Der offizielle Amoklaufthread

Hier kann, darf und soll der Gesprächsbedarf gedeckt werden, der in allen anderen Foren nicht berücksichtigt wird - von Musik über Filme bis zum Alltäglichen eben. Gegen nicht immer ganz ernst gemeinte Beiträge ist in diesem Forum nichts einzuwenden, völlig inhaltslose Threads müssen trotzdem nicht sein!
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SAL
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Der offizielle Amoklaufthread

#1 Beitrag von SAL » Mittwoch, 18. April 2007, 22:03

Ich denk mal hier sind alle alt/erfahren und humorvoll genug
um zu verstehen wie ich das folgende meine!!!
(Wenn nicht -> der GFY-Clan sucht immernoch Member)

Am 16 April 2007 hat der allseitsbekannte
(und 23 Jahre lange Member des Real_life Clans "LEBEN v.2")
Korean-Killer Cho Seung-hui versucht mit einem One Hit Wonder
in die "SchoolMassacreCharts" zu kommen und ein Wunder geschah,
er schaffte es auf Anhieb auf Platz 2 der Charts
mit satten 20 "Punkten" Vorsprung!
(Wer hätte damit gerechnet?)
Jedoch reichte es nicht für einen neuen Highscore
den Andrew Kehoe seit knapp 80 Jahren hält.
Jedoch hat es unser Korean Killer geschafft
sich vor dem "Deadly Duo" aus Littleton &
dem deutschen Robert S. zu platzieren!

Da werden die deutschen Killerspielspieler noch fleissig mit
ihren Schulkameraden üben müssen um noch höher zu kommen!

Hier die aktuelle Rangliste (April 2007)

#1: Andrew Kehoe : 45 Kills/58 wounded
#2: Cho Seung-hui : 32 Kills/15 wounded
#3: Robert S. : 13 Kills/ ?? wounded
#4: E.H & D.K :12 Kills/24 wounded

Naja wenigstens ein 3 Platz für uns ...
Vielleicht beim nächsten Mal!


Ädit: sicher ist sicher ->

Ich mach mich hier nicht über die Opfer/Täter, den Attentaten lustig,
ich habe absolutes Mitleid mit den Opfern und deren Familien.
Ich selber weis wie es sich anfühlt einen Freund
zu Grabe tragen zu müssen. (7 Jahre her)
Ich zeige auf eine sehr merkwürdige Weise
(ich brauch stärkere Pillen :lol: ) die Sinnlosigkeit dessen
was passiert ist und wie nutzlos/feige es ist so abzutreten wie die Täter.
Wehe jemand flamed mich!
(Ich bin heiss genug für die Damenwelt) lol

Newsupdate:

Ich klau mal kurz ...

Amoklauf in Virginia
Erste Reaktionen aus Deutschland

Nachdem sich bereits wenige Stunden nach dem tragischen Amoklauf an einer Universität in Blacksburg / Virginia der allseits bekannte Rechtsanwalt Jack Thompson tränenreich an die Öffentlichkeit spielte. wartete man in Deutschland vergeblich auf ein Statement unserer »Berufs-Bedenkenträger«.

Doch die Zeit des Wartens ist vorbei: Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen und selbst ernannter Experte für alles, was mit Gewalt zu tun hat, nimmt diese Gelegenheit natürlich wahr, um seine Ansicht der Dinge der Passauer Neuen Presse mitzuteilen. Dabei hackt er nicht nur auf den Reaktionen der Polizeikräfte auf dem Uni-Campus herum, denen er ein sträfliches Versagen vorwirft. Er nimmt die passende Gelegenheit auch gleich wahr, um wieder die von ihm verhassten Computerspiele ins Gespräch zu bringen.

"Wer töten will, wird es immer schaffen, an Waffen heranzukommen. Größere Sorge bereitet mir, dass sich vor allem männliche Jugendliche systematisch desensibilisieren durch Computerspiele, die solche Tötungsarien vorzeichnen. Die Mehrheit der jüngeren Amokläufer hat sich erst am Computer in Stimmung geschossen. Ich plädiere deshalb bei gewaltverherrlichenden Killerspielen für ein Werbe- und Verkaufsverbot. Für Spiele mit extremen Gewaltexzessen wie „Der Pate“, bei denen aggressives Töten mit Punkten belohnt wird, brauchen wir sogar ein strafrechtliches Verbot."

Ein paar Informationen, die sicher auch Herrn Pfeiffer zugänglich gewesen wären:
Der Amokläufer Cho Seung Hui war laut übereinstimmenden Berichten im Internet ein »unbeschriebenes Blatt«. Es gibt keine verifizierten Community-Seiten, Blog-Einträge, Forenbeiträge oder sonstiges über oder von dem Attentäter. Binnen weniger Stunden nach dem Bekanntwerden des Namens löste dieser bereits Paris Hilton auf dem ersten Platz der meistgesuchten Schlüsselwörter bei Suchmaschinen ab. Trotzdem wurde nichts stichhaltiges über den Täter gefunden. Es ist noch nicht einmal bestätigt, dass Seung Hui einen PC oder Laptop besessen hatte, geschweige denn irgendwelche gewalthaltigen Computerspiele.

