Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

Hier finden ab sofort Threads in Platz, die abseits von der Spielkultur einen ernsthaften Diskussionsrahmen erfordern. Vorwiegend sachliche und respektvolle Beiträge zu den einzelnen Themen werden erbeten.
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Terence
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Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#1 Beitrag von Terence » Donnerstag, 25. Juli 2013, 14:26

Hallo ihr Lieben,

der Wahlkampf rückt immer näher und da ihr die einzigen Online Leute seid mit denen ich noch rede, finde ich die Diskussion muss sein.

Fassen wir doch die Parteien mit Möglichkeit über 5 % zu kommen zusammen mit kurzen (der eigenen Meinung basierenden) Kommentar zusammen

SPD:
Naja, bis dato war die SPD immer nur eine "Es reicht mit der CDU, jemand anders muss her"-Partei. Auch jetzt, scheinen die Jungs und Mädels meiner Meinung nach nichts zu können als zu sagen, die anderen sind doof.

CDU:
Schon länger an der Macht, auf lange Sicht eher schlecht für uns

FDP:
Ich kann niemanden der Selbstständig ist verübeln wenn er die FDP wählt, jedoch unwählbar in einem Sozialstaat

Grüne:
Höhere Steuern als Lösung für die meisten Probleme, auf lange Basis vielleicht eine Lösung, jedoch nicht als kleine Partei, da die Größen Mitspieler die sinnvollen Gesetzesentwürfe vereiteln werden und die nutzenlosen, Lebensbehinderten Gesetze werden durchkommen (wie die unglaublichen 50 cent Einwegpfand). Haben sich meiner Meinung nach zu sehr von ihren Wurzeln entfernt!

Piraten:
Viele der guten MItglieder sind ausgetreten, recht viele Chaoten sind da gegeblieben. Jedoch ist das große Problem dass dies eher in der Berliner Zweigstelle der Fall ist. Gerade in NRW sind sie sehr Sympatisch und organisiert. Ich weiß nicht wie es in anderen Bundesländern aussieht. Wählbar unter dem Aspekt den etablierten einen Denkzettel zu verpassen

Alternative für Deutschland:
Verdammt, bitte nicht auf die Lügen reinfallen, diese 3,5 Seiten Wahlprogramm lesen sich wie eine Kreuzung aus FPD und CDU mit leicht rechten Elementen.

Die Partei:
Die einzig wahre Wahl für Trolle

Nicht hingehen:
Unsagbar dumme Idee, man gibt jeder Partei über 5 % seine Stimme, ergo, mehr Sitze/Gelder für Etablierte

Ungültig machen:
Wahrscheinlich eine gute Idee, vertrauen kann man sowieso keinem und wenigstens kriegt keiner die Stimme




Videotipps:
http://www.youtube.com/watch?v=rsqEmJLk ... __C4Cg6aow
Jung und Naiv - Sprache im Wahlkampf


http://www.youtube.com/watch?v=pc2zvyl5kcQ
Jung und Naiv - Die Grünen
Der Ausdruck Troll bezeichnet:
-ein nicht-menschliches Wesen in Mythologie und Literatur, siehe Troll (Mythologie),
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#2 Beitrag von SAL » Donnerstag, 25. Juli 2013, 19:14

Egal wen Du wählst, es ändert sich nichts (zum Guten für den Bürger).
Wie sagte schon Volker Pispers...

"Alle Parteien, egal ob FDP,SPD,CDU,CSU, Grüne etc., alle glauben an den Kapitalismus als höchstes Gut und bekämpfen die Probleme die mit dem Kapitalismus kommen mit den immer gleichen hohlen Phrasen und dämlichen Lösungen.
Ist in den letzten 20 Jahren irgendwas besser geworden, bei der Rente, bei der Krankenversicherung oder bei der Arbeitslosigkeit? und alle Parteien waren mal dran."

Es wird sich nichts ändern indem man Zettel ausfüllt...
"Würdne Wahlen etwas verändern, wären sie verboten!"

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#3 Beitrag von esn » Donnerstag, 25. Juli 2013, 22:29

interessant, dass du die linke gleich mal ausgelassen hast...ein schelm, wer dabei böses denkt :mrgreen:

naja, ich werde jedenfalls die linke wählen (die sich übrigends als einzige partei offen und gegen den kapitalismus ausspricht lieber sal) und sahra wagenknecht und gregor gysi sind eh die besten :respekt:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#4 Beitrag von SAL » Donnerstag, 25. Juli 2013, 23:24

Die Linken sowie auch die Rechten Spinner habe ich nichtmal absichtlich aussenvor gelassen, aber ehrlich die spielen im großen kapitalistischen Zirkus doch eh nicht mit.
Und ich bin ja sowieso der Meinung das beide Lager an die Wand gestellt gehören.

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#5 Beitrag von LiquidSnakE » Samstag, 27. Juli 2013, 07:04

Würde ich in Deutschland wählen (was ich theoretisch sogar könnte, if I cared), bekäme 100%ig die PDV meine Stimme. Ob sie nun an der 5%-Hürde scheitert oder nicht, zumindest könnte ich sie reinen Gewissens wählen, was mehr ist, als ich von 95% des deutschen und 100% des österreichischen Parteienspektrums behaupten kann.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#6 Beitrag von Terence » Samstag, 27. Juli 2013, 10:05

LiquidSnakE hat geschrieben:Würde ich in Deutschland wählen (was ich theoretisch sogar könnte, if I cared)
Dann tue es doch. Jeder sollte wählen wenn er könnte, insbesondere da du ja scheinbar in Österreich nicht wählen willst...
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#7 Beitrag von LiquidSnakE » Samstag, 27. Juli 2013, 11:53

Wollen? Ich *kann* in Österreich nicht wählen, da keine hiesige Partei meine Interessen vertritt. Vielleicht gebe ich ja doch einer Kleinpartei (z.B. NEOS) oder dem Team Stronach aus Protest meine Stimme, aber nach aktuellem Stand weiß ich nicht, ob ich nicht ungültig wähle oder überhaupt wählen gehe. Die Wahl des "geringsten Übels", wie ich es früher gemacht habe, ist aus meiner heutigen Perspektive unsinnig, da man durch sein gültiges Kreuz auf dem Wahlzettel dem maroden System quasi zustimmt, es mitträgt. Wieso soll ich ihm eine Legitimation geben?

In Deutschland hätte ich mit der PDV eine Partei, die - sofern sie regieren könnte (eventuell mit der FDP in Koalition ^^), was ohnehin nicht passiert - zumindest einen Großteil meiner Ideale vertritt. Die könnte ich wählen. Aber: Was kümmert mich Deutschland? Von mir aus können bei euch Neo-SED/Linke und Grüne koalieren und das ganze Land in den Abgrund reißen - das wäre grundsätzlich gar nicht schlimm, da es den Untergang der EUdSSR beschleunigen würde, welcher mit Deutschland mehr oder weniger steht und fällt (naschdem Frankreich am Boden liegt und Großbritannien über kurz oder lang gehen wird, sobald deren Volk die Möglichkeit für ein Referendum erhält, siehe aktuelle Erfolgsbilanz von UKIP).
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#8 Beitrag von LIH » Montag, 29. Juli 2013, 14:46

Ach ja, Politik.
Ich habe kein Bock mit den meisten Leuten über Politik zu reden, weil es dumerweise ein viel zu emotionales Thema ist, auch wenn es das nicht sein sollte. Gibt genügend Deppen, die entweder an einer Partei hängen, egal was die auch machen, oder eine Partei verteufeln, egal was die machen. Mit manchen Leuten kann man ja nicht mal ansatzweise über andere Wirtschaftsformen als den Kapitalismus reden. Ist wohl bei manchen gottgebegenes System.
Früher dachte ich auch, dass die beste Wahl ist immer nach 4 Jahren die andere große Partei zu wählen. Also sodass keine Regierung länger als 4 Jahre an der Macht bleibt, so könnten die sich immer wieder behindern und gegenseitig die erst beschlossenen Gesetze wieder rückgängig machen. Ich weiß nicht mehr welches Land das war, Belgien oder Niederlande, die vor ein paar Jahren nach einer Wahl keine mehrheitsfähige Regierungskoalition bilden konnte und quasi ein Jahr lang von niemanden geführt wurden. Anscheinend lief das Land damit ganz gut.

Geht mir aber ehrlich gesagt selber mit der CDU so, da habe ich ein persönliches Erlebnis vor drei Jahren gehabt, weswegen ich die CDU nie wählen würde. Lieber gebe ich mir die Kugel. :suicide:

SPD ist eh nur die zweite CDU und solange sie sich nicht davon distanzieren, gehören die noch viel mehr abgestraft.

FDP will ich mich gar nicht äußern. Ich hoffe auf den Nichteinzug in den Bundestag.

Grüne hatte ich früher öfters gewählt, aber wenn die immer wieder mit Zugzwang kommen wenn es dazu kommt, dass sie doch Scheiß Gesetze durchwinken, dann bringt das auch nichts. Außerdem haben sie von 1998-2005 ordentlich mitverkackt. Entweder haben sie die Politik mitgetragen oder sie sind einfach inkompetent. In beiden Fällen ziemlich unwählbar.

