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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 12. Juni 2013, 12:27 
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PaulBearer hat geschrieben:
Der Trailer zum 2. Hobbit-Film ist draußen:

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Hmm, Hubschrauber-Aufnahmen von Wald & Flur, gigantische Steinstatuen, blasse Typen mit spitzen Ohren, die feierliche Reden schwingen, eine Gruppe Figuren, die im Gänsemarsch von A nach B läuft, Haltmachen an einer Klippe von der man einen wunderbaren Blick auf irgend´ne majestätische Stadt bekommt - wo hab ich das nur schonmal gesehen. :roll:

@Kaysa - Nur ganz nebenbei: ich schaue mir Gruselfilme niemals mit irgendjemand anderem an (mit einer etwaigen besseren Hälfte schon gar nicht) - die Atmosphäre ist einfach nicht dieselbe, wie wenn man alleine ist.
Auch würde ich die "älteren" Jahrzehnte in Sachen Kino keinesfalls in Bausch und Bogen ablehnen. Ich will jetzt gar nicht mit Nosferatu und Metropolis anfangen, aber gerade die 50er und 60er haben mit Hitchcock, Clouzot und Konsorten wirklich brillante Gruselkrimis hervorgebracht.

Ein Spukhaustipp noch von mir: Das Waisenhaus (2007) aus Spanien. Ich hatte das Glück, ihn im Kino zu sehen, und trotz Publikums um mich rum, hat mich dieser Film geflasht wie es nur selten geschieht. Brillant geschrieben, dichte Atmosphäre, verschachtelte Story - unbedingt ansehen. :respekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 19. Juni 2013, 22:31 
Boardbitch

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Man of Steel
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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 19. Juni 2013, 22:59 
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SAL hat geschrieben:
Man of Steel
Spoiler: Zeigen
9/10


Ist das der Film, in dem sich herausstellt, dass Superman
Spoiler: Zeigen
Clark Kent ist?


Abgesehen von der Gesamtwertung haetten mich die Gruende fuer eben diese ja doch interessiert. Der Film war bis dato eigentlich nicht auf meinem Radar, bei einer derartigen Bewertung hat er dann jedoch mein Interesse geweckt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Freitag, 21. Juni 2013, 06:11 
Boardbitch

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Den Trailern nach zu urteilen, bin ich mit der Erwartung hinein eine origin story erzählt und gezeigt zu bekommen, ähnlich der alten Geschichte, des alten Films von 1978.
Doch dann kam alles ganz anders, und das ist auch für viele Trottel (imdb user) wohl der Grund den Film so negativ zu bewerten.
Der gesamte Film, die Story, der ganze Aufbau und Ablauf der Geschichte ist umgekrempelt worden, der aktuellen Zeit angepasst.
Die ersten Minuten dachte ich, wir sitzen im falschen Film, der Anfang des Films spielt komplett auf Krypton, klar die Story ist im Grunde die gleiche wie damals,
aber die Erzählweise ist sehr "Nolanhaft", was ich doch positiv fand.

Die Action in der letzten Stunde ist wirklich atemraubend und da weis man wofür die Millionen ausgegeben wurden.
Ich bin mir auch sicher das es Absicht war, die Action nicht in den Trailern zu verbraten, Zod & Supes kloppen die halbe Stadt weg. (Geil!)


Wirklich schlecht fand ich nur den 3D Effekt, der eigentlich nie wirklich da war.
Kritik gibts von mir an den religiösen Untertönen (Clark&Kirche und der Rausflug aus dem Schiff von Zod und seine Pose, wie Jesus am Kreuz)
Die Sache mit dem US Militär war doch arg lächerlich, als ob die ernsthaft ne chance gehabt hätten, aber die sind ja nur als menschlicher Faktor da,
und weil die US Army ne dicke Finanzspritze in den Film invenstiert hat, und das machen die ja nur wenn sie im positiven Licht dargestellt werden.

Aber das sind so Kleinigkeiten, "ist halt ein amerikanischer Film", damit kann ich leben.
Ich war die 2+ Stunden sehr gut unterhalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Sonntag, 23. Juni 2013, 17:36 
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War eigentlich nicht geplant, hab aber den Superman Film auch am Freitag gesehen.
Ich war erst mal verblüfft, dass der Film sogar ne recht gute Story hat und erklärt, warum die verschiedenen Charaktere so handeln, wie sie es tun. Lücken wird man sicher finden, wenn man will, aber ich wurde weitesgehend überzeugt. Ich kann mich an den "ursprünglichen" Film Superman 2 nicht mehr so ganz erinnern, aber ich glaube da war das alles so lala.
Action und Prügelei gab es genug, aber bei der Story hat irgendwie noch das gewisse Etwas gefehlt um den Film auf eine Höhe mit Dark Knight und Watchmen zu bringen. Kommt dann vielleicht im zweiten Film, der ja schon sicher ist. Ich würde sagen gewisse Voraussetzungen sind schon gegeben.
Ehrlich gesagt kann ich gar nicht so recht verstehen, warum sich die Fans über das Ende aufregen:
Spoiler: Zeigen
Superman bringt Zod um

Aber ok, ich bin ja auch kein Fan, ich kann damit gut leben. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Sonntag, 30. Juni 2013, 09:09 
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Wohnort: Vorarlberg, Österreich
Maniac (1980)

Wenn ich mir so ansehe, was für seelenlose 100-Milliarden-Dollar-Scheiße im Kino läuft, sehe ich mir gerne ein paar alte Klassiker auf DVD an.

Maniac sticht aus den Spät-70er-/Früh-80er-Slasherfilmen deutlich hervor, weil der Killer hier nicht das personifizierte Böse ist oder jemand, der sich für erlittenes Unrecht rächen will... er ist einfach nur ein komplett geistesgestörter, kranker Kerl (der aussieht wie Ron Jeremy 8)), der gleichermaßen Mitleid und Abscheu hervorruft.

Es gibt zwar derbe Splatterszenen, aber nicht bei jeder Gelegenheit. Es gibt viele ruhige Passagen, auch spannende Sequenzen. Tom Savini und die wunderbare Caroline Munro spielen auch mit. Gut, daß eine New Yorker U-Bahn-Station zu einer Zeit, in der Züge fahren, komplett menschenleer ist, ist sehr unglaubwürdig, aber dumm ist der Film ansonsten nicht. Dem Film wurde gern Frauenfeindlichkeit vorgeworfen, was kompletter Schwachsinn ist, weil für den frauenhassenden (oder besser: vor Frauen Angst habenden) Protagonisten kaum Verständnis und Symphatie möglich ist, jedenfalls in den Gewaltszenen.

Ein schönes Extra ist auch noch eine Gallerie von Texttafeln, die nur aus Aussagen von damaligen Kritikern besteht, die den Film als krankes Machwerk für Perverse in der Luft zerreißen. Und am Ende noch die Bewertung der philippinischen Filmkommission, die für viel Heiterkeit sorgt. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 3. Juli 2013, 08:17 
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Beiträge: 1752
Wohnort: Saarbrücken, ehemals Titz/NRW
Hab dann gestern auch mal das Evil Dead Remake gesehen. War doch ganz angetan davon. Auch wenn ich das Original etwas "gruseliger" fand, konnte mich der neueste Ableger besonders durch Härtegrad und Effekte überzeugen. Natürlich könnte man dem Film selbstzweckhafte, übertriebene Gewalt vorwerfen. Aber das ist für mich kein Minuspunkt! :blueeye: Das Remake hält sich auch nur in einem groben Rahmen an das Original. Hier gibt es nichts zu lachen und natürlich auch keine coolen Sprüche. Die neue Version ist finster, dreckig und schonungslos! Würde ich nochmal schauen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 3. Juli 2013, 12:24 
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Maniac hatte ich damals auf Astro-VHS - lang ist´s her. Hat mich damals nicht so vom Hocker gehauen, aber jetzt, wo Du darüber schreibst, hätte ich durchaus Bock, ihn mir nochmal anzusehen (über das Remake mit Elijah Wood decken wir lieber den Mantel des Schweigens).
Dasselbe gilt für Evil Dead - eine der prägendsten Filmerfahrungen, die ich je hatte (eine so bösartige Atmosphäre hat auch danach kaum wieder ein Film erreicht) . Konnte mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Neuverfilmung was taugt, und bin auch nicht wahnsinnig scharf darauf, sie zu sehen. Auf das Original hätte ich aber in jedem Fall wieder Bock- gerade gemessen daran, dass ich ihn das letzte Mal vor gut 12 Jahren gesehen habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 3. Juli 2013, 16:41 
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RipvanWinkle hat geschrieben:
Maniac hatte ich damals auf Astro-VHS - lang ist´s her. Hat mich damals nicht so vom Hocker gehauen, aber jetzt, wo Du darüber schreibst, hätte ich durchaus Bock, ihn mir nochmal anzusehen (über das Remake mit Elijah Wood decken wir lieber den Mantel des Schweigens).
Dasselbe gilt für Evil Dead - eine der prägendsten Filmerfahrungen, die ich je hatte (eine so bösartige Atmosphäre hat auch danach kaum wieder ein Film erreicht) . Konnte mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Neuverfilmung was taugt, und bin auch nicht wahnsinnig scharf darauf, sie zu sehen. Auf das Original hätte ich aber in jedem Fall wieder Bock- gerade gemessen daran, dass ich ihn das letzte Mal vor gut 12 Jahren gesehen habe.


Ja, Maniac war fuer mich auch nicht soooo eine Offenbarung, da hat mir sogar der oftmals als zweiter Teil verwurstete Love 2 kill erheblich besser gefallen. Das Remake mit Wood fand ich BTW jetzt nicht einmal so uebel. Die Egoperspektive war eine ganz interessante Praesentationsart und hinsichtlich Gore war ja auch Allerlei geboten. Lediglich gegen Ende fiel ein etwas abrupter Schnitt recht negativ auf.
Den Original Evil Dead hatte ich seinerzeit auf der Kopie einer Kopie einer Kopie (...) des alten (immerhin ungekuerzten) Verleihtapes gesehen. Es gab nur ein Problem: Die Qualitaet war inzwischen so abgenudelt, dass man das Bild nur noch beim Vorspulen erkennen konnte - sonst sah das Bild vor lauter Streifen fast schon aus, wie ein verschluesseltes Premieresignal. Angesichts der Tatsache, dass tonmaessig ohnehin fast nur noch Brummen zu hoeren war und die Dialoge ohnehin nicht mehr wahrnehmbar waren, dann eben 90 Minuten im Schnellvorlauf geguckt. Von Atmosphaere oder dergleichen natuerlich keine Spur.
Als ich dann Jahre spaeter das jungfraeuliche Astro Tape ergattert hatte und es in den VCR schob, war der Zauber bzgl. TdT schon irgendwie verflogen. Im Nachhinein bereue ich ja irgendwie, den Film seinerzeit nicht gleich "richtig" gesichtet und mich dadurch um die Atmosphaere betrogen zu haben, nur damals war man halt schon froh, von einem derart beruechtigten Titel ueberhaupt mal irgendwas zu Gesicht zu kriegen.
War seinerzeit aber ohnehin fast schon Standard, ich erinnere mich noch an ein (auch mal wieder unzaehlige Male kopiertes) Tape von Romper Stomper, welches nur beim Zurueckspulen ein halbwegs erkennbares Bild zeigte - keine Ahnung, wo technisch der Unterschied zwischen vor- und zurueckspulen liegt, aber war natuerlich ebenfalls eine denkbare sinnfreie Angelegenheit, den Film "so" anzusehen. :suicide:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 3. Juli 2013, 20:08 
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zombie-flesheater hat geschrieben:
War seinerzeit aber ohnehin fast schon Standard, ich erinnere mich noch an ein (auch mal wieder unzaehlige Male kopiertes) Tape von Romper Stomper, welches nur beim Zurueckspulen ein halbwegs erkennbares Bild zeigte


Wobei ich nie verstanden habe, wie dieser Film dieses Skandalfilm-Renomee bekommen konnte - war der eigentlich beschlagnahmt oder nur indiziert? Ich musste mir seinerzeit jedenfalls ein VHS-Tape bei einem Urlaub in den Staaten mitnehmen - für mich ohne Zweifel ein großartiger Film, aber Gründe für die fortbestehende Verschlussnahme sehe ich eigentlich nicht. American History X war/ist für mich eindeutig brutaler, und dass der Film seine Protagonisten mitsamt ihrer Ideologie nicht deutlich genug verurteilt, ist spätestens beim Ende kein tragbares Argument mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 3. Juli 2013, 20:41 
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RipvanWinkle hat geschrieben:
zombie-flesheater hat geschrieben:
War seinerzeit aber ohnehin fast schon Standard, ich erinnere mich noch an ein (auch mal wieder unzaehlige Male kopiertes) Tape von Romper Stomper, welches nur beim Zurueckspulen ein halbwegs erkennbares Bild zeigte


Wobei ich nie verstanden habe, wie dieser Film dieses Skandalfilm-Renomee bekommen konnte - war der eigentlich beschlagnahmt oder nur indiziert? Ich musste mir seinerzeit jedenfalls ein VHS-Tape bei einem Urlaub in den Staaten mitnehmen - für mich ohne Zweifel ein großartiger Film, aber Gründe für die fortbestehende Verschlussnahme sehe ich eigentlich nicht. American History X war/ist für mich eindeutig brutaler, und dass der Film seine Protagonisten mitsamt ihrer Ideologie nicht deutlich genug verurteilt, ist spätestens beim Ende kein tragbares Argument mehr.


