeln sollte. Die Otome-Thematik ist mir egal, im Gegenteil: Wenn sich Frauen nicht daran stören, ist es für mich definitiv interessant. ^^

Eventuell spiele ich Grisaia no Kajitsu noch einmal durch, um die anderen Story Arcs auch zu sehen. Leider gibt's für die beiden Sequels (noch) keinen Englisch-Patch - ich wüsste zu gerne, wie es weiter geht.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5508 Beitrag von RipvanWinkle » Freitag, 30. August 2013, 10:01

Zocke mit meinem Kumpel gerade Mortal Kombat für die Xbox, und muss sagen: Auch nach aller medialer Abstumpfung der letzten 10 Jahre schafft es diese Neuauflage, mich so zu begeistern, wie es damals als Jungspund mein Erstkontakt mit MK 2 für die SNES geschafft hat - rasantes Tempo, geil aufgehübschte Hochglanzgrafik, eine Vielzahl von Kämpfern und Special-Zeitlupen-Knochenbrecher-Moves, bei dem sich einem wirklich der Magen umdreht.

Das einzige, was sich (leider) nicht hinüberretten liess, waren die Kombos: ca. 75% sämtlicher Tastenkombinationen für Special- und FinishMoves aus der SNES-Portierung sind mir nach wie vor wie ins Gehirn gefräst - nur leider funktionieren die in der neuen Generation nicht mehr. :cry:

Dies ist der einzige Wermutstropfen, denn aus meiner heutigen Perspektive ist es für mich kaum mehr nachvollziehbar, wie ich irgendwann einmal in diesem Leben die 17 Spezialattacken von 12 verschiedenen Kämpfern verinnerlichen konnte - heute bin ich froh, wenn ich einen Feuerball und einen bekackten FinishMove hinbekomme. :|
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Monroe
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5509 Beitrag von Monroe » Samstag, 31. August 2013, 15:08

Hab kürzlich F.E.A.R. 3 (PC) mit dem Pointman durchgezockt. Es ist kürzer als die Vorgänger, wobei man das Game theoretisch noch mit Fettel zocken könnte, aber darauf hab ich nicht wirklich Lust. Spaß hat es aber trotzdem gemacht, clevere Gegner und wuchtige Waffen mit der richtigen Portion Gore, sorgen definitiv für gute Laune. Aber irgendwie hängt das Game seinen Vorgängern in jeder Hinsicht hinterher... allein das Leveldesign hat mir nicht wirklich zugesagt und irgendwie will nicht so wirklich Spannung aufkommen... in Teil 1+2 hatte ich stellenweise schon etwas Gänsehaut.
Sehr positiv ist mir der Schwierigkeitsgrad aufgefallen, auf "normal" muss man schon sehr aufpassen und kann nicht wirklich wild ballernd in der Gegend rumspringen. Hier sind gute Reaktionen und viel Bewegung + Deckung gefragt. Sehr negativ hingegen ist mir der allzeit begleitende blutige "du wurdest getroffen" Effekt aufgefallen, der extrem schnell die Sicht zu sehr einschränkt. Es gibt KEIN Spiel, bei dem mir das jemals was ausgemacht hat... aber F.E.A.R. 3 ist in dieser Hinsicht echt übel!

Ob die Integration der Challenges wirklich nötig war, weiß ich nicht. Durch das Erfüllen der Challenges z.B. "Töte x Gegner mit Waffe XY" oder "Bleibe x Sekunden hinter einer Deckung", erhält man Punkte, durch die man dann auflevelt und somit neue Fähigkeiten freischaltet (mehr Muni Tragen, neue Moves, mehr Health etc.). Einerseits nett, andererseite für nen Shooter, der eigentlich auf Atmosphäre und Spannung setzen sollte, etwas deplatziert wie ich finde.

Das Geballer macht aber wirklich Spaß und das Gameplay fühlt sich sehr gut an 6,5/10

Naja, immerhin hat mir das Game mehr zugesagt, als Crysis 2 und Aliens vs Predator 2010. Bei ersterem hab ich nach der Hälfte der Levels keinen Bock mehr gehabt und zweiteres hat mich einfach nur enttäuscht. AvP wollte ich trotzdem ne Chance geben und blieb ne Weile lang dran aber neeeeee... ich könnte mal die Predator oder Alien Kampagne antesten, aber dafür fehlt mir bisher die Motivation.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5510 Beitrag von zombie-flesheater » Samstag, 31. August 2013, 15:19

Monroe hat geschrieben:Hab kürzlich F.E.A.R. 3 (PC) mit dem Pointman durchgezockt. Es ist kürzer als die Vorgänger, wobei man das Game theoretisch noch mit Fettel zocken könnte, aber darauf hab ich nicht wirklich Lust. Spaß hat es aber trotzdem gemacht, clevere Gegner und wuchtige Waffen mit der richtigen Portion Gore, sorgen definitiv für gute Laune. Aber irgendwie hängt das Game seinen Vorgängern in jeder Hinsicht hinterher... allein das Leveldesign hat mir nicht wirklich zugesagt und irgendwie will nicht so wirklich Spannung aufkommen... in Teil 1+2 hatte ich stellenweise schon etwas Gänsehaut.
Sehr positiv ist mir der Schwierigkeitsgrad aufgefallen, auf "normal" muss man schon sehr aufpassen und kann nicht wirklich wild ballernd in der Gegend rumspringen. Hier sind gute Reaktionen und viel Bewegung + Deckung gefragt. Sehr negativ hingegen ist mir der allzeit begleitende blutige "du wurdest getroffen" Effekt aufgefallen, der extrem schnell die Sicht zu sehr einschränkt. Es gibt KEIN Spiel, bei dem mir das jemals was ausgemacht hat... aber F.E.A.R. 3 ist in dieser Hinsicht echt übel!

Ob die Integration der Challenges wirklich nötig war, weiß ich nicht. Durch das Erfüllen der Challenges z.B. "Töte x Gegner mit Waffe XY" oder "Bleibe x Sekunden hinter einer Deckung", erhält man Punkte, durch die man dann auflevelt und somit neue Fähigkeiten freischaltet (mehr Muni Tragen, neue Moves, mehr Health etc.). Einerseits nett, andererseite für nen Shooter, der eigentlich auf Atmosphäre und Spannung setzen sollte, etwas deplatziert wie ich finde.

Das Geballer macht aber wirklich Spaß und das Gameplay fühlt sich sehr gut an 6,5/10

Naja, immerhin hat mir das Game mehr zugesagt, als Crysis 2 und Aliens vs Predator 2010. Bei ersterem hab ich nach der Hälfte der Levels keinen Bock mehr gehabt und zweiteres hat mich einfach nur enttäuscht. AvP wollte ich trotzdem ne Chance geben und blieb ne Weile lang dran aber neeeeee... ich könnte mal die Predator oder Alien Kampagne antesten, aber dafür fehlt mir bisher die Motivation.
FEAR war fuer mich atmosphaerisch immer schon fuer die Tonne (dafuer gibt es sowieso Condemned) - uebertrieben formuliert: "Als schwerbewaffneter Elitesoldat kaempft man gegen ein kleines Maedchen..." Meh.
Allerdings war der Coop auf der PS3 legendaer - Pointman und Fettel spielen sich jedenfalls derart unterschiedlich, dass wir damals quasi sofort nach dem Abspann eine neue Partie mit Rollentausch begonnen und fast in einem Durchgang durchgezockt haben. Einziger Nachteil: Beim Splitscreen-Coop wurde auf der PS3 der Goregehalt (wohl wegen der Rechenleistung) stark reduziert.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5511 Beitrag von The Hitman » Samstag, 31. August 2013, 19:06

Monroe hat geschrieben:Hab kürzlich F.E.A.R. 3 (PC) mit dem Pointman durchgezockt. Es ist kürzer als die Vorgänger, wobei man das Game theoretisch noch mit Fettel zocken könnte, aber darauf hab ich nicht wirklich Lust. Spaß hat es aber trotzdem gemacht, clevere Gegner und wuchtige Waffen mit der richtigen Portion Gore, sorgen definitiv für gute Laune. Aber irgendwie hängt das Game seinen Vorgängern in jeder Hinsicht hinterher... allein das Leveldesign hat mir nicht wirklich zugesagt und irgendwie will nicht so wirklich Spannung aufkommen... in Teil 1+2 hatte ich stellenweise schon etwas Gänsehaut.
Sehr positiv ist mir der Schwierigkeitsgrad aufgefallen, auf "normal" muss man schon sehr aufpassen und kann nicht wirklich wild ballernd in der Gegend rumspringen. Hier sind gute Reaktionen und viel Bewegung + Deckung gefragt. Sehr negativ hingegen ist mir der allzeit begleitende blutige "du wurdest getroffen" Effekt aufgefallen, der extrem schnell die Sicht zu sehr einschränkt. Es gibt KEIN Spiel, bei dem mir das jemals was ausgemacht hat... aber F.E.A.R. 3 ist in dieser Hinsicht echt übel!

Ob die Integration der Challenges wirklich nötig war, weiß ich nicht. Durch das Erfüllen der Challenges z.B. "Töte x Gegner mit Waffe XY" oder "Bleibe x Sekunden hinter einer Deckung", erhält man Punkte, durch die man dann auflevelt und somit neue Fähigkeiten freischaltet (mehr Muni Tragen, neue Moves, mehr Health etc.). Einerseits nett, andererseite für nen Shooter, der eigentlich auf Atmosphäre und Spannung setzen sollte, etwas deplatziert wie ich finde.

Das Geballer macht aber wirklich Spaß und das Gameplay fühlt sich sehr gut an 6,5/10

Naja, immerhin hat mir das Game mehr zugesagt, als Crysis 2 und Aliens vs Predator 2010. Bei ersterem hab ich nach der Hälfte der Levels keinen Bock mehr gehabt und zweiteres hat mich einfach nur enttäuscht. AvP wollte ich trotzdem ne Chance geben und blieb ne Weile lang dran aber neeeeee... ich könnte mal die Predator oder Alien Kampagne antesten, aber dafür fehlt mir bisher die Motivation.
FEAR 3 war in meinen Augen ein solider Shooter, nicht mehr. Die Story ist absolut redundant, die Außeneinsätze bei Tag irgendwann langweilig und die dauernde Ballerei (im Gegensatz zum 1. Teil) ermüdend. Ich fand's anstrengend das Spiel fertig zu spielen. Teil 2 hat's ja in der Hinsicht auch schon völlig übertrieben, war aber atmosphärisch noch einigermaßen stimmig. Wie zombie-flesheater schon erwähnte ist Conemned eindeutig das bessere Spiel. Auf die Fortsetzungen von FEAR hätte man getrost verzichten können, Teil 2 von Condemned wurde gegen Ende hin auch total dämlich, die dreckige Grundstimmung reißt's allerdings.

Crysis 2 habe ich auch mal angefangen. Ist halt wie bei jedem Cry-Spiel. Die Grafik haut erst mal ordentlich rein, der Rest langweilt aber sehr schnell. Ist mir bisher bei jedem Spiel dieser Serie (egal ob Far Cry oder Crysis) ergangen, deswegen auch nie was fertig gespielt.

AvP ist bis auf die stinklangweilige Predator-Kampagne ganz ok. Marine spielt sich wie ein Horror-Shooter (wahrscheinlich immer noch spaßiger als die Gearbox-Grütze) und die Alien-Kampagne war aus meiner Sicht die spaßigste. Wegen der würde ich vielleicht sogar noch mal das Game installieren. Predator kann man wie gesagt getrost überspringen.

Ansonsten hab' ich mal wieder Alice: Madness Returns rein und bin von den bizarren Ideen immer wieder begeistert. 8)

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5512 Beitrag von zombie-flesheater » Sonntag, 1. September 2013, 04:07