Trotzdem (oder gerade deswegen?) wird sofort die verbale Keule ausgepackt, um sich mal wieder in den Medien-Vordergrund zu spielen. Sowohl in den USA, als auch bei uns in Deutschland. Ob dabei, wie häufig, nur polemischer Unsinn herauskommt, ist den Bedenkenträgern anscheinend egal. Hauptsache, man kann seine Unwahrheiten in die Öffentlichkeit tragen. Es gibt kein Spiel in Deutschland, bei dem man für den Grad der Gewalt belohnt wird. So ein Spiel wäre verboten.

Passend zu diesen Worthülsen meldete sich auch die CSU in der Passauer Neuen Presse und forderte bezugnehmend auf den Amoklauf in Virginia (!) ein schärferes Waffenrecht für Deutschland. Dieses lehnt Christian Pfeiffer allerdings ab: "Wir haben ein gutes Waffenrecht."

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Pendel
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#2 Beitrag von Pendel » Mittwoch, 18. April 2007, 23:53

Eigentlich wollte ich jetzt nen ellenlangen Beitrag schreiben, wie lächerlich ich wieder die Reaktionen von den "sogenannten Experten" finde, wie schlimm ich die Tat in Virginia finde, und und und. Aber letztendlich kann ich zu all dem nur den Kopf schütteln. Mehr ist einfach nicht zu machen.
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#3 Beitrag von Chainworm » Mittwoch, 18. April 2007, 23:54

Die Highscore-Liste stimmt so nicht. Es gab in Australien noch einen Amoklauf, bei dem es insgesamt 35 Tot gab:
http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Bryant

Erfurt waren meiner Information nach 13 Lehrer, 2 Schüler und 1 Polizist --> 16.

Und es gibt noch viel viel mehr. Ich kopiere mal hier eine Wiki-List:

* 1913, Vaihingen an der Enz, 17 Tote (siehe Ernst August Wagner)
* 1927, Michigan/USA, 45 Tote (siehe Schulmassaker von Bath)
* 1949, Camden, New Jersey, 13 Tote (siehe Howard Unruh)
* 1964, Köln, 10 Tote (siehe Attentat von Volkhoven)
* 1966, Austin/Texas, 17 Tote (siehe Charles Whitman)
* 1996, Dunblane/Schottland, 17 Tote (siehe Thomas Hamilton)
* 1996, Port Arthur/Tasmanien, 35 Tote (siehe Martin Bryant)
* 1999, Littleton/Colorado, 15 Tote (siehe Schulmassaker von Littleton)
* 2001, Zug/Schweiz, 14 Tote (siehe Zuger Attentat)
* 2002, Erfurt, 16 Tote (siehe Amoklauf von Erfurt)
* 2006, Emsdetten, 1 Toter, 37 Verletzte (siehe Amoklauf von Emsdetten)
* 2007, Blacksburg/Virginia, 33 Tote, 15 Verletzte (siehe Amoklauf am Virginia Tech)

Und hier ein Gesamt-Link mit viel weiterführenden Artikeln:
http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf#B ... l.C3.A4ufe

Auf dem englischen Wikipedia findest noch viel, viel mehr (besonders auch über die ganzen Post-Amokläufe, von denen der Begriff "going postal" abstammt). Interessant finde ich die Amokläufe in den 60ern und davor, da gabs doch noch gar nicht so viele Killerspiele. Was war denn da der Auslöser? :wink: Das mit 45 Toten, sollte man das wirklich als Amoklauf zählen? Für mich ist das eher ein Bomben-Attentat und kein wirklicher Amoklauf...

Ach ja, und du bist natürlich ein böser Sal, wie kannst du nur so einen geschmacklosen Thread aufmachen :lol:

SAL
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#4 Beitrag von SAL » Donnerstag, 19. April 2007, 06:38

Chainworm hat geschrieben:Die Highscore-Liste stimmt so nicht.
Immer diese Weltverbesserer,
die immer und überall rummeckern müssen.
:lol: Ich könnt Amok laufen, wenn ich nicht so faul wäre.
Chainworm hat geschrieben:Das mit 45 Toten, sollte man das wirklich als Amoklauf zählen? Für mich ist das eher ein Bomben-Attentat und kein wirklicher Amoklauf...
Naja stimmt schon Kette, mir gings ja eher um Schüle/Studenten/Lehrer
oder irgendwelche Leute die in ihrer Schule/Uni rumkillen äh rumkillten.
Wenn nicht wäre der absolute Highscore das Massaker von Beslan,
aber das waren keine Angehörigen sondern Terroristen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_von_Beslan
Chainworm hat geschrieben:Ach ja, und du bist natürlich ein böser Sal, wie kannst du nur so einen geschmacklosen Thread aufmachen :lol:
Meine Pizza von gestern hatte keinen Geschmack ...4 ,70€ *grrrr*
Genauso wenig wie alle anderen die jetzt wieder auf den Zug
der Killerspiele aufspringen oder alles andere dafür
verantwortlich machen um sich zu profilieren/ zu lügen
was denn nun die Ursache ist.

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#5 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 19. April 2007, 08:55

Na endlich haben wir einen Amokthread!
Dürfen wir unsere möglichen Amokläufe hier auch ankündigen oder gibt es dafür wieder einen eigenen? Ich mein WENN dann sollten wir uns schon koordinieren sonst schnappen wir uns gegenseitig die Sendezeiten und Schlagzeilen weg... :twisted:

So, jetzt zu einer anderen Blödheit:

Österreichs bekanntester rechte Recke und Kämpfer für die Anständigen, H.C. Strache (kurz: "Hatze") hat passenderweise den jüngsten Amoklauf zum Anlass genommen um in Österreich ein LOCKERUNG des Waffenrechts zu fordern. Zukünftig sollen bestimmte Berufgruppen eine Waffe tragen dürfen z.B.: Bankbeamte (!) und Ärzte (!!!): Hier gibt`s mehr!