Linke und Piraten kommen bei mir wahrscheinlich in die engere Auswahl. Klar, werden beide wohl nicht wirklich mitreden können und womöglich nur knapp den Einzug schaffen, auch wenn ihre Themen mehr denn je aktuell sind. Die Welt ist halt komisch.

Irgendeine Partei, die es eh nicht schaffen wird wäre auch noch vorstellbar. Ehrlich gesagt habe ich mich da noch nicht so informiert. Mal sehen.

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#9 Beitrag von esn » Mittwoch, 31. Juli 2013, 12:25

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#10 Beitrag von Terence » Mittwoch, 31. Juli 2013, 23:46

Liebe Nichtwähler
Wer nicht wählt, wählt die Großen

Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren rechnerisch gesehen alle Parteien, die man nicht gewählt hätte, und zwar proportional zu ihrem Stimmenanteil. Wenn beispielsweise ein SPD-Wähler einmal nicht wählt, dann dürfte davon am meisten die CDU profitieren, und umgekehrt. Am stärksten schadet man natürlich der Partei, die man gewählt hätte, wäre man zur Wahl gegangen. Hinsichtlich der kleinen Parteien – und damit auch der extremen – gibt es noch den Zusatzeffekt, dass man durch Wahlenthaltung die Fünfprozenthürde ein Stück weit absinken lässt, so dass sie leichter zu überspringen ist. Dieser Effekt ist aber vergleichsweise gering.
Gering aber VORHANDEN!

Wenn ihr niemanden traut, niemanden wählen könnt, dann senkt wenigstens die 5% Hürde für die Kleinen!

http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#11 Beitrag von Zombie » Donnerstag, 1. August 2013, 16:19

Warum ich die PIRATEN wähle :!:

weil sie alternativlos(Unwort des Jahres 2010)
sind :wink:

- CDU,SPD,FDP,Grüne usw. machen immer so weiter
bis alles zusammen bricht :blueeye:
- Die Linken sowie auch die Rechten gehören an die Wand gestellt
wie SAL so treffen bemerkt hat :yes:
- Nichtwähler wählen automatisch CDU oder SPD :shock:

also welche alternative gibs es :roll:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#12 Beitrag von Terence » Donnerstag, 1. August 2013, 23:03

Ungültig oder Piraten, stimmt schon.

Bei den Piraten sollte vielleicht mal gesagt werden dass nur die Berliner Zweigstelle fürn Arsch ist, die meisten anderen machen gute Arbeit (Verrät euch der Insider)
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#13 Beitrag von LiquidSnakE » Samstag, 3. August 2013, 19:53

Zombie hat geschrieben:Warum ich die PIRATEN wähle :!:

weil sie alternativlos(Unwort des Jahres 2010)
sind :wink:

- CDU,SPD,FDP,Grüne usw. machen immer so weiter
bis alles zusammen bricht :blueeye:
... und mit den Piraten bricht alles noch schneller zusammen, weil die mit beiden Händen das Geld aus dem Fenster werfen würden, wenn sie könnten - Geld, das sie nicht haben. Alles soll kostenlos sein - kostenlose Öffis, kostenlosen Zugang zum Internet, egal - und ein BGE obendrauf wollen sie auch noch. Dieses Geld muss natürlich bestimmten Gruppen weggenommen werden - Stichwort Umverteilung. Wer Piraten wählt, möchte höher besteuert werden, sofern er nicht zur finanziellen Unterschicht gehört - dann gibt's nämlich reichlich Free Stuff abzusahnen. 0% Lösungen, 100% Sozialismus.

Aber, wie ich schon sagte: Wählt ihr Deutsche ruhig alle Piraten, Grüne, die Linke und wie die "sozial gerechten" ( :roll: ) Parteien sonst so heißen mögen - wenn die Deutschlands Wirtschaft gegen die Wand fahren, bricht die EU spätestens nach Englands Austritt zusammen, und das kann gar nicht früh genug passieren, damit wir endlich mit der finanziellen und kulturellen Sanierung Europas beginnen können.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#14 Beitrag von Terence » Samstag, 3. August 2013, 20:13

Oder wählt die Grünen, CDU und SPD und es gibt noch mehr Steuereinnahmen für die Lobbies und Reichen...

Ich weiß nicht Liquid, sowie ich dass verstanden habe bist du Wahlverweigerer. Nichteinmal die Möglichkeit deine Stimme ungültig zu erklären nimmst du wahr. Also wieso den Leuten, die ihre Stimme nutzen, alles schlecht reden. Es liegt mir fern dich anzugreifen, bitte nimm meine Aussage also versuche sie nicht als Angriff zu sehen.

Es ist nur so, dass die Menschheit schon viel weiter wäre wenn nicht täglich das "Anti-Alles"-Denken massiv steigen würde. Und gerade in einem Forum in dem wir uns alle, was unser Hobby angeht, sehr gut ergänzen, wäre doch schön auch hier sich zu ergänzen und nicht immer seine Meinung als das einzig Wahre darzustellen.

Was wäre wenn die Piraten über 5 % kommen würden? Würden sie überhaupt dazu kommen das Geld zum Fenster rauszuwerfen? Wohl kaum, dass haben die Linken bis dato auch nicht geschafft mit ihren wenigen Sitzen. Aber das Wissen das 2 Partei für unsere Rechte und Datenschutz stimmen würden beruhigt mich ungemein. Es gibt gute Menschen in der CDU, SPD, den Grünen und sogar bei der FDP. Die Stimmen dieser Leute und die der Linken und Piraten würden unsere Grundrechte sichern.

Vielleicht schaffen diese zwei Parteien auch mal das Wahlalter auf 16, die 5 % auf 3 % abzusenken und die Amtszeiten auf 2 Jahre zu senken. Diese Änderungen würden dazu führen dass die Jugend interessierter wäre, den kleinen größere Chancen geben und kürzere Amtszeiten würden dafür sorgen dass mehr Wahlversprechen eingehalten werden.

Denn wer nach 2 Jahren wieder rausfliegen kann, muss sein Volk bei Laune halten!
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#15 Beitrag von LiquidSnakE » Samstag, 3. August 2013, 21:25

Terence hat geschrieben:[...]

Ich weiß nicht Liquid, sowie ich dass verstanden habe bist du Wahlverweigerer. Nichteinmal die Möglichkeit deine Stimme ungültig zu erklären nimmst du wahr. Also wieso den Leuten, die ihre Stimme nutzen, alles schlecht reden. Es liegt mir fern dich anzugreifen, bitte nimm meine Aussage also versuche sie nicht als Angriff zu sehen.
Ist kein Angriff, weil du falsch liegst.
Ich war bis 2010 immer wählen und habe an mehreren Volksbefragungen teilgenommen. Nur tun sich mir - aus heutiger Sicht, nachdem sich mein politisches Weltbild seit ~2009 massiv gewandelt hat - zwei entscheidende Probleme auf:

1) Demokratie ist kein gutes System. Die Diktatur der Masse ist am Ende des Tages auch eine Form der Diktatur, mit einem zusätzlichen "Minus": Unpopuläre Maßnahmen, wie Beschneidung des Sozialstaates, werden von Parteien (zumindest in Österreich) nicht angegangen, weil sie ihre Popularitätswerte im Auge behalten müssen. Da ist ein Diktator, der macht, was er will - auch, wenn's unpopulär ist - beinahe vorzuziehen. Würden Diktatoren nicht ständig ihre Macht missbrauchen, wäre eine Ein-Mann-Diktatur definitiv einer 80-Millionen-Diktatur (DE) vorzuziehen.

Klar, in einer Demokratie gibt's Minderheitenschutz, doch für Randgruppen. Wer schützt die kleinste Minderheit - das Individuum - vor dem Wahn der Mehrheit? Wenn ich nicht in den staatlichen Pensionsfond einzahlen oder weiterhin in meiner eigenen Wohnung rauchen können will, wer schützt mich hier vor der "Demokratur"?

2) Ungeachtet 1): In Österreich gibt es - ich betone es erneut - keine Partei, die meine Interessen vertritt. Das ist aber OK, denn in Österreich lassen sich meine Vorstellungen nicht durchsetzen. Ich wünsche mir eine massive Beschneidung staatlicher Macht und eine größere Unabhängigkeit für seine Bürger. Wir sind mittlerweile dermaßen abhängig vom Staat, dass mir schlecht wird. Wann immer wir ein Problem haben, das uns über den Kopf wächst, soll der Staat ran und es richten. Wir brauchen Gesetze, Vorgaben und Regeln für jeden Scheiß, weil wir zu bequem und zu dumm sind, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Doch genau das ist die typisch österreichische Mentalität: Hauptsache bequem und locker durch's Leben gehen, ohne sich um etwas selbst kümmern zu müssen - und am Stammtisch kräftig über die blöden Politiker schimpfen, die wir trotzdem alle fünf Jahre erneut wählen, "weil scho da Papa rot g'wöhlt hat". Eigenverantwortlichkeit und das Tragen von Konsequenzen für eigene Entscheidungen ist für den gelernten Österreicher ein Fremdwort - das war immer schon so. Daher würde es nichts bringen, in Österreich eine libertäre Partei ins Leben zu rufen - bei unseren staatsgläubigen, konservativen Vollzeit-Ignoranten, die sich lieber auf ein Wehrkonzept verlassen, das "zu einem späteren Zeitpunkt" vorgelegt wird (© ÖVP), als die allgemeine Wehrpflicht in einer offiziell neutralen Nation abzuschaffen.