Noe, war sowieso immer nur indiziert. Nach der Aufhebung der Indizierung wundert mich ja sowieso, wieso man nicht ggfs. eine Neupruefung mit 16er Freigabe raushandeln haette koennen. Propagandamaessig ist AHX da wesentlich kritischer, gerade beim Ende duerften viele wohl auch einen zweiten Teil als Revengethriller herbeiphantasieren, abgesehen davon schwoert Derek der Ideologie
Spoiler: Zeigen
nach der Vergewaltigung im Knast ab, also wegen der Leute - es macht allerdings zu keiner Zeit den Anschein, als wuerde er die Ideologie als solche hinterfragen
. Bei Romper Stomper
Spoiler: Zeigen
kommt ja niemand wirklich gut davon
, auch wenn hier ebenfalls auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie groesstenteils verzichtet wird.
Und gewaltmaessig ist das Teil ja auch laecherlich (wenn sogar ein Predator oder Total Recal inzwischen auf eine 16er runtergestuft wurde).
Der realistische Kontext ist ja nun auch nicht unbedingt sooo realistisch. Aber immerhin weit entfernt von einem Maerchen wie Pariah / Social Outcasts, wobei man den ja garnicht erst uncut in Deutschland veroeffentlicht hat.
Ohne den Indexstatus haette der Streifen wohl nie eine derartige Bekanntheit erreicht - Crowe wurde ja eigentlich erst 2000 mit Gladiator wirklich bekannt (von der Rolle des Antagonisten in Virtuosity mal abgesehen), faellt hier als Zugpferd also auch flach.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 18. Juli 2013, 08:47 
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:respekt:


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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 18. Juli 2013, 09:34 
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He, der ist ja richtig gut! Das Gegenteil von einem anspruchsvollen Film, klar, aber hier gibt's wilde Action (mit Autos und Knarren), Humor und viel Blut (auch wenn es oft nach CGI aussieht). Sheriff Owens (Arnold) ist zwar eine knallharte Kampfsau, ist aber nicht mehr jung und weiß das auch. Kauzige alte Dorfbewohner, ein durchgeknallter Waffenfreak, schnelle Autos, ein schmierig-widerlicher Drogenboss, derbe Ballereien, klares "Gut gegen Böse" und ein müder, alternder Held, der es immer noch drauf hat, das ist einfach eine schöne Mischung aus 80er-Jahre-Actionkracher und klassischem Western.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 18. Juli 2013, 09:54 
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PaulBearer hat geschrieben:
The Last Stand

He, der ist ja richtig gut! Das Gegenteil von einem anspruchsvollen Film, klar, aber hier gibt's wilde Action (mit Autos und Knarren), Humor und viel Blut (auch wenn es oft nach CGI aussieht). Sheriff Owens (Arnold) ist zwar eine knallharte Kampfsau, ist aber nicht mehr jung und weiß das auch. Kauzige alte Dorfbewohner, ein durchgeknallter Waffenfreak, schnelle Autos, ein schmierig-widerlicher Drogenboss, derbe Ballereien, klares "Gut gegen Böse" und ein müder, alternder Held, der es immer noch drauf hat, das ist einfach eine schöne Mischung aus 80er-Jahre-Actionkracher und klassischem Western.


Hat mir jedenfalls irgendwie besser gefallen, als z. B. die beiden Expendables-Ableger. Irgendwie war hier ein staendiges 80er/90er Flair vorhanden (ja, vom CGI mal abgesehen), vom nicht allzu verkomplizierten Setting, ueber die Klischeecharaktere, den Humor (die Onliner!), den angemessenen Haertegrad, bis hin zum fast schon auf Computerspiel-Bosskampf getrimmten Showdown.
Ich wuerde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Schwarzenegger seit True Lies so etwas nicht mehr hingekriegt hat. Die ganzen Komoedien samt Batman & Robin habe ich eigentlich immer ignoriert, und Eraser, 6th Day, End of Days und Collateral Damage waren fuer mich eigentlich immer so Sparflammen-Streifen, die eigentlich nur zeigten, dass Arnolds beste Tage wohl schon der Vergangenheit angehoeren. T3 kann man ja auch nicht wirklich ernst nehmen, bis auf die letzten paar Minuten wirkt das Teil eher, als wollte man den Vorgaenger parodieren.
Ja, wenn er ein derart anspruchsloses Niveau halten kann, darf der Gute doch noch ein paar Filme machen :respekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 18. Juli 2013, 12:59 
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Registriert: Donnerstag, 1. Juli 2010, 07:49
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Ich hab letztens The Avengers gesehen. Ich muss sagen ich komme mir vor wie im falschen Film.
Ist das der gleiche Film, der von einigen Kritikern in den Himmel gelobt wird und neue Besucherrekorde aufgestellt hat? Ist das der Film von Joss Whedon, der auch Firefly und Serenity gemacht hat? Kann nicht sein, wo war der Humor und die tolle Story?
Ich habe ja auch einen Sommer Action Popcorn Film erwartet und keineswegs irgend etwas Anspruchsvolles, aber in dem Film hat es einfach an allem gefehlt. Ok, wie zu erwarten war Iron Man natürlich ganz gut und auch der Hulk hatte ein paar Momente, aber ansonsten waren alle anderen Charaktere langweilig oder so stark überzeichnet und comicartig, dass es weh tut. Überhaupt war der Film bis auf die letzte halbe Stunde einfach nur öde und hatte eher b-Niveau, also das schlechte b-Niveau, nicht das gute. Der Bösewicht war flach und uninteressant und nicht mal die Effekte konnten mich richtig begeistern. Und irgend eine Wendung oder sonst einen Kniff gab es in der Story nicht.
Minimaler Spoiler zu einer Location am Anfang des Films:
Spoiler: Zeigen
Und als wohnhaften Stuttgarter konnte ich mich eh nur über die Szene aufregen. Da dachte ich noch: Cool, die haben in Stuttgart gedreht? Wusste ich gar nicht. Nur um dann fest zu stellen, dass an der Szene rein gar nichts an Stuttgart erinnert. Ich will erst gar nicht aufzählen was an der Szene nicht stimmt, aber wenn man es gar nicht wirklich versucht, dann sollte man es besser gleich lassen. Wäre doch kein Problem gewesen, wenn Loki in irgend einer amerikanischen Stadt aufgetreten wäre, statt dieses unpassende Set aufzubauen, das wahrscheinlich jeder Deutsche als Fake entlarven kann.


Trotz aller Kritik, total unterirdisch ist Avengers eben Dank Iron Man und der letzten halben Stunde nicht.
Aber persönlich würde ich zu etwas anderem raten, wenn mal nen Abend Zeit hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Freitag, 19. Juli 2013, 14:46 
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Registriert: Freitag, 26. August 2005, 00:55
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LIH hat geschrieben:
aber ansonsten waren alle anderen Charaktere langweilig oder so stark überzeichnet und comicartig

In einem Film zu den Marvel-Comics? Kann nicht sein. 8)

Arnold will nun anscheinend die Zeit, in der er als Governor keine Filme drehen konnte, wieder gutmachen, solang er noch kann...

2012: Expendables 2
2013: The Last Stand, Escape Plan (mit Stallone, kommt wohl im September)
2014: Sabotage, Legend of Conan/King Conan, Expendables 3, Maggie
2015: Captive, Terminator 5, Twins 2, Unknown Soldier (die letzten beiden eventuell später)

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Freitag, 19. Juli 2013, 14:52 
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PaulBearer hat geschrieben:
LIH hat geschrieben:
aber ansonsten waren alle anderen Charaktere langweilig oder so stark überzeichnet und comicartig

In einem Film zu den Marvel-Comics? Kann nicht sein. 8)

Arnold will nun anscheinend die Zeit, in der er als Governor keine Filme drehen konnte, wieder gutmachen, solang er noch kann...

2012: Expendables 2
2013: The Last Stand, Escape Plan (mit Stallone, kommt wohl im September)
2014: Sabotage, Legend of Conan/King Conan, Expendables 3, Maggie
2015: Captive, Terminator 5, Twins 2, Unknown Soldier (die letzten beiden eventuell später)


Darf er ruhig, solange er qualitativ in etwa an Last Stand anknuepfen kann. Wobei ich mir bei Conan ja eher keine Hauptrolle vorstellen kann, eher so etwas in der Art Mentor fuer einen Nachfolger. Und den Terminator nehme ich ihm ehrlich gesagt auch nicht ab, wenn dann sollte er diesmal einfach einen Menschen im Widerstand spielen und gut.
Twins 2 reizt mich da eigentlich garnicht, wobei ich mich daran erinnere, irgendwann mal gelesen zu haben, dass man einen drittel Zwilling dazupacken moechte: Eddie Murphy! K. A. ob die an der Idee noch immer festhalten, aber irgendwie... nein, nur nicht drueber nachdenken :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Freitag, 19. Juli 2013, 20:13 
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LIH hat geschrieben:
Ich hab letztens The Avengers gesehen. Ich muss sagen ich komme mir vor wie im falschen Film.


Ich muss sagen, so komme ich mir eigentlich nur noch vor, wenn ich mich mal wieder dazu durchringe ins Kino zu gehen (was wenn es hochkommt ohnehin nur noch ca. dreimal im Jahr vorkommt): Es kommt einfach nur noch laienhaft zusammengeschusterter Rotz, dumme Sequals oder ganz einfach auf 90 Minuten ausgewalzte schwachsinnige Ideen. Das ist mir besonders stark aufgefallen, als ich mir während der letzten Monate mal wieder ein paar Unterhaltungsfilme (wirklich nichts besonderes - Thriller, Komödien, Krimis etc.) aus den 90ern angesehen habe: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht - nachvollziehbare Handlungen, Charaktere die man als mehr oder weniger plastische Persönlichkeiten akzeptieren kann, und schlicht und ergreifend 90 Minuten Unterhaltung!

Was heutzutage aus Hollywood kommt und "unterhalten" soll ist so platt und zusammenhanglos, dass zumindest ich es keine 20 Minuten aushalten würde.
Ich habe letztens The Purge gesehen (großer Reinfall, großer, großer Reinfall) und schon bei den Trailern zog sich mir alles zusammen: Kindsköpfe 2, wieder irgendnen Apokalytik-Militär-Scheiss und zuguterletzt eine Komödie über eine paranormale Polizeieinheit, die rastlose Seelen aus einer Zwischenwelt verhaften.
Globale Verdummung. :kotz:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 20. Juli 2013, 09:03 
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RipvanWinkle hat geschrieben:
LIH hat geschrieben:
Ich hab letztens The Avengers gesehen. Ich muss sagen ich komme mir vor wie im falschen Film.