Eh klar... ein Bankbeamter soll sich in Zukunft auf ein kleines Shoot-Out mit jedem Bankräuber einlassen (unbeteilige Kunden geben eine gute Deckung ab!) anstatt Geld herauszugeben das ihm 1) nicht gehört und 2) eh versichert ist... Gute Idee!!! :roll:
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#6 Beitrag von DooMinator » Donnerstag, 19. April 2007, 10:02

Der Typ hat Theaterstücke geschrieben, in denen er "bunte" Szenarien durchspielte... Warum kommt niemand auf die Idee Hamlet zu verbieten?

Und 80% aller Amokläufer trinken vorher Kaffee. Verbietet ihn!!! :roll:


Was'n Stumpfsinn... Und es ist jedesmal das gleiche... Gähn...
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#7 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 19. April 2007, 10:31

NBC hat Auszüge und einzelne Seiten aus dem Manifest des Täters veröffentlich (mit geschwärzten Flüchen, natürlich):
Hier!

Sehr wirr, das alles. NBC und die Behörden werden aber vermutlich alle wirklich interessanten Infos unterdrücken (da könnte ja was gesellschaftskritisches drinnen sein!) um den Täter möglichst irre und böse erscheinen zu lassen... war ja bei Littleton nicht anders.
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#8 Beitrag von SAL » Donnerstag, 19. April 2007, 12:32

gesteckteziele hat geschrieben:Na endlich haben wir einen Amokthread!
Dürfen wir unsere möglichen Amokläufe hier auch ankündigen oder gibt es dafür wieder einen eigenen? Ich mein WENN dann sollten wir uns schon koordinieren sonst schnappen wir uns gegenseitig die Sendezeiten und Schlagzeilen weg... :twisted:
Wenigstens einer der weis wies gemeint ist :lol:
gesteckteziele hat geschrieben: Österreichs bekanntester rechte Recke und Kämpfer für die Anständigen, H.C. Strache (kurz: "Hatze") hat passenderweise den jüngsten Amoklauf zum Anlass genommen um in Österreich ein LOCKERUNG des Waffenrechts zu fordern. Zukünftig sollen bestimmte Berufgruppen eine Waffe tragen dürfen z.B.: Bankbeamte (!) und Ärzte (!!!)
Jup, wenn Du dann zum Arzt gehst und der Dir ne
Pferdespritze in Arsch jagen will und Du -Nein- sagst
schielt der nur mal kurz zu seinem M16 ...

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#9 Beitrag von Vicarocha » Montag, 23. April 2007, 23:43

Amoklauf ist der falschs Terminus, war der falsche Terminus und wird der falsche Terminus bleiben... schon deshalb, weil einem Amoklauf inhärent ist, dass dieser nicht geplant ist. Die populärsten Beispiele jüngeren Datums sind jedoch alle von A bis Z durchgeplant.

Schon die offiziell mit den Ermittlungsarbeiten beauftragte Gutenberg-Kommission stellte 2004 zum sog. Amoklauf von Erfurt fest, dass die Definitionskriterien eines Amoklaufs hier nicht erfüllt waren, sondern das es eher zu einem „verbrecherischen Attentat“
deklariert werden muss, bzw. präziser: Als ein Verbrechen aus niederen
Beweggründen (explizit aus Rache).

Die Amis erkennen das anscheinend deutlicher, als es hierzulande der Fall ist. Dort hat sich für solche Taten in Bildungseinrichtungen der Terminus school shooting eingebürgert, gleichwohl kennt man natürlich auch dort den Terminus Amok - wobei es natürlich auch sein kann, dass die nordamerikanische Durchschnittsmentalität so gestrickt ist, dass school shooting einfach einen wirksameren Effekt erzeugt, als Amok (was ich jedoch mal bestreite).

Warum nennt man also ein eher klar definiertes Verbrechen (z.B. mehrfacher Mord aus niederen Beweggründen) entgegen besseren Wissens "Amoklauf"?

Durch die Verwendung solcher Begriffe werden die Täter und damit von der Normalität abgegrenzt. Es kann nicht ‚normal’ sein, dass Jugendliche
derartige Straftaten begehen. Der Amoklauf als etwas Plötzliches, das von außerhalb des Rationalen auf die Opfer einbricht unterstützt den Versuch, von einer rationalen Begründung der Tat abzusehen. Eine ‚Amoktat’ selbst steht außerhalb jeglicher Rationalität. Durch die Platzierung von Tätern und Tat außerhalb der Normalität, entfällt auch die Suche nach
möglichen Ursachen innerhalb der Normalitätsgrenzen.

Dann kommt man schnell auf außergesellschaftliche Sündenböcke, z.B. Computerspiele. Und dann wird vorgeschoben, dass eine Beschäftigung mit "Killerspielen" auch nicht normal ist. Das medium, die Medieninhalte und letztlich die Rezipienten sind nicht normal. Denn wer sich in seiner Freizeit mit solchen anormalen Dingen beschäftigt, kann auch kein normaler Mensch sein und von daher auch keine normalen Gründe für eine solche Tat haben. Daran zeigt sich wieder einmal, dass ein
ganzheitlicher Blick auf die Tat, der möglichst umfassend die möglichen Faktoren beleuchtet und auch nach Ursachen für diese Taten fragt, selten von Interesse und in den wenigsten Fällen erwünscht ist, da er keine einfachen Lösungen vorgibt und unangenehme Fragen an sämtliche
gesellschaftliche Instanzen stellt.