So, erst frisch gekauft, und nun schon wieder durch mit Bioshock: Infinite. Steam zeigt mir 2 Stunden an, ist natuerlich Bloedsinn. Ich schaetze mal, so um die 8 - 10 Stunden werden es wohl gewesen sein.
Handwerklich hervorragend, wobei besonders diese Skyhook-Passagen positiv herausstechen, da es etwas Vergleichbares in der Form bisher eigentlich noch nicht zu sehen gab.
Ansonsten hat man ja leider schon recht viel in Bioshock verbraucht, wollte trotz Fanservice aber wohl irgendwo auch moeglichst eigenstaendig bleiben.
Ergo: Die Plasmide nennen sich nun Vigor und wurden scheinbar von Grund auf neu extra fuer Infinite entwickeln, anstatt die Favoriten aus Bioshock 1 & 2 einfach zu uebernehmen. So ist Feuer nun kein kleiner Feuerball mehr, der in einer geraden Linie zum Gegner fliegt, sondern eher eine Art Granate, die erst mal einen gewissen Bogen macht und dann explodiert. Aber immerhin hatte ich dieses Possession-Dings SEHR intensiv genutzt. Normalerweise ist mir das in den meisten Games immer zu umstaendlich und ich erledige die Gegner der Reihe nach lieber selber. War in der Form wenigstens auch brauchbar umgesetzt: Der Besessene begeht nach Ablauf des Zauberspruchs Selbstmord. Dies ist nicht nur nett anzusehen, sondern hat auch den Vorteil, dass man a) danach nicht mehr gegen diesen Gegner kaempfen muss und b) das Spielfeld somit auch immer "sauber" bleibt. Meistens wird in anderen Games der Gegner ja wieder nach Ablauf der Wirkungszeit wieder "normal" und ich darf ihn erst recht erledigen. Fand ich jedenfalls ganz nett geloest. Nach den Basis-Plasm... Vigors kommt allerdings auch allerhand IMHO unnuetzes Zeug dazu. Hier haette man dem Spiel ruhig mehr Aehnlichkeit zu Bioshock zugestehen duerfen und da einige Favoriten rueber bringen, anstatt neue, dafuer aber eigentlich sinnlose/uninteressante Plasmide/Vigors hinzuklatschen.
Aehnlich verhaelt es sich auch mit den Waffen. Hier darf man nur mehr zwei Wummen gleichzeitig mit sich tragen. So wirklich ueber den Standard kommt da nicht hinaus, das uebliche Arsenal eben. Mag zwar realistischer sein, dass man nicht alle Waffen gleichzeitig tragen kann, hier haette dies allerdings der Experimentierfreude gut getan. So ging es mir dann so, dass ich das Game fast vollstaendig mit einer Kombination aus Maschinengewehr und Schrotflinte durchgespielt hatte. Da gingen dann auch die Upgrades hin. Hatte gegen Ende sowieso extrem viel Kohle uebrig, und dachte ich rueste halt noch die Sniper auf, falls da wieder eine Passage kommt. Duerfte wohl ohnehin der letzte Automat gewesen sein und eine Sniper habe ich ab dem Zeitpunkt auch nicht mehr zu Gesicht gekriegt :blueeye:
Unnoetig fand ich allerdings das teils etwas zu ausufernde Backtracking, gerade bei den Nebenquests. Gerade anfangs, wenn die Dietriche noch Mangelware sind, hatte ich teilweise schon vergessen, wo nun genau dieser Safe gleich wieder war, fuer den ich gerade den letzten notwendigen Dietrich gefunden hatte. Selbiges fuer diese Cipher-Nebenquests. Irgendwie alles zu weit auseinander. :?
Mittlerweile ja wohl schon Standard, dennoch aeusserst unangenehm die Tatsache, dass man mal wieder nicht frei speichern kann und es lediglich Checkpoints gibt. Angesichts der Tatsache, dass ich das Game ohnehin ohne auch nur einmal zu sterben in einem Rutsch durchgespielt hatte, zwar nicht so tragisch, dennoch haette ich bei ein paar Szenarien gerne eine alternative Vorgehensweise ausprobiert...
Ansonsten koennte ich - abgesehen von einigen Logikluecken in der Story - garnicht grossartig meckern.
Die Spieldauer ist genau richtig, weder zu kurz, noch zu lang. Eine Stunde mehr, und es waere wohl oede geworden. Kuerzer und man haette wohl noch immer etwas Resthunger verspuert.
Neu ist auch, dass man es diesmal - fuer einen Bioshock-Teil erstmals - gelegentlich auch mit weitaus mehreren Gegnern gleichzeitig zu tun bekommt. Wir sind zwar (zum Glueck!) weit von einem Painkiller entfernt, doch im Gegensatz zu maximal 1-4 Splicern trifft man hier schon ein paar Mal auf 6-10 Gegner.
Elisabeth als Charakter ist wirklich toll. Man baut eine gewisse Bindung zu ihr auf. Nicht nur, weil sie als Figur grundsaetzlich sympathisch ist, sondern weil es auch vollbracht wurde, einen NPC nicht nur nicht nervig zu gestalten, denn sie bringt sich auch positiv ins Gameplay mit ein. So wirft sie dem Spieler neben gelegentlichen Geldmuenzen auch in der Hitze des Gefechts Medikits, Munition oder Salz (Das Adam bzw. Mana in B:I) zu, was den Kampfverlauf oftmals stark zum eigenen Vorteil wenden kann. Ausserdem kann sie nicht sterben und man kann sie auch nicht verlieren, auch ihre Geh- und Laufgeschwindigkeit stimmt mit der des Spielers ueberein. Entweder sie geht dann sowieso in Ideallinie vor dem Spieler oder dackelt brav hinterher. Ich habe mich wegen ihr jedenfalls nicht ein einziges Mal aergern muessen (und das ist fuer einen NPC ohnehin schon ein riesiges Kompliment), und ich hatte sogar tatsaechlich das Gefuehl, dass ihre Gegenwart mir einen Mehrwert bot.
Dieses Navigationspfeil-Dings und die Karte sind weggefallen, dafuer kann man sich jederzeit einen transparenten Pfeil am Boden anzeigen lassen, wie man sich dem Einsatzziel naehert. Ganz praktisch, um eben nicht dort lang zu gehen, wenn man noch etwas erkunden will. :mrgreen:
Die Levels sind zum Teil wirklich wunderschoen geworden und bietten gerade bei entsprechender Akkustik und Ausleuchtung einige tolle momente. Optisch wird auch viel Abwechslung geboten, IMHO sogar noch mehr als bei den ersten beiden Teilen. War dort die grundsaetzliche Optik meistens ziemlich gleich, aendert sich hier abschnittsmaessig oft neben Aufbau und Einrichtung auch die komplette Farbgestaltung.
Kurzum: Wer mit den Vorgaengern etwas anfangen kommte, darf hier ruhig zuschlagen. Selbst Neulinge / Einsteiger koennen eigentlich gut auch ohne Vorkenntnis der ersten beiden Games durchstarten, da hier ohnehin eine eigenstaendige Geschichte erzaehlt wird - was fuer Serienveteranen natuerlich nicht bedeutet, dass man nicht auch eine kleine Portion Fanservice geboten kriegt :)
Ansonsten haette ich lediglich noch ein paar kleinere Meckereien an storyspezifischen Punkte bis hin zum Ende, das nun aber lieber im Spoiler:
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An dieser Stelle waere es wohl ein besserer Twist gewesen, wenn es keinen Twist gegeben haette. Ab einem gewissen Zeitpunkt (eigentlich sogar relativ frueh, ab da, wo es mit diesen Portalen / Dimensionen los ging...) hatte ich diese Moeglichkeit ohnehin ins Auge gefasst...
Ueberhaupt war dieses Dimensions-Zeitreisen-Zeugs irgendwie... meh... Gameplaymaessig war es bis auf die "Hologramme" nun ja nicht sooo notwendig. Und selbst das haette man wohl auch anders loesen, bzw. ueberhaupt weglassen koennen.
Ich liebe so Zeitreisenzeugs bzw. Zeitschleifen, aber in Bioshock haette ich das nun nicht unbedingt gebraucht.
Auch der Besuch in Rapture war schoen, allerdings haetten mir dezentere und dafuer vielleicht mehrere Anspielungen wohl besser gefallen - es war zweifelsohne schoen, Rapture wieder zu sehen, die Passage wirkte dennoch fast schon etwas zu gewollt...
Obwohl der Umschwung etwas ploetzlich war, immerhin war ich froh, nicht - wie ueblich - auf der Seite des Widerstands zu kaempfen, sondern schon bald wieder alles plattmachen zu duerfen. In den paar Passagen mit Mitstreitern hatte ich versehentlich einen Grossteil davon selbst auf dem Gewissen. Von diesen Schienen direkt auf einen (vermeintlichen) Gegner zu springen, bringt zwar einen sicheren Kill, jedoch gibt es hier auf die Schnelle keine brauchbare Anzeige, ob es sich beim (oft weit entfernten) Ziel nun um Freund oder Feind handelt.
Dass man ueber den Hauptcharakter nichts wusste, machte Sinn (und erklaert sich rueckblickend von selbst, warum eben nicht...), und war ja bei den Vorgaengern auch nicht anders, ABER - lange Zeit fuehlte es sich so an, als haette ich damit angefangen, ein Buch zu lesen, die ersten paar Seiten aber einfach uebersprungen. Im Kontext der Story definitiv sinnvoll, aber irgendwie hat mich das die ersten paar Stunden etwas verwirrt. Es ist halt schon so stark aufgefallen, dass da viel von seiner Persoenlichkeit weggelassen wurde, dass irgendwie klar war, dass noch eine Ueberraschung kommt...
Insgesamt ist ja alles auch recht logisch und einleuchtend, ausser... Slate! Er sagt ja sogar an einer Stelle noch wortwoertlich zu Booker, dass sie beide im Krieg waren, Comstock jedoch nicht - die beiden kennen sich doch, also haette ihm auch auffallen muessen, dass es sich bei Comstock und DeWitt um die selbe Person handelt!
Rueckblickend ist es ja toll, dass Booker seine Tochter Anna behalten darf, allerdings bedeutet das gleichzeitig ja auch, dass alles, aber auch wirklich ALLES, was ich gerade eben gespielt hatte, nie stattgefunden hat! Durch den Tod vor Vollendung der Taufe gibt es ja keinen Comstock, also auch kein Columbia... :suicide:
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5513 Beitrag von KT » Sonntag, 1. September 2013, 19:21

Hab mir eine neue GraKa gegöhnt, womit geschätzt so ziemlich alles bis wahrscheinlich auf Crysis 2 oder so hinnehmbar läuft.

Nun hab ich ein Problem, dass ich zuviel zu spielen habe. Jetzt zock ich niemals 2 Titel desselben Genres hintereinander, weil ich ansonsten einfach satt bin.
Hab ich bei Max Payne 2 gemerkt - so direkt nach Teil 1 weiß ich den Nachfolger einfach nicht zu würdigen, obwohl das Spiel klasse ist. Ich müh mich da durch, ohne richtig Spaß zu haben. Deshalb erstmal pausiert, genauso wie Call of Juarez 2.

So viele Spiele gekauft wie selten, auch endlich Klassiker, die es offiziell in Deutschland bei Steam nicht gibt. Alles, was ich bisher installiert habe, hat mir extrem gefallen - Condemned, STALKER, Mortal Kombat Komplete Edition, F.E.A.R 3 (hab die anderen Teile leider noch nicht), BioShock, Risen. Ich bin nun definitiv auf Jahre hinaus versorgt, und nun läuft 99% davon auch sehr gut.

Angefangen hab ich aber letztendlich Torchlight. Ich weiß nicht, warum ich damals Diablo nicht durchgezockt hab (entweder es lief recht langsam, oder war mir zu schwer, keine Ahnung. Aber genauso so ein Gefühl war das hier auch, bereits nach 5 Minuten (gut, kein Wunder bei den Leuten dahinter). Nun 20+ Stunden reingesteckt und kurz vom Endboss (allerdings noch eine Menge Side-Quests offen).

+ Grafik (taugt mir echt, bunt, ja. Es gibt aber auch ein Texturen-Pack für Leute, die es etwas ernster mögen). Die Levelgestaltung ist teilweise recht geil (Lava-Level oder Ebenen 30+).
+ Gameplay (funktioniert einfach). Alle 5 Ebenen oder so gibt es ein festes Portal in die Stadt zurück, das Magie-Rüstungs-etc-System ist gut verständlich und dennoch nicht zu einfach gestaltet.
+ Auf "Normal" angenehm leicht am Anfang, später genau richtig, ohne aufzuregen, Gut, ich bin mittlerweile eine Killermaschine, aber dennoch 3 Mal auf Ebenen 30+ gestorben, weil ich die Rambo-Nummer probiert hab und dann nicht aufgepasst habe. :)
+ Der Umfang ist recht gut. Das Hauptquest schafft man wahrscheinlich in ca. 12 Stunden, ich hab allerdings immer wieder diese Karten benutzt, um Bonus-Dungeons zu öffnen und auszuradieren, dabei auch mal auf die Fresse gekriegt. Auch die Bonus-Dungeons, die einem der Typ in der Stadt aufmacht, bis jetzt alle gemacht.
+ Das Viech, was man dabei hat, ist ein echter Mehrwert. Ich schick 's immer vor und sobald die Gegner alle auf einen Haufen auf das Ding einschlagen, lasse ich da Magieattacken niederregnen. :twisted: Und alleine die Möglichkeit, dass man sagen kann "hier hast du Loot, geh zurück in die Stadt verkaufen und komm dann wieder" ist göttlich.

Das Spiel hat für mich keine wirklichen Minuspunkte. Sobald der Nachfolger in einem akzeptablen Preisbereich (ich kaufe nichts über 10 Euro) angelangt ist, wird sofort gekauft.

Topp, topp, topp.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5514 Beitrag von 100%Milk » Sonntag, 1. September 2013, 20:18

KT hat geschrieben: Sobald der Nachfolger in einem akzeptablen Preisbereich (ich kaufe nichts über 10 Euro) angelangt ist, wird sofort gekauft.
Also Torchlight II ist die läppischen neun Euro mehr nun wirklich wert.