Ich muss sagen, so komme ich mir eigentlich nur noch vor, wenn ich mich mal wieder dazu durchringe ins Kino zu gehen (was wenn es hochkommt ohnehin nur noch ca. dreimal im Jahr vorkommt): Es kommt einfach nur noch laienhaft zusammengeschusterter Rotz, dumme Sequals oder ganz einfach auf 90 Minuten ausgewalzte schwachsinnige Ideen. Das ist mir besonders stark aufgefallen, als ich mir während der letzten Monate mal wieder ein paar Unterhaltungsfilme (wirklich nichts besonderes - Thriller, Komödien, Krimis etc.) aus den 90ern angesehen habe: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht - nachvollziehbare Handlungen, Charaktere die man als mehr oder weniger plastische Persönlichkeiten akzeptieren kann, und schlicht und ergreifend 90 Minuten Unterhaltung!

Was heutzutage aus Hollywood kommt und "unterhalten" soll ist so platt und zusammenhanglos, dass zumindest ich es keine 20 Minuten aushalten würde.
Ich habe letztens The Purge gesehen (großer Reinfall, großer, großer Reinfall) und schon bei den Trailern zog sich mir alles zusammen: Kindsköpfe 2, wieder irgendnen Apokalytik-Militär-Scheiss und zuguterletzt eine Komödie über eine paranormale Polizeieinheit, die rastlose Seelen aus einer Zwischenwelt verhaften.
Globale Verdummung. :kotz:


Thema "neue" Filme:
Hatte gestern wieder alle Star Wars Teile durchgeschaut. Meine Fresse, ja, es wird sowieso immer genug ueber die Prequels geschimpft aber gerade in Hinblick auf Episode 1 stimmt es ja auch: Das Teil ist einfach nur eine einzige Katastrophe! Das faengt schon beim Opening-Crawl an, der mir irgendwas von Senat, Handelsfoederation, Kongress, ... SO will mich der Film also fuer sich begeistern? Und besser wird es ja nicht. Midi-Chlorianer, Jar Jar Binks, das dumme Kind (immerhin hat der dann auch kaum mehr wo mitgespielt. Wobei ich gerade sehe, der hat Schwarzeneggers Sohn in Versprochen ist versprochen gespielt :shock: ), Karrikatur-Stereotypen (Franzosen und... Juden?! Aber hauptsache Gibson wirft man Antisemitismus vor...), unfreiwillig komische Actionsequenzen (http://www.youtube.com/watch?v=J0mUVY9fLlw), unnatuerlich und inszenatorisch laecherliche Dialoge (http://redlettermedia.com/plinkett/star-wars/) und erschreckend passive Hauptfiguren, die sich von A nach B schleifen lassen und meistens nur auf etwas reagieren, anstatt selber aktiv zu werden.
Episode 2 ist zwar schon merklich besser (durch die Elimination der zwei groessten Nervtoeter des Vorgaengers), bleibt in seiner Inszenierung jedoch abgesehen vom CGI-Overkill auch einfach nur belanglos und holprig.
Episode 3 wuerde ich gegen Ende der Laufzeit ja fast schon wieder als gut bezeichnen, wenn die vorhergehenden hohlen Dialoge und das schlichtweg verdammt daemliche Verhalten nahezu aller Beteiligten im Vorfeld nicht gewesen waeren. Wobei das Finale - fuer eine 12er Freigabe UND fuer einen Star Wars Titel - ja doch recht hart ausgefallen ist. In seiner Konsequenz ja vielleicht sogar unnoetig duester.
Ueber die alte Trilogie braucht man ja wohl ohnehin keine grossen Worte verlieren. Angefangen vom Soundtrack (der zwar in den Prequels auch durchschimmerte, hier aber einfach wesentlich praesenter ist), den weitaus natuerlich wirkenden Dialogen und einer nicht unnoetigt verkomplizierten Story machen die Dinger einfach Spass. Von Lucas' unnoetigen und schlimmstenfalls sogar verschlechternden Aenderungen mal abgesehen. Stattdessen haette man sich doch lieber um die beiden Kusszenen zwischen Leia und Luke kuemmern sollen. Diese wirken bei wiederholter Betrachtung doch etwas verstoerend. :kotz:
Immerhin bietet das Ende einen wunderbaren Abschluss einer tollen Filmreihe, egal, ob man hier nun 3 oder tatsaechlich 6 Filme dazuzaehlt.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die neuen Teile, hoffe allerdings innerlich, dass uns ein aehnliches Desaster wie mit Episode 1 erspart bleibt. :tee:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 20. Juli 2013, 13:51 
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Kann ich so unterschreiben.
Je älter ich werde bzw. je älter Star Wars: Episode 1 wird, desto schlechter altert dieser Streifen in seiner Gesamtheit. 1999 war das Jahr, in welchem ich zum ersten Mal einen Star Wars-Teil im Kino auf der großen Leinwand gesehen habe (das Anschauen der Special Edition hat sich kurioserweise nie ergeben, worüber ich heute - bezogen auf die grundsätzliche Kinoerfahrung - weniger glücklich bin, aber das ist eine andere Baustelle), weshalb es für mich etwas besonderes war. Das Kino war zum Platzen gefüllt und nach einer schier endlosen Aneinanderreihung von (in diesem Moment) unwichtigen Trailern, war der grüne Lucasfilm-Schriftzug zu sehen und endlich tauchte vor meinem Auge die wohlbekannte, trapezförmige gelbe Schrift auf, welche sich, zu einem der vielleicht besten Filmmusiktitel der Geschichte, langsam von unten nach oben arbeitete.

Was blieb nach dem ersten Anschauen zurück ? Sehr gute und im Vergleich zur alten Trilogie sehr agile Lichtschwertkämpfe, Darth Maul und sein fettes doppelseitiges Lichtschwert sowie das auf der großen Leinwand sehr gelungene Pod-Rennen.

Aber aus heutiger Sicht ? Der Film ist, gemessen an seinen "Vorgängern" und auch gemessen daran, was im Star Wars-Universum an erzählerischen Möglichkeiten vorhanden ist, eine Katastrophe, nicht mehr und nicht weniger (flesh hat im Grunde schon alles angesprochen), d.h. hier stimmt einfach so vieles nicht.

Wenn ich daran denke, dass Darth Vader (DER Darth Vader, welcher später in der gesamten Galaxis ob seiner Grausamkeit gefürchtet werden wird), in seiner Jugend ein neunmalkluger, kleiner, nerviger Besserwisser und Klugscheisser gewesen sein soll - na Dankeschön!

Auch der spätere Erwachsenendarsteller Hayden Christensen versagt für mich auf ganzer Linie und das fängt schon bei der Frisur an: Sei es dieser affige kleine, geflochtene Zopf oder die schöngeföhnte Frise aus Teil 3... es ist mir unbegreiflich, wie man so einen Charakter einfach so verwursten konnte.

Warum ihm nicht schon früh eine Narbe z.B. auf der Wange geben ? Warum keine dunklen Haare mit hellen, strahlenden Augen ? Nein, stattdessen haben wir ein nichtssagendes Muttersöhnchengesicht bekommen.

Zum Thema "Früher war alles besser":
Gestern Abend habe ich ein wenig Zurück in die Zukunft II geschaut und war, obwohl ich den Streifen bereits irrsinnig oft gesehen habe, vollends begeistert. Was ein genialer und kreativer Film!

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 20. Juli 2013, 14:59 
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Calydon hat geschrieben:
Kann ich so unterschreiben.
Je älter ich werde bzw. je älter Star Wars: Episode 1 wird, desto schlechter altert dieser Streifen in seiner Gesamtheit. 1999 war das Jahr, in welchem ich zum ersten Mal einen Star Wars-Teil im Kino auf der großen Leinwand gesehen habe (das Anschauen der Special Edition hat sich kurioserweise nie ergeben, worüber ich heute - bezogen auf die grundsätzliche Kinoerfahrung - weniger glücklich bin, aber das ist eine andere Baustelle), weshalb es für mich etwas besonderes war. Das Kino war zum Platzen gefüllt und nach einer schier endlosen Aneinanderreihung von (in diesem Moment) unwichtigen Trailern, war der grüne Lucasfilm-Schriftzug zu sehen und endlich tauchte vor meinem Auge die wohlbekannte, trapezförmige gelbe Schrift auf, welche sich, zu einem der vielleicht besten Filmmusiktitel der Geschichte, langsam von unten nach oben arbeitete.

Was blieb nach dem ersten Anschauen zurück ? Sehr gute und im Vergleich zur alten Trilogie sehr agile Lichtschwertkämpfe, Darth Maul und sein fettes doppelseitiges Lichtschwert sowie das auf der großen Leinwand sehr gelungene Pod-Rennen.

Aber aus heutiger Sicht ? Der Film ist, gemessen an seinen "Vorgängern" und auch gemessen daran, was im Star Wars-Universum an erzählerischen Möglichkeiten vorhanden ist, eine Katastrophe, nicht mehr und nicht weniger (flesh hat im Grunde schon alles angesprochen), d.h. hier stimmt einfach so vieles nicht.

Wenn ich daran denke, dass Darth Vader (DER Darth Vader, welcher später in der gesamten Galaxis ob seiner Grausamkeit gefürchtet werden wird), in seiner Jugend ein neunmalkluger, kleiner, nerviger Besserwisser und Klugscheisser gewesen sein soll - na Dankeschön!

Auch der spätere Erwachsenendarsteller Hayden Christensen versagt für mich auf ganzer Linie und das fängt schon bei der Frisur an: Sei es dieser affige kleine, geflochtene Zopf oder die schöngeföhnte Frise aus Teil 3... es ist mir unbegreiflich, wie man so einen Charakter einfach so verwursten konnte.

Warum ihm nicht schon früh eine Narbe z.B. auf der Wange geben ? Warum keine dunklen Haare mit hellen, strahlenden Augen ? Nein, stattdessen haben wir ein nichtssagendes Muttersöhnchengesicht bekommen.

Zum Thema "Früher war alles besser":
Gestern Abend habe ich ein wenig Zurück in die Zukunft II geschaut und war, obwohl ich den Streifen bereits irrsinnig oft gesehen habe, vollends begeistert. Was ein genialer und kreativer Film!


Das Schlimmste an Hayden Christensen (und einer der beiden grossen Wehrmutstropfen der ansonsten qualitativ ueber jeden Zweifel erhabenen BD-Komplettbox) ist ja das Einfuegen in Episode 6. Sein Lustloses einfach-nur-da-stehen-und-verlegen-laecheln macht fuer mich im Vergleich zu Sebastian Shaw's kurzen, aber unheimlich herzergreifenden Auftritt emotional soooo viel kaputt.