Dabei lieferte die Gutenberg-Kommission ein adäquates Amokläuferprofil, dass entsprechend auf mediale Einflüsse verzichten kann - sowohl als Ursache, als auch als Auslöser. Amokläufer sind demnach zumeist junge
einzelgängerische Männer, mit paramilitärischer Neigung, sind verletzlich, nach außen hin freundlich zurückhaltend, haben ein konfliktvermeidendes Rückzugsverhalten, jedoch auch aggressive Impulsausbrüche, einen starken Ich-Bezug, eine narzisstische Persönlichkeit und Standpunkte, Zugriff auf Waffen und ein Gefühl von Machtlosigkeit und Vorhandensein des Willens, Macht über Andere auszuüben, sowie den unausgedrückten
Wunsch, andere zu töten, weisen ein traumatisches individualbiographisches Ereignis vor (zumindest ein als solches empfundenes), das (als Anlass, aber nicht Ursache) zu Depressionen und Gedanken an Suizid führt, weisen fehlende familiäre Unterstützung und ein frühes Auftauchen von aggressivem und abweichenden Verhalten auf, hegen ein Gefühl der Zurückweisung durch andere und suchen dafür nach Rache und Vergeltung.

Das alle Amokläufer und als solche verklärte Täter auch die Neuen Medien nutzen, bleibt insbesondere bei jugendlichen Tätern aufgrund der hohen Verbreitung dieser Medien kaum aus. Eine höhere Schnittmenge ließe sich wahrscheinlich bei einem Großteil der anderen alltäglichen Trivialitäten finden (z.B. beim vielzitierten Brotverzehr vor der Tat). Zur Konstruktion einer Kausalbeziehung ist dies jedoch ungeeignet.

Und zu Peiffer:
Nomen est Omen.

C. Pfeiffer bezieht sich ungehemmt auf fragwürdige Forschungsergebnisse seiner eigenen, nach wie vor unveröffentlichten (und somit einem peer-review noch unausgesetzten) Studie zur (inzwischen umbenannten) „Medienverwahrlosung“ Heranwachsender.

C. Pfeiffer rekurriert mit seinen Thesen zudem auf diejenigen seines „medizinischen Sekundanten […] Manfred Spitzer“, vertritt also bspw. dessen Hypothese, Bildschirmmedien machen „Kinder dick, krank,
dumm und traurig“ - und nicht zuletzt gewaltbereit, Zitat: „Wer aber Ego-
Shooter und Kampfspiele spielt, bei dem erhöht sich die Gewaltbereitschaft enorm.“ Dabei vertritt er die (empirisch unhaltbare und methodisch bislang ausschließlich miserabel geprüfte) Habitualisierungsthese, diffamiert zugleich die Spieler: „Leute, die subjektiv in der Rolle des Mörders oder des Zuhälters sind, die müssen das weniger schlimm finden, damit ihnen das gefällt. So ist nun mal die Seele angelegt, dass sie versucht zu neutralisieren. Alles andere würde ja den Spaß vermiesen. Und das überträgt sich ins reale Leben, wo dann die
Spieler solcher Spiele regelmäßig gehemmter auftreten, empathisch weniger kompetent sind als andere Menschen.“

Zusätzlich vertritt er die (empirisch unhaltbare und methodisch bislang ausschließlich miserabel geprüfte und mit vielen anderen Problemen behaftete) Imitationsthese, letztere jedoch nur für Einzelfälle: „Die Mehrheit der Jugendlichen führt das Computerspielen nicht zu
Nachahmungseffekten. Die werden durch das Computerspielen nur schlechte Schüler und das wiederum kann dann auslösen, dass sie aus ihrem Frust, ein schlechter Schüler zu sein, aggressiv werden - aber nicht durch direkte Nachahmung, sondern mehr durch das mißlungene Leben, in dem das Computerspielen eine zu gewichtige Rolle bekommen hat.“

Der Einfluss anderer Faktoren wird von ihm jedoch angesichts des vermeintlichen Medieneinflusses relativiert, indirekte Wirkung durch Postulierungen direkter Wirkungen ersetzt - gewisse Spieler könnten Realität und fiktive Computerspielinhalte nicht mehr trennen. Zudem seien
Computerspiele auch „ein notwendiger Faktor für den Amoklauf“, er behauptet: Hätte B. Bosse bspw. keine Computerspiele gehabt, „wäre er mit Sicherheit kein Amokläufer geworden. Früher hatten wir Amokläufe nur durch Erwachsene. Heute haben wir die Entwicklung, dass immer
häufiger Jugendliche das machen. […] Man muss sich vor Augen halten: Sämtliche Amokläufer unter 20 Jahre, die wir in der letzten Zeit sehen mussten, sind massiv durch Computerspiele beeinflusst gewesen. Sie haben Handlungsmuster nachempfunden, die sie als attraktiv erlebt haben, sind also quasi auf den Spuren ihrer Computerspiele unterwegs gewesen.“ Diese Einschätzung widerspricht nicht nur (quasi sämtlichen) Erkenntnissen der Medienwirkungsforschung, zudem gab es bereits früher derartige Taten durch Heranwachsende (Bekanntheit erlangte bspw. die Tat der damals 16-jährigen Marie Ann Spencer an der Grover Cleveland Elementary School in San Diego am 29.01.79).