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5515 Beitrag von KT » Sonntag, 1. September 2013, 20:52

100%Milk hat geschrieben:
KT hat geschrieben: Sobald der Nachfolger in einem akzeptablen Preisbereich (ich kaufe nichts über 10 Euro) angelangt ist, wird sofort gekauft.
Also Torchlight II ist die läppischen neun Euro mehr nun wirklich wert.
Ich bin geneigt, da zuzustimmen. Allerdings hab ich momentan einfach zuviel, was ich ansonsten zocken könnten. Dutzende von Titel. Bis ich wieder Bock auf ein Hack'n'Slay-RPG hab, ist "Torchlight II" sicher unter die 10-Euro-Grenze gefallen. ;) Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich warten kann - es gibt keinen Titel, den ich haben "muss".
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5516 Beitrag von LiquidSnakE » Sonntag, 1. September 2013, 20:54

Randbemerkung:

Ich bin kein F.E.A.R.-Fan, aber sogar ich kann dir sagen, dass Teil 3 der denkbar beschissenste Startpunkt für das Franchise ist. Bitte bei Teil 1 starten und 3 bis dahin ruhen lassen!
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5517 Beitrag von KT » Sonntag, 1. September 2013, 21:03

LiquidSnakE hat geschrieben:Randbemerkung:

Ich bin kein F.E.A.R.-Fan, aber sogar ich kann dir sagen, dass Teil 3 der denkbar beschissenste Startpunkt für das Franchise ist. Bitte bei Teil 1 starten und 3 bis dahin ruhen lassen!
Das hab ich schon mehrfach gelesen, deshalb mach ich das genauso so. ;) Ich hab die Qual der Wahl hier, da kann ich genauso warten, bis Fear 1 und 2 billiger zu haben sind.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5518 Beitrag von LIH » Montag, 2. September 2013, 13:59

KT hat geschrieben:Hab mir eine neue GraKa gegöhnt, womit geschätzt so ziemlich alles bis wahrscheinlich auf Crysis 2 oder so hinnehmbar läuft.
Welche Graka ist es denn geworden und für wieviel?
Manchmal denke ich auch darüber nach meine ATI 5850 zu ersetzen, aber eigentlich läuft alles noch gut genug. Manchmal muss ich bei neuen Spielen schon Anti Aliasing deaktivieren oder gar die Texturen etwas runter schrauben um über 30fps zu kommen. :(

Da ich mit dem Humble Origin Bundle nun auch die Plattform Origin bei mir installiert habe, konnte ich nun auch das Legends/Speedhunters DLC Pack für Shift 2 gratis runter laden.
Tja, 2 DLC wie Tag und Nacht. Das Legends Pack ist eine tolle Erweiterung, es gibt ein gutes Dutzend neuer historischer Fahrzeuge, vom popeligen Mini Cooper S bis zum Porsche und BMW 3.0 CLS Gruppe 5 Wagen. Insgesamt eine gute Auswahl, die mir Spaß macht. Zudem gibt es nen halbes dutzend neuer Strecken, die außerdem in einem hübschen 70er Jahre Setting gehalten sind und einen weiteren Karrierebaum mit kurzen und langen Wettbewerben.
Beim Speedhunters Pack gibt es etwa ein dutzend hochgezüchteter Wagen, wobei alle dieser Wagen einfach nur getunte Varianten aus dem Legends Pack und aus dem Hauptspiel sind. Also nicht viel neues zu sehen. Blöderweise darf man gerade die schnellsten Wagen aus dem DLC nicht auf den "normalen" Strecken fahren, sondern nur in den neuen Wettbewerben. Die neuen Strecken sind 1/4 Meile und 1 Meile Rennstrecken, die man dann auch im neuen Karrierebaum fährt. Um dabei noch ein wenig Herausforderung zu haben muss man bei jedem Rennen selber schalten und auch den Start selber exakt timen. Warum auch immer, aber bei diesen Wettbewerben funktionierte mein Logitech Gamepad nicht und ich konnte nur mit Tastatur fahren. :?
Was bleibt ist eine handvoll Karren, die man sich in ähnlicher Weise auch selber hätte tunen können und ein Karrierebaum, der schnell durchgespielt ist und nicht wirklich Spaß macht. :|


Nachdem ich nun also wieder ein wenig Shift 2 gespielt habe, bin ich so unglaublich gespannt, wenn nicht sogar aufgeregt, oder anders ausgedrückt feucht in der Hose :blueeye: auf Project Cars.
Ich habe den Zeitraum zum Unterstützen leider verpasst und anders kommt man leider nicht an die Beta. :evil:
Schon komisch, ein Crowd finanziertes Project, dass nicht noch mehr Geld haben will.

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5519 Beitrag von KT » Montag, 2. September 2013, 21:05

LIH hat geschrieben:
KT hat geschrieben:Hab mir eine neue GraKa gegöhnt, womit geschätzt so ziemlich alles bis wahrscheinlich auf Crysis 2 oder so hinnehmbar läuft.
Welche Graka ist es denn geworden und für wieviel?
Manchmal denke ich auch darüber nach meine ATI 5850 zu ersetzen, aber eigentlich läuft alles noch gut genug. Manchmal muss ich bei neuen Spielen schon Anti Aliasing deaktivieren oder gar die Texturen etwas runter schrauben um über 30fps zu kommen. :(

Ich hatte vorher eine Radeon HD 6570 silent, sprich, ohne Lüfter.

Hab jetzt eine HIS HD7750 Radeon H775P1GD.
Ist auch silent. Neu, 100 Euro. Frisst maximal 55W.

Energieverbrauch und Geräuschpegel waren für mich wieder ausschlaggebend. Ich versuche solange wie möglich, silent zu kaufen. Es gibt noch eine lüfterlose ATI, die laut Benchmarks mind. 50% potenter wäre, aber die wandelt schon 107W in heiße Luft um, und braucht deshalb laut Tests im Sommer dennoch einen 12cm-Lüfter oben drauf, da sie ansonsten u.U. abschaltet. D.h, sowas tue ich mir nicht an, da kann ich für das halbe Geld gleich eine stärkere Graka mit Lüfter nehmen.

Benchmarks hatten eine Verdopplung der Performance versprochen und sie ist definitiv auch da, teilweise noch mehr. Alles, was ich vorher nicht in 1920x1080 mit vollen Details zocken konnte (Mass Effect 2/3, Rise of the Triad, STALKER, Grotesque Tactics!! )), Call of Juarez 2), geht jetzt, und das mit vollen Details. Allerdings rede ich dabei nicht von Spielen wie "Crysis 2", die hab ich gar nicht ausprobiert (davor auch nicht). Sprich, aktuelle Hardware-Fresser kümmern micht erstmal wenig, die sind davor garantiert nicht gelaufen und tun das bestimmt jetzt auch noch nicht zufriedenstellend. Mein Sammlung ist eh brechend voll, und in 1-2 Jahren gibt es vielleicht eine etwas bessere GraKa ohne Lüfter.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5520 Beitrag von zombie-flesheater » Montag, 2. September 2013, 22:06

So, nun habe ich aktuell Black Ops 2, Heavenly Sword und (endlich...) Last of Us herumliegen.
BO2 faellt erst mal flach, weil ich den Vorgaenger noch nicht gespielt habe, da sich dieser aktuell leider nicht in der Sammlung befindet. Ein US-Import ist mir dafuer allerdings etwas zu aufwaendig, bzw. hab ich sowieso keine Kreditkarte :?
Last of Us soll ja etwas laenger dauern, daher erst mal mit Heavenly Sword angefangen. Ich erinnerte mich noch, dass ich seinerzeit die Demo dazu gespielt hatte, kurz nachdem ich mir die PS3 zugelegt hatte. Damals war ich recht begeistert davon. Irgendwie hatte ich das Teil dann allerdings vergessen und seitdem auch nicht mehr im Laden gesehen. Neulich dann fuer nen 10er mitgenommen und gerade angefangen zu spielen. Meh, die anfaengliche Begeisterung konnte sich nicht mehr wirklich halten. OK, das Game ist ja doch schon von 2007 und in der Zwischenzeit hat sich gerade hinsichtlich der Setpieces mit GoW3 etc. schon noch Einiges getan. Die Steuerung fuehlt sich auch irgendwie etwas klobig an, zudem ist die Kamera fixiert und der rechte Analogstick steuert die Ausweichrollen :wallbash: Da muss man sich auch mal dran gewoehnen.
Aber ok, es ging relativ flott weiter und nun bin ich beim ersten Boss gelandet. Der geht auch schnell in die Knie, will dann aber mit einem QTE erledigt werden. WTF?! Bei GoW, Heavy Rain, Uncharted etc. habe ich mit den Dingern absolut kein Problem, hier ist es allerdings fast schon laecherlich, weil man kaum Zeit zum Reagieren hat. Also den QTE auf Anhieb verkackt, der Boss anschliessend wieder mit voller Energie, runtergekaempft, wieder QTE, wieder verkackt, wieder Boss mit voller Energie, wieder runtergekaempft, wieder QTE, wieder verkackt, Wieder Boss mit voller Energie, gestorben. Continue genutzt. Und siehe da, ich lande nicht direkt vorm Boss, sondern nur an der Stelle, wo er mir erst noch einen Arsch voll Gefolgsleuten auf mich hetzt. Also erst mal (wieder) die vermoebelt, dann weiter zum Boss, dann wieder QTE, wieder verkackt... und irgendwann wieder der Continue-Bildschirm. Keinen Bock mehr gehabt, die Passage ein weiteres Mal zu spielen und das Game erst mal wieder aus dem Laufwerk geschmissen. Und da dies wohl nicht der einzige QTE gewesen sein wird (der vorhergehende war immerhin recht gut schaffbar...), frage ich mich ernsthaft, ob ich mir das ueberhaupt noch antun soll.
Direkt zu Last of Us uebergehen, oder dem Game doch noch eine Chance geben? :sos:
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5521 Beitrag von zombie-flesheater » Dienstag, 3. September 2013, 08:43

Wider Erwarten doch mit Black Ops 2 angefangen, ohne den Vorgaenger gespielt zu haben. Nach 7 Stunden (lt. Steam) war das dann auch erledigt. Tja, Call of Duty halt. Hinsichtlich der Setpieces bleibt BO2 allerdings weit hinter World at War oder den Modern Warfare Ablegern zurueck. Das Szenario war ja mit seiner nicht allzu fernen, halbwegs plausiblen Zukunft, durchaus interessant, jedoch spielte die Haelfte der Missionen in Form von Flashbacks in den 80er Jahren. Und so richtig episch wird es dann auch erst ab der vorletzten Mission, und dann ist das Game auch schon wieder durch... Storymaessig gab es einige Twists und beim Haertegrad verwundert es doch stark, dass es das Teil unzensiert durch die USK geschafft hat, ausserdem gibt es diesmal die Moeglichkeit, an bestimmten Punkten Entscheidungen zu treffen, was in unterschiedlichen Enden resultiert - Grund genug also, den Titel doch noch mal wieder durchzuspielen.
Fuer 20 Euro, die ich dafuer ausgegeben hatte, durchaus in Ordnung. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die zukuenftigen Ableger ebenfalls an diesen Entscheidungsmoeglichkeiten orientieren und haertemaessig ebenfalls nicht wieder zimperlicher zur Sache gehen. Nur wird es langsam auch mal Zeit fuer eine neue Grafikengine - optisch sieht das Teil zwar nach wie vor nett aus, aber seit Modern Warfare (1) hat sich da kaum etwas getan und das ist nun immerhin auch schon wieder ueber 5 Jahre her...
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5522 Beitrag von Monroe » Freitag, 6. September 2013, 23:31

Nach ca. 15 Stunden Spielzeit, bin ich mit Bioshock Infinite durch und restlos begeistert! Endlich mal wieder ein Game, das mich nicht nur durch sein Gameplay, sondern auch durch seine überragende Story überzeugt hat. Leider kam mein PC ein wenig ins Schwitzen, aber zum Glück reichte es für ein absolut flüssiges Spielerlebnis aus, keine DirectX 11 Schatten zu verwenden.

Ich werde es bald im 1999 Mode durchzocken, zumal ich die Story nochmal auf mich wirken lassen möchte. Es gibt so viele Kleinigkeiten und Infos, die man beim ersten Durchlauf garnicht verstehen kann, da einem die ganzen Hintergründe fehlen. Allein der erste Dialog, gleich nach Spielstart ist höchst interessant...

Ich freu mich schonmal auf die DLCs :)

EDIT:

Heute hab ich endlich Crysis 2 (PC) beendet... ich glaub es ist einfach nicht mein Setting und auf (Standard) Gegner, die Magazinweise Kugeln fressen, hab ich eh grundsätzlich keinen Bock. Naja, eigentlich macht es einiges richtig, große Areale, taktische Möglichkeiten, coole Waffen und Suit-Skills, gutes Waffenfeeling, grandiose Grafik... aber der Funke will einfach nicht überspringen.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5523 Beitrag von LiquidSnakE » Montag, 9. September 2013, 01:03

Ich bin kurz davor, Danganronpa durchzuspielen, und möchte - da meine PSP nach einer Marathon-Session gerade leer ist und auflädt - kurz ein Vorweg-Fazit ziehen: Danganronpa ist ein grandioses Spiel und schafft es mit Leichtigkeit in meine PSP-Top 5. Würde die Gruppe, die für den Englisch-Patch verantwortlich ist, Spenden akzeptieren, hätte ich ihnen freiwillig eine ähnliche Summe überwiesen, wie ich sie dem Project-Zero-4-Team gegeben habe - aus purer Dankbarkeit, da es mir ohne sie nicht möglich gewesen wäre, diese Japan-exklusive Perle zu genießen.

Kurz zur Story: Ihr seid Makoto Naegi, ein durchschnittlicher Schüler, der durch Glück an der Kibougamine Academy, einer von Japans absoluten Elite-Schulen, angenommen wird. Gleich an eurem ersten Tag stellt sich aber heraus, dass dort nichts so ist, wie es scheint. Ihr werdet bewusstlos und erwacht in Gefangenschaft - alle Fenster und Ausgänge des Schulgebäudes sind mit Stahlplatten blockiert, Selbstschussanlagen und Kameras zieren seine Gänge. Immerhin seid ihr nicht alleine - 14 andere Teenager, alle Bestandteil von Japans intellektueller, kultureller oder sozialer Elite, teilen euer Schicksal. Ein kleiner Roboter namens Monokuma taucht auf und eröffnet euch und euren Kollegen, dass ihr den Rest eures Lebens hier verbringen werdet - außer, wenn ihr einen eurer Mitschüler ermordet, ohne erwischt zu werden. Ein heimtückisches Spiel rund um Freundschaft, Verrat, Täuschung und Kaltblütigkeit beginnt.

Natürlich lässt der erste Mord nach einer kurzen Phase von Ruhe und Ordnung nicht lange auf sich warten, als klar wird, dass es kein Entkommen gibt, sofern man Monokumas Spiel nicht mitmacht. Ihr müsst nun in L.A.-Noire-Manier den Tatort analysieren, Fakten und Beweise sammeln und eure Mitschüler befragen, ehe es zum "Class Trial" kommt - einer Gerichtsverhandlung, in der ihr den Killer finden und anklagen müsst. Findet ihr den Mörder, wird dieser exekutiert und eure Gruppe überlebt; beschuldigt ihr den Falschen, darf dieser das Schulgefängnis verlassen und alle übrigen Schüler werden exekutiert.

Wie in einem Geschworenenprozess diskutiert ihr und wälzt Beweise hin und her, ehe es zu einer Anklage kommt. Dies geschieht im Rahmen kleiner Minispiele, in denen ihr Widersprüche und Lügen aufdecken, die richtigen Beweise vorlegen oder euren Standpunkt gegenüber anderen durchsetzen müsst. Der Mörder ist natürlich auch unter euch und versucht, das Verfahren zu seinen Gunsten zu kippen - schließlich steht sein Leben auf dem Spiel.