Zum Vergleich:
Neu:
http://www.schnittberichte.com/pics/SBs/100/768175/jedi19.jpg
http://www.youtube.com/watch?v=5itq_79xQh0

Alt:
http://www.schnittberichte.com/pics/SBs/100/768175/jedi18.jpg
http://www.youtube.com/watch?v=np6vAuS0KNs

Der Vater-Sohn-Konflikt, der ja quasi durch die gesamte alte Trilogie hin immer weiter ausgebaut wird, endet (in der alten Kinofassung) IMHO perfekt mit dem Auftreten der Vaterfigur in unversehrtem Zustand. Er hat also seinen Frieden gefunden, und sein ehrliches, warmherziges Laecheln Luke gegenueber wirkt gleichzeitig wie Anerkennung, Dank, Vergebung und Bestaetigung auf einmal. An der Stelle hat mich die Kinofassung eigentlich immer zu Traenen geruehrt.
Christensen's lustloser Auftritt wirkt wie ein mit dem Brecheisen erzwungener Versuch, die alte Trilogie in die Prequels zu absorbieren. Sein Blick sagt emotional kaum etwas aus, noch ergibt seine Erscheinungsform im Kontext ueberhaupt einen Sinn.
Vader / Anakin war zum Zeitpunkt seines Todes ein alter Mann, Christensen wirkt gerade im Beisein der ebenfalls alten Yoda und Obi Wan aus diesem Grund deplatziert und unlogisch.
Man koennte damit argumentieren, dass er eben in der Form zu sehen ist, in der er war, als er noch auf der hellen Seite der Macht war.
Er durchfuhr allerdings eine Laeuterung durch das Eingreifen, als der Imperator Luke toeten wollte. Die (in den Prequels) angekuendigte Prophezeiung "Er wird die Macht wieder in Einklang bringen" (oder so aehnlich) stimmt hier letzten Endes also tatsaechlich. Also waere er zum Zeitpunkt seines Todes dennoch alt und auf der hellen Seite der Macht gewesen, muesste ergo als geistliches Erscheinungsbild abermals als alter Mann dargestellt werden.
Und wenn wir davon ausgehen, dass diese junge Inkarnation eben fuer die damalige Unschuld und Unbescholtenheit Anakins stehen soll, passt es hier wieder nicht: Die laengeren lockigeren Haare hatte er in Episode 3 - bereits in Episode zwei hatte er (mit kurzen Haaren!) die Sandmaenner abgeschlachtet, also bereits Schuld auf sich geladen und die dunkle Seite der Macht beruehrt.

Somit geht der fuer mich immer essentielle Vater-Sohn-Moment der alten Trilogie einfach floeten. Christensen wirkt altersmaessig einfach deplatziert, erlaubt den Vater-Sohn-Gedanken ob der ungefaehren Gleichartigkeit zu Mark Hamill ja schon garnicht. Shaw (der ironischer- und fast schon traurigerweise sogar noch immer in den Credits ausserhalb der Kinofassung gelistet wird) sagte dagegen mit seiner kurzen aber unglaublich emotionalen und vor allem Sinnvoellen Praesenz so viel mehr aus. Er funktionierte einerseitz perfekt als Vaterfigur gegenueber Luke, andererseits wies gerade seine menschliche Form darauf hin, was aus Anakin haette werden koennen, haette er sich nicht der dunklen Seite angeschlossen.

Vielleicht interpretiere ich in diese Aaenderung auch zu viel hinein, fuer mich sind diese paar Sekunden jedenfalls immer wieder ein Anreiz fuer einen Saeufzer. Eine urspruenglich derart perfekte (ob bewusst oder unbewusst) Szene derart demontieren und zerstoeren zu muessen, wirkt auf mich jedenfalls nicht mehr wie Fahrlaessigkeit sondern grober Vorsatz.

Selbiges gilt fuer die bei der BD-Veroeffentlichung eingefuegten beiden "Nooooooooo!"s. Gerade diese Stille sorgte in der urspruenglichen Version immer fuer Unbehagen, aber auch fuer Hoffnung. Eben die Ungewissheit, ob und wie er nun tatsaechlich eingreift. Auch dieser Moment - der einem in den alten Versionen beinahe schon wie eine Ewigkeit vorkommen mag - wird durch diese auditive Aenderung abermals abgeschwaecht. Ausserdem ergibt es - abgesehen vom Gaengigen Filmklischee - ja auch keinerlei Notwendigkeit, dass Vader sich in dieser Situation ueberhaupt artikulieren haette muessen. Fuer Luke haette es keinen Unterschied gemacht (haette er bei den Blitzen ja wohl eh nicht gehoert), und der Imperator waere dadurch schlimmstenfalls auch noch vorgewarnt gewesen. Umso ueberraschender also dessen scheinbare Ignoranz des Gesagten (klar, seinerzeit als die Szene gedreht wurde, wurde ja auch nichts gesagt).

Die restlichen Aaenderungen an RotJ begruesse ich teilweise ja sogar - die Szenen mit dem Rancor fallen fuer heutige Verhaeltnisse nun nicht mehr negativ auf, und das Einfuegen der weiteren Oertlichkeiten inklusive veraenderter Siegesmusik lassen den Abschluss nun auch angemessen episch wirken.
Die Musicaleinlage in Jabba's Palast und den Schnabel des Sarlacc haette ich zwar verzichten koennen, faellt nun aber auch nicht sooo stoerend ins Gewicht.

EDIT:
http://www.youtube.com/watch?v=zdukWtJwlPU :megalol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 20. Juli 2013, 15:57 
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Ja, auch da stimme ich dir zu: Das Austauschen bzw. komplette Entfernen von Sebastian Shaw ist eine ganz üble Nummer und verdreht das Ganze nur unnötig und nimmt alles an Atmosphäre.

Wenn man einen Schritt zurückgeht sieht man, dass Lucas meiner Ansicht nach mit der Special Edition von Return of the Jedi angefangen hat, den Bogen zu überspannen. Die Tanz- und Singszene in Jabbas Palast ist richtig peinlich und Sarlaccs neuer Mund, der ausschaut wie ein Vogelschnabel, hat meiner Meinung nach sehr viel von dem ursprünglichen Ekel genommen.

Je mehr technische Möglichkeiten Lucas für seine Filme bekam, desto mehr wurden sie verhunzt. Mich hätte interessiert, wie eine Prequel-Trilogie ausgesehen hätte, die von 1987 bis 1993 gedreht worden wäre... Er hätte zwar deutlich mehr technische Möglichkeiten gehabt, als zwischen 1977 und 1983, jedoch nicht so viel, wie um die Jahrtausendwende herum bis in das Jahr 2005 hinein. Leider werden wir es nie wissen bzw. wird es immer spekulativ bleiben, aber die Idee finde ich faszinierend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Montag, 22. Juli 2013, 01:51 
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Viele Jahre ist es her, dass Flesh seinerzeit "Razorback - Kampfkoloss der Hoelle" auf Pro 7 aufgenommen hatte. Bei der Sichtung seinerzeit hatte mich der Streifen offenbar nicht wirklich ueberzeugt und die Kassette wurde wieder ueberspielt. Muss nicht unbedingt etwas heissen, viele der Filme, die mir vor 20 Jahren nicht gefallen hatten, zaehle ich heute teilweise zu meinen Lieblingsstreifen.
Inzwischen wohl auch schon wieder ein paar Jahre her, im Doppelpack mit Rottweiler (Zeitnah gesichtet, war wenigstens trashig) gekauft, lag die Huelle wieder ein paar Jaehrchen bei mir rum. Ja, Razorback war in der Version cut. Und deswegen hat es auch so lange gedauert, bis die Scheibe endlich im Player gelandet ist. Heute hatte ich allerdings nicht wirklich etwas besseres zu tun. Und ja, der Streifen unterbot die schlechte Meinung von damals sogar noch. Anderthalb Stunden hatte ich mich gelangweilt, wie tatsaechlich selten zuvor. Das kann man an der Stelle auch nicht einmal mehr auf die drei Mini-Cuts schieben (von denen sowieso nur einer wirklich auffaellt), der ganze Streifen ist einfach sowas von lahm. Mal abgesehen vom zugegeben interessanten Setting ist das Teil einfach irrsinnig oede, ohne auch nur den Anschein von Atmosphaere zu verstrahlen. Die Tatsache, dass wir erst nach 40 Minuten Film (!!!) unseren Hauptcharakter vorgestellt bekommen, hilft da auch nicht wirklich. Ja, man sieht ihn am Anfang ganz kurz ein paar unwichtige Worte mit der (vermeintlichen) Hauptdarstellerin wechseln. Big Deal. Dazu ist der Typ selbst noch fast schon so langweilig, dass er irgendwie wieder unsympathisch wirkt. Naja, sympathisch ist er jedenfalls zu keinem Zeitpunkt.
Und dann das Finale und die laecherliche Aufloesung am Schluss?
Nein, ich verstehe nicht, wie dieses Machwerk einen scheinbaren Kultstatus innehaben kann. Erschwerend kommt hinzu, dass das Teil noch nicht einmal auf einer trashigen Ebene halbwegs bei Laune haelt. Selbst einer Tiefkuehlpizza im Backopfen zuzusehen ist da erhelblich interessanter (und vor allem: Wesentlich schneller ueberstanden!), nein, fast finde ich es ja schon schade, dass ich dem Film keine damals mir verborgenen Talente abgewinnen konnte.
Dass der Regisseur auch tatsaechlich fuer Highlander (!!!) zustaendig sein soll, kann ich mir ja fast garnicht vorstellen. Aber immerhin, die Gurke Highlander 2 geht auch auf sein Konto. Wobei dieser trotz aller Hassenswertigkeit ja wenigstens einen gewissen trashigen Charme mitbringt. Und auch ansonsten hat der Typ noch einige durchaus brauchbare Werke abgeliefert.
Aber Razorback? Bei eventuellen Suizidgedanken kann ich nur empfehlen, anstelle einer Ueberdosis Schlaftabletten das Teil einfach auf Dauerwiederholung zu stellen. Kult? Pffff, da ist selbst vollgeschissene Unterwaesche noch kultiger... :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Montag, 22. Juli 2013, 10:07 
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Registriert: Montag, 30. Januar 2006, 22:12
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Dem kann ich im großen und ganzen zustimmen, wobei meine Enttäuschung nicht ganz so tief ging wie Deine: Ich fand ihn schlicht und ergreifend langweilig (und schlecht erzählt - die von Dir beanstandete Einführung der Charaktere widerspricht jeder Logik) und schade um die Idee.

Genau dasselbe kann ich übrigens von Pig Hunt sagen, den ich letztens gesehen habe: In dem Film passiert schlicht und ergreifend nichts - das Drehbuch drückt sich 88 Minuten herum, bis 2 Minuten vor Schluss das Schweinchen seinen ersten richtigen Auftritt hat und kurz und schmerzlos niedergestreckt wird.
Auch diesem Film wird ein gewisser Kultstatus nachgesagt - dem muss ich aber ganz eindeutig widersprechen.

Der einzig gute Killerschwein-Film, den ich bisher gesehen habe ist Keiler - Der Menschenfresser aus Südkorea. Es ist die typische Tierhorror-Drehbuchblaupause, aber nach asiatischer Machart umgesetzt - d.h. verdammt grotesk und streckenweise fast verstörend, obwohl auch ein paar humorige Elemente eingeflochten sind. Dass ein sprechender Hund im Film vorkommt, ist da noch einer der harmloseren Einfälle.

Klare Empfehlung von mir, um die Enttäuschung zu verarbeiten. :respekt:

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"Capitalism is the unequal distribituon of wealth; socialism is the equal distribution of poverty."
Winston Churchill


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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Montag, 22. Juli 2013, 14:56 
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Registriert: Freitag, 26. August 2005, 18:48
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RipvanWinkle hat geschrieben:
Dem kann ich im großen und ganzen zustimmen, wobei meine Enttäuschung nicht ganz so tief ging wie Deine: Ich fand ihn schlicht und ergreifend langweilig (und schlecht erzählt - die von Dir beanstandete Einführung der Charaktere widerspricht jeder Logik) und schade um die Idee.

Genau dasselbe kann ich übrigens von Pig Hunt sagen, den ich letztens gesehen habe: In dem Film passiert schlicht und ergreifend nichts - das Drehbuch drückt sich 88 Minuten herum, bis 2 Minuten vor Schluss das Schweinchen seinen ersten richtigen Auftritt hat und kurz und schmerzlos niedergestreckt wird.
Auch diesem Film wird ein gewisser Kultstatus nachgesagt - dem muss ich aber ganz eindeutig widersprechen.

Der einzig gute Killerschwein-Film, den ich bisher gesehen habe ist Keiler - Der Menschenfresser aus Südkorea. Es ist die typische Tierhorror-Drehbuchblaupause, aber nach asiatischer Machart umgesetzt - d.h. verdammt grotesk und streckenweise fast verstörend, obwohl auch ein paar humorige Elemente eingeflochten sind. Dass ein sprechender Hund im Film vorkommt, ist da noch einer der harmloseren Einfälle.