Der Schluss aus 1) und 2):

Wählen heißt, das System "Demokratie" zu unterstützen. Wähle ich nicht, habe ich jedes Recht, mich anschließend über das Resultat zu beklagen - ich habe schließlich keinen der Deppen gewählt, die dann regieren. Klingt komisch, ist aber so. Doch ob ich's übers Herz bringe und nicht doch ungültig wähle bzw. eine Protestpartei unterstütze, weiß ich noch nicht. Wie gesagt, ich war bis jetzt immer wählen, und obwohl es rational wäre, einfach nicht zu wählen, schmerzt es, wenn dann die "Falschen" (im Sinne von: die noch viel "Falscheren") hohe Stimmzugewinne einfahren.

Falls du meine politische Resignation nicht nachvollziehen kannst, verfolge mal vier Wochen lang österreichische Innenpolitik mit...
Terence hat geschrieben:[...] Was wäre wenn die Piraten über 5 % kommen würden? Würden sie überhaupt dazu kommen das Geld zum Fenster rauszuwerfen? Wohl kaum, dass haben die Linken bis dato auch nicht geschafft mit ihren wenigen Sitzen. Aber das Wissen das 2 Partei für unsere Rechte und Datenschutz stimmen würden beruhigt mich ungemein. Es gibt gute Menschen in der CDU, SPD, den Grünen und sogar bei der FDP. Die Stimmen dieser Leute und die der Linken und Piraten würden unsere Grundrechte sichern.
Dummes Geschwätz, nichts anderes sind solche Ankündigungen. Weißt du, wie die Grundrechte der Bürger tatsächlich gesichert werden können? Indem man dem Staat die legislative Fähigkeit nimmt, sie zu beschneiden, seine Kompetenzen also konsequent reduziert. Seltsamerweise fordern z.B. die Piraten nicht weniger Staat, sondern mehr... ^^
Terence hat geschrieben:Vielleicht schaffen diese zwei Parteien auch mal das Wahlalter auf 16, die 5 % auf 3 % abzusenken und die Amtszeiten auf 2 Jahre zu senken. Diese Änderungen würden dazu führen dass die Jugend interessierter wäre, den kleinen größere Chancen geben und kürzere Amtszeiten würden dafür sorgen dass mehr Wahlversprechen eingehalten werden.
Wählen mit 16? Wer zum Teufel will halben Kindern das Wahlrecht zusprechen? Die meisten Menschen sind mit 18 noch nicht reif genug dafür - und mit 16 haben sie entweder andere Dinge im Kopf oder lassen sich leicht von linksgrünen Rattenfängern mit Slogans wie "Abschaffung der Wehrpflicht", "Legalisierung von Gras" oder "Abschaffung der Studiengebühren" ködern. Nein, zum Wählen sollte man eine gewisse Reife und Erfahrung mitbringen - diese sehe ich bei Jugendlichen mehrheitlich nicht.

In Österreich gibt's Wählen ab 16 bereits seit 2007, und nun haben wir "plötzlich" die Grünen in FÜNF Landesregierungen (von insgesamt NEUN Bundesländern). Meine Prognose (s. oben) ist also keineswegs populistisch - die Rattenfänger sind los...

Da ich mich nicht als Demokrat sehe und ohnehin für ein anderes System eintrete, will ich mich aber gar nicht näher dazu äußern.

Meine Alternative: Das Modell eines liberalen Minimalstaates, der seinerseits totalitär agiert, also die Demokratie abschafft. Begründung: Gemäß libertärer Auffassung sollte dem Menschen alles erlaubt sein, solange er die Freiheit seines nächsten nicht antastet. Wenn eine Gruppe in einem libertären System keine Lust auf freie Marktwirtschaft hat, kann diese ja eine Mini-Sowjetunion in Form einer sozialistischen Kommune gründen. Es gäbe kein Gesetz, dass dies verbietet - jeder kann leben, wie er es möchte. Eine Kommune kann gerne unter sich Steuern einheben und so ein Sozialsystem auf die Beine stellen - geht alles, solange es jemand organisiert. Auch die Nationalen können sich gerne zusammenrotten und ein "Mini-Reich" aufziehen, zu dem Juden der Zutritt untersagt wird - ist auch legitim, solange sie nicht anfangen, "Untermenschen" umzubringen. Untereinander können solche Lebensformen gerne praktiziert werden, nur aufzwingen darf man sie niemandem. Daher muss ein libertärer (Schirmherr-)Staat totalitär sein - in einer Demokratie könnten Kräfte wie Sozis, Nazis etc. das "freie" System stürzen und ihre Zwangsideologien re-etablieren. Wie diese Sowjet- und Nazi-Kommunen überleben, ist ihr Ding, da sie in direkter "Konkurrenz" mit Gemeinden stehen, die freiheitlich sind - da stellt sich glatt die Frage, wo Menschen und die Wirtschaft lieber hingehen... ^^

Die Staatsgewalt muss aus der Politik genommen werden - und dafür ist eine Reduktion des Staates auf genau zwei Aufgaben notwendig: Landesverteidigung und die Wahrung der Unversehrtheit von Leben und Eigentum - alle anderen Leistungen lassen sich privat deutlich effizienter regeln. Der Staat ist aus einem simplen Grund ein beschissener Wirtschafter: Er hat quasi endlos Ressourcen zu seiner Verfügung. Droht z.B. der Pensionskasse, das Geld auszugehen, werden einfach Steuern und Abgaben erhöht, deren Zahlung sich der Bürger nicht entziehen kann. Wieso sollte der Staat also effizient sein wollen, wo er doch das Gewaltmonopol hat? Er bekommt sein Geld dank Zwangsabgaben so oder so, ob die Leute mit seinen Services zufrieden sind oder nicht. Genau aus diesem Grund ist wirklich jedes (teil-)staatliche Unternehmen - zumindest hier in Österreich - immer schlechter als die Konkurrenz (sofern es eine gibt), trotzdem haben sie die meisten Kunden, weil "staatlich" - zu Unrecht - oft mit "vertrauenswürdig" und "seriös" gleichgesetzt wird...

Die Partei der Vernunft will (mehr oder weniger) genau das. Würde ich in Deutschland also wählen, bekäme sie guten Gewissens meine Stimme - auch, wenn die Chance, dass solche Ideen mehrheitsfähig sind, quasi nonexistent ist. Die Mehrheit der Menschen sind Parasiten, Systemgünstlinge, die nicht wollen, dass sie jemand vom staatlichen Futtertrog wegzerrt. Die tauschen ihre Freiheit gerne gegen den Status Quo, da sie in einem libertären Staat nicht länger den Wohlstand anderer in ihre Richtung umverteilen können... :roll:
Terence hat geschrieben:Denn wer nach 2 Jahren wieder rausfliegen kann, muss sein Volk bei Laune halten!
Wie ich schon sagte: Die größte Krankheit der Demokratie, die wahre, tiefgreifende Reformen auf Dauer verhindert.
"Alter Falter, wie du immer wieder diverse Top Titel komplett verreißt geht doch auf keine Kuhhaut mehr."
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#16 Beitrag von PaulBearer » Montag, 5. August 2013, 15:04

Also ich hab mal in das Programm dieser "PDV" kurz reingeschaut... nur kurz reingeschaut, und vielleicht verstehe ich nicht alles richtig, aber das ganze kommt mir schon reichlich hirnverbrannt vor.

Kein Individuum, keine Institution, kein Unternehmen und keine staatliche Stelle hat das Recht, mit oder ohne Androhung von Gewalt, jemanden zu zwingen, etwas gegen seinen Willen zu tun.

Ist ja wohl etwas zu allgemein formuliert, oder?

"Ja, ich hab die 20 Leute umgebracht, aber ich will nicht ins Gefängnis gehen."
"Okay, tschüß. Bitte nicht wieder tun."
"Doch."
"Okay, kann dich ja nicht zwingen."

Jegliche direkte Eingriffe in das Eigentum, wie direkte Steuern (zum Beispiel Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Abgeltungsteuer) sind verboten.

Also nicht von den Leuten, die obszöne Unsummen verdienen, oder großen Konzernen einen Ausgleich mit den Leuten verlangen, die am Existenzminimum herumwurschteln? Überleben des Stärkeren?

Wenn sich staatliches Handeln ausschließlich darauf beschränkt, das Leben, die Freiheit und das Eigentum seiner Bürger zu schützen, wird ein friedvolles Miteinander zur dauerhaften Realität.