Was sich simpel anhört, kann sich - bedingt durch einen anständigen Schwierigkeitsgrad - rasch zu einem nervenaufreibenden Kampf um die Wahrheit entwickeln. Alle Minispiele haben ein Zeitlimit, außerdem habt ihr nur eine bestimmte Anzahl an "Lebenspunkten" - eure Glaubwürdigkeit -, die sich bei Fehlern eurerseits verringern. Ist eure Credibility auf null, habt ihr verloren und werdet automatisch als Täter angeklagt.

Die Fälle sind abwechslungsreich und haben teilweise völlig unvorhersehbare Twists und Wendungen. In Case #2 bin ich beispielsweise ins "Class Trial" gegangen und dachte: Fuck, ich habe keine Ahnung, wer der Täter sein könnte und wie das Verbrechen durchgeführt wurde - ich kann's nur probieren.

Hat man alle Beweise vorgelegt, muss der Tathergang im "Final Climax" rekonstruiert werden. Hierbei muss ein Manga-Strip komplettiert werden (natürlich auch unter Zeitdruck), der den gesamten Mord von Anfang bis Ende zeigt und am Schluss den Mörder unmissverständlich identifiziert. Der "Final Climax" hat m.M.n. auch die geilste Hintergrundmusik des ohnehin gelungenen Soundtracks - den Täter überlistet zu haben ist so mehr als befriedigend.

Auch technisch ist Danganronpa einmalig. Grafisch bietet das Spiel einen Anime'esquen Cel-Shading-Stil - wortwörtlich: Objekte und Charaktere werden grafisch wie ausgeschnittene Papierfiguren dargestellt (2D-Objekte in 3D-Landschaften) - eine kreative Lösung, die definitiv mehr Eindruck als eine durchschnittliche "reale" 3D-Optik hinterlässt. Ladezeiten gibt es quasi nicht - das heißt, es gibt sie schon, allerdings werden sie dadurch kaschiert, dass sich Räume vor euren Augen "aufbauen", was euch glauben lässt, es sei Stilmittel statt technischer Notwendigkeit.

Müsste ich eine Schwäche von Danganronpa nennen, wäre es seine gelegentlich dürftige Logik. Manchmal ist es schwierig, Widersprüche in Aussagen korrekt zu identifizieren - ihr, als Spieler, wisst vielleicht, was an einer Aussage nicht passt, müsst aber exakt den Widerspruch finden, den die Entwickler auserkoren haben. Raum für Interpretationen gibt es keinen, auch "Multiple Choice" ist nicht. Hinzu kommt, dass die Entwicklung eines Mordfalls ein Hit-and-Miss ist. Hatte ich in Case #2 beispielsweise auch nach Ende meiner Ermittlung keinen Plan, wer der Killer sein könnte, wusste ich es in Case #3 schon, ehe der erste Mord stattgefunden hat. Das ist keine Übertreibung - ich erkläre gerne, wieso:
Spoiler: Zeigen
Was mir von Beginn an sehr merkwürdig vorkam: Celes war von allen stets die Einzige, die den Robo-"Madman" gesehen hat. Niemandem außer ihr ist er im gesamten Verlauf der Verfolgung begegnet. Und dann war sie es auch, die vorschlug, dass sich die Schüler in Gruppen aufteilen - und sie legte genau fest, wer in welcher Gruppe zu sein hat. Ab diesem Punkt war mir klar, dass mit ihr etwas nicht koscher ist und dass sie definitiv etwas im Schilde führt - noch bevor die erste Leiche gefunden wurde. Aus diesem Grund - und wegen ihres aggressiven Verhaltens im "Class Trial" - habe ich sie sofort angeklagt, als ich die Chance hatte, obwohl die Beweislage nicht 100%ig eindeutig war. Und natürlich war sie schuldig.
Das meine ich mit Hit-and-Miss. Manchmal ist die Lösung clever und gut versteckt, dann aber passiert beispielsweise sowas - ich wage zu behaupten, dass mein kein Detektiv sein muss, um sich an Vorfällen wie in meinem Spoiler-Tag geschildert zu stören. Nun ja. Das ändert aber am extrem positiven Gesamteindruck nichts. Es gibt für Liebhaber auch etliche Extras freizuspielen und ein Minimum an Dating-Sim-Elementen sind auch dabei: Ihr könnt während der "Free Time" Zeit mit euren Mitschülern verbringen, diese besser kennenlernen und so ihre Akten in eurer ElectroiD vervollständigen. Gebt ihr ihnen passende Geschenke, erhaltet ihr zudem Skill Points und Spezialfähigkeiten, die euch während der "Class Trials" weiterhelfen. Leider sind die Charaktere bei weitem nicht so gut wie z.B. in Corpse Party geschrieben - auch, wenn ihr sie besser kennenlernt, ist es nur bedingt ein Schock, wenn sie im nächsten Case eventuell abserviert werden. Trotzdem sind die "Free Time"-Aktivitäten eine nette, kleine Ergänzung zum "ernsten" Mord-Alltag und somit ein klares Plus.

Danganronpa erscheint Mitte Oktober 2013 in überarbeiteter Form für PlayStation Vita - diesmal auch in offizieller englischer Fassung. Im Westen wird das Spiel unter dem Titel Danganronpa: Trigger Happy Havoc Anfang 2014 veröffentlicht. Wer Bock auf "Ace Attorney für Erwachsene" hat, sollte sich das Teil dringend vormerken.
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100%Milk
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5524 Beitrag von 100%Milk » Montag, 9. September 2013, 06:44

Ich liebe es wenn man Reviews für Spiele in einem Wort zusammenfassen kann. In diesem Falle für Saints Row 4, wäre das Review: "Crackdown 3". Denn genau das ist es. "Prototype 3" wäre ebenfalls sehr passend.

Ich meine, find ich töfte, ich mag Crackdown und Prototype - ich hätte mich nur auch sehr über ein neues Saints Row Spiel gefreut.

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LIH
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5525 Beitrag von LIH » Mittwoch, 11. September 2013, 13:36

Das nächste Spiel aus dem Humble Origin Bundle kann ich nun auch abhaken. Ich habe nun Dead Space durch.
Tja, was kann man noch dazu sagen. Gutes Spiel, dichte Atmosphäre, tolles Gameplay und ein paar nette Schockmomente. Aber ein wirkliches Horror Spiel war Dead Space für mich nicht. Steht bei mir auf einer Stufe mit Doom 3, aber so richtig Todesangst wie in Amnesia oder auch mal in The Walking Dead kam bei mir nun nicht auf. Der größte Horror ist, wenn man in der ersten Spielhälfte mit den ersten Anzügen an seine Kapazitätsgrenze kommt und einen Raum mit wertvollen Platine und Healthpacks findet, der nächste Shop aber nicht zu finden ist. :blueeye:
Vielleicht liegt das aber auch am Gore, der schon wieder so übertrieben auffällig ist, dass man ihn nicht ernst nehmen kann. Zudem stört es mich immer mehr, dass in Spielen mit toller Physikengine die Körperteile so komplett masselos wirken und von der Spielfigur wie wattegefüllte Säcke herum gestoßen werden. Da ist Dead Space bei weitem nicht der einzige Kandidat (gerade Gears of War ist dabei ein Alptraum), aber gerade in engen Räumen mit vielen Gegner fällt das negativ auf und manchmal ist es auch vorgekommen, dass irgend ein Bein oder Torso sich in meiner Spielfigur verhakt hat und ich das Ding wie unterm Arm durch die Gegend geschleift habe. :mrgreen:
Die Story ist nun auch nicht die Offenbarung und zugegeben, nach all den Jahren konnte ich das Spiel natürlich nicht komplett spoiler frei zocken. Auch so riecht man den Twist meilenweit. Aber was solls, die Geschichte verrichtet ihren Dienst und die schon so oft erwähnte Event Horizon Atmosphäre trägt zu einem gelungenem Spiel bei.
Die Spielzeit betrug bei mir knapp 11 Stunden und endlich mal wieder ein Spiel, in dem die erste Waffe brauchbar ist. Ich hab den Plasmaschneider voll aufgetunt bis zum Ende mit genommen und war damit gut bedient. Also meinetwegen hätte man da auf die anderen Waffen auch verzichten können, oder nur ein stark abgespecktes Arsenal anbieten können, aber dafür gibt es ja auch noch New Game+. Das Shop- und Inventarsystem war in Ordnung, aber meinetwegen wäre es ohne dem auch gegangen.
Die Steuerung mit Maus und Tastatur geht eigentlich ganz gut, ich würde empfehlen die Sensitivität der Maus höher als üblich zu setzen. Es ist anfangs schon arg gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit kommt man in die Steuerung und der Kameraposition richtig gut rein. Ich würde das staksige Gameplay auch auf den Raumanzug zurück führen. Klar bewegt man sich mit einem solchen schweren Anzug nicht grazil und gelenk wie in anderen Shootern.
Die Grafik ist immer noch in Ordnung. Klar, spaziert man auch meistens durch dunkle Gänge mit flackerndem Licht. Wenn man genau hinschaut fallen sicherlich die teils matschigen Texturen auf, aber bei einem 5 Jahre alten Spiel auch kein großes Ding.

Damit wäre ein Plan von EA aufgegangen, ich hab jetzt starkes Interesse an Dead Space 2. Soll ja im Großen und Ganzen ein würdiger Nachfolger sein, ganz anders als Teil 3.

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5526 Beitrag von LiquidSnakE » Donnerstag, 12. September 2013, 13:47

Gerade habe ich Amnesia: A Machine for Pigs beendet. Was soll ich sagen? Das Spiel ist von den Machern von Dear Esther, daran besteht kein Zweifel. Im Klartext heißt das: Weniger Horror, weniger Gameplay, viel bessere Story, alles interessant und stimmig präsentiert. Mein Hauptproblem ist das "Weniger Horror"-Ding. Im ganzen Spiel hat man ungefähr 6 oder 7 Mal mit Gegnern zu tun, den Rest der Zeit passiert gar nichts. Es ist quasi wie ein Dear Esther im Amnesia-Universum - du rennst durch die Gegend, liest Briefe und Dokumente, führst Monologe und hast gelegentlich geisterhafte Erscheinungen deiner zwei Söhne. Sonst geschieht nichts.

Die Gegner stellen auch keine wirkliche Bedrohung dar. Den normalen Manpigs kann problemlos durch Stealth ausgewichen werden, richtig nervig werden nur die Dimensions-Manpigs am Ende, die immer zwischen sichtbar und unsichtbar hin und her "flackern". Während dieser Szenen kann man Stealth direkt über Bord werfen, da diese Kreaturen immer wissen, wo ihr seid, weshalb es sich empfiehlt, einfach zum nächsten Schalter bzw. zur nächsten Tür zu rennen und zu hoffen, dass man es schafft, ehe man gekillt wird.

Darüber hinaus hält sich der Horror vor allem deshalb stark in Grenzen, weil

1) es keine Laterne mit Öl mehr gibt, sondern eine Taschenlampe mit unendlich Energie. Das ist einerseits super, weil mir das Ölkännchen-Sammeln im ersten Teil schnell auf die Nerven geht, andererseits aber negativ, weil die Knappheit an Öl euch gezwungen hat, eben nicht 24/7 mit gezückter Laterne durch die Gegend zu laufen, was wiederum das Wahnsinns-Element getriggert hat. Hier hätte ich mir einen Kompromiss wie z.B. in Metro 2033 gewünscht: Unendliche Laterne ist super, allerdings sollte diese nur für kurze Zeit Energie besitzen und anschließend manuell aufgezogen werden müssen. Hätte definitiv seinen Reiz, wenn man inmitten eines düsteren Gangs plötzlich im Dunkeln sitzt und regungslos seine Lampe aufzieht, während man fieberhaft versucht, hinter dem metallischen Dröhnen der Maschinen Schritte möglicher Monster auszumachen.

2) der Protagonist Edward Mundus keine Angst vor der Dunkelheit hat, ergo das gesamte "zu lange in der Dunkelheit = Drift gen Wahnsinn"-Element komplett wegfällt. Ob ihr nun eure unendlich haltbare Lampe auspackt oder das ganze Spiel über im Dunkeln sitzt, spielt keine Rolle.

Auch die Rätsel sind deutlich schwächer als beim ersten Amnesia. "Rätsel" trifft es eigentlich nicht ganz. Nennen wir es lieber "Lege alle Schalter und Hebel um, die du finden kannst, und hoffe, dass etwas Sinnvolles geschieht". Physikbasierte Puzzles gibt es nicht mehr, weshalb mit nahezu keinen Objekten in der Umgebung mehr interagiert werden kann. Auch hier bin ich gespalten: Einerseits habe ich die Puzzles in Amnesia oft verflucht, weil ihre Lösung teilweise wirklich am Rande der Logik lag, andererseits ist A Machine for Pigs durch ihre Abwesenheit eine zu einfache Angelegenheit - was mich nicht stören würde, gäbe es eine ordentliche Horror-Atmosphäre...

Ist Amnesia: A Machine for Pigs besser oder schlechter als der Vorgänger? Hmmm... - vom Horror-Standpunkt aus betrachtet definitiv nein. Ehrlich gesagt kommen sich beide Spiele nicht einmal nahe. Von Story, Setting, Präsentation aus betrachtet definitiv ja. Das Burgen-Setting des ersten Teils stieß mich ab, das neue "Industrial Nightmare"-Setting ist eine großartige Verbesserung und erinnert ein bisschen an BioShock. Klar ist, dass Potenzial verschenkt wurde und A Machine for Pigs ein wirklich grandioses Horror-Game hätte werden können - das finale Produkt ist leider Dear Esther mit Monstern. Nicht mehr und nicht weniger.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5527 Beitrag von SAL » Freitag, 13. September 2013, 08:57

Landwirtschafts Simulator 2013 (Xbox360)

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5528 Beitrag von LIH » Freitag, 13. September 2013, 13:35

LiquidSnakE hat geschrieben:Gerade habe ich Amnesia: A Machine for Pigs beendet...