Klare Empfehlung von mir, um die Enttäuschung zu verarbeiten. :respekt:


Keiler ist mal vorgemerkt. :D

Pig Hunt finde ich da schon besser, kommt einem ja tatsaechlich fast schon wie ein Remake von Razorback vor (Rednecks, ueberdimensionaler Keiler). Ersterer hatte aber wenigstens noch eine nette dreckige Backwood-Atmosphare und konnte uebergangsweise wenigstens mit etwas Redneck-Action und ein paar derben Effekten unterhalten. Und wenigstens hat man hier etwas wie konstante Charaktere, auch wenn diese unter die ueblichen Klischees fallen.
Zwar definitiv auch kein Meilenstein, allerdings hatte ich kein Problem mit einer zweiten Sichtung, nachdem ich ihn zwecks Verfollstaendigung der Black Edition Reihe noch einmal kaufen "musste".

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BeitragVerfasst: Montag, 22. Juli 2013, 20:50 
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Persopolis (2007)
wurde ja viel gelobt. Der Trailer ist sehr irreführend, denn er lässt darauf schließen, dass Persopolis lustig ist. Die fast ausschließlich in schwarz-weiss gehaltenen Bilder sind aber düster, die Atmosphäre bedrückend und das Erlebte tragisch. Dieser Unterschied hat mich anfangs irritiert.
Einzig die rebellische Lebenseinstellung des Mädchens sorgt für Lichtblicke. Die Animation wird immer wieder auf originelle Art eingesetzt, um Elemente der Geschichte zu erzählen. Wenn man das mag, kann man auch Waltz with Bashir empfehlen: ebenfalls ein Animationsfilm jüngeren Datums, der auch in den 80ern und im Nahen Osten/Arabischen Raum spielt.

Half-Baked (1998)
Die Story um vier Loser, die ständig breit sind, ist eigentlich Nebensache. Diese Komödie dreht sich vollständig ums Kiffen, um die Kultur und die Arten des Kiffens. Auch als "Nichtraucher" fand ich den Film schon ganz witzig, selbst wenn ich sicher manche Anspielungen und Seitenhiebe verpasst habe. Die Erzählweise ist flott, die Figuren sind schräg und die Dialoge kurzweilig.
Andererseits ist auch aber auch irgendwie so eine typische Genre-Komödie der späten 90er Jahre. Solche Parodien altern in den meisten Fällen ja unheimlich schlecht und Half Baked ist keine Ausnahme. Wenn er einem, so wie mir, in die Hände fällt, kann man sich den Film schon ansehen. Ich würde jetzt aber echt nicht trauern, wenn die DVD in nem Kaufhauswühltisch verschwindet ;-)

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BeitragVerfasst: Dienstag, 23. Juli 2013, 10:54 
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@flesh: Komischerweise, obwohl ich von Razorback ebenfalls enttäuscht war, habe ich den noch irgendwie halbwegs atmosphärisch in Erinnerung, obwohl ja letztendlich nichts draus wurde. Zumindest bis zu einem gewissen Grad wirkte der Film auf mich irgendwie psychedelisch-surreal mit seinen Aufnahmen des menschenleeren Outbacks- vielleicht habe ich ihn auch falsch in Erinnerung, aber aus dem Grund war der Streifen für mich kein hundertprozentiger Komplettreinfall.

Pig Hunt hingegen hat den üblichen Genre-Mist abgezogen: Hinterwäldler, Schusswaffen, Kriegserfahrung und klugscheisserische Charaktere, bei den man gar nicht wusste, welchen man am meisten hassen sollte. Der Film hat noch dazu mehr Zeit in seine diversen Nebenschauplätze investiert, als in seine Haupthandlung - spätestens als der Spaß in dem Hippie-Puff losging, habe ich mich gefragt, was ich mir da eigentlich ansehe. Und zwischendrin war er einfach nur steinerweichend langweilig.

Also im ganzen würde ich Razorback (aus der Erinnerung, ich müsste ihn nochmal sehen) 2 oder 3 von 10 geben. Bei Pig Hunt wäre für mich die schlechteste Bewertung angebracht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 25. Juli 2013, 19:16 
Boardbitch

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Olympus has Fallen

6/10 tote Terroristen


White House Down

7/10 tote Terroristen


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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 25. Juli 2013, 22:54 
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Registriert: Donnerstag, 1. Juli 2010, 07:49
Beiträge: 1779
SAL hat geschrieben:
Olympus has Fallen / White House Down

Ach, das sind diese beiden Weißes Haus Terroristen Filme, die man jetzt schon kaum auseinander halten kann? Welcher ist von Roland - ich mag Katastrophen - Emmerich?

Mein Gemecker von hoch gelobten Filmen geht weiter. :?
Gestern Django Unchained gesehen. Und ich muss sagen mir hat der Film nicht so richtig gut gefallen. Ist jetzt nicht so eine Katastrophe wie Avengers, aber sagen wir mal von allen mir bekannten Tarantino Filmen gefällt mir Django am wenigsten.
Dabei stehe ich ansonsten auf seine Werke und meine Liebe für Spaghetti Western habe ich auch entdeckt. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mich so sehr an die italienische und spanische Landschaft aus den alten Klassikern gewöhnt habe, dass mir die originale Wild West Landschaft falsch vorkommt. (ok, ist ja auch mehr Südstaaten in Django) :mrgreen:
Django fängt ja auch gut an, schon die netten Details mit dem Vorspann und der Aufmachung gefällt, aber irgendwie gibt es immer wieder Lägen im Film und einfach langweilige Dialoge. Klar, Tarantino ist ein Meister der Dialoge, aber hier habe ich nichts beachtenswertes gefunden und Spannung kam auch nur selten auf.
Zudem sind mir manche Beweggründe und Handlungen fremd oder unlogisch. Die Schauspieler sind übrigens alle Klasse, aber gerade die Figur des Dr. Schulz wirkt deplatziert. Wieso gibt es da einen eloquenten, intelligenten, deutschen Kopfgeldjäger, ehemals Zahnarzt? Christoph Waltz spielt die Rolle perfekt, keine Frage, die ist ihm auf den Leib geschneidert, aber was hat diese Person in einem Western verloren? Und zu einer seiner Entscheidungen:
Spoiler: Zeigen
Warum erschießt er Candie und bringt damit alle in Gefahr? Und wenn er das schon tut, warum versucht er nicht mal sich vor dem Typen mit der Schrottflinte in Sicherheit zu begeben?

Die Rolle von Samuel Jackson wird irgendwie auch nicht befriedigend erklärt.
Ich weiß auch nicht, aber das Tempo des Films kam mir komisch vor. Es wirkte auf mich, als bestünde der Film aus 2 Teilen:
Spoiler: Zeigen
1. Django wird befreit und rächt sich an seinen Peinigern.
2. Django rettet seine Frau aus den Klauen von Candie.

Ich bin sonst kein Fan davon eine Story für das liebe Geld auf mehrere Filme aufzuteilen, aber hier hatte ich das Gefühl, dass ein Zweiteiler besser gepasst hätte. Dann auch mit etwas mehr "Western Thematik", ja vielleicht hat mir auch einfach der Western in Django gefehlt.
Aber ganz so schlecht ist der Film nun auch nicht. Dicke Pluspunkte gibt es für den teils schon fast übertriebenen Gore, für den Teil mit den KKK Vorgängern und für das Ansprechen der Sklaverei und der Rassendiskriminierung überhaupt. Kein Wunder dass sich da einige Amis auf den Schlips getreten fühlen. :mrgreen:
Ich hasse es aber auch wie in so vielen Südstaaten Filmen (z.B. Vom Winde verweht) die Sklaverei so dermaßen verharmlost wird. Die Schwarzen sind ja dankbar unter den gütigen weißen Herren zu arbeiten. Außerdem wird doch niemand gefoltert und allen geht es gut. :kotz:
Tja, ich sag mal ne Empfehlung fürs einmalige angucken, aber für mich überwiegen die Fehler im Film um einen Kauf zu rechtfertigen. Da fand ich Tarantino's vorherige Werke allesamt "runder".

Tja, da denke ich schon fast, dass ich in einer schlechten Stimmung bin und nun einfach an allem was auszusetzen habe. Aber stimmt gar nicht, heute Ziemlich beste Freunde gesehen und den Film kann ich wärmstens empfehlen. :respekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Dienstag, 30. Juli 2013, 15:14 
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Hier mal nur ein kurzer Abriss, der Filme, die ich zuletzt (überwiegend im englischen Originalton) gesehen habe:

"Only God forgives"

Trippy. Kam mir stellenweise vor wie ein David Lynch Streifen. Kaum Dialog, lange Kamerafahrten, exotische Lichtstimmung, aber nicht vollends überzeugend. Kann ich nur bedingt empfehlen.

"Pusher 1 - 3"

Hier kann ich alle 3 Teile empfehlen. Jeder Film ist anders als der andere, Teil 1 ist durchaus humorvoll und lustig, während Teil 3 wirklich zermürbend ist.

"Oblivion"

Ich liebe Scifi Filme und bin daher immer froh, wenn was neues, anständiges am Horizont auftaucht. Der Film erfindet das Rad nicht neu, kann aber durch gute Effekte und passende Story überzeugen. Tom Cruise macht seine Sache auch ganz gut.

"The Place beyond the Pines"

Ganz anders als erwartet. Kam mir vor wie 2 Filme in einem. Dennoch auf ganzer Linie überzeugend und sehr zu empfehlen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 1. August 2013, 16:15 
WikiSlave
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Duell der Giganten (One-Armed Boxer versus the Flying Guillotine)

Wow, was für ein Film. Kann mir richtig vorstellen, wie Quentin Tarantino beim Anschauen eine 1 1/2 Stunden-Erektion gekriegt hat. Ich auch fast.

Die Story: Ein blinder Kung Fu-Opa mit 30 cm-Augenbrauen will den Tod seiner beiden Schüler rächen, die der einarmige Boxer (ein guter Kung-Fu-Meister, klarerweise mit einem Arm) in Notwehr getötet hat. Seine Geheimwaffe ist eben die fliegende Guillotine, eine Art Hütchen mit spitzen Zähnen an einer Kette, die dem Gegner die Rübe abreißt. Wenn es mal einen unschuldigen erwischt, wachsen dem Kerl deswegen auch keine grauen Haare (okay, sind auch schon alle weiß). Bei einem Kampfsportturnier (auf Leben und Tod), wo alle möglichen Fighter mit schrägen Stilen antreten, kommt es dann zum Kampf zwischen beiden.

Ja, es gibt wenig Story und viel Action, die auch ganz schön brutal ausfällt. Da werden mal Arme gebrochen und mal Augen ausgedrückt, aber schon budgetbedingt wird es nicht so richtig splattrig. Schöne Ideen sind noch ein Kampf auf glühendheißen Metallplatten (barfuß) und ein indischer Yogi, der seine Arme um 2 Meter verlängern kann. Mortal Kombat trifft Street Fighter II oder so, der Endkampf gegen einen unmenschlich widerstandsfähigen Gegner könnte sowieso aus einem Videospiel stammen.

Nachdem ich vor kurzem alle echten Bruce Lee-Filme gesehen habe (halbwegs realistisches Kung-Fu) und nun diesen schönen Klassiker (übernatürliches Kung-Fu) warte ich gespannt auf den bestellten The Dragon Lives Again (bescheuert-geisteskrankes Kung-Fu). Da kämpft Zombie Bruce Lee gegen Dracula, James Bond und Popeye. Ich fürchte nur, das wird man nicht toppen können.

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"I don't know who this fucking idiot was who said it was better to love and lose than to not have loved at all. I'd like to kick that guy in the fucking balls"
Peter Steele (1962-2010)


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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 1. August 2013, 23:18 
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PaulBearer hat geschrieben:
Duell der Giganten (One-Armed Boxer versus the Flying Guillotine)

Wow, was für ein Film. Kann mir richtig vorstellen, wie Quentin Tarantino beim Anschauen eine 1 1/2 Stunden-Erektion gekriegt hat. Ich auch fast.