Woher nimmt man das Geld, wenn man freiwillig auf so viele Steuereinnahmen verzichtet und nebenbei Schuldenfreiheit anstrebt? Wird teuer. Vor allem, wenn man soziale Unruhen provoziert mit Ideen wie "keine einkommensabhängigen Steuern"...
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#17 Beitrag von LiquidSnakE » Montag, 5. August 2013, 17:41

PaulBearer hat geschrieben:Also ich hab mal in das Programm dieser "PDV" kurz reingeschaut... nur kurz reingeschaut, und vielleicht verstehe ich nicht alles richtig, aber das ganze kommt mir schon reichlich hirnverbrannt vor.
Ja, ich weiß. Ging mir nicht anders. Ein Freund von mir ist seit mehreren Jahren libertär, und ich lieferte mir früher oft Debatten mit ihm. "Das kann unmöglich funktionieren, die Menschheit ist zu unreif und, ja, dumm dazu" war meine Standard-Argumentation (als bekennender Misanthrop). Vor allem gegen die Aufhebung des Währungsmonopols setzte ich mich lange zur Wehr und meinte, das würde in absolutem Chaos enden. Dann begann ich, mich in die Materie einzulesen. Heute möchte ich meinen Kopf gegen Wände schlagen, wenn ich mir ansehe, wie einfach es für uns alle wäre, das größtmögliche Maß an Freiheit zu haben - wir müssten uns bloß vom Nanny-Staat emanzipieren und unsere Probleme wieder selbst in die Hand nehmen, statt sie auf andere abzuladen.
PaulBearer hat geschrieben:Kein Individuum, keine Institution, kein Unternehmen und keine staatliche Stelle hat das Recht, mit oder ohne Androhung von Gewalt, jemanden zu zwingen, etwas gegen seinen Willen zu tun.
Zu diesem Thema gibt's verschiedene Zugänge. Einer besagt völlige Autonomie von staatlicher Gewalt - heißt, ja, du kannst theoretisch andere Menschen töten. Nur haben diese dann auch das "Recht", dich zu töten, weshalb du dir überlegen solltest, ob du Feindseligkeiten eröffnen willst. In einer libertären Gesellschaft gibt es auch keinerlei Waffengesetze - mit anderen Worten, jeder einzelne Mensch auf der Straße könnte eine Glock unter seinem Shirt tragen.

Mein Zugang ist dies übrigens nicht, und auch jener der PDV ist es nicht. Die Unverletzbarkeit von Leben und Eigentum müssen - als Grundpfeiler einer zivilisierten Gesellschaft - gewahrt werden. Darüber hinaus ist Zwang jedoch abzulehnen. Das geht übrigens in beide Richtungen. Wenn Menschen z.B. einen Sozialstaat super finden und gerne Steuern zahlen, kann man sie nicht dazu zwingen, dies aufzugeben. Auf kommunaler Ebene können Gleichgesinnte gerne ein Sozialsystem etablieren, wie wir es jetzt haben. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass niemand mehr gezwungen werden könnte, darin einzuzahlen - heißt, diese Leute müssten selbst schauen, wie sie es finanzieren.
PaulBearer hat geschrieben:Jegliche direkte Eingriffe in das Eigentum, wie direkte Steuern (zum Beispiel Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Abgeltungsteuer) sind verboten.

Also nicht von den Leuten, die obszöne Unsummen verdienen, oder großen Konzernen einen Ausgleich mit den Leuten verlangen, die am Existenzminimum herumwurschteln? Überleben des Stärkeren?
Was können Leute, die "obszöne Unsummen verdienen", dafür, dass andere am "Existenzminimum herumwurschteln". Wäre ich Milliardär, wäre ich dann auch automatisch schuld daran, dass du kein Milliardär bist? Mit welchem Recht verlangen diese Leute einen "Ausgleich"? Einen "Ausgleich" wofür, vor allem? Weil es dem Milliardär besser geht als ihnen? Weil sie weniger talentiert oder geschickt sind als andere? Weil sie weniger "Glück" im Leben hatten? Weil sie in eine reiche Sippe hineingeboren wurden? Welche "himmelschreiende" Ungerechtigkeit muss "ausgeglichen" werden?

Und, bitte, spar' dir die Floskeln von "Solidarität" (ich sage das gleich vorweg, weil das meist kommt, wenn ich diesen Einwurf mache). Nichts ist solidarisch daran, Menschen mit höherem Einkommen als das Minimum mehr wegzunehmen. Solidarisch wäre, würden diese Menschen freiwillig etwas abgeben. Doch die Besteuerung von hohen Einkommen oder von Vermögen ist nichts anderes als Diebstahl - in Watte gehüllt durch ein bittersüßes Wort: Umverteilung.

Zum Thema "Steuern sind kein Diebstahl": Ich habe diese Diskussion schon 100 Mal geführt. Die Argumentation ist immer - also, wirklich IMMER, ausnahmslos - die gleiche: "Steuern sind kein Diebstahl, denn sie dienen allgemeinen Zwecken, nützen also allen" - "Gut", erwidere ich, "dann fahre ich jetzt zu dir nach Hause und nehme deinen Fernseher mit." - "Nein, das wäre wirklich Diebstahl!" - "Nicht, wenn ich ihn an einem öffentlichen Platz aufstelle und ihn der Allgemeinheit zur Verfügung stelle. Das ist es doch, was Steuern legitimiert, oder?" - "Aber Steuern nützen doch auch dir, es ist also kein Diebstahl, denn du bekommst ja was dafür!" - "Du kannst ja auch weiterhin auf deinem Fernseher TV schauen - also? Wann kann ich den Fernseher abholen?" Meist endet an dieser Stelle die Diskussion, weil bislang niemand einen guten Konter darauf hatte. ^^
PaulBearer hat geschrieben:Wenn sich staatliches Handeln ausschließlich darauf beschränkt, das Leben, die Freiheit und das Eigentum seiner Bürger zu schützen, wird ein friedvolles Miteinander zur dauerhaften Realität.

Woher nimmt man das Geld, wenn man freiwillig auf so viele Steuereinnahmen verzichtet und nebenbei Schuldenfreiheit anstrebt? Wird teuer. Vor allem, wenn man soziale Unruhen provoziert mit Ideen wie "keine einkommensabhängigen Steuern"...
Wer Wert auf Polizei oder Armee legt, muss dafür bezahlen. Die Rede ist lediglich von ZWANGS-Einnahmen. Diese sind ein absolutes No-Go. Einigt man sich aber freiwillig darauf, dass man lieber eine Polizeitruppe bezahlt, als von den Parasiten, die "soziale Unruhen" provozieren (und es sind Parasiten, denn niemand außer Schmarotzern wünscht sich, dass anderen etwas weggenommen und ihm anschließend etwas gegeben wird), überfallen zu werden, lässt sich ein solches Sicherheitssystem mit Sicherheit finanzieren.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#18 Beitrag von PaulBearer » Dienstag, 6. August 2013, 09:52

Also doch (wenn man gegenüber der geistigen Reife und "Vernunft" der großen Masse skeptisch ist) Überleben des Stärkeren, was nicht schlecht ist, wenn man nicht zu den schwächeren gehört. Ich denke nur mal an das Gesundheitssystem - soll man ohne Zwangsabgaben und Umverteilung alle Kosten, die einen betreffen (z.B. eine lange Behandlung einer schweren Krankheit), selber tragen? Klingt ja gerecht, aber dann muß man Leute, die wenig Geld haben, konsequenterweise auch verrecken lassen (oder für jeden einzelnen Spendenaktionen starten). Das kann mich nicht überzeugen.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#19 Beitrag von cybdmn » Mittwoch, 7. August 2013, 06:53

Kleine Anmerkung... Überleben des Stärkeren ist Bullshit, das ist eine Fehlübersetzung. Es heiss survival of the fittest, und damit ist nicht der Assi-Proll mit Goldkettchen bei McFit gemeint, sondern fit im eigentlichen Wortsinne. Also Überleben des Passendsten.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#20 Beitrag von 100%Milk » Mittwoch, 7. August 2013, 08:41

cybdmn hat geschrieben:Kleine Anmerkung... Überleben des Stärkeren ist Bullshit, das ist eine Fehlübersetzung. Es heiss survival of the fittest, und damit ist nicht der Assi-Proll mit Goldkettchen bei McFit gemeint, sondern fit im eigentlichen Wortsinne. Also Überleben des Passendsten.
Wäre dann ebenfalls eine Fehlübersetzung oder -formulierung, weil es "Survival of the most fitting" heißen müsste, da in der Übersetzung von "passen" das "fittest" keine Steigerung ist sondern "fit", "more fitting" und als Superlativ "most fitting".