Das hatte ich befürchtet und ist auch bei anderen Reviews raus zu lesen. Schade, ich liebe dieses Versteckspiel aus dem Vorgänger und dem ständigen Abwägen zwischen Licht und der Gefahr entdeckt zu werden und der Dunkelheit und dem anwachsenden Wahnisnn.

Naja, hätte man erwarten können, Dear Esther ist auch nicht mein Ding gewesen.
Aber gut, solange zumindest die Story was bietet, werde ich das sicher auch irgendwann mal spielen.
SAL hat geschrieben:Landwirtschafts Simulator 2013 (Xbox360)
Ja, und wie isses?

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5529 Beitrag von SAL » Freitag, 13. September 2013, 16:34

LIH hat geschrieben:
SAL hat geschrieben:Landwirtschafts Simulator 2013 (Xbox360)
Ja, und wie isses?
Entspanned und anders.

Anstatt kleinen Kindern bei CoD actionreich auf Maul zu hauen oder hunderte von Zombies killen, mal das Feld pflügen und Weizen anbauen.
Natürlich keine Konkurrenz zur PC Version da fehlen noch paar Patches, aber es macht Spaß.

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5530 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 13. September 2013, 22:21

Nachdem ich Amnesia: A Machine for Pigs beendet habe, spielte ich noch einmal Dear Esther, das - falls es jemand nicht weiß - vom gleichen Entwickler stammt (thechineseroom). Mein Eindruck des Spiels hat sich gegenüber meinem ersten Durchgang aber nicht geändert. Dear Esther ist nicht umsonst ein Synonym für "Art Game" - es ist ein Kunstwerk im Sinne eines schönen Gemäldes oder einer bezaubernden Melodie. Es ist malerisch. Ich habe es diesmal mit einem (virtuellen) 7.1-Headset gespielt, was die Qualität des Zusammenspiels aus Jessica Currys grandiosem Soundtrack und den stimmigen, weil sparsam eingesetzten Ambience Sounds erst richtig zur Geltung bringt.
Spoiler: Zeigen
Wie viele andere Kunstwerke in anderen Bereichen ist Dear Esther auch mehr als offen für Interpretation, da zwischen den lyrischen Monologen des Protagonisten kaum etwas erklärt wird. Ich weiß nicht, ob ich darüber unglücklich sein soll. Klar, ich stimme vielen Kritikern zu, dass das Ende unbefriedigend ist, eben, weil nichts erklärt wird - hätte ich selbst vielleicht auch anders gelöst -, andererseits liefert die Vagheit des Plots Stoff für lange Diskussionen. Warum Dear Esther als Geistergeschichte verkauft wird, erschließt sich mir aber nicht ganz - auch nach meinem 2. Durchgang. Dear Esther erzählt - so interpretiere ich die Story jedenfalls - von der Trauer eines Mannes, dessen Geliebte Esther bei einem Autounfall getötet wurde. Weil der Protagonist mit ihrem Tod nicht fertig wird, kehrt er auf die Insel zurück, wo sie sich fanden, und begeht Selbstmord. Geistergeschichte - inwiefern?
Dear Esther ist Kunst, ohne Zweifel - trotzdem ist und bleibt es massiv überbewertet. Eines ist Dear Esther nämlich nicht, und das ist ein nicht unbedeutendes Problem: in sich harmonisch, als interaktive Präsentation, als Videospiel. Das Gameplay (= halte "w" auf dem Keyboard, bis die Credits über den Schirm laufen, während du gelegentlich auch "a" oder "d" drückst) ist absolut losgelöst von der sonstigen Erfahrung. Beim Spielen kamen mir einige Ideen, wie eine bessere Kombination aus Geschichte, Ästhetik und Spielmechanik hätte erzielt werden können. Aber das sind nur meine 2 Cent. Genügend Leute sehen Dear Esther als artistischen Meilenstein, wegweisend für das Medium als Kunstform. Ich... eher nicht. Dear Esther ist kein Silent Hill 2. Und Silent Hill 2 war seinerseits kein artistisches Statement, sondern, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Videospiel. Ein Videospiel, das auch Menschen Spaß macht, die nicht nach künstlerischer Erleuchtung suchen.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5531 Beitrag von KT » Freitag, 13. September 2013, 22:51

WTF. "The Expendables 2" für knapp 2 Euro mitgenommen. Verstehe aber nicht, wie man da schießen und treffen soll. Entweder hat das Spiel keine richtige Kollisionsabfrage oder ich hab da was falsch verstanden. Ich ziele mit dem Fadenkreuz und klicke, habe aber nicht das Gefühl, dass der Charakter genau passend zu meinen Clicks und überhaupt in die Richtung des Fadenkreuzes schießt. :shock:
Entweder sitzt das Problem vor dem PC :D oder das ist eine richtig miese Gurke. UNINSTALL.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5532 Beitrag von zombie-flesheater » Samstag, 14. September 2013, 21:42

So, bin nun mit The Last of Us durch. Joah, hat mir gefallen, wenngleich es jetzt fuer mich nicht unbedingt DAS Uebergame war, fuer das es gerne mal gehalten wird.
Koennte jetzt allerdings nicht wirklich mit dem Finger drauf zeigen, was mich jetzt konkret "gestoert" haette... wobei, gestoert hat ja eigentlich nix.
Vielleicht lag es aber auch an der Tatsache, dass mir das (vermeintliche) Ende bereits im Vorfeld an anderer Stelle gespoilert wurde. Zwar kam ab dem Punkt, an dem das mir Bekannte passierte, noch etwas Gameplay, im Grunde war der AHA-Effekt aber bereits verflogen. Schade. Also wenn es jemand noch nicht gespielt hat, kann ich definitiv meine uneingeschraenkte Empfehlung aussprechen, jedoch unbedingt von Spoilern fernhalten!

Jahrzehnte nach einer Zombi... aehm... Infizierten-Epidemie erhaelt der Schmuggler Joel den Auftrag, die 14-jaehrige Ellie bei den Kollegen seiner Auftraggeberin abzuliefern. Doch neben Anlaufschwierigkeiten zwischen dem ungleichen paar laeuft der vermeintlich Auftrag immer mehr und mehr aus dem Ruder und staendig draengen sich neue Fragen auf. Mehr zu schreiben, waere fast schon wieder gespoilert, und gerade das ist bei diesem Titel IMHO toedlich.

Technisch duerfte dies wohl die "Abschlussarbeit" der PS3 sein. Man hat hier wohl das Letzte aus dem System geholt und es ist unwahrscheinlich, dass das noch einmal getoppt wird, bevor die PS4 da ist. Die Szenarios sind abwechslungsreich, von Grosstaedten samt diversen begehbaren Muessen, vermoderten Hotels etc. ueber Kleingartensiedlungen, verlassenen Highways bis hin zu Krankenhaeusern, Labors und Militaerstuetzpunkten ist eigentlich alles dabei, was das Endzeitszenario hergibt. Das Ganze dann auch noch auf alle vier Jahreszeiten verteilt, was fuer zusaetzliche Abwechslung sorgt. Geniale Idee, toll umgesetzt!
Ebenso eine coole Idee, Etappenziele bereits von der Ferne aus zu zeigen. Da denkt man sich erst wow, das Gebaeude ist aber noch verdammt weit weg, mehrere Haeuserschluchten spaeter auf einer Aussichtsplattform ist es dann schon naeher und irgendwann befindet es sich tatsaechlich in unmittelbarer Naehe. Ebenfalls gut gemacht und in der Form so eigentlich bisher noch nirgendwo sonst gesehen - warum eigentlich?
Akustisch gibt es ebenfalls nichts zu meckern, wobei der bombastische Soundtrack eines Uncharted hier einem eher subtilen Score weicht. Dieser kann jedoch gerade bei den emotionalen Momenten punkten, und untermalt das Geschehen ansonsten stimmig und atmosphaerisch.
Gekaempft wird gegen das Militaer, Banditen und Zombi... Infizierte. Dies gestaltet sich dann auch relativ abwechslungsreich, weil man die eigene Taktik je nach Gegnersorte immer wieder umstellen muss. Dabei praesentiert sich das Spiel wie eine Mischung aus Metal Gear Solid und Uncharted - ist man unentdeckt, kann man die Gegner in bekannter Stealth-Manier ausschalten, verbockt man hierbei etwas, ist der Uebergang zum klassischen Deckungsshooter-Gameplay wunderbar fluessig. Die KI selbst weiss dabei ebenfalls zu gefallen und flankiert z. B.
Ein weiterer Pluspunkt ist auch das suechtig machende Erkunden der Umgebung und pluendern diverser Gegenstaende. Nicht zuletzt, um damit die Faehigkeiten des eigenen Charakters und dessen Waffen aufzuruesten.
Das Spiel lebt jedoch in erster Linie von der Beziehung zwischen Joel und Ellie. Letztere ist auch absolut sympathisch und stoert das Gameplay zum Glueck auch nicht weiter. Im Gegenteil, mit zunehmenden Spielverlauf wird die Kleine sogar immer hilfreicher. Ihre sympathisch-naive, dennoch resolute Art bietet jedenfalls auch einen netten Kontrast zum eher grimmigen und gefuehlskalten Joel. Diese Konstellation scheint momentan ohnehin in Mode zu sein, jedenfalls hat mich das Ganze etwas an Bioshock: Infinite erinnert.

Allerdings muss ich gestehen, dass mich das Spiel dennoch nicht sooo umgehauen hat, um den ganzen Hype gerecht zu werden. Es ist handwerklich zwar ausgezeichnet, bietet allerdings keinen wirklichen Fortschritt oder herausragende Innovationen fuer die Spielewelt. Gameplaytechnisch hat man alles bereits irgendwo anders bereits gesehen. Nicht zwangslaeufig besser (das funktioniert schon so alles, wie es soll), jedoch haette ich mir von einem derart gelobten Titel irgendwo doch etwas mehr gameplaymaessige Innovation erwartet. Hier ist man leider auf Nummer sicher gegangen, anstatt ggfs. neue Mechaniken zu riskieren. Storymaessig war man ja auch nicht unbedingt zimperlich und weicht stellenweise durch die dargestellte Kompromisslosigkeit deutlich vom Mainstream ab. Schade, im gesunden Masse haette dies dem Titel sicherlich mehr genutzt, als geschadet.

Im Vergleich zu Uncharted mangelt es hier IMHO auch irgendwie an tollen Setpieces. Sicher, auch hier stuerzt hin und wieder mal der Vorsprung ein, auf dem man sich gerade befindet, man wird von Ellie getrennt, oder man wird von Gegnern eingekreist, und Flugzeugabstuerze, einstuerzende Gebaeude, wuchtige Explosionen etc. wie bei Uncharted haetten hier wohl auch nicht so recht gepasst, dennoch habe ich irgendwo ein paar inszenatorische "Spitzen" vermisst.
Uncharted ist in der Hinsicht eine bunte Achterbahnfahrt, waehrend sich The Last of US zwar konstant auf hohem Niveau bewegt, allerdings nie wirklich ueber seine Straenge schlaegt. Und das ist vielleicht auch das, was ich an diesem Titel trotz aller technischen Perfektion kritisieren koennte: Das Spiel ist insgesamt so gut, dass sich kaum eine Szene besonders abhebt. Passagen mit dem "WOW!"-Effekt, an die man sich auch Tage/Wochen/Monate/Jahre nach dem Spielen erinnert, glaenzen hier einfach irgendwie. Die Kinnlade ist mir jedenfalls zu keinem Zeitpunkt runter gekippt. Die Uncharted Teile oder auch MGS 4 hatten das sogar fast am laufenden Band geschafft. Und vielleicht liegt der Fehler auch bei mir, aehnliche Erlebnisse von dem Titel erwartet zu haben. :oops:

Einerseits kann ich den Titel dank seiner technischen Qualitaet tatsaechlich uneingeschraenkt empfehlen und er duerfte wohl tatsaechlich mit zum Besten gehoeren, was diese Konsolengeneration hervorgebracht hat - dennoch habe ich mir irgendwie trotzdem mehr erwartet (auch wenn ich dieses "mehr" nicht einmal direkt in Worte fassen kann) - abgesehen von der wirklich guten Story und den sympathischen (Haupt-)Charakteren wird mir im Detail aber wohl nicht viel von The Last of Us in Erinnerung bleiben... :(

Snake hatte seinerzeit ja bemaengelt, dass
Spoiler: Zeigen
die NPCs fuer Gegner quasi unsichtbar sind
und dies die Atmosphaere stoere. Jein. Finde ich jetzt gameplaymaessig vielmehr so, dass man damit doch die richtige Entscheidung getroffen hat. Ich kann mich jedenfalls nur an ein einziges Mal erinnern, als
Spoiler: Zeigen
Ellie einem Gegner direkt vor der Nase vorbeigelaufen ist, ohne dass dieser auch nur im Entferntesten darauf in irgend einer Form reagiert haette
- kann natuerlich sein, dass das schon oefters passiert ist, aufgefallen ist mir dies dann allerdings nicht, da ich mit dem tatsaechlichen Kampf oder Schleichen bereits voll ausgelastet war. Da haette es IMHO wesentlich mehr gestoert, wenn dies nicht der Fall gewesen waere und man sich staendig ueber
Spoiler: Zeigen
NPCs, die einem die Tour vermasseln
aergern haette muessen.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5533 Beitrag von Kaysa » Sonntag, 15. September 2013, 11:17