Die Story: Ein blinder Kung Fu-Opa mit 30 cm-Augenbrauen will den Tod seiner beiden Schüler rächen, die der einarmige Boxer (ein guter Kung-Fu-Meister, klarerweise mit einem Arm) in Notwehr getötet hat. Seine Geheimwaffe ist eben die fliegende Guillotine, eine Art Hütchen mit spitzen Zähnen an einer Kette, die dem Gegner die Rübe abreißt. Wenn es mal einen unschuldigen erwischt, wachsen dem Kerl deswegen auch keine grauen Haare (okay, sind auch schon alle weiß). Bei einem Kampfsportturnier (auf Leben und Tod), wo alle möglichen Fighter mit schrägen Stilen antreten, kommt es dann zum Kampf zwischen beiden.

Ja, es gibt wenig Story und viel Action, die auch ganz schön brutal ausfällt. Da werden mal Arme gebrochen und mal Augen ausgedrückt, aber schon budgetbedingt wird es nicht so richtig splattrig. Schöne Ideen sind noch ein Kampf auf glühendheißen Metallplatten (barfuß) und ein indischer Yogi, der seine Arme um 2 Meter verlängern kann. Mortal Kombat trifft Street Fighter II oder so, der Endkampf gegen einen unmenschlich widerstandsfähigen Gegner könnte sowieso aus einem Videospiel stammen.

Nachdem ich vor kurzem alle echten Bruce Lee-Filme gesehen habe (halbwegs realistisches Kung-Fu) und nun diesen schönen Klassiker (übernatürliches Kung-Fu) warte ich gespannt auf den bestellten The Dragon Lives Again (bescheuert-geisteskrankes Kung-Fu). Da kämpft Zombie Bruce Lee gegen Dracula, James Bond und Popeye. Ich fürchte nur, das wird man nicht toppen können.


Ich fand das Teil extrem (!) unterhaltsam. Wirkte teilweise ja wirklich wie ein Beat em Up Game, gerade in Hinblick auf die unterschiedlichen Kaempfer und Areale. Zu Lachen gab es ja auch reichlich: Der Sound der Guillotine (Pffuuuuuuuuuuuuuuu!), der ueberdramatische Soundtrack, die Augenbrauen (!!!), und natuerlich das ueberdimensional grosse "Hakenkreuz" auf der Brust (jaaaaaaaaa, der kulturelle Hintergrund dessen ist mir durchaus bewusst, dennoch sorgte es bei mir fuer reichlich Heiterkeit, WIE der Typ durch die Gegend rennt), die trashigen Effekte... :respekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Freitag, 9. August 2013, 18:05 
Uncut-Oldie
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Habe mir grade bei gameware im Weekenddeal die BLU-RAY von

Iron Sky (Splendid Film) Bundle-Version (inkl Bonus-Disc der Götterdämmerungs-Ed. des Spiels Iron Sky: Invasion mit Soundtrack und Making of)

für € 3.50 bestellt :respekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Sonntag, 11. August 2013, 06:20 
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Eins mal vorweg: Wer sich die Mad Max Trilogie auf BD bisher nicht geholt hat, hat nun eigentlich keinen Grund mehr, nicht zuzuschlagen. Und nein, Teil 3 ist auch kein Grund. Das Teil kostet mit 30 Euro immerhin etwa das selbe, als wenn man sich die ersten Beiden als Single-Disc VOE holt und die Bildquali ist (gerade fuer das Alter der Filme) absolut beachtlich. Ich hatte die BD-Erstauflage von Teil 2, wo ich mich noch bei einer Nachtaufnahme am extremen Bildrauschen gestoert hatte, aber ansonsten ueber die Qualitaet nur staunen konnte. Merkwuerdigerweise trat das Phaenomen beim zweiten Teil aus der Trilogie-Bod nicht mehr auf. Koennte ggfs. aber auch am anderen TV oder anderen Einstellungen liegen.

Teil 1 natuerlich ueber jeden Zweifel erhaben, wenngleich die Indizierung spaetestens mit der 16er Freigabe des zweiten Teils wie ein schlechter Scherz anmutet. Selbstjustiz hin oder her, die IMHO einzige grenzwertige Szene (Saege und Handschellen...) ist bisher jedenfalls sogar in jeder verstuemmelten TV-Version drin gewesen und der Rest ist kaum der Rede wert. Eine abgetrennte Hand gabs auch in Jurassic Park (FSK 12) und gewaltmaessig ist selbst Waterworld (auch hier wieder eine 12er) haerter. Der Film blendet teils sowieso recht aprupt ab oder um. Was tatsaechlich wie klassische R-Rated Schnitte wirkt, liegt aber wohl eher daran, dass man das damals noch recht begrenzte Budget bestmoeglich kaschieren wollte - mit Erfolg, wohl gemerkt.
Rueckwirkend betrachtet wirkt das Treiben heutzutage dennoch irgendwie unfreiwillig komisch: Max selbst interagiert kaum mit seinem Kind (einfach mal darauf achten :megalol: ) und die homoerotischen Untertoene sind den ganzen Film ueber ziemlich praesent (zieht sich aber ohnehin durch die komplette Reihe und nimmt sogar noch weiter zu).

Teil 2 ist wohl sowieso DER klassische Endzeitfilm der als staendiger Vertreter des Endzeitgenres wohl immer irgendwie (wenn evtl. sogar unbewusst) mindestens passagenweise kopiert wird. IMHO das perfekte Beispiel, wie man Setting, Atmosphaere, liebenswerte Charaktere und jede Menge verdammt gut gemachte Action in einen Film packen kann, ohne dass sich diese Elemente gegenseitig im Weg stehen. Die Neupruefung mit 16er Freigabe verwundert zwar etwas, da durchaus einige Haerten vorhanden sind, ist fuer heutige Massstaebe jedoch irgendwie nachvollziehbar (im Gegensatz zur Freigabenthematik bei Teil 1) - und die Dialogschnitte der BD stoeren auch nicht wirklich bzw. fallen ohnehin nur Kennern der dt. VHS auf, die den Wortlaut auswendig kennen.
IMHO einer der wenigen "perfekten Filme", jedenfalls faellt mir nicht wirklich irgendwas Meckernswertes ein.
Einziger Wehrmutstropfen:
Spoiler: Zeigen
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:(

Teil 3 ist dann natuerlich der bekannte Totalausfall. Und da liegt es nicht einmal an Tina Turner, sondern daran, dass man den Teil offenbar mit aller Gewalt moeglichst familiengerecht machen wollte - wie sonst kann man sich gerade mal zwei eindeutige Onscreen-Tode erklaeren. Und nein, Mad Max muss keine Goregranate sein, aber Slapstick-Boesewichte und Cartoon-Kaempfe haben da einfach nichts verloren.
Eine dreiviertel Stunde lang ist ja noch so etwas wie Mad Max Feeling vorhanden, nach der Verbannung ist allerdings nur noch Leerlauf angesagt, bis am Schluss dann eine peinliche Verfolgungsjagt versucht, Teil 2 zu kopieren - vergeblich... :kotz:

Ein paar Mindfucks habe ich bei der diesmaligen Sichtung jedoch auch erlebt:
Der Punk im 2. Teil ist der selbe Schauspieler wie Bennett in Phantom Kommando. Hatte ich bisher NIE erkannt und nur weil er mir etwas bekannt vorkam, wagte ich einen Blick in die ofdb, woher ich ihn wohl kenne - damit hatte ich allerdings dann doch nicht gerechnet.
Der selbe Schauspieler spielt bei Teil 2 und Teil 3 jeweils einen Piloten. Das Verhalten Max gegenueber (und die sauberen Zaehne) lassen allerdings davon ausgehen, dass es sich hierbei tatsaechlich um zwei verschiedene Charaktere handelt. Verwunderlich ist es dennoch - trotz der tollen Leistung im 2er den selben Schauspieler fuer eine aehnliche Rolle im Sequel casten? WTF?!
Die atomare Apokalypse wird ueberhaupt erst im dritten Teil erwaehnt. In Teil 1 sieht es jedenfalls nicht wirklich danach aus - sie muesste ergo irgendwann vor oder nach Teil 2 passiert sein. Bei Teil 2 ist ja nur die Rede davon, dass Benzin das wertvollste Gut ist. Ob die Zivilisation nun mit oder ohne Atomkrieg zusammengebrochen ist, wird auch hier nicht weiter erwaehnt.
OK, die letzten beiden Punkte kann man - genauso wie Teil 3 - am besten wohl einfach ignorieren :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Sonntag, 11. August 2013, 08:41 
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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 21. August 2013, 12:34 
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Gestern Kick Ass 2 gesehen. :respekt:
Ich kann den 2 Reviews die ich dazu gesehen habe nur zustimmen. Wer Kick Ass 1 mag wird auch Teil 2 mögen. Die Fortsetzung hat vielleicht ein paar kleine Fehler und ist größtenteils vorhersehbar, aber trotzdem macht der Film Spaß, hat gute Lacher, schön Gore (meiner Meinung sogar eine kleine Hommage an Braindead :mrgreen: ), und gute Action.
Leider gibt es zu viel shaky cam und Colonel Stars and Stripes kommt etwas zu kurz, außerdem fehlt mir die einprägende tolle Musikauswahl aus Teil 1.

So kommt bei mir Kick Ass 2 nah an seinen Vorgänger ran, bleibt aber dennoch ein wenig zurück. Aber der Kinogang hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Wer auch noch ins Kino geht, gaaaanz am Ende der Credits gibt es noch eine Szene.

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BeitragVerfasst: Mittwoch, 21. August 2013, 18:48 
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Ich bin eher völlig gegenteiliger Meinung zu Kick Ass 2.


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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 31. August 2013, 18:19 
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Akira [1988]
Ein junges Mitglied einer Motorradgang entwickelt durch militärische Experimente übernatürliche Kräfte und wird größenwahnsinnig. Seine Gang versucht ihn aufzuhalten.

Einer der ersten Anime, die im Westen sehr erfolgreich waren. Es finden sich so ziemlich alle Elemente, die man so allgemein mit diesen Filmen assoziiert: dystopische Science-Fiction in Neo-Tokyo, endlos dauernde Showdowns mit Figuren die Energiebälle schleudern, eine detailverliebte Erzählweise. In jeder Dragonball-Folge kann man die Ästhetik von Akira wiederfinden. Es macht den Film beeindruckend, dass er Vorreiter für so viele andere Anime war.

Leider ist Akira von seinen "Nachahmern" in so ziemlich jeder Weise überholt worden. Zeichnerisch kann er mit heutigen Filmen nicht mehr mithalten -- die Morphingeffekte sind allerdings cool gemacht. Gore ist sehr moderat im Vergleich zu M.D. Geist und Konsorten. Die Story ist zäh und bietet kaum Überraschungen. Der Film ist echt nur lohnenswert, wenn man mal sehen will, wer so für den Boom des Anime im "Westen" verantwortlich war.

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BeitragVerfasst: Montag, 2. September 2013, 16:39 
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Obwohl ich von Stirb langsam bereits Teil 1-3 und 4 in dieser Century Recut Dings bereits auf DVD hatte, habe ich mir wegen Teil 5 gleich mal die Blu-ray Box geholt. Bezueglich Qualitaet und Bonusmaterial hat sich das Upgrade jedenfalls gelohnt. :respekt: Danach gabs dann auch mal gleich einen kleinen Marathon mit allen fuenf Filmen, was gewissen Teilen der Reihe sicherlich nicht sooo gut tut, hat man nun ja immerhin den direkten Vergleich zu den restlichen Teilen...

Zu Teil 1 muss ich wohl nicht viel schreiben. Klaustrophobisch, witzig, zynisch, spannend - die Action mit reichlich Schiessereien und Gekloppe passt perfekt. Mit Willis als verletzbaren Helden, der seine Frau und die restlichen Geiseln retten muss, kann man gut mitfiebern und die Terroristen sind ebenfalls interessante Charaktere.
Zu Recht einer der besten Actionkracher aller Zeiten, auch heute noch!