Zudem kann generell bereits seine unkritische Verwendung des Begriffs „Killerspiel“ kritisiert werden. Zusätzlich rekurrierte C. Pfeiffer auf
die damals aktuelle Debatte zur sog. neuen Unterschicht: „Die Playstation ist das Spielzeug der Armen. Gilt auch für den Computer, übrigens.“ Er sieht zudem in den Bildschirmmedien eine Erklärung für die ungenügenden PISA-Ergebnisse deutscher Schüler, sowie für eine (vermeintlich) zunehmend abnehmende Wirtschaftskraft der BRD. Entsprechend ist Kritik auch von politischer Seite gegeben. Der Bundestagsabgeordnete Klaus Uwe Benneter (SPD) kommentierte bspw. C. Pfeiffers Thesen entsprechend: „Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er da wirklich so viel Ahnung davon hat."

Zudem disqualifiziert ihn seine langanhaltende Kampagne gegen die USK als thematisch voreingenommen. C. Pfeiffer kritisiert die Prüfkriterien der USK, denn „man müsse die Entscheidung mehr auf die Gewaltspitzen, die Exzesse im Spiel gründen. Ihren ‚ganzheitlichen Ansatz’ findet er da falsch, da er Gewalt gegebenenfalls relativiert.“ D.h.: Der Forschungsansatz des KfN (hinsichtlich des quasi selbsterteilten Evaluationsauftrages der USK sieht eine dekontextualisierte Analyse der Gewaltdarstellungen vor, liefert also bereits vom Ansatz her keine adäquate Behandlung der Mediengewaltproblematik. Eine etwaige negative Wirkung rückt also zunehmend aus dem Studienfokus und wird von noch subjektiveren moralisch/ethischen Kriterien verdrängt. Die moralisch/ethische Verzerrung seiner Perspektive wird nachfolgend präzisiert: C. Pfeiffer postuliert bspw. die Existenz von Spielen, „die vom Gewaltexzess her beispielsweise in die Nähe kommen von einem
Pornofilm, bei dem real ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt wird und der Film anschließend für 4000 Euro ins Internet wandert.“ Er bestätigt auch auf erneutes Nachfragen, diverse Computerspiele auf einem
Niveau mit Kinderpornographie zu lokalisieren - merkt jedoch an, dass diese bereits jetzt nach § 131 StGB strafbar seien. Rückschließend sind für ihn also auch aktuell dementsprechend beschlagnahmte Titel (also explizit Manhunt und div. Mortal Kombat Teile) quasi kinderpornographisch (jedoch ist davon auszugehen, dass ihm diese expliziten Titel nicht bekannt sind). Der gesamte Vergleich per se ist jedoch als absurd abzulehnen. Er präzisiert: „Eine Gesellschaft, die so ein Spiel freigibt für den Markt, ist krank. Zutiefst krank. Hier wird das Ausüben von Verbrechen belohnt. Ausgeschlossen. Für mich: Glatt ausgeschlossen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies der Einstieg in einen Werteverlust ist. […] Spiele, die derart unmoralische, ethisch nicht akzeptable Verhaltensweisen prämieren, würden bei mir alle vom Markt verschwinden.“

Deutlich wird er zudem bei Nachfrage zu seinen eigenen Computerspielgewohnheiten: „Ich spiele nie! Doch, ich habe ‚Counterstrike’ gespielt und all das gesehen, was der Jugendliche aus Erfurt gespielt hatte. Es war ziemlich zum Kotzen.“ Letzteres ist insbesondere interessant, da C. Pfeiffer in seiner Kritik an die USK anmerkt: „Meiner Meinung nach muss ein Gutachter das Spiel selbst zu einem großen Teil gespielt haben.“ - ansonsten könne keine adäquate Beurteilung stattfinden. Zusammengefasst verdeutlicht dies den
pornographischen Blick des antipathisch prädispositionierten Fremden.

Kurzer Exkurs zur Definition des Fremden (gemäß Rainer Winter):
Der Fremde definiert sich durch nur marginale und unsystematisierte Lesekompetenzen, gekennzeichnet durch eine naive Orientierung im und einer undifferenzierten (simplifizierten) Interpretation des Medientextes, weshalb meist versucht wird, Interpretationsrahmen anderer Genres aufeinander zu übertragen - Textunterschiede werden weniger innerhalb eines Genres, als im Vergleich der Genres miteinander wahrgenommen (d.h.: „Sie haben noch nicht gelernt, die Sprache eines solchen [Mediums/Genres] zu entschlüsseln. Sie kennen die Typika nicht und verstehen deshalb [den Medieninhalt] auch nicht vollständig.“). Durch ausgelassene/inadäquate Einordnung der Medientexte in ein sinnstiftendes Relevanzsystem, ist die Rezeption eine potentiell negative, einzustellende Erfahrung (Möglicherweise „sind sie abgestoßen, finden schlimm und grässlich, was sie gesehen haben und unterschreiben eventuell am nächsten Tag eine Petition zum Verbot solcher [Medieninhalte]“, beachten diesen Inhalt nicht weiter oder aber dieser wirkt positiv und der Rezipient avanciert zur nächsten, medienkompetenteren Stufe.).
Als anmerkung, Fremde sind eher die Ausnahme in einer Mediengesellschaft, Touristen und Buffs sind die Regel (der höchste Grad wäre dann der sog. Freak).