LiquidSnakE hat geschrieben:Nachdem ich Amnesia: A Machine for Pigs beendet habe, spielte ich noch einmal Dear Esther, das - falls es jemand nicht weiß - vom gleichen Entwickler stammt (thechineseroom). Mein Eindruck des Spiels hat sich gegenüber meinem ersten Durchgang aber nicht geändert. Dear Esther ist nicht umsonst ein Synonym für "Art Game" - es ist ein Kunstwerk im Sinne eines schönen Gemäldes oder einer bezaubernden Melodie. Es ist malerisch. Ich habe es diesmal mit einem (virtuellen) 7.1-Headset gespielt, was die Qualität des Zusammenspiels aus Jessica Currys grandiosem Soundtrack und den stimmigen, weil sparsam eingesetzten Ambience Sounds erst richtig zur Geltung bringt.
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Wie viele andere Kunstwerke in anderen Bereichen ist Dear Esther auch mehr als offen für Interpretation, da zwischen den lyrischen Monologen des Protagonisten kaum etwas erklärt wird. Ich weiß nicht, ob ich darüber unglücklich sein soll. Klar, ich stimme vielen Kritikern zu, dass das Ende unbefriedigend ist, eben, weil nichts erklärt wird - hätte ich selbst vielleicht auch anders gelöst -, andererseits liefert die Vagheit des Plots Stoff für lange Diskussionen. Warum Dear Esther als Geistergeschichte verkauft wird, erschließt sich mir aber nicht ganz - auch nach meinem 2. Durchgang. Dear Esther erzählt - so interpretiere ich die Story jedenfalls - von der Trauer eines Mannes, dessen Geliebte Esther bei einem Autounfall getötet wurde. Weil der Protagonist mit ihrem Tod nicht fertig wird, kehrt er auf die Insel zurück, wo sie sich fanden, und begeht Selbstmord. Geistergeschichte - inwiefern?
Dear Esther ist Kunst, ohne Zweifel - trotzdem ist und bleibt es massiv überbewertet. Eines ist Dear Esther nämlich nicht, und das ist ein nicht unbedeutendes Problem: in sich harmonisch, als interaktive Präsentation, als Videospiel. Das Gameplay (= halte "w" auf dem Keyboard, bis die Credits über den Schirm laufen, während du gelegentlich auch "a" oder "d" drückst) ist absolut losgelöst von der sonstigen Erfahrung. Beim Spielen kamen mir einige Ideen, wie eine bessere Kombination aus Geschichte, Ästhetik und Spielmechanik hätte erzielt werden können. Aber das sind nur meine 2 Cent. Genügend Leute sehen Dear Esther als artistischen Meilenstein, wegweisend für das Medium als Kunstform. Ich... eher nicht. Dear Esther ist kein Silent Hill 2. Und Silent Hill 2 war seinerseits kein artistisches Statement, sondern, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Videospiel. Ein Videospiel, das auch Menschen Spaß macht, die nicht nach künstlerischer Erleuchtung suchen.
Deine Frage "Warum Geistergeschichte?" lässt sich ganz einfach beantworten, indem man beim Spielen die Umgebung sehr aufmerksam beobachtet! ;)

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5534 Beitrag von Zombie » Sonntag, 15. September 2013, 17:37

So nun auch durch mit

Just Cause 2 [PC - DVD-ROM]

das Teil erinnert mich stark an Boiling Point: Road to Hell :roll:


+ helle bunte Grafik (wie Far Cry) ist einfach nur Geil 8)
+ guter Sound und deutsche Sprachausgabe
+ frei begehbare Welt
+ vieles Zerstörbar
+ gute Hubschrauber-steuerung
+ extra lange Spielzeit :shock:
(bei mir 30 Stunden)


- sehr schwammige Fahrzeugsteuerung
- Flugzeug Steuerung katastrophal :vogel:
- sich ständig wiederholende Missionen
- fast keine begehbaren Gebäude
- kein Endgegner
- kein freies Speichern :wallbash:
(Speichert nur bei Aufgaben-ende und -anfang)
- mit einer Speicherfunktion hätte man viel mehr Zeit einfach nur Chaos
verbreiten können

8/10

30 Stunden Spass fürn Zehner :respekt:
Man Lebt nicht um zu Spielen,
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5535 Beitrag von zombie-flesheater » Sonntag, 15. September 2013, 18:51

Zombie hat geschrieben:So nun auch durch mit

Just Cause 2 [PC - DVD-ROM]

das Teil erinnert mich stark an Boiling Point: Road to Hell :roll:


+ helle bunte Grafik (wie Far Cry) ist einfach nur Geil 8)
+ guter Sound und deutsche Sprachausgabe
+ frei begehbare Welt
+ vieles Zerstörbar
+ gute Hubschrauber-steuerung
+ extra lange Spielzeit :shock:
(bei mir 30 Stunden)


- sehr schwammige Fahrzeugsteuerung
- Flugzeug Steuerung katastrophal :vogel:
- sich ständig wiederholende Missionen
- fast keine begehbaren Gebäude
- kein Endgegner
- kein freies Speichern :wallbash:
(Speichert nur bei Aufgaben-ende und -anfang)
- mit einer Speicherfunktion hätte man viel mehr Zeit einfach nur Chaos
verbreiten können

8/10

30 Stunden Spass fürn Zehner :respekt:
Ich war nach 19 Stunden (lt. Steam) heilfroh, das Teil endlich hinter mich gebracht zu haben. Selten so etwas Oedes und Nerviges gespielt. Zudem fand ich den Schwierigkeitsgrad fuer einen Funshooter, der das Game ja sein will, selbst auf der leichtesten Einstellung etwas zu hart. Staendige Munitionsknappheit und man konnte kaum etwas Verruecktes ausprobieren, ohne damit rechnen zu muessen, kurz darauf ins Gras zu beissen, weil man inzwischen von einer Uebermacht an Gegnern ueberwaeltigt wird. Dazu noch die katastrophal langen (und schrecklich unspektakulaeren) Fahrwege zwischen und sogar waehrend den einzelnen Missionen.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5536 Beitrag von LiquidSnakE » Sonntag, 15. September 2013, 19:50

zombie-flesheater hat geschrieben:So, bin nun mit The Last of Us durch. [...]

Snake hatte seinerzeit ja bemaengelt, dass
Spoiler: Zeigen
die NPCs fuer Gegner quasi unsichtbar sind
und dies die Atmosphaere stoere. Jein. Finde ich jetzt gameplaymaessig vielmehr so, dass man damit doch die richtige Entscheidung getroffen hat. Ich kann mich jedenfalls nur an ein einziges Mal erinnern, als
Spoiler: Zeigen
Ellie einem Gegner direkt vor der Nase vorbeigelaufen ist, ohne dass dieser auch nur im Entferntesten darauf in irgend einer Form reagiert haette
- kann natuerlich sein, dass das schon oefters passiert ist, aufgefallen ist mir dies dann allerdings nicht, da ich mit dem tatsaechlichen Kampf oder Schleichen bereits voll ausgelastet war. Da haette es IMHO wesentlich mehr gestoert, wenn dies nicht der Fall gewesen waere und man sich staendig ueber
Spoiler: Zeigen
NPCs, die einem die Tour vermasseln
aergern haette muessen.
Das Problem der unsichtbaren NPCs ist vor allem, dass sich dieses Prinzip später ad absurdum führt.
Spoiler: Zeigen
Sobald du mit jemandem zusammen bist, der eine Waffe trägt, wird jeglicher Rest Atmosphäre endgültig ausgeknockt. Deine Freunde haben endlos Ammo und werden von Gegnern aller Art ignoriert, was extrem zum Exploiten verleitet. Beispiel: Als ich mit diesem Survivalist (Bill oder so) zusammen war, brauchte ich keinen einzigen Schuss abzufeuern. Infizierte tauchen auf -> Ich laufe im Zig Zag vor Bill umher -> Er knallt all meine Verfolger mit seiner Shotgun ab. Ich habe in dem gesamten Kapitel komplett auf Stealth geschissen, weil es viel schneller geht, die Gegner einfach in Bills Sichtfeld zu treiben und anschließend so lange im Kreis zu rennen, bis alle tot sind.
Wobei es eigentlich - für mich - schon reicht, wenn Ellie wieder einmal einem Clicker vor die Nase läuft, ohne dass etwas passiert. Dich mag das vielleicht weniger tangieren, aber ich wurde jedes - verdammte - Mal komplett rausgerissen und daran erinnert, dass ich vor einem Videospiel sitze und Ellie daher vor dem Clicker sicher ist, because Videogame. Naughty Dog war einfach faul und wollte auf Nummer sicher gehen. "Oh shit, wenn Ellie dauern stirbt werden die Leute gefrustet - das geht gar nicht!" Ich sage ja nicht mal, dass sie eine Über-KI hätten erschaffen müssen - es hätte gereicht, wenn du deinen Freunden Befehle wie "Versteck' dich in 'ner Mülltonne!" geben kannst, Resident-Evil-4-Style. Oder wenn deine Freunde dir erst folgen, wenn es sicher ist - dutzende andere Spiele haben das auch geschafft - diese Kritik kann kein noch so verzweifelter Versuch der Rechtfertigung entkräften.

Viel schlimmer als das ist und bleibt aber der verdammte Clicker und der Shiv-One-Hit-Kill. Das lässt sich nicht einmal durch "Because Videogame" entschuldigen. Wieso kann ich einen Clicker, der ein ganzes Shotgun-Magazin in den Körper einsteckt, mit einem rudimentären Messerchen One-Hit-Killen, das aus einer zusammengepappten Klinge und einem Griff besteht? Es ist nicht mal ein militärisches Survival Knife, das stabil und fest ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein Griff, an den du eine Klinge geklebt hast. Wieso kann ich dem Clicker keine Pistole ins Maul schieben und seinen Kopf wegpusten, wenn er mich packen will? Wieso brauche ich ein Messer und kann z.B. kein Stahlrohr verwenden, an das ich Nägel gekittet habe? Wieso muss es ausgerechnet das verdammte Shiv sein, und nur das Shiv?

Klar, natürlich kenne ich die Antwort: Because Videogame. Naughty Dog wollte das Messer aufwerten und seinen strategischen Wert steigern. Ich verstehe das. Aber das macht die Design-Entscheidung weder sinnvoll, noch weniger fragwürdig in Hinblick auf atmosphärische Konsistenz.
Kaysa hat geschrieben:
LiquidSnakE hat geschrieben:[...] Dear Esther [...]
Deine Frage "Warum Geistergeschichte?" lässt sich ganz einfach beantworten, indem man beim Spielen die Umgebung sehr aufmerksam beobachtet! ;)
?
Spoiler: Zeigen
Ich habe beim Spielen nichts Geisteshaftes gesehen. Oder spielst du auf die creepy Schrift an, die in Neonfarbe über die ganze Insel verteilt wurde? Das wird in den Monologen erklärt - es sind die Gedanken des Apothekers Paul Jacobson, dem Schuldigen an dem Unfall. Was meinst du konkret?
"Alter Falter, wie du immer wieder diverse Top Titel komplett verreißt geht doch auf keine Kuhhaut mehr."
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5537 Beitrag von zombie-flesheater » Sonntag, 15. September 2013, 20:59

LiquidSnakE hat geschrieben:
zombie-flesheater hat geschrieben:So, bin nun mit The Last of Us durch. [...]

Snake hatte seinerzeit ja bemaengelt, dass
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die NPCs fuer Gegner quasi unsichtbar sind
und dies die Atmosphaere stoere. Jein. Finde ich jetzt gameplaymaessig vielmehr so, dass man damit doch die richtige Entscheidung getroffen hat. Ich kann mich jedenfalls nur an ein einziges Mal erinnern, als
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Ellie einem Gegner direkt vor der Nase vorbeigelaufen ist, ohne dass dieser auch nur im Entferntesten darauf in irgend einer Form reagiert haette
- kann natuerlich sein, dass das schon oefters passiert ist, aufgefallen ist mir dies dann allerdings nicht, da ich mit dem tatsaechlichen Kampf oder Schleichen bereits voll ausgelastet war. Da haette es IMHO wesentlich mehr gestoert, wenn dies nicht der Fall gewesen waere und man sich staendig ueber
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NPCs, die einem die Tour vermasseln
aergern haette muessen.
Das Problem der unsichtbaren NPCs ist vor allem, dass sich dieses Prinzip später ad absurdum führt.
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Sobald du mit jemandem zusammen bist, der eine Waffe trägt, wird jeglicher Rest Atmosphäre endgültig ausgeknockt. Deine Freunde haben endlos Ammo und werden von Gegnern aller Art ignoriert, was extrem zum Exploiten verleitet. Beispiel: Als ich mit diesem Survivalist (Bill oder so) zusammen war, brauchte ich keinen einzigen Schuss abzufeuern. Infizierte tauchen auf -> Ich laufe im Zig Zag vor Bill umher -> Er knallt all meine Verfolger mit seiner Shotgun ab. Ich habe in dem gesamten Kapitel komplett auf Stealth geschissen, weil es viel schneller geht, die Gegner einfach in Bills Sichtfeld zu treiben und anschließend so lange im Kreis zu rennen, bis alle tot sind.
Wobei es eigentlich - für mich - schon reicht, wenn Ellie wieder einmal einem Clicker vor die Nase läuft, ohne dass etwas passiert. Dich mag das vielleicht weniger tangieren, aber ich wurde jedes - verdammte - Mal komplett rausgerissen und daran erinnert, dass ich vor einem Videospiel sitze und Ellie daher vor dem Clicker sicher ist, because Videogame. Naughty Dog war einfach faul und wollte auf Nummer sicher gehen. "Oh shit, wenn Ellie dauern stirbt werden die Leute gefrustet - das geht gar nicht!" Ich sage ja nicht mal, dass sie eine Über-KI hätten erschaffen müssen - es hätte gereicht, wenn du deinen Freunden Befehle wie "Versteck' dich in 'ner Mülltonne!" geben kannst, Resident-Evil-4-Style. Oder wenn deine Freunde dir erst folgen, wenn es sicher ist - dutzende andere Spiele haben das auch geschafft - diese Kritik kann kein noch so verzweifelter Versuch der Rechtfertigung entkräften.