Bei Teil 2 faellt es mir immer schwer, zu entscheiden, ob mir nun der oder der erste Teil besser gefaellt. Ich wuerde wohl sagen, beide gefallen mir gleich gut. Als Fortsetzung hat man hier IMHO alles richtig gemacht, und das Setting von einem Hochhaus auf einen Flughafen verlagert, ohne jedoch das urspruengliche Erfolgsszenario ueber Bord zu werfen. Wieder geht es um Terroristen und Geiseln (diesmal in Form von zahlreichen Flugzeugpassagieren), unter denen sich auch wieder die Frau von McClane befindet, der - zynisch wie eh und je - allen Hindernissen zum Trotz sein Ding durchzieht, um doch noch irgendwie den Tag zu retten.

Teil 3 gefaellt mir inzwischen zwar mit jeder Sichtung immer besser, allerdings hat er irgendwie nicht mehr genau das Flair der beiden Vorgaenger. Dies mag zum einen wohl daran liegen, dass statt einem klaustrophobischen abgeschlossenen Setting nun ganz New York als Einsatzgebiet herhalten muss, als auch daran, dass der Film im Gegensatz zu den Vorgaengern fast ausschliesslich tagsueber spielt. Diesmal steht die Sicherheit von ganz New York auf dem Spiel, quasi ueberall kann eine Bombe explodieren, und da der Boesewicht diesmal auch vor oeffentlichen Parks und Schulen nicht zurueck schreckt, bleibt das Szenario staendig spannend - wenngleich diesmal irgendwie die persoenliche Komponente fehlt, sprich, seine Frau befindet sich ausser Gefahr und es geht halt "nur" um gesichtslose Zivilisten.
Mit Samuel L. Jackson als Zeus bekommt Willis auch noch einen Sidekick dazu gestellt, was natuerlich dem "Einsamer Held" Flair der beiden Vorgaenger zuwider laeuft. Aber immerhin passt die Chemie zwischen beiden perfekt und der Humor und Wortwitz ist stellenweise einfach grossartig.
Hierbei ist Teil 3 wohl einfach eine logische Konsequenz, noch einmal Teil 1 und 2 kopieren waere wohl tatsaechlich etwas abgedroschen gewesen, zumal die beiden naheliegendsten Szenarien ohnehin schon in den "Alarmstufe Rot" Teilen anderweitig verbraucht waren. Und Die Hard in einer Telefonzelle/Badewanne/Bahnhofstoilette haette hier eher wie ein Rueckschritt gewirkt. Insgesamt also auf jeden Fall dennoch ein toller Film mit reichlich Wortwitz und doch ein wuerdiger Nachfolger der Reihe.

Der viel kritisierte vierte Teil ist im Recut IMHO sogar recht ansehnlich. Hier hat man zwar merklich wieder kopiert, diesmal von Teil 3 (Sidekick, Stadtsetting), der Film macht mit seinen Actioneinlagen und coolen Spruechen dennoch Spass. Als spaeter auch noch
Spoiler: Zeigen
John's Tochter
als Geisel genommen wird, kommt wieder eine persoenliche Komponente ins Spiel und McClane laeuft zu Hochtouren auf. Der Actionfan bekommt von Schiessereien ueber Gekloppe bis hin zu Verfolgungsjagden eigentlich alles Notwendige geboten und McClane ist - wenngleich sichtlich gealtert - immer noch er selbst.
Der Recut reisst hier natuerlich viel raus, gerade was die Haerte angeht, allerdings finde ich den Streifen sowieso ueberhaupt nicht so mies, wie er immer gemacht wird. Wuerde ihn (jedenfalls im Recut) mal ganz knapp hinter Teil 3 einordnen, wenn nicht sogar auf gleicher Hoehe. Jedenfalls - gerade im Vergleich mit Teil 3 - kann ich hier nicht wirklich gravierende Negativpunkte finden. OK, der Boesewicht bleibt diesmal etwas blass und wirkt rein physisch einfach nicht so bedrohlich, wie seine Vorgaenger, was in Anbetracht des gebotenen Szenarios allerdings auch wieder irgendwie Sinn macht.

Da mir Teil 4 trotz der Unkenrufe relativ gut gefallen hat, bin ich auch mal relativ unvoreingenommen an Teil 5 heran gegangen. Immerhin kam der ja auch gleich wieder mit einem R-Rating in die Kinos, also muesste man keine Angst davor haben, dass er so weichgespuelt daherkommt, wie Teil 4 in der Kinofassung.
Aber um Himmelswillen, was war das denn bitteschoen? Abgesehen vom Namen des Hauptdarstellers haette es sich hierbei auch um irgend ein Ostblock-DTV-B-Movie handeln koennen. Wie man hier derart viel Potential verschenken konnte, ist mir schleierhaft. Ich weiss ehrlich gesagt garnicht, wo ich anfangen soll...
Action gibt es in Form einer Verfolgungsjagd zu Beginn, einer unspektakulaeren Schiesserei in der Mitte und im Finale, wo dann auch noch ein Helikopter mitmischen darf. Harte Pruegeleien wie bei den Vorgaengern vermisst man vergeblich, ebenso fehlen die coolen Oneliner von McClane - was ja doch ein Markenzeichen der Reihe ist.
Willis spielt ohnehin etwas lustlos und bleibt - genau wie sein Filmsohn - relativ blass. Ich wuerde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass er sich diesmal teilweise etwas arg charakterfremd verhaelt. So nimmt er waehrend einer Verfolgungsjagd zahlreiche verletzte oder gar tote Zivilisten in Kauf, indem er mit einem Jeep ueber die Daecher fahrender Autos auf einer Autobahn brettert. Sicher, was seine eigene Sicherheit angeht, war er ja schon immer etwas verantwortungslos, derart die Leben unbeteiligter Unschuldiger aufs Spiel zu setzen, wirkt aber etwas too much und bringt dem Charakter auch nicht wirklich Sympathiepunkte ein.
Auch das Setting kann leider nicht wirklich ueberzeugen. Klar, man dreht in Osteuropa, weil es billiger ist. Da wird aus Budapest halt mal schnell Moskau und Tschernobyl - aber gerade hier haette man McClane oefters mal in Verlegenheit bringen muessen, ihn mit seiner sturen, alten, amerikanischen Art gegen russische Gegebenheiten prallen lassen koennen. Auch Tschernobyl als Setting - welches ich ohnehin fuer verdammt atmosphaerisch halte - faellt hier erschreckend unspektakulaer aus. Haette genau so gut auch irgend ein altes Fabrikgelaende sein koennen. Leider. Das hat sogar Universal Soldier: Regeneration interessanter und atmosphaerischer umsetzen koennen. Die Autofahrt von Moskau nach Tschernobyl ist dann mit ein paar Minuten Gequatsche auch recht schnell abgehakt - obwohl es sich hierbei um fast 1.000 km handelt. Grenzueberfahrt inklusive. Schwerbewaffnet. Und in die abgesperrte Zone zu kommen, duerfte auch nicht so einfach sein. Aber all das unterschlaegt uns der Film und praesentiert die Fahrt von Moskau zum AKW so, als wuerde man eben mal einen Zebrastreifen ueberqueren. :wallbash:
Die Story selbst ist diesmal auch nicht wirklich mitreissend. Zwar hat man mit McClanes Sohn wieder eine persoenliche Komponente, die meiste Zeit geht es allerdings um eine Akte ueber einen korrupten russischen Politiker. Es fuehlt sich jedenfalls so an, als steht nicht wirklich viel auf dem Spiel, die Beiden koennten auch einfach heimfahren und gut. Wenn denn wirklich so viel auf dem Spiel steht, warum beauftragt man dann einen einzelnen Mann (!!!) mit einer derartigen Mission?
Das Gebotene steht einfach in keinem Kontext mehr im Vergleich zu den Vorgaengern, die in jeglicher Hinsicht so gut wie alles besser gemacht haben. Selbst vom R-Rating merkt man nicht wirklich etwas, haette auch genau so gut PG-13 sein koennen. Gleichzeitig fehlt es dem Streifen allerdings auch am reihentypischen Humor. Insgesamt wirkt der Film einfach verdammt duester, allerdings ohne wirklich spannend zu sein. Spass macht das in dieser Konstellation jedenfalls kaum. Die Hard war fuer mich jedenfalls immer ein spannender gute Laune Film zum Mitfiebern und Mitlachen - hier kann man genau so gut einfach nur die Vorspultaste druecken und versaeumt emotional rein garnichts.

OK, wegen der optischen Aufpolierung von Teil 1-4 hat sich der Kauf der BD-Box durchaus gelohnt, Teil 5 muss man allerdings nun wirklich nicht gesehen haben. Ein Teil 6 ist nunmehr wirklich nicht mehr notwendig...

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BeitragVerfasst: Dienstag, 3. September 2013, 13:16 
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apox hat geschrieben:
Akira [1988]
Ein junges Mitglied einer Motorradgang entwickelt durch militärische Experimente übernatürliche Kräfte und wird größenwahnsinnig. Seine Gang versucht ihn aufzuhalten.

Einer der ersten Anime, die im Westen sehr erfolgreich waren. Es finden sich so ziemlich alle Elemente, die man so allgemein mit diesen Filmen assoziiert: dystopische Science-Fiction in Neo-Tokyo, endlos dauernde Showdowns mit Figuren die Energiebälle schleudern, eine detailverliebte Erzählweise. In jeder Dragonball-Folge kann man die Ästhetik von Akira wiederfinden. Es macht den Film beeindruckend, dass er Vorreiter für so viele andere Anime war.

Leider ist Akira von seinen "Nachahmern" in so ziemlich jeder Weise überholt worden. Zeichnerisch kann er mit heutigen Filmen nicht mehr mithalten -- die Morphingeffekte sind allerdings cool gemacht. Gore ist sehr moderat im Vergleich zu M.D. Geist und Konsorten. Die Story ist zäh und bietet kaum Überraschungen. Der Film ist echt nur lohnenswert, wenn man mal sehen will, wer so für den Boom des Anime im "Westen" verantwortlich war.


Ich hab ja mit Animes nicht viel zu tun, soll heißen, hab überhaupt keine Ahnung was es da so sehenswertes gibt. Akira finde ich allerdings ganz großartig. Welche Filme der letzten Jahre kann man mir denn da empfehlen, wenn ich in Sachen Zeichenstill/Technik und Gore mal richtig entzückt werden will? :D

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BeitragVerfasst: Dienstag, 3. September 2013, 13:43 
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Kaysa hat geschrieben:
apox hat geschrieben:
Akira [1988]
Ein junges Mitglied einer Motorradgang entwickelt durch militärische Experimente übernatürliche Kräfte und wird größenwahnsinnig. Seine Gang versucht ihn aufzuhalten.

Einer der ersten Anime, die im Westen sehr erfolgreich waren. Es finden sich so ziemlich alle Elemente, die man so allgemein mit diesen Filmen assoziiert: dystopische Science-Fiction in Neo-Tokyo, endlos dauernde Showdowns mit Figuren die Energiebälle schleudern, eine detailverliebte Erzählweise. In jeder Dragonball-Folge kann man die Ästhetik von Akira wiederfinden. Es macht den Film beeindruckend, dass er Vorreiter für so viele andere Anime war.

Leider ist Akira von seinen "Nachahmern" in so ziemlich jeder Weise überholt worden. Zeichnerisch kann er mit heutigen Filmen nicht mehr mithalten -- die Morphingeffekte sind allerdings cool gemacht. Gore ist sehr moderat im Vergleich zu M.D. Geist und Konsorten. Die Story ist zäh und bietet kaum Überraschungen. Der Film ist echt nur lohnenswert, wenn man mal sehen will, wer so für den Boom des Anime im "Westen" verantwortlich war.