C. Pfeiffer war im Laufe des Jahres 2006 mehrfach massenmedial präsent (unmittelbar nach dem sog. Amoklauf von Emsdetten nahezu täglich) und stellte dabei die immer gleichen diffamierenden Mutmaßungen über die Arbeitsweise der USK an, ohne jemals Einsicht in oder Teilhabe an einem ihrer Prüfverfahren gehabt zu haben: „Wir vermuten, dass sich die ehrenamtlichen Gutachter zu stark auf die Inhaltsbeschreibung der Testspieler verlassen […]. Eine zweite Hypothese ist, dass die
Regeln zu unklar sind.“Explizit unterstellt er ihr eine Blockierung der
BPjM (fordert damit auch eine höhere Indizierungsquote) durch zu niedrige oder überhaupt erteilte Altersklassifikationen, was er mit einer angeblichen Industrienähe und Voreingenommenheit der Spieltester
begründet - dabei griff er auch explizit Marek Klingenstein, den Cheftester der USK an: „Dass jemand, der nach eigenem Bekunden ein Fan der Computerspiele-Szene ist, selbst als Anwalt der Industrie auftrat, wenn es darum ging, Spiele vor der BPjM zu verteidigen, dass so jemand zum Cheftester und Ausbilder der übrigen Tester bestellt wird, das finde ich befremdlich. Wenn ich dann im […] lesen muss, dass Herr Klingelstein das, was wir kritisch sagen oder was Rainer Fromm kritisch sagt, für ‚Schwachsinn’ hält, dann meine ich: Herr Klingelstein setzt sich nicht genügend mit den Folgen von Computerspielen auseinander. Weil er so involviert ist, weil das sein Hobby ist, sein Beruf. Daher ist er in meinen Augen eine zu problematische Person, um Teil der Organisation zu sein, die die Inhalte feststellt und sie dann ja an die Gutachter weitergibt.“ USK-Leiterin Christine Schulz (seit 06.02.06) dementiert: „Denn wer ist es denn, der über die Freigabe entscheidet? Das sind die Gutachter und der ständige Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden. Die entscheiden mit einfacher Mehrheit in den Gremien. Kein Tester und kein USK-Mitarbeiter hat je eine Altersfreigabe entschieden. Liegt der Vorwurf der Tester darin, dass sie Spieler sind? Aber die müssen doch spielen können, um ihren Job zu erfüllen. Auch Herr Pfeiffers Tester können spielen.
Natürlich ist die Industrie auch im Beirat vertreten, ja. Das sind zwei Personen von achtzehn. Die sitzen da mit Vertretern der deutschen Bischofskonferenz, von Jugendverbänden, der Kultusministerkonferenz, der Bundesprüfstelle und so weiter. Die geben insgesamt mit Mehrheit den Grundsätzen und der Prüfordnung sowie allen Änderungen in den Paragraphen ihren Stempel. Wie wir also industrienah arbeiten sollen, war mir ein Rätsel. […] Da kann ich nur sagen: Ich will niemals jemand anderen haben auf diesem Posten. Weil er auf seine Weise versteht, was die Industrie produziert. Und er war niemals, will ich jetzt gleich dazu sagen, im Auftrag der Industrie bei der Bundesprüfstelle. Er war im Auftrag der USK dort, um die BPjM beim Vorführen der Titel zu
unterstützen, da die BPjM nicht vom Anbieter vorführen lassen möchte.“ Sie führt weiter aus: „Kein Tester und kein Gutachter der USK, die ja durch die Länder benannt werden, darf in der Hard- oder Softwareindustrie beschäftigt sein. Aber zu sagen, dass sich niemand auf eine Stelle hier bewerben darf, der aus der Industrie kommt? Natürlich muss man die Leute genau unter die Lupe nehmen, aber es kann doch kein Ausschlusskriterium sein, wenn man sich mit der Materie auskennt. So redet man aber nun mal, wenn man in den Bahnen von ‚Hassindustrie’ und ‚perverse Gamesindustrie’ denkt. […] Deswegen noch mal zur Industrienähe: Dass hier niemand sitzt, der tatsächlich meint, dass man bei einem Spiel Täter ist und Menschen ermorden muss, ja, das ist unsere Absicht. Wer hier selbst in seiner Betrachtung schon Spiel und Realität nicht auseinander halten kann, sollte über das Medium auch nicht urteilen.“

Wie verkündete die USK noch in ihrer Pressemitteilung vom 22.09.06:
„Wir sehen in den Äußerungen der Herrn Prof. Pfeiffer und Herrn Innenminister Schünemann mehr als nur eine Herabwürdigung dieses zu großen Teilen ehrenamtlichen Engagements. Die Wirkung solcher auf öffentliche Aufmerksamkeit statt Sachlichkeit zielenden Politik geht aber
noch weiter: Sie bewirkt die Schwächung dessen, wofür sie vorgibt einzutreten: den Jugendschutz. Denn wieso sollten Handel, Eltern und Pädagogen einem System vertrauen und es unterstützen, das in der Öffentlichkeit als ungenügend gebrandmarkt wird? Wir hoffen, noch immer, dass die Diskussion wieder auf eine sachliche Grundlage zurück findet und sich auf die klaren rechtlichen Regelungen bezieht, anstatt vermeintliche Erkenntnisse aus Forschungsvorhaben zu ziehen, die
noch nicht einmal richtig begonnen wurden.“