Viel schlimmer als das ist und bleibt aber der verdammte Clicker und der Shiv-One-Hit-Kill. Das lässt sich nicht einmal durch "Because Videogame" entschuldigen. Wieso kann ich einen Clicker, der ein ganzes Shotgun-Magazin in den Körper einsteckt, mit einem rudimentären Messerchen One-Hit-Killen, das aus einer zusammengepappten Klinge und einem Griff besteht? Es ist nicht mal ein militärisches Survival Knife, das stabil und fest ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein Griff, an den du eine Klinge geklebt hast. Wieso kann ich dem Clicker keine Pistole ins Maul schieben und seinen Kopf wegpusten, wenn er mich packen will? Wieso brauche ich ein Messer und kann z.B. kein Stahlrohr verwenden, an das ich Nägel gekittet habe? Wieso muss es ausgerechnet das verdammte Shiv sein, und nur das Shiv?

Klar, natürlich kenne ich die Antwort: Because Videogame. Naughty Dog wollte das Messer aufwerten und seinen strategischen Wert steigern. Ich verstehe das. Aber das macht die Design-Entscheidung weder sinnvoll, noch weniger fragwürdig in Hinblick auf atmosphärische Konsistenz.
Wirklich stoerend ist es mir wie gesagt nur das eine Mal aufgefallen. Sicher, man haette es auch so machen koennen, dass die NPCs einfach irgendwo am Levelanfang in Deckung gegangen waeren, und gesagt haetten "Du Joel, ich hab grad keine Lust... mach du mal bitte die Gegend sauber, ich kommt nachher dann einfach nach, ja?"
Dann haette sich wieder jeder ueber die nutzlosen NPCs geaergert.
Waeren die NPCs selbst herumgeschlichen, und haetten die Gegner erledigt, haette es wiederum gereicht, selbst einfach irgendwo in einer dunklen Ecke zu warten.
Die Schleichmechanik kombiniert mit NPCs ist halt nun mal eine etwas unguenstige Konstellation.

Die Sache mit den Clickern habe ich so verstanden, dass die Koerpermaessig eben schon so weit mutiert sind, dass die Pilze eine Art Schildpanzer fuer den Wirtskoerper entwickelt haben und Joel eben genau zwischen diese Schildplatten stechen muss, um sie wirkungsvoll auszuschalten. Abgesehen davon sind die bei mir ohnehin alternativ auch mit 1-2 Schuessen aus der Pumpgun oder 3-5 Pistolenschuessen zu Boden gegangen. Mag aber auch daran liegen, dass ich auf easy gespielt habe - wenn die in hoeheren Schwierigkeitsgraden tatsaechlich quasi unbesiegbar sind, wird deine Kritik jedenfalls etwas nachvollziehbarer. Mich hat das wie gesagt selbst eigentlich zu keinem Zeitpunkt gestoert, zumal man im spaeteren Verlauf dank der Upgrades ja sowieso keinen Engpass an Shivs mehr hat.

Gestoert hat mich tatsaechlich nur das relativ unspektakulaere Gameplay, sowie das Fehlen von denkwuerdigen Setpieces. Sicherm ich hatte zwar kein weiteres Uncharted erwartet, etwas mehr haette nach dem genialen Prolog aber irgendwie einfach noch kommen muessen. So bleibt mir als "memorable moment" lediglich die Begegnung mit den
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Giraffen
in Erinnerung. Das war wirklich schoen gemacht und in der Art haette es gerne etwas mehr geben duerfen.
Immerhin hatte ich mit Joel endlich mal wieder eine mir sympathische Identifikationsfigur in einem Titel.

Interessant auch, dass (ausgerechnet) du nicht einmal das Ende kritisierst - das wurde ja doch ziemlich verrissen, obwohl es mir persoenlich sogar ausserordentlich gut gefallen hat. Ironischerweise wusste ich sogar nicht einmal, dass man am Schluss
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nicht einmal eine Entscheidung treffen KANN, um Ellie etwa doch nicht zu retten. Ich hatte instinktiv den ersten Arzt mit seinem eigenen Skalpell abgestochen, den zweiten den Schaedel gegen die Wand geklatscht und den dritten niedergetreten - erst als ich mir danach (nun von Spoilern unbeirrt) diverse Artikel zum Game angeschaut hatte, habe ich herausgefunden, dass es sowieso keine Alternative gegeben haette.
Fand diesen Heilmittel Kram ohnehin irrelevant - das haette vielleicht zu Beginn der Epidemie Sinn gemacht, um z. B. das gesamte Gebiet grossflaechig mittels Flugzeugen grossflaechig damit zu bespruehen - Jahrzehnte danach haette ein Heilmittel allerdings sowieso keinen gravierenden Unterschied mehr gemacht. Nach Bissen von Infizierten immun sein? Mangels an Medikamenten und dank der hohen Wahrscheinlichkeit, dass man einen derartigen Angriff der Infizierten sowieso nicht ueberleben wird, IMHO relativ sinnlos.
Ausserdem wollten mich die Fireflys ja sowieso toeten, selbst wenn Joel einfach getuermt waere, haetten sie ihn wohl weiter verfolgt. Also lieber so viel wie moeglich von ihnen - Aerzte eingeschlossen - ausradieren...
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5538 Beitrag von Zombie » Montag, 16. September 2013, 16:10

zombie-flesheater hat geschrieben:Staendige Munitionsknappheit und man konnte kaum etwas Verruecktes ausprobieren, ohne damit rechnen zu muessen, kurz darauf ins Gras zu beissen, weil man inzwischen von einer Uebermacht an Gegnern ueberwaeltigt wird. Dazu noch die katastrophal langen (und schrecklich unspektakulaeren) Fahrwege zwischen und sogar waehrend den einzelnen Missionen.
- die "Uebermacht an Gegnern" konnte man immer durch "Flucht" entkommen :wink:

- die "Fahrwege" konnte man fast immer durch Kauf eines "Helis" vermeiden :respekt:
Zuletzt geändert von Zombie am Mittwoch, 18. September 2013, 06:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5539 Beitrag von Kaysa » Dienstag, 17. September 2013, 12:29

LiquidSnakE hat geschrieben:
Kaysa hat geschrieben:
LiquidSnakE hat geschrieben:[...] Dear Esther [...]
Deine Frage "Warum Geistergeschichte?" lässt sich ganz einfach beantworten, indem man beim Spielen die Umgebung sehr aufmerksam beobachtet! ;)
?
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Ich habe beim Spielen nichts Geisteshaftes gesehen. Oder spielst du auf die creepy Schrift an, die in Neonfarbe über die ganze Insel verteilt wurde? Das wird in den Monologen erklärt - es sind die Gedanken des Apothekers Paul Jacobson, dem Schuldigen an dem Unfall. Was meinst du konkret?
Nein, ich spiele auf sehr schemenhafte Erscheinungen an, die vereinzelt und sehr unauffällig in der Ferne oder am Bildrand zu erkennen sind. Kurz vor der ersten Höhle auf dem Leuchtturm zum Beispiel.

GTA V

Ich hab gestern schon mein GTA V im hiesigen Media Markt zum Kampfpreis von 50 Euro abstauben können. Hab dann von ca 17.30 bis 00.00 Uhr durchgehen gezockt und bin wie erwartet begeistert. Es wurde quasi in allen Belangen noch ne ordentliche Schippe draufgelegt und die Grafik ist für die alte PS3 (auf der das Spiel wohl mindestens genauso gut wie auf der Xbox läuft) echt wirklich gut. Besonders Reflektionen und Beleuchtung wirken sehr stimmig. Die Welt ist extrem liebevoll und detailliert gestaltet. Fahrverhalten wurde verbessert, ist aber zum Glück nicht zu arcadelastig wie bei Saints Row. Schießereien machen auch deutlich mehr Laune und die Story und Charaktere sind 1A. Bin sehr sehr zufrieden mit dem Titel. Hab aber bisher erst einen Bruchteil gesehen, die Map wirkt riesig und die Areale unterscheiden sich immens. Auch sind die Missionen bisher wirklich sehr abwechslungsreich.

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5540 Beitrag von LiquidSnakE » Dienstag, 17. September 2013, 15:41

zombie-flesheater hat geschrieben:[...]

Interessant auch, dass (ausgerechnet) du nicht einmal das Ende kritisierst - das wurde ja doch ziemlich verrissen, obwohl es mir persoenlich sogar ausserordentlich gut gefallen hat. Ironischerweise wusste ich sogar nicht einmal, dass man am Schluss
Spoiler: Zeigen
nicht einmal eine Entscheidung treffen KANN, um Ellie etwa doch nicht zu retten. Ich hatte instinktiv den ersten Arzt mit seinem eigenen Skalpell abgestochen, den zweiten den Schaedel gegen die Wand geklatscht und den dritten niedergetreten - erst als ich mir danach (nun von Spoilern unbeirrt) diverse Artikel zum Game angeschaut hatte, habe ich herausgefunden, dass es sowieso keine Alternative gegeben haette.
Fand diesen Heilmittel Kram ohnehin irrelevant - das haette vielleicht zu Beginn der Epidemie Sinn gemacht, um z. B. das gesamte Gebiet grossflaechig mittels Flugzeugen grossflaechig damit zu bespruehen - Jahrzehnte danach haette ein Heilmittel allerdings sowieso keinen gravierenden Unterschied mehr gemacht. Nach Bissen von Infizierten immun sein? Mangels an Medikamenten und dank der hohen Wahrscheinlichkeit, dass man einen derartigen Angriff der Infizierten sowieso nicht ueberleben wird, IMHO relativ sinnlos.
Ausserdem wollten mich die Fireflys ja sowieso toeten, selbst wenn Joel einfach getuermt waere, haetten sie ihn wohl weiter verfolgt. Also lieber so viel wie moeglich von ihnen - Aerzte eingeschlossen - ausradieren...
Ich kann das Ende nicht kritisieren, da ich The Last of Us nie durchgespielt habe. An einer Stelle, wo du in 'nem Keller einen Generator starten musst, was ein Dutzend normale Infizierte und einen von den fetten Infizierten spawnen lässt (der auf "Normal" bereits mehrere Minen-Explosionen und über 15 Shotgun-Shells in die Kopfgegend aushält, ohne zu sterben), sagte ich mir nach dem 5. Bildschirmtod: "Fuck this. Seriously. Fuck. This. Ich habe so viel anderes, interessanteres und vermutlich auch besseres Zeug zu zocken, mir ist meine Zeit für diesen Mist zu schade." Ich hatte es seitdem nicht mehr in der Konsole und habe - obwohl ich eigentlich ein Rezensionsexemplar bekam - auch kein Review dazu gemacht, sondern dieses gerne an andere abgegeben. Ich hatte wirklich null Bock darauf, es weiterzuspielen. Ich kann zum Ende also nichts sagen.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5541 Beitrag von Monroe » Dienstag, 17. September 2013, 19:20

LiquidSnakE hat geschrieben:Ich kann das Ende nicht kritisieren, da ich The Last of Us nie durchgespielt habe. An einer Stelle, wo du in 'nem Keller einen Generator starten musst, was ein Dutzend normale Infizierte und einen von den fetten Infizierten spawnen lässt (der auf "Normal" bereits mehrere Minen-Explosionen und über 15 Shotgun-Shells in die Kopfgegend aushält, ohne zu sterben), sagte ich mir nach dem 5. Bildschirmtod: "Fuck this. Seriously. Fuck. This. Ich habe so viel anderes, interessanteres und vermutlich auch besseres Zeug zu zocken, mir ist meine Zeit für diesen Mist zu schade." Ich hatte es seitdem nicht mehr in der Konsole und habe - obwohl ich eigentlich ein Rezensionsexemplar bekam - auch kein Review dazu gemacht, sondern dieses gerne an andere abgegeben. Ich hatte wirklich null Bock darauf, es weiterzuspielen. Ich kann zum Ende also nichts sagen.
Schade zu lesen, dass dir the Last of Us nicht gefällt. Falls du es doch irgendwann nochmal wagen willst: Ich hatte im Raum über dem Generator die Gegner bekämpft. Im Nebengang, der ne Sackgasse ist, hatte ich ne Mine gelegt und mich auf die vordere Tür konzentriert. Der dicke, schlecht gelaunte Infizierte, wird zum Mädchen, sobald man Molotovs verwendet. Damit hatte ich ihn erstmal aufgehalten und ihm dann mit der Shotgun und Minen den Rest gegeben.
Wie man es auch lösen kann, habe ich gerade auf Youtube entdeckt (gleich die erste Minute des Videos)... auf sowas würde ich im Leben nicht kommen :lol:

Am Wochenende habe ich Batman Arkham City nach ca. 30-35 Stunden Spielzeit auf dem PC beendet. Dabei habe ich alle Nebenmissionen sowie alle 440 Riddler Rätsel gemeistert und alle Upgrades freigeschaltet. Ein sagenhaft tolles Game!
Arkham Asylum hatte mich schon damals in seinen Bann gezogen und Arkham City wusste ebenfalls auf ganzer Linie zu überzeugen. Für mich sind beide Titel in jeder Hinsicht perfekt.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5542 Beitrag von LiquidSnakE » Dienstag, 17. September 2013, 19:42

Dass mir The Last of Us inhaltlich nicht gefällt, ist so nicht richtig. Es ist super inszeniert und zeugt sowohl technisch als auch inhaltlich von hoher Qualität. In Sachen Gameplay leidet es halt an einem Phänomen, das ich als Uncharted 2-Syndrom bezeichne: Es sollte total Bock machen, tut es aber nicht. Es ist ein bisschen wie Alan Wake - es demontiert sich am laufenden Band selbst durch fragwürdige bis hirnrissige Design-Entscheidungen, weshalb es niemals sein volles Potenzial ausschöpft. Ich hatte, seit ich es weggelegt habe, nicht einmal das Bedürfnis, es noch einmal zu spielen. Dass ich das Ende nicht gesehen habe - ein Gedanke, der mich in anderen Spielen dazu trieb, trotz Problemen die Zähne zusammenzubeißen und durchzupowern -, ist mir auch egal. So interessant war die Story nicht.