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#21 Beitrag von cybdmn » Mittwoch, 7. August 2013, 13:00

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#22 Beitrag von LiquidSnakE » Mittwoch, 7. August 2013, 19:38

PaulBearer hat geschrieben:Also doch (wenn man gegenüber der geistigen Reife und "Vernunft" der großen Masse skeptisch ist) Überleben des Stärkeren, was nicht schlecht ist, wenn man nicht zu den schwächeren gehört. Ich denke nur mal an das Gesundheitssystem - soll man ohne Zwangsabgaben und Umverteilung alle Kosten, die einen betreffen (z.B. eine lange Behandlung einer schweren Krankheit), selber tragen? Klingt ja gerecht, aber dann muß man Leute, die wenig Geld haben, konsequenterweise auch verrecken lassen (oder für jeden einzelnen Spendenaktionen starten). Das kann mich nicht überzeugen.
Ja, im Libertarismus gibt es auch Verlierer (sofern man das kapitalistische Kernsystem mitträgt und keine Sozi-Kommune mit integriertem Sozialsystem etabliert). In einer Welt ohne Sicherheitsnetz kann man groß gewinnen - oder alles verlieren. Wie sagte doch Bill Maher: "Sometimes fun costs ya. It just does, you know? And that's OK, you're willing to make that purchase." Momentan haben wir das Recht der Schwäche - heißt, die "Starken" müssen erdulden, um die Schwachen irgendwie mitzutragen. Die Bezeichnung "Parasit" trifft es auf den Punkt - die Starken sind der Wirt, an denen sich die Parasiten so lange wie möglich nähren, während sie ihn schwächen, ohne ihn zu töten. Für Talent oder Erfolg muss man sich schämen (weshalb Bescheidenheit auch als "Tugend" gilt), gesundes Mittelfeld ist Trumpf. Welches Land, wenn nicht Österreich ist das Musterbeispiel für die Richtigkeit dieses Elends?

Nur Parasiten schwören auf den Nanny-Staat. Das klingt grausam, ist aber ein unwiderlegbarer Fakt. Der Rest nimmt sein Schicksal selbst in die Hand, kümmert sich um seine eigenen Probleme und steht auch selbst für seine Fehler gerade. Das klingt nicht nur gerecht, sondern ist gerecht. Mein Körper gehört mir, und mir allein. Nicht dem Staat, nicht der Gesellschaft, nicht meinem Nachbarn, niemandem - nur mir. Inwieweit kann jemand folglich Anspruch auf meine Körper oder die Früchte meiner Arbeit erheben? Konsequenterweise gehört dein Körper nur dir - ich habe kein Anrecht darauf. Meine Probleme sind meine Probleme, nicht deine. Sie dir per Zwang aufzubürden (z.B. durch Umverteilung von Geldmitteln von dir zu mir), ist unmoralisch. Altriusmus ist die schlimmste Krankheit unserer Zeit, denn es bedeutet nichts anderes als die Verschiebung von Arbeitskraft und Vermögen von einer Gruppe hin zu einer anderen. Wer anderen wider Willen etwas wegnimmt, ist ein Dieb, sagt das Gesetz - wieso gilt das nicht auch für den "Sozial"staat?

Ich halte mich übrigens nicht für einen der Stärkeren. Es ist gut möglich, dass ich in einem libertären System zu den Verlierern zählen könnte. Trotzdem wäre es mir lieber, auf einem freien Markt mein Glück zu versuchen, als - wie jetzt - für Erfolg und Eifer bestraft zu werden (z.B. durch höhere Steuern/Abgaben). Ich sehe einfach nicht ein, wieso ich automatisch für mein Land, ja meinen gesamten Kontinent (danke, EU!), mitverantwortlich sein soll - oder wieso diesen "anderen" ein Teil meiner (Arbeits-)Leistung und meines Vermögens (wie klein dieses auch sein mag) zusteht. Arbeiten die etwa für mich, oder unterstützen sie mich bei meiner Arbeit? Nein. Wenn, dann erschweren sie mir mein Leben - mehr aber auch nicht.

Freiheit bedeutet Verantwortung - dies schließt Eigenverantwortung mit ein.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#23 Beitrag von PaulBearer » Donnerstag, 8. August 2013, 12:41

Okay, danke für die Erklärungen, Liquid. Ich kann dem System gar nichts abgewinnen, weil IMO die Gefahr, schuldlos (z.B. durch eine schwere Krankheit) in Armut und Obdachlosigkeit abzustürzen, viel zu hoch ist. Das ganze klingt außerdem wie die Ideologie der US-Republikaner, die mir sowieso zuwider sind.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#24 Beitrag von LiquidSnakE » Donnerstag, 8. August 2013, 20:07

PaulBearer hat geschrieben:Okay, danke für die Erklärungen, Liquid. Ich kann dem System gar nichts abgewinnen, weil IMO die Gefahr, schuldlos (z.B. durch eine schwere Krankheit) in Armut und Obdachlosigkeit abzustürzen, viel zu hoch ist.
Um eine Analogie für das praktische Leben zu liefern: Du kannst dem motorisierten Straßenverkehr gar nichts abgewinnen, weil die Gefahr, schuldlos (z.B. durch einen Unfall) verkrüppelt oder gar getötet zu werden, viel zu hoch ist. Du kannst auch Sex nichts abgewinnen, weil die Gefahr, finanziell ausgeblutet zu werden (z.B. durch Versagen des Verhütungsmittels), viel zu hoch ist. Das Leben ist voller Risiken - auch, wenn wir heute in einer Form von "Sicherheit" leben, die das oft vergessen lässt.

Aber, schon klar: Es ist viel besser, den Absturz in Armut und Obdachlosigkeit dadurch zu verhindern, allen, die nicht arm oder obdachlos sind, die Verantwortung für das eigene Schicksal aufzuzwingen. :respekt:
PaulBearer hat geschrieben:Das ganze klingt außerdem wie die Ideologie der US-Republikaner, die mir sowieso zuwider sind.
Kommt auf die Art von Libertarismus an, auf die du dich beziehst. Im Fall der Objektivisten könnte das hinkommen, auch gibt es viele libertäre Konservative (z.B. Hans-Hermann Hoppe), auf die das ebenso zutrifft. Für mich allerdings ist die republikanische Perspektive völlig inakzeptabel. Republikaner wünschen sich Freiheit - aber nur für die Wirtschaft. Das Privatleben der Menschen hingegen möchten sie bestimmen und kontrollieren. Niemanden geht es etwas an, ob Homosexuelle heiraten oder ob ich mir Heroin in die Venen jagen möchte. Aus diesem Grund lehne ich diese mehr konservative Form von Libertarismus klar ab.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#25 Beitrag von Terence » Freitag, 9. August 2013, 13:58

Ich kann diesem Modell, als jemand der mit Körperlich eingeschränkten Menschen arbeitet, auch nichts abgewinnen. Viele meiner Kunden sind durch einen Unfall einfach nicht mehr arbeitsfähig und das ohne Eigenverschulden. Es passiert wirklich schneller als man denkt.

Und nur weil auf 10 Menschen, 7 kommen die unser System ausbeuten, heißt es nicht dass die anderen 3 auf der Strecke bleiben dürfen.

Auch wenn es eine Wiederholung ist, wir brauchen einen Regierungswechsel, einen frischen Wind und diese Möglichkeit sehe ich nur durch eine Stimme für die Piraten oder durch ein ungültig machen seiner Stimme. Stellt euch mal vor wenn die ca. 30 % der Nichtwähler im Jahr 2009 alle ihre Stimme ungültig gemacht hätten. Vielleicht hätten wir dann schon die Piraten im Bundestag oder andere kleine Parteien die einfach mehr Ideen rein gebracht hätten!
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-ein nicht-menschliches Wesen in Mythologie und Literatur, siehe Troll (Mythologie),
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#26 Beitrag von esn » Montag, 12. August 2013, 03:37

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#27 Beitrag von Terence » Montag, 12. August 2013, 10:33

Eine Quelle (Focus) gegen mehrere Quellen die was anderes sagen. Ich schau mal ob ich eine primär Quelle dazu finde...

Edit:
http://www.bundeswahlleiter.de/de/gloss ... ehler.html
Die Nichtwähler sind für die Sitzverteilung ebenso unerheblich wie die ungültigen Stimmen.


Unerheblich ist ein Synonym für unwesentlich was wiederum eine geringe bis nicht vorhandene Sinnhaftigkeit bedeutet.

Im Gesetzestext habe ich nur gefunden wie eine Stimme ungültig wird, jedoch nicht wie sie berechnet wird.

Die meisten Quellen berufen sich auf Wahlrecht.de was keine offizielle Quelle ist. Aber Wahlrecht.de spricht von einem geringem Einfluss.

Muss man wohl weiter suchen...
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#28 Beitrag von Notarzt » Montag, 12. August 2013, 19:54

Tja, ändern tut sich nichts. Hat es nicht und wird es auch in Zukunft nicht.

Bis jetzt habe ich immer noch brav bei jeder Wahl mein Kreuz gemacht, für's gute Gewissen. Aber wie LiquidSnakE schon gesagt hat: Wählen wird schwierig, wenn keine Partei die eigenen Interessen vertritt.

Alle rufen ANGEBLICH nach Veränderung: Fakt ist, dass die überwältigende Mehrheit der Bürger gar keine Veränderungen befürworten. Weil es in Deutschland noch eine breite Mittelschicht gibt. Ja es stimmt, diese Mittelschicht schrumpft, aber noch kann die Politik ihr mit Steuern, Abgaben und Gebühren richtig ordentlich was abpressen. Der Schmerz ist immer noch kleiner, als der innere Schweinehund, vom Sofa aufzustehen, sich vor dem Reichstag zu versammeln und wirkliche Veränderungen zu fordern.