Dem ist zuzustimmen. Tatsächlich ist die Frage nach der Motivation C. Pfeiffers angebracht, da eine ohnehin angedachte - offiziell von Bund und Ländern beauftrage - Evaluierung des Jugendmedienschutzes (u.a. inkl. dessen Umsetzung durch die USK) durch das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung der Universität Hamburg bereits im Oktober 2006 anlief, entgültige Ergebnisse sind bis September 2007 angedacht. Die Evaluierung durch das KfN ist also unnötig. Neben moralisch/ethischen Gründen ist das wahrscheinliche Motiv C. Pfeiffers auch der Zugang zu Forschungsgeldern, wie erstmalig Thomas Jarzombek (CDU) öffentlich spekulierte (ein Indiz dafür lieferte z.B. U. Schünemann mit seiner Forderung, explizit Kriminologen in die Personalstruktur der USK zu integrieren. Dies ist als Unterstützung C. Pfeiffers in seiner Funktion als Kriminologe zu verstehen). D.h.: Er „möchte die USK abschaffen. Oder, sagen manche, ihren Job übernehmen - und die dafür vorgesehenen Gelder gleich mit (gemeint sind hier die öffentlichen Gelder an die USK). Die Hersteller bezahlen dafür, wenn ein Spiel durch die USK geprüft wird. Jährlich werden dort so mehrere Millionen Euro umgesetzt.“ USK-Geschäftsführer Klaus Spieler griff diesen Ansatz zustimmend auf und wies zusätzlich die Ambitionen C. Pfeiffers, sowie M. Spitzers, als reaktionär zurück: „Ihm und Spitzer gehe es in Wahrheit aber nicht nur um Spiele: Sie verabscheuten die USK für ihre Schulungsprogramme für Pädagogen. Hunderttausende Kindergärtnerinnen würden von der Einrichtung im Umgang mit Computern und der Vermittlung von Medienkompetenz unterrichtet. Pfeiffer und Spitzer sei das zuwider, sagte
Spieler. Sie wollten alle Bildschirme aus Kindergärten und Schulen verbannen.“ Tatsächlich wären pauschale Herstellungs- und Verbotsforderungen kontraproduktiv für die mögliche einleitende Motivlage C. Pfeiffers, was erklären könnte, weshalb er gegen Verbote
plädiert und den Landesinnenministern stattdessen alternative Vorschläge machte.

Welche Vorschläge genau, ist unbekannt. Denkbar sind jedoch
Reformierungsvorschläge für die USK, u.a. hinsichtlich ihrer Prüfkriterien. Darüber hinaus sind (an M. Spitzer angelehnte) Forderungen denkbar, welche er zuvor äußerte: Die Schaffung von Ganztagsschulen und die
Abschaffung des Zugriffs auf Bildschirmmedien durch Heranwachsende. Als (implizite) Alternative führt er aus: „Ich war in einer Schule in Süddeutschland, dort spielen viele Schüler in einer Blaskapelle. Gleichzeitig haben viel weniger Schüler einen Computer im Zimmer.“

Oder um es kurz zu Fassen:
C. Pfeiffer hat absolut keine Ahnung von der Thematik...
Um das zu verdeutlichebn hätte auch schon sein grandioses Zitat zu WoW gereicht...
WE’RE ROLLIN’ FORWARD WITH OUR ARMOURED FRONT
NO MATTER WHAT YOU THROW OUR WAY...
┌∩┐(◣_◢)┌∩┐

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#10 Beitrag von SAL » Dienstag, 24. April 2007, 00:51

*BOAH* Vic

Ich will NIE im Leben eine Frau sein an der Du Interesse hast,
die erschiesst sich doch bei deinen Liebesbriefen
(bessergesagt Liebesbüchern) :megalol:

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#11 Beitrag von Cass3l » Dienstag, 24. April 2007, 16:35

das klingt ja wie aus ner facharbeit. ^^

stimmt aber eigentlich alles. und was ist denn sein berühmtes zitat zu wow gewesen? o.O

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#12 Beitrag von Sven » Dienstag, 24. April 2007, 18:36

Posting des Monats - eindeutig! 8)

Kann sich SAL umoperieren lassen, wie er möchte... :mrgreen:

Ehrlich gesagt warte ich derzeit einzig drauf, bis sie das Counterstrike auf seinem Computer entdecken... also zumindet in Deutschland würde sich mittlerweile kaum noch einer trauen, einen "Amoklauf" ohne Counterstrike durchzuziehen - wer seine 15 Minuten Ruhm schon mit derartigen Disziplinen einfahren möchte, wird auf die heroische Stellung mit all seinen Symboliken wohl nicht verzichten wollen... unter Counterstrike ist ja bekanntermaßen DAS Identifikationsmerkmal dafür schlechthin!

Die kurzen Theaterstücke von ihm sind allerdings Ersatz genug - alter Schwede! :(

Wenn man allerdings davon ausgeht, dass derartige Taten aus sozialen Misständen rühren (ich gebe die Hoffnung nicht auf!), sollte man vielleicht eher zurückhaltend sein, wenn man diesen Anschlag mit den deutschen Vorfällen vergleicht - faktisch dasselbe Muster, aber ich tippe mal drauf, dass es auf sozialer Ebene in den Staaten deutlich anders zugeht!