Bestünde die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad mitten im Spiel von "Normal" auf "Easy" zu ändern, um nur schnell durchzurennen und die Story zu sehen, würde ich es tun. Geht aber nicht. Gut, beim erwähnten Uncharted 2 habe ich mich auch auf "Normal" bis zum Ende durchgeschlagen - damals war ich allerdings auch arbeitslos. Ich meinte, was ich schrieb: Mir ist meine Freizeit echt zu schade, um mich durch ein Spiel zu quälen, das nicht bockt, sofern ich es nicht reviewen muss.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5543 Beitrag von 100%Milk » Dienstag, 17. September 2013, 20:54

LiquidSnakE hat geschrieben:Bestünde die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad mitten im Spiel von "Normal" auf "Easy" zu ändern, um nur schnell durchzurennen und die Story zu sehen, würde ich es tun.
Ich glaube wenn man nur oft genug an einer Stelle stirbt hat das Spiel irgendwann Mitleid mit dem Spieler dem sein Breichen zu heiß ist und bietet dir an ein wenig zu pusten. Kann aber auch sein das ich das nur mit nem anderen Titel verwechsel.
Kurze Google Recherche hat allerdings ergeben das man die Schwierigkeit wohl auch Midgame ändern kann. Nicht das ich nem Profi seine Arbeit erklären will.

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5544 Beitrag von RipvanWinkle » Dienstag, 17. September 2013, 20:57

Gestern Abend Far Cry 3 beendet, und meine Begeisterung hat auch nicht das kleinste bisschen nachgelassen - ein großartiges Spiel, das alles, was es zu bieten hat ebenso großartig umsetzt: Schleichen und offener Kampf; Jagen und Auftragsmord; Erforschen und Sprungorgien; Sammeln und Upgraden - hier hat mir wirklich alles, aber auch alles Spaß gemacht (außer Poker, aber das habe ich ohnehin links liegen lassen :wink: )
Dazu Charaktere die sich doch sehr von 0815-Cartoon-Schurken abheben, und auch eine für meine Begriffe sehr gelungene "Hintergrundsentwicklung" des Helden vom verweichlichten Westler zum Urwald-Krieger. Und was ich diesem Titel gar nicht hoch genug anrechnen kann ist die Tatsache, dass die Sammelobjekte tatsächlich ab einem bestimmtem Punkt auf den Karten verzeichnet sind, und sich auch auf eine machbare Anzahl beschränken - ich denke da mit Grausen an Assassins Creed mit seinen rund 800 Fahnen/Federn oder GTA IV, wo in ganz Liberty City 250 spezielle Tauben rumflogen (neben den 100.000.000.000.000.000 Normalen).

Und damit komme ich schon zum nächsten Thema: Denn nachdem ich heute bei Saturn, wo ich zufällig vorbeischaute, Zeuge eines Ansturms Apple-haften Ausmaßes auf die Spiele-Abteilung wurde, mir schon auf dem Weg dorthin ca. 8 Typen entgegenkamen, die ihr GTA V freudestrahlend in den Händen hielten, und sich heute Abend im ganzen Land Millionen Menschen mit Eskort-Missionen und einer endlosen Reihe von Autorenn-Tutorials vergnügen, steige ich guten Gewissens in Shellshock 2 ein.

Superlativ-Wertung(en) hin oder her - GTA V interessiert mich nach wie vor null.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5545 Beitrag von LiquidSnakE » Dienstag, 17. September 2013, 21:01

100%Milk hat geschrieben:[...]
Kurze Google Recherche hat allerdings ergeben das man die Schwierigkeit wohl auch Midgame ändern kann. Nicht das ich nem Profi seine Arbeit erklären will.
Beim Sterben wurde es mir nicht angeboten, weshalb ich davon ausging, dass es wohl nicht geht. Da sieht man, wie egal mir dieses Spiel ist: Es war mir nicht mal der Mühe wert, die Option zu suchen. :)

Wer weiß, vielleicht gehe ich wirklich irgendwann zurück, setze meinen Schwierigkeitsgrad auf "Easy" und sehe mir den Rest der Story an. Momentan gibt's dazu jedoch absolut keine Veranlassung.
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5546 Beitrag von 100%Milk » Mittwoch, 18. September 2013, 08:15

Beim Sterben wurde es mir nicht angeboten, weshalb ich davon ausging, dass es wohl nicht geht. Da sieht man, wie egal mir dieses Spiel ist: Es war mir nicht mal der Mühe wert, die Option zu suchen.
Naja, böse Zungen könnten jetzt einem Reviewer unterstellen das er sich nicht dem Produkt auseinandersetzt, wie es von ihm erwartet wird.

Übrigens musst du an der Generatorstelle nicht mal kämpfen. Generator anschmeißen und zur Tür rennen (wenn man in einem Videospiel konstant - wobei der Begriff mit "fünf Mal" schon extrem großzügig gewählt ist - versagt hat das in der Regel zwei Gründe: erstens man ist zu unfähig oder zweitens man macht etwas genau so, wie es vom Designer nicht erdacht war) ist eine sehr gut funktionierende Option und ich weiß nicht wie man, eben wegen der Übermacht welche die Gegner da bilden, nicht einfach darauf kommt mal zumindest testweise die Beine in die Hand zu nehmen. Das Spiel sollte bis dahin klargemacht haben das offener Konflikt oft eine dämliche bzw. verlustreiche Entscheidung ist.
Aber wenn dich die Stelle schon zum quitten gebracht hat hätte das Ding vermutlich auch den "unschaffbarstes Spiel EVAR"-Award bekommen, wenn man später gegen ein halbes Dutzend Clickler und zwei Bloater auf einmal antreten darf - dieses Mal ohne große Möglichkeiten dem Konflikt auszuweichen.

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5547 Beitrag von Kaysa » Mittwoch, 18. September 2013, 12:09

RipvanWinkle hat geschrieben: und sich heute Abend im ganzen Land Millionen Menschen mit Eskort-Missionen und einer endlosen Reihe von Autorenn-Tutorials vergnügen
Hab jetzt ca 10 Stunden gezockt. Keine Eskort Missionen oder nervige Autorennen bisher. Das ganze Sozialgehabe aus Teil IV wurde auch gestrichen. Keiner der mehr anruft und bowlen will! ;)

Generell rate ich jedem, der GTA nach dem vierten Teil abgehakt hat, Teil 5 unbedingt eine Chance zu geben!

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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5548 Beitrag von Zombie » Mittwoch, 18. September 2013, 13:37

Wer keine Angst vor Krabbelviecher hat sollte mal
den Entwickler-Pack-DLC für Metro: Last Light zocken und zwar die Singleplayer-Mission „Das Spinnennest" :respekt:
Schade geht nur 90 Minuten :cry: die waren aber GEIL :headbang:
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5549 Beitrag von Jonny » Mittwoch, 18. September 2013, 14:41

Kaysa hat geschrieben:
RipvanWinkle hat geschrieben: und sich heute Abend im ganzen Land Millionen Menschen mit Eskort-Missionen und einer endlosen Reihe von Autorenn-Tutorials vergnügen
Hab jetzt ca 10 Stunden gezockt. Keine Eskort Missionen oder nervige Autorennen bisher. Das ganze Sozialgehabe aus Teil IV wurde auch gestrichen. Keiner der mehr anruft und bowlen will! ;)

Generell rate ich jedem, der GTA nach dem vierten Teil abgehakt hat, Teil 5 unbedingt eine Chance zu geben!
Habs auch angefangen und knapp 4-5 Stunden und bin wirklich sehr zufrieden.. mache aber bis jetzt keine Neben Missionen. Finde das Spiel sieht total hübsch aus und der Sound ist auch wunderbar =)
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Re: Welche(n) Titel spielt ihr zur Zeit?

#5550 Beitrag von LIH » Mittwoch, 18. September 2013, 14:57

Letztens Darksiders beendet.
Den Titel hatte ich damals mit dem Humble THQ Bundle aufgegriffen und bisher aus Desinteresse nicht angerührt. Und vielleicht hätte ich es auch dabei belassen sollen. :?
Ich weiß nun nicht welche Genre Bezeichnung nun darauf zutrifft, Metroidvenia, Zelda Klon? Keine Ahnung, aber mir hat es letztendlich nicht gefallen. Dabei fangen die ersten Stunden gut an und machen wirklich Spaß, aber irgendwann fängt das Spiel mit langen Laufwegen an und der offenen Spielwelt, in der es noch so viele Gegenstände zu sammeln gibt. Hört sich für Genre Fans sicher toll an, aber mir liegt das dann doch nicht. Hinzu kommt, dass der eigene Charakter mit kaufbaren Attacken, sammelbaren Kräften und verschiedenen Gadgets zugeschüttet wird ohne Ende. Dann gibt es noch verschiedene "Orbs" für Gesundheit, Spezialattacke und Geld bei jedem Gegner eine andere Zusammensetzung, außerdem einen "Monster" Modus und das alles auf einer Steuerung verteilt, dass es einem die Finger verknotet.
Ich habe ja inzwischen die Mentalität ein angefangenes Spiel auch zu beenden, aber bei Darksiders mit seinen letztendlich 20 Stunden musste ich ordentlich die Zähne zusammenbeißen. Tja, mag daran liegen, dass das eben nicht mein Genre ist, aber ich würde sagen es hätte dem Spiel gut getan, wenn die Hälfte gekürzt hätte und zwar in jedem Bereich. Weniger Level, weniger lange Laufwege, weniger Spezialattacken und weniger Gadgets mit damit verbundenen Rätseln. Große Teile des Spiels fühlen sich so repititiv an. Ansonsten ist das Spiel eigentlich solide, die Kampfmechanik funktioniert gut und macht anfangs auch Spaß. Auch als Konsolenport ist das Spiel solide, klar man kann nicht viel einstellen, Texturen und Shader sind nicht großartig, aber das Spiel lässt das mit einem ausgefallenen und verspielten Artdesign glatt vergessen. Wobei das auch nicht so wirklich meinen Geschmack getroffen hat. Ich steh eh nicht auf so Fantasy-Elfen-Orks Welten und Darksiders mag zwar eine andere Kategorie sein, schießt mit den Kostümen aber glatt den Vogel ab.
Mein Fazit somit: Ein mal und nie wieder. Danke für die Möglichkeit auch mal solch ein Genre zu probieren, aber ich bin doch froh damit durch zu sein.
Hat jetzt nicht viel mit dem Thema zu tun, aber damit sehe ich auch, dass Nintendo und ich keine Schnittmengen haben. 2D Plattformer brauche ich nicht und kann ich nicht spielen, mit Prügelspielen ist das genau so, und Zelda und Metroid fallen wohl auch bei mir flach. Bleibt höchstens noch Mario Kart und vielleicht mal nen Ründchen Mario Party mit Freunden und viel Bier. :blueeye:



Ansonsten bestand mein gestriger Tag auch nur aus GTA5, dabei besitze ich gar keine Konsole. :mrgreen:
Mittags in die Stadt und beim Saturn noch zufällig 3 Vorbesteller Poster abgestaubt, die sie gratis ausgegeben haben. Dann in den MM und zusammen mit nem Freund GTA5 gekauft (Xbox 360). Später dann bei ihm noch 5 Stunden bis in die Nacht gezockt. :twisted:
Oh Mann, den ganzen Tag war ich nur gehyped und bin es auch jetzt noch, daher muss man meine Meinung dazu natürlich nicht ernst nehmen. Ich war auch damals bei GTA4 tagelang gehyped und zusammen mit Freunden und ein paar Bier macht Teil 4 wirklich Spaß.
Ich kann aber auch bestätigen, dass Rockstar soweit ich das sehe alle Fehler aus dem Vorgänger beseitigt haben. An das "Gunplay" des Vorgängers kann ich mich nicht erinnern, also wie sich das auf der Konsole angefühlt hat, in GTA5 geht es aber ganz gut von der Hand, wenn man eben mit Auto Aim arbeitet und sich ein wenig eingewöhnt. Gut möglich, dass sich Max Payne 3 genauso anfühlt. Die Spielfiguren laufen endlich wieder direkter und nicht so komisch behäbig. Die Autosteuerung ist erst mal komisch. Also simulationslastig auf jeden Fall nicht, auch nicht so aufschaukelnd wie in GTA4, aber auch nicht total arcadig. Auch hier braucht man vielleicht ne Stunde Eingewöhnungszeit, aber dann flutscht es und schnelles Fahren stellt immer noch eine Herausforderung dar. Begeistet bin ich, dass das Spiel recht schnell los legt. Die erste Prologmission mag noch eher als Tutorial durchgehen und die darauffolgende Cutscene dauert etwas an, aber danach geht es gleich mit richtig guten Missionen los. Klar wird bei jeder Mission hier und da wieder was neues erklärt, aber es fühlt sich nicht langweilig an. Wenn ich daran denke, wie öde und eintönig die ersten 5 Stunden in GTA4 waren, dann ist das kein Vergleich. Ich will ja nichts spoilern, aber so einige actionlastige Szene aus den Trailern spielt man eben schon in den ersten 5 Stunden des Spiels.
Ansonsten beeindruckt mich die Größe und der Detailreichtum. Es gibt Frisörsaloons, Klamottenladen mit guter Auswahl, Radfahren, Autos tunen (und verschiedene Hupentöne :mrgreen: ), man kann bei einem Cabriolet das Verdeck selber ein- und ausfahren, irgendwelche Nebenmissionen von Freaks, die man einfach so an der Straße trifft, wieder gute Fernsehsender, Minispiele im Stripclub, Boote und Jetskis, Achterbahn und Riesenrad fahren (wobei man das wahrscheinlich nur ein mal macht), usw.
Und dabei bin ich immer noch nicht geflogen, es sind einfach zu viele Möglichkeiten.
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Wann kommt eigentlich Trevor ins Spiel? Mein Freund und ich hatten als letzte Mission den lifeinvader Chef per Handy das Gehirn weg gepustet. :mrgreen:

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