Kommt damit klar und passt euch an, oder sucht euch alternative Nischen wie Communities oder Selbstversorgung. Denn die, die wirklich das Sagen haben, die Schmiergeldzahler, Abzieher, Lobbyisten und Geldwechsler könnt ihr nicht "abwählen".

Wobei das schon seit 30 Jahren so ist. Solang läuft die Liberalisierung, Deregulierung und Kommerzialisierung aller Lebensbereiche doch schon. Neu ist nur, wie offen das seit 2008 für die Bürger in aller Öffentlichkeit zu Tage tritt. Die ganzen Untersuchungsausschüsse, Tagungen, Krisengipfel und Diplomatentreffen haben genau NULL Lösungsansätze gebracht, um aus dem Schlamassel des kapitalistischen Systems raus zu kommen.

Die politisch Handelnden haben auch offensichtlich gar nicht die Absicht, etwas zu ändern. Das brauchen sie auch nicht: Weil es ihnen genau so geht, wie ihren Bürgern: Ihnen fehlt jeder Ansporn, weil sie keinen Leidensdruck verspüren.

Ich will gar nichts anderes als Kapitalismus, dass Prinzip des Kapitalismus ist sogar perfekt: Wer was leistet, muss sich auch was leisten können. Das Problem ist nur, dass das System völlig pervertiert wurde. Es hat Vernunft, Anstand und Maßhaltigkeit abgeschüttelt.
Alle Pfeile zeigen mittlerweile steil nach oben. Geld kommt zu noch mehr Geld, während die Masseneinkommen der normal arbeitenden Bevölkerung wegbrechen und ein Großteil der Bürger sehen muss, wo sie bleiben. Und ich sehe keine Partei, die gewillt ist, das System zwar beizubehalten, es aber vom Kopf wieder zurück auf die Füße zu stellen. Und das ist das Kernproblem: Es muss für jeden die Möglichkeit zu Teilhabe geben.

Der deutsche Wahlkampf wird gar nicht mehr in Deutschland entschieden. Es gibt durch das Kollektivversagen Europas und seiner Institutionen (und auch der nationalen Maßnahmen), das wir seit 2008 live erleben dürfen, ganz andere Einflussparameter. Parameter die außerhalb der nationalen Kontrolle liegen. Falls Südeuropa pleitegeht und die zu Recht enttäuschten Bürger das Chaos auf die Straßen tragen, ist es egal, bei wem ihr das Kreuz gemacht habt.

Um das System vom Kopf wieder zurück auf die Füße zu stellen, muss zunächst die Macht der Finanzbranche ausgemerzt werden. Finanzielle Einflussnahme darf die Politik nicht mehr in dem universellen Maße beeinflussen, wie sie es gegenwärtig tut. Dass die Finanzwelt so etwas macht, war auch schon vorher für die meisten Bürger insgeheim klar. Aber wie massiv, allumfassend und zu welchem exorbitanten Vorteil das geschieht, wird erst seit langsam 2008 ersichtlich.

Auch heute sehen wir bislang nur die Spitze des Eisbergs, aber immer mehr Menschen nehmen überhaupt wahr, dass da vor ihnen ein Eisberg im Wasser schwimmt und sie ihm ausweichen müssen. Die Leute werden erst anders wählen bzw. die Unfairness des gegenwärtigen Systems offen anprangern, wenn sie den Eisberg gerammt haben. Wenn genug Leute Haus, Hof, Auto und Job verloren haben, um den Abzockern ihre Prämien zu sichern.

Es gibt vernünftige Rezepte, ein exzellentes, absolut herausragendes Buch dazu ist zum Beispiel „Handelt Jetzt!: Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft“, wo sehr einfache, aber effektive Maßnahmen aufgelistet werden. Ein Buch, das meinen kleinen, bescheidenen Horizont zu diesen Themen dramatisch erweitert hat. Und ich habe seit 2008 ca. 12 Bücher zu diesen Themen gelesen.

Es prangert offen die betrügerischen Machenschaften der internationalen Hochfinanz an, erklärt schlüssig Ursache und Wirkung der europäischen Krise und gibt konkrete Maßnahmen an die Hand, um die Großbanken defakto zu zerschlagen (ohne sie abschaffen zu wollen). Das ist ohnehin der erste Schritt: Die Rückabwicklung der letzten 30 Jahre, in denen Wirtschaft und Markt zunehmend sich selbst überlassen wurden. Denn erst durch die Abschaffung der Vorschriften wurde das permanente Verletzen der vormaligen Regeln legal!

Nur so konnten sich die Absahner ja die Taschen vollstopfen, weil sie irgendwelche Kunstprodukte und Fantasie-Fonds in die Welt gesetzt haben, die mit kaufmännischer Realität nichts mehr zu tun haben. Es ging und geht immer noch einzig darum, dass Geld der Bürger so geschickt und undurchschaubar wie irgend möglich umzuschichten. Die Profite in Form von Abgaben, Gebühren und Zinsen bleiben irgendwann bei den Banken und Fonds hängen, der Anleger und Steuerzahler hat jetzt die Risiken dieses Monopolyspiels abzufedern.
Heute haben wir nichts mehr davon, weder Wirtschaft noch Markt. Vieles ist manipuliert, an jeder Ecke wird man abgezockt, Vorgänge und Transaktionen sind unüberschaubar und für niemanden mehr nachvollziehbar.
Deswegen war die Deregulierung ja auch so wichtig für die Banken: Man wollte die offensichtlich betrügerischen, illegalen Tätigkeiten so weit verschleiern, dass sie niemandem mehr ins Auge fielen.

Und die Politik muss das endlich beenden. Sie muss sämtliche Finanz- und Abzockeprodukte rigoros verbieten, die keinen realwirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Nutzen für das Gemeinwohl bereithalten. Das alles wäre kein Problem, wenn man denn nur wollen würde.

Man könnte bei den Behörden, die ohnehin für die Bankenaufsicht zuständig sind, eine öffentlich kontrollierte Zulassungsstelle einrichten. Ähnlich wie man es z.B. für Medikamente handhabt. Ein Finanzprodukt ist zu risikoreich, es ist intransparent, es könnte Preise unnötig in die Höhe treiben, es spekuliert auf Nahrungsmittel, Rohstoffe, Renten oder anderen Formen der Daseinsvorsorge!? Dann kriegt es keine Zulassung und darf nicht auf dem Markt gehandelt werden. Punkt.

Damit wären die Banken sofort machtlos. Selbst die Verlagerung in irgendwelche Steuerparadiese ist nicht mehr möglich, weil die keine Steuerzahler, keine Einlagensicherung und keine Garantien bieten können. Die Banken könnten dann mit ihren Schattenprodukten nur noch die Risiken eingehen, die sich auch verantworten lassen. Es würde durch einen stabilen, öffentlich geregelten Zulassungsprozess auch gar keine korrumpierenden Papiere mehr auf den Markt drängen.

Damit wären auch die unrealistischen Renditen sofort vom Tisch, die diese Konzerne abschöpfen. Man muss ja bedenken: Die Gelder, die sich die Banken an der Spitze der Nahrungskette einstecken, können von den Arbeitern nicht mehr nachfragewirksam konsumiert und von den Unternehmern nicht mehr investiert werden. Und Banken investieren nicht in Firmen und Fabriken, weil ein normaler Produktionsbetrieb keine 25% Rendite abwirft.

Oder die derzeitige Kapitalflucht, die die Südländer in den Ruin treibt: Das Problem dabei ist ja, dass wir ein Sonderfalls sind, da wir eine Währungsunion haben. Wieso dürfen spanische Bürger ihr Geld in deutschen Staatsanleihen anlegen? Gerade jetzt, wo der spanische Staat die Patte doch viel dringender benötigt. Wieso kann ein EU-Bürger Papiere eines Landes kaufen, dessen Politik und Entwicklung er nicht beeinflussen kann? Achso, weil die alle Angst um ihr Geld haben, so so … Aber die Lösung ist es ja nicht, die Milliarden nach Deutschland zu transferieren. Dann müssen die Spanier, Griechen und Konsorten ihre korrupte Brut in den Parlamenten ausmerzen, damit die Länder wieder eine Perspektive bekommen und das Geld dort zielgerichtet und nachhaltig aufgewendet werden kann.
Warum verpflichten sich die Staaten nicht einfach, ihre Anleihezinsen in Zukunft nur noch an die eigenen Staatsbürger auszuzahlen? Und schon wäre die Geldwechselei in Europa über Nacht beendet. Außerdem würden die Zinsen auf Staatsanleihen der Südschiene nicht länger explodieren.

Wenn der Euro nicht im totalen Desaster und totalen, endgültigen Bankrott von ganz Europa enden soll, wird die Politik ohnehin nicht um massive Restriktionen herum kommen. Solange das Geld frei über den Kontinent schwappt, wird es sich immer einer gemeinnützigen Verwendung vor Ort entziehen. Anstatt das der wohlhabende Grieche die Kohle irgendwo im europäischen Ausland verspekuliert und Villen in den noblen Vororten kauft, sollten die lieber in ihre Fabriken investieren und etwas herstellen, das gebraucht wird.