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#13 Beitrag von PaulBearer » Mittwoch, 7. November 2007, 13:37

"Man muß ja nicht für jeden Amoklauf einen neuen Thread aufmachen"

School Shooting in Finnland

Man weiß noch nix genaues, weil ich ein Idiot bin und in den 5 Monaten da oben herzlich wenig von der Sprache mitbekommen habe... auf jeden Fall:

Kurzmeldung auf ORF.AT
Bericht auf Iltalehti.fi
Youtube-Konto des Schützen (außer ich hab da einiges falsch verstanden)
Video
Noch ein Video

Mal abwarten, was in den Nachrichten kommt.
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#14 Beitrag von gesteckteziele » Mittwoch, 7. November 2007, 13:41

PaulBearer hat geschrieben: Man weiß noch nix genaues, weil ich ein Idiot bin und in den 5 Monaten da oben herzlich wenig von der Sprache mitbekommen habe... auf jeden Fall:

Also, ob du ein Idiot bist weis ich nicht ( :wink: ) aber wenn ja dann hat es sicher nix damit zu tun das es nicht geschafft hast so "nebenbei" Finnisch zu lernen... soweit ich weis ist Finnisch mit dem Japanischen(!!!) vergleichbar und eine der schwersten Sprachen der Welt.
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#15 Beitrag von PaulBearer » Mittwoch, 7. November 2007, 14:04

gesteckteziele hat geschrieben:Also, ob du ein Idiot bist weis ich nicht ( :wink: ) aber wenn ja dann hat es sicher nix damit zu tun das es nicht geschafft hast so "nebenbei" Finnisch zu lernen... soweit ich weis ist Finnisch mit dem Japanischen(!!!) vergleichbar und eine der schwersten Sprachen der Welt.
Danke, das wollte ich hören. :)
Ja, es ist unheimlich kompliziert (es gibt 15 Fälle), anscheinend am ehesten mit Ungarisch vergleichbar, und es reden eh fast alle englisch oder deutsch. Äh, zum Thema:

Englischer Bericht der Helsingin Sanomat

Edit:
What do I love / what do I like?
Existentialism, self-awareness, freedom, justice, truth, moral & political philosophy, personal & social psychology, evolution science, political incorrectness, guns, shooting, BDSM, computers, internet, aggressive electronic and industrial rock & metal music, violent movies, , FPS –computer games, sarcasm, irony, black humour, macabre artm mass & serial killer cases, natural disasters, eugenics
(Auf seiner Youtube-Seite ist ein Download-Link)
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#16 Beitrag von RipvanWinkle » Mittwoch, 7. November 2007, 14:51

Don't blame the movies I see, the music I hear, the books I read, the games I play
Deutlicher kann man's wohl nicht sagen...
"Capitalism is the unequal distribituon of wealth; socialism is the equal distribution of poverty."
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#17 Beitrag von gesteckteziele » Mittwoch, 7. November 2007, 15:02

PaulBearer hat geschrieben: Existentialism, self-awareness, freedom, justice, truth, moral & political philosophy, personal & social psychology, evolution science, political incorrectness, guns, shooting, BDSM, computers, internet, aggressive electronic and industrial rock & metal music, violent movies, , FPS –computer games, sarcasm, irony, black humour, macabre artm mass & serial killer cases, natural disasters, eugenics
ARGL!!! Warum MÜSSEN eigentlich nahezu alle Amokläufer sich für die selben Dinge interessieren wie ich??? :motz:
Da lobe ich mir doch den Kerl von der Virgina Tech, der war so ein braves Burschi...

EDIT: Hey, der Kerl lebt ja noch! Hoffentlich ist das eine Chance der Welt zu zeigen warum solche Dinge WIRKLICH passieren... wenn es nicht von den Medien ignoriert wird...
EDIT 2.: Laut derstandard.at ist die Geschichte noch am Laufen und der Täter hat sich verschanzt... na was jetzt???
Hm, der Kerl scheint einer von den Vielen zu sein die die Übermenschen-Geschichte von Nietzsche nicht ganz verstanden haben... oder er ist einfach ein knallharter Sozialdarwinist. :wink:
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#18 Beitrag von bionixxx » Mittwoch, 7. November 2007, 15:33

und wenn er es wagt sowas wie "es war so toll, fast wie in counterstrike" zu sagen, dann lege ich nen sonderurlaub ein und erwürge ihn eigenhändig...

sein youtube account is übrigens gelöscht....
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#19 Beitrag von gesteckteziele » Mittwoch, 7. November 2007, 15:52

bionixxx hat geschrieben:und wenn er es wagt sowas wie "es war so toll, fast wie in counterstrike" zu sagen, dann lege ich nen sonderurlaub ein und erwürge ihn eigenhändig...

sein youtube account is übrigens gelöscht....
Sowas braucht er gar nicht zu sagen, er hat schon Aufgrund seiner Herkunft genug Schaden angerichtet.
Das gerade sowas in einem skandinavischen Land passiert und noch dazu in Finnland, dem PISA-Sieger, ist schon schlimm genug...
...das wird sicher instrumentalisiert werden.

Ich kann die bescheuerten Schuldzuweisungen schon hören... :roll:
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#20 Beitrag von Pendel » Mittwoch, 7. November 2007, 15:57

"same procedure as every year!"

Das wird genau wieder das gleiche zur