Ich hab ja mit Animes nicht viel zu tun, soll heißen, hab überhaupt keine Ahnung was es da so sehenswertes gibt. Akira finde ich allerdings ganz großartig. Welche Filme der letzten Jahre kann man mir denn da empfehlen, wenn ich in Sachen Zeichenstill/Technik und Gore mal richtig entzückt werden will? :D


Serienmaessig definitiv Blue Gender und Gantz. Reichlich Gore gepaart mit interessanten Charakteren und einer packenden Story und einer duesteren Atmosphaere.
Filmmaessig faellt mir auf Anhieb noch M.D. Geist ein - wobei der inzwischen schon etwas aelter ist, also rein optisch duerfte es da inzwischen wesentlich Ansehnlicheres geben. In Sachen Gore spielt Baoh ebenfalls ganz oben mit - jedenfalls kann man bei einer derart kurzen Laufzeit wohl kaum mehr Brutalitaeten einbauen ;)
Armitage 3 ist da auch noch so ein brauchbarer und relativ bekannter Kandidat.
Optisch und storytechnisch ueberragend, wenngleich ohne Gore waere dann noch Appleseed: Ex Machina - wobei man darueber philosophieren koennte, ob das nun ein Anime oder ein CGI-Streifen ist.

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BeitragVerfasst: Dienstag, 3. September 2013, 18:58 
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Viel Gore gibt es auch bei Urotsukidoji Legend of the Overfiend. Habe den im Jahr 2000 in der VOX Anime Nacht gesehen... da flogen mächtig die Fetzen :D

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BeitragVerfasst: Dienstag, 3. September 2013, 19:55 
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apox hat geschrieben:
Viel Gore gibt es auch bei Urotsukidoji Legend of the Overfiend. Habe den im Jahr 2000 in der VOX Anime Nacht gesehen... da flogen mächtig die Fetzen :D


...nur war die Fassung uebelst verstuemmelt - wenngleich fuer Fernsehverhaeltnisse dennoch recht zeigefreudig.
Urotsukidoji hatte ich absichtlich nicht erwaehnt, geht ja schon in Richtung Hentai, was vielleicht doch etwas gewoehnungsbeduerftig ist.
Allerdings duerfte es inzwischen wohl ohnehin so gut wie unmoeglich sein, an die deutschsprachige Komplettbox (welche zugleich auch wohl die beste und kompletteste VOE darstellt) zu kommen. Suche das Teil selbst schon ewig - leider bisher ohne Erfolg. Und selbst WENN sich irgendwer davon trennen wollen sollte, wird es preislich wohl recht schmerzhaft werden. Bleibt hoechstens die Hoffnung auf ein Re-Release auf Blu-ray - was aber ebenfalls sehr unwahrscheinlich ist, zumal man die qualitativen Vorteile des Mediums ohnehin nicht nutzen koennen wuerde :cry:

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BeitragVerfasst: Dienstag, 3. September 2013, 21:07 
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zombie-flesheater hat geschrieben:
...nur war die Fassung uebelst verstuemmelt - wenngleich fuer Fernsehverhaeltnisse dennoch recht zeigefreudig.
Urotsukidoji hatte ich absichtlich nicht erwaehnt, geht ja schon in Richtung Hentai, was vielleicht doch etwas gewoehnungsbeduerftig ist.

Habe mal bei Schnittberichte geschaut. Kann mich nicht dran erinnern, dieses ganze Tentacle-Porn-Zeug in der Vox-Fassung gesehen zu haben. Naja ist aber auch schon ne Weile her dass es lief.

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BeitragVerfasst: Mittwoch, 4. September 2013, 18:55 
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Von "Uro" hab ich hier noch die VHS Box :!:
Komplett uncut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Freitag, 13. September 2013, 14:56 
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X-Tro: Angriff der Körperfresser [1983]
Hatte mal dieses GIF hier gesehen. Zusammen mit dem Artwork war das Grund genug für mich, die DVD auf dem Flohmarkt abzugreifen. Das Aliendesign ist auch wirklich creepy und die Special Effects für einen Horrorfilm der frühen 80er nicht schlecht.
Der Film ist aber total lahm erzählt. Es gibt null Spannung oder Überraschungen. Allein schon das Setting in der spießigen Mietwohnung ist danebengegriffen. Es gibt auch nur genau zwei Körperfresser, das absolute Minimum, um den Plural im Filmtitel zu rechtfertigen. Der Rest des Schreckens wird von zum Leben erweckten Spielzeug verbreitet.

Habe die geschnittene Version erwischt. Die DVD scheint auch nur eine 1:1-Übertragung von VHS zu sein :? Weiss jemand, ob die ungeschnittene DVD von Laser Paradise eine bessere Qualität hat?

Nicht dass ich mir die Mühe mache mir die Uncut zu besorgen. Wenn man die Screencaps aus der Google Bildersuche anschaut, hat man das Beste schon gesehen. :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Freitag, 13. September 2013, 19:44 
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apox hat geschrieben:
X-Tro: Angriff der Körperfresser [1983]
Hatte mal dieses GIF hier gesehen. Zusammen mit dem Artwork war das Grund genug für mich, die DVD auf dem Flohmarkt abzugreifen. Das Aliendesign ist auch wirklich creepy und die Special Effects für einen Horrorfilm der frühen 80er nicht schlecht.
Der Film ist aber total lahm erzählt. Es gibt null Spannung oder Überraschungen. Allein schon das Setting in der spießigen Mietwohnung ist danebengegriffen. Es gibt auch nur genau zwei Körperfresser, das absolute Minimum, um den Plural im Filmtitel zu rechtfertigen. Der Rest des Schreckens wird von zum Leben erweckten Spielzeug verbreitet.

Habe die geschnittene Version erwischt. Die DVD scheint auch nur eine 1:1-Übertragung von VHS zu sein :? Weiss jemand, ob die ungeschnittene DVD von Laser Paradise eine bessere Qualität hat?

Nicht dass ich mir die Mühe mache mir die Uncut zu besorgen. Wenn man die Screencaps aus der Google Bildersuche anschaut, hat man das Beste schon gesehen. :-)


Habe die Marketing: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=67610

Da war die Qualitaet AFAIR in Ordnung, allerdings macht das den Film auch nicht besser.
Bei der Red Edition wuerde ich fast davon ausgehen, dass die als Master fuer die Cutscheibe gedient hat. Und die Red Editions waren ja leider meistens qualitativ minderwertig, da 1:1 von VHS gezogen - gelegentlich konnte man sogar diese VHS-typischen Flimmerstreifen sehen :suicide:

http://www.schnittberichte.com/schnittb ... ?ID=491622 - sieht im Film auch nicht annaehernd so interessant aus. Ich wuerde dafuer jedenfalls kein Geld mehr ausgeben. :kotz:

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 14. September 2013, 13:54 
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Danke für die Info :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 14. September 2013, 16:06 
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zombie-flesheater hat geschrieben:
Kaysa hat geschrieben:
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Einer der ersten Anime, die im Westen sehr erfolgreich waren. Es finden sich so ziemlich alle Elemente, die man so allgemein mit diesen Filmen assoziiert: dystopische Science-Fiction in Neo-Tokyo, endlos dauernde Showdowns mit Figuren die Energiebälle schleudern, eine detailverliebte Erzählweise. In jeder Dragonball-Folge kann man die Ästhetik von Akira wiederfinden. Es macht den Film beeindruckend, dass er Vorreiter für so viele andere Anime war.

Leider ist Akira von seinen "Nachahmern" in so ziemlich jeder Weise überholt worden. Zeichnerisch kann er mit heutigen Filmen nicht mehr mithalten -- die Morphingeffekte sind allerdings cool gemacht. Gore ist sehr moderat im Vergleich zu M.D. Geist und Konsorten. Die Story ist zäh und bietet kaum Überraschungen. Der Film ist echt nur lohnenswert, wenn man mal sehen will, wer so für den Boom des Anime im "Westen" verantwortlich war.


Ich hab ja mit Animes nicht viel zu tun, soll heißen, hab überhaupt keine Ahnung was es da so sehenswertes gibt. Akira finde ich allerdings ganz großartig. Welche Filme der letzten Jahre kann man mir denn da empfehlen, wenn ich in Sachen Zeichenstill/Technik und Gore mal richtig entzückt werden will? :D


Serienmaessig definitiv Blue Gender und Gantz. Reichlich Gore gepaart mit interessanten Charakteren und einer packenden Story und einer duesteren Atmosphaere.
Filmmaessig faellt mir auf Anhieb noch M.D. Geist ein - wobei der inzwischen schon etwas aelter ist, also rein optisch duerfte es da inzwischen wesentlich Ansehnlicheres geben. In Sachen Gore spielt Baoh ebenfalls ganz oben mit - jedenfalls kann man bei einer derart kurzen Laufzeit wohl kaum mehr Brutalitaeten einbauen ;)
Armitage 3 ist da auch noch so ein brauchbarer und relativ bekannter Kandidat.
Optisch und storytechnisch ueberragend, wenngleich ohne Gore waere dann noch Appleseed: Ex Machina - wobei man darueber philosophieren koennte, ob das nun ein Anime oder ein CGI-Streifen ist.


Hab mir heute mal Baoh reingezogen. Rein sachlich betrachtet ist der Film nichts weiter als himmelhochschreiender Schwachsinn mit dummen Dialogen, unlogischer Story usw. Aber ich hatte Spaß ohne Ende :D Ordentlich gesplattert hat's auch. Fühlte mich gut unterhalten, danke für den Tipp!

Die ersten beiden Folgen von Blue Gender kann ich auch schon abhaken. Ist auf jeden Fall interessant, find die Atmosphäre irgendwie fesselnd, rot ist auch hier ebenfalls sehr dominant. Werd da mal am Ball bleiben!

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 Betreff des Beitrags: Re: Offizieller Filmethread
BeitragVerfasst: Samstag, 14. September 2013, 20:25 
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Kaysa hat geschrieben:
zombie-flesheater hat geschrieben:
...


Hab mir heute mal Baoh reingezogen. Rein sachlich betrachtet ist der Film nichts weiter als himmelhochschreiender Schwachsinn mit dummen Dialogen, unlogischer Story usw. Aber ich hatte Spaß ohne Ende :D Ordentlich gesplattert hat's auch. Fühlte mich gut unterhalten, danke für den Tipp!


Baoh ist so ein klassisches Guilty Pleasure Teil. Die unfreiwillige Komik und der Goregehalt unterhalten immerhin die doch recht kurze Laufzeit ueber. Sicherlich kein Meilenstein, aber freut mich, dass er dir gefallen hat :D

Kaysa hat geschrieben:
Die ersten beiden Folgen von Blue Gender kann ich auch schon abhaken. Ist auf jeden Fall interessant, find die Atmosphäre irgendwie fesselnd, rot ist auch hier ebenfalls sehr dominant. Werd da mal am Ball bleiben!


Die Serie kommt erst langsam in Fahrt. Da tut sich noch so EINIGES. :twisted: Sowohl goremaessig, als auch charaktermaessig bzw. gibt es spaeter Twists am laufenden Band. Der teilweise recht schonungslose Umgang mit den (Haupt-)Charakteren mag zwar Geschmackssache sein, aber nach einer gewissen Episode ist dann klar, dass tatsaechlich jeder Charakter ins Gras beissen kann - oder Schlimmeres :twisted:
Zudem gibt es hier - im Vergleich zu anderen Serien - kaum Filler. Die Story geht konstant weiter, Charaktere kommen hinzu (oder sterben), und im weiteren Verlauf endet fast jede Episode mit einem epischen Cliffhanger. :yes:

Damit scheinst du also ohnehin schon mal gut bedient zu sein.

Highschool of the Dead faellt mir allerdings auch gerade noch ein. Zombieapokalypse mit Teenagern. Reichlich Gore, Titten, Charaktere, Atmosphaere, Titten, Spannung, Titten... und reichlich "Fanservice" in Form von Titten und diversen Zeitlupeneinstellungen - allerdings solltest du dir vorher wohl trotzdem lieber erst mal Blue Gender vollstaendig ansehen. Musste jedenfalls feststellen, dass ich extreme Schwierigkeiten habe, Serien "ueber Kreuz" anzusehen.

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