Derartige Maßnahmen sind aber in der öffentlichen Debatte überhaupt kein Thema. Weder werden sie ernsthaft benannt, geschweige denn diskutiert. Von keiner Partei, weder den großen Läden, noch den kleinen Vereinen.

Mit den alten Rezepten, dem Totsparen, wie es Deutschland aktuell vorgibt, ist das Problem aber eh nicht zu lösen. Es wird die Bevölkerungen in unaussprechliches Elend stürzen und aus 60% Jugendarbeitslosigkeit werden ganz schnell 80% radikale, politische Ultras und Extremisten die eher nach reaktionären Lösungen rufen werden, als zielgerichtete wirtschaftliche Reformen am europäischen System.

Das dicke Ende kommt nach der Wahl. Aktuell hat der ehrliche, aufrechte Kaufmann doch heute keine Chance mehr. Die Perspektive unserer Eltern, es mit ehrlicher rechtschaffender Arbeit zu einem gewissen Wohlstand zu bringen, gibt es nicht mehr. Insbesondere nicht in Südeuropa, wo Korruption, Vetternwirtschaft und Betrug Teil des alltäglichen öffentlichen Lebens geworden sind. Verglichen mit dem, was den 18 – 30 Jährigen dort „blüht“, kann man hier in Deutschland noch ganz beruhigt sein Kreuz bei einem beliebigen Verein aus dem Mainstream-Einheitsbrei machen.


Freie Wähler, Partei der Vernunft, Alternative für Deutschland, alles die gleichen Kasperköppe. Die müssten erst mal ihre ganzen Zahlenalchemisten, Esoteriker und Spinner aus der Partei werfen, bevor dieses pseudo-alternative Dreckspack wählbar wird. Aktuell wollen diese Schmarotzer nur eins: Ran an die unerschöpflichen Fleischtöpfe des Steuerzahlers, damit man nicht mehr 40 Stunden in der Woche Vollzeit arbeiten gehen muss. Und dazu ist keine Parole dumm genug.


Piraten: Eine schöne Hoffnung, von der man bei ihrem unverhofften Achtungserfolg zu Beginn gedacht hat, dass sie mit alternativen Konzepten Wind in die Bude bringen und den alten Muff raus hauen. Hauen tun sie: Sich gegenseitig. Völlig undiszipliniertes, unfähiges, degeneriertes, wertloses Gesocks. Absolut unwählbar, einmal und nie wieder! Ich könnte heute noch meinen Wahlschein zurückverlangen, um ihn rückwirkend ungültig zu machen. Schade um meine Stimme.


CDU, SPD, Grüne, FDP und wie sie alle heißen. Tja, die haben die heutigen Probleme ja maßgeblich verursacht. Es ist geradezu absurd zu glauben, dass sie deren Ursachen auch wieder beheben würden. Dazu müsste man eine 180 Grad Wende hinlegen und massive Fehler eingestehen. „Unmachbar“ für die Altparteien.


Linke, Rechte, Ultra-Liberale, Tierschützer und der ganze Rest: Sie sind Exoten und ich hoffe sehr, dass bleiben sie auch. Die politischen Randbereiche, ganz gleich welcher Couleur, sind keiner Vernunft- und Fortschrittsgeleiteten Industriegesellschaft zuzumuten. Diese Brut will zurück hinter die große Betonmauer oder heim ins Reich, die Abschaffung aller Reglementierungen – Oder schlimmeres. Sicherlich machen hier viele Wechselwähler auch schnell mal ein „Frustkreuzchen“, weil man hier eine Alternative vermutet. Das hilft aber niemandem.


Was also tun? Nicht viel würde ich sagen, außer ein paar Millionen Menschen zu mobilisieren und sich auf den Weg ins Regierungsviertel machen. Da das aber auf absehbare Zeit mehr als unrealistisch ist: Einfach nach bestem Wissen und Gewissen ankreuzen. Egal was, Hauptsache man kreuzt was an.

Es sind ohnehin internationale Anstrengungen erforderlich, um das Wirtschaftswesen und seine Auswüchse in Form von „Globalisierung“ zurück auf einen vernunftgeleiteten, umweltschonenden, Ressource- basierten Weg zu bringen. Politik und Ökonomie haben mit ihren neoliberalen Marktschreiern kollektiv versagt. Weg von Turbo-Rendite einzelner hin zur Teilhabe möglichst vieler Menschen an wirtschaftlichem Fortschritt und Wohlstand.

Diesen Weg werden die Menschen irgendwann sowieso einfordern. Das wird weder die politische, noch die ökonomische Elite verhindern können. Wir sind nicht die Spitze der Nahrungskette: Der größte Feind der Menschheit ist ihre Ignoranz. Aber irgendwann wird sich eine kritische Masse in Bewegung setzen und wenn das soweit ist, dann möchte ich kein Politiker sein, in keinem Land Europas. Das wird dann eine ziemlich „heiße“ Legislaturperiode, die voraussichtlich keine vier Jahre betragen wird.
Aber man kann ja schon mal im September klein Anfangen und einen ersten Schritt versuchen. Jeder für sich. Der Rest ergibt sich sicher schon von alleine. So ist es bis jetzt immer gewesen – Ganz sicher bis todsicher.

MfG

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#29 Beitrag von Pendel » Donnerstag, 15. August 2013, 09:45

Notarzt hat geschrieben:Viele Einstellungen und Meinung Notarzt's...
Pass auf, die NSA liest mit und schickts an den BND und dann steht bald ne neue hübsche Traffostation vor deinem Haus ;-)
Für Frieden kämpfen ist wie für Jungfräulichkeit vögeln!

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#30 Beitrag von zombie-flesheater » Donnerstag, 15. August 2013, 12:48

Pendel hat geschrieben:
Notarzt hat geschrieben:Viele Einstellungen und Meinung Notarzt's...
Pass auf, die NSA liest mit und schickts an den BND und dann steht bald ne neue hübsche Traffostation vor deinem Haus ;-)
Warum so umstaendlich?

http://summonthensa.com/ :blueeye:
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Wenn im Zimmer kein Platz mehr ist,
kommen die Games in den Keller.

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#31 Beitrag von Notarzt » Freitag, 16. August 2013, 17:33

Wie geil ist das denn!? 8) 8) 8)
Summon the NSA :megalol:

Super :mrgreen: Danke, da musste ich gerade mal herzhaft ablachen. Tja ob das Geschreibsel schon reicht, um Staatsfeind zu werden? Noch wage ich das zu bezweifeln.

Wobei so eine Einladung über Facebook zu einem Spaziergang am Dagger Complex schon mal Polizei und den Staatsschutz aktivieren kann. Ich bin gespannt, falls mir jemand auf das Posting antwortet, der nicht von BiR ist, lasse ich es euch wissen :D

Es sollte einen Summon the NSA-Tag geben, wo jeder Deutsche einmal stündlich diesen Button drückt. Das wird die NSA-Server freuen.

MfG

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#32 Beitrag von zombie-flesheater » Freitag, 16. August 2013, 20:10

Notarzt hat geschrieben:Wie geil ist das denn!? 8) 8) 8)
Summon the NSA :megalol:

Super :mrgreen: Danke, da musste ich gerade mal herzhaft ablachen. Tja ob das Geschreibsel schon reicht, um Staatsfeind zu werden? Noch wage ich das zu bezweifeln.

Wobei so eine Einladung über Facebook zu einem Spaziergang am Dagger Complex schon mal Polizei und den Staatsschutz aktivieren kann. Ich bin gespannt, falls mir jemand auf das Posting antwortet, der nicht von BiR ist, lasse ich es euch wissen :D

Es sollte einen Summon the NSA-Tag geben, wo jeder Deutsche einmal stündlich diesen Button drückt. Das wird die NSA-Server freuen.

MfG
Nach Ablauf meiner Freistellung mit 31. August werde ich sowieso auf Facebook bei Beruf "Selbstmordattentaeter bei Al Qaeda" angeben. Mal schaun, ob dabei etwas rauskommt - ansonsten koennte mir wohl verdammt langweilig werden...
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#33 Beitrag von PaulBearer » Sonntag, 18. August 2013, 15:57

zombie-flesheater hat geschrieben:Nach Ablauf meiner Freistellung mit 31. August werde ich sowieso auf Facebook bei Beruf "Selbstmordattentaeter bei Al Qaeda" angeben. Mal schaun, ob dabei etwas rauskommt - ansonsten koennte mir wohl verdammt langweilig werden...
Von Guantanamo aus darfst du aber nicht hier posten. :blueeye:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#34 Beitrag von 100%Milk » Donnerstag, 29. August 2013, 07:24

Ich habe mir gerade die Wahlplakate der Piraten angeschaut, weil sie jemand gelinkt hatte.
Und teilweise war mein Gedanke da einfach nur noch: "Ach. Du. Scheiße. "

Politik wird ja immer dann zur blanken Unterhaltung, wenn die Leute versuchen junge Wähler anzusprechen. Aber diese Scheiße hier? Genau das?
https://piratenpartei-bayern.de/?attachment_id=5664

Ja, das gehört verboten. Und von so Kaspern die ne Superman Pose mit entsprechendem Shirt unterm Anzug abziehen will ich mal gar nicht anfangen.

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#35 Beitrag von LiquidSnakE » Donnerstag, 29. August 2013, 15:39

Ich habe die Tage die beiden Wahlhilfen zur Nationalrats- bzw. Bundestagswahl (Wahlkabine.at für Österreich, Wahl-O-Mat.de für Deutschland) absolviert. Die Resultate sind bei mir wenig überraschend.

Resultat Österreich
Resultat Deutschland (Vergleich meiner Antworten mit allen 5 Bundestagsfraktionen sowie PDV, AfD, Piraten)
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#36 Beitrag von Notarzt » Donnerstag, 29. August 2013, 18:24

Ich wollte gerade den Hinweis bringen, aber LiquidSnakE war schneller.

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2013 ist heute Morgen online gegangen.


Dazu natürlich auch das Wahl-O-Meter. Bitte nicht erschrecken, dass die Realität doch "etwas" von der in der Presse veröffentlichten Meinung abweicht :mrgreen:

Oben rechts auf der Website kann man sich das aktuelle Ergebnis als Diagramm anzeigen lassen.

MfG

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#37 Beitrag von bionixxx » Donnerstag, 29. August 2013, 19:43

linke, grüne, piraten...war klar wahl-o-mat...dann eben wieder die freibeuter :twisted:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#38 Beitrag von Notarzt » Donnerstag, 29. August 2013, 20:11

bionixxx hat geschrieben:linke, grüne, piraten...war klar wahl-o-mat...dann eben wieder die freibeuter :twisted:
Das du uns hier kein Gesocks wählst, Kollege ... :aufsmaul: :mrgreen:

MfG

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#39 Beitrag von PaulBearer » Freitag, 30. August 2013, 17:59

LiquidSnakE hat geschrieben:Ich habe die Tage die beiden Wahlhilfen zur Nationalrats- bzw. Bundestagswahl (Wahlkabine.at für Österreich, Wahl-O-Mat.de für Deutschland) absolviert. Die Resultate sind bei mir wenig überraschend.
Hmm, Stronach als Gewinner? Jetzt mal ganz abgesehen davon, ob man deren Ideen gut findet - darum soll es hier nicht gehen - ist das doch IMO ein nicht viel weniger chaotischer, inkompetenter Haufen als die Piraten. Der Gründer ein Industriemilliardär, der mit Kompromissbereitschaft und normalen Umgangsformen noch größere Probleme hat als mit der deutschen Sprache. Seine Kandidaten: Wendehälse, die für genug Geld auch bei der "Satanistischen Tierquäler-Partei" mitmachen würden (oder vielleicht doch im letzten Moment abspringen). Gut, so lange nach Jelzin wäre es auch mal wieder Zeit für einen Spitzenpolitiker, über den man sich auf der ganzen Welt lustig macht, aber doch nicht in Österreich...
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#40 Beitrag von LiquidSnakE » Freitag, 30. August 2013, 19:57

Das mag sein, aber - wie oben bereits gesagt (bevor ich den Wahlkabine-Test überhaupt gemacht habe) - ich sympathsiere, rein von der politischen "Agenda", mit liberalen/libertären Kräften, die für mehr Eigenverantwortung (im positiven wie negativen Sinne) und weniger Nannystaat eintreten. In Österreich trifft das auf niemanden zu, aber auf Stronach und NEOS immer noch am meisten. Bei NEOS ist ihre Haltung zu Europa problematisch für mich - die Partei spricht sich explizit für die Bildung der "Vereinigten Staaten von Europa" aus, was sie für mich vor allem bei den kommenden EU-Wahlen unwählbar macht.

Dass Stronachs Politiker problematisch sind, ist mir bewusst. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich Robert Lugar mag - nicht umsonst habe ich in seiner fraktionslosen Zeit viele seiner Reden über meinen YouTube-Kanal verbreitet (neben anderen, willkürlich zusammengewürfelten Polit-Material). Aus meiner Sicht ist Lugar einer der wenigen Politiker, die den ehrlichen Wunsch haben, etwas zu ändern - was ich ihm bei einem Zusammentreffen letztes Jahr auch persönlich sagen konnte. Als wilder Abgeordneter, die de facto keinerlei Relevanz im Parlament haben, hätte er sich - wie all die anderen wilden Abgeordneten - zurücklehnen, seine hohe Gage kassieren und auf das Ende der Legislaturperiode warten können. Doch nein, er hielt Rede nach Rede nach Rede, obwohl ihm niemand zuhörte oder sich für seine Meinung interessierte - das muss Hartnäckigkeit sein. Ich spielte sogar mit dem Gedanken, Parteimitglied bei Stronach zu werden, weil ich hoffte, dass Lugar als eines der Gründungsmitglieder die Partei in die "richtige" Richtung würde lenken können. Doch dann sind Dinge passiert wie die Abwerbung der BZÖ-Huren (denn Huren, das sind sie; erst verließen sie das scheinbar sinkende FPÖ-Schiff, um Haider nachzulaufen, nun, wo dieser tot ist, brauchen sie eine neue Führerfigur, die sie versorgt - erbärmlich). Die Aufnahme von Christian Faul, einer aus meiner Sicht völlig untragbaren Person, ist nur der Tropfen auf dem heißen Stein. Aus diesem Grund, und weil Frank Stronach sich in der Partei stärker engagiert, als ich (und wohl auch seine eigenen Parteigenossen) es anfangs angenommen hatte (wer die gestrige Debatte mit Bucher gesehen hat, weiß, dass das nichts Positives ist), ließ ich es bleiben - und bereue es nicht, wenn ich mir das Chaos ansehe, in dem sich die Partei derzeit befindet. Wählen könnte ich sie trotzdem, weil es außer Nicht- oder Ungültigwählen keine Alternative gibt. Jedenfalls nicht für jemanden wie mich.

Dass ich beim deutschen Fragebogen über 92% Übereinstimmung mit der PDV habe, belegt diesen Punkt. Allerdings habe ich auch schon gepostet, dass ich die Programmatik der PDV fast vollständig mittrage, weshalb es, wie schon gesagt, bei beiden Resultaten keine Überraschungen für mich gab.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#41 Beitrag von KT » Freitag, 30. August 2013, 20:17

Lauf Wahl-O-Mat sind mir die Piraten am nächsten. Aber so richtig wählbar sind sie für mich irgendwie auch nicht. :(
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#42 Beitrag von Vicarocha » Freitag, 30. August 2013, 21:35

Ohne viele Worte:
- Resultat Deutschland (Vergleich meiner Antworten mit allen 5 Bundestagsfraktionen sowie PDV, AfD, Piraten)
- Resultat Österreich

Der 1. Platz passt jedenfalls. ^^
ich finde es immer gruselig, wenn ich mir ausmale, wer was angeklickt haben muss, um Parteien in der oberen Hälfte rangieren zu haben, die bei mir in der unteren Hälfte angesiedelt sind... :blueeye:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#43 Beitrag von esn » Samstag, 31. August 2013, 04:13

bei mir kommt das ergebnis gut hin....platz 1 die linke, gefolgt von den piraten, danach die grünen...und auf dem letzten platz die cdu :blueeye:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#44 Beitrag von Zombie » Donnerstag, 5. September 2013, 15:11

Es ist nur eins wichtig Geh Wählen :respekt:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#45 Beitrag von Zombie » Samstag, 21. September 2013, 17:50

So Jungs und Motoko denkt daran geht morgen Wählen sonst seit IHR daran Schuld :suicide:
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#46 Beitrag von esn » Sonntag, 22. September 2013, 13:32

jeder, der die linke wählt, kriegt ein computer- oder videospiel nach wunsch von mir geschenkt.
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#47 Beitrag von 100%Milk » Sonntag, 22. September 2013, 14:36

esn hat geschrieben:jeder, der die linke wählt, kriegt ein computer- oder videospiel nach wunsch von mir geschenkt.
Das wärs mir direkt wert.

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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#48 Beitrag von esn » Sonntag, 22. September 2013, 15:45

100%Milk hat geschrieben:
esn hat geschrieben:jeder, der die linke wählt, kriegt ein computer- oder videospiel nach wunsch von mir geschenkt.
Das wärs mir direkt wert.
dann auf auf, nur noch 75 minuten, bis die wahllokale schließen....
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#49 Beitrag von esn » Sonntag, 22. September 2013, 21:32

nun, die wahl ist ja nun gelaufen...was haltet ihr vom ergebnis?
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Re: Gedanken - Wahlkampf 2013 Edition

#50 Beitrag von LiquidSnakE » Sonntag, 22. September 2013, 23:58

Merkel im Stimmenhoch, FDP raus, Linke und Grüne über 5 Prozent, ... - mein Fazit: Deutschland, du hast versagt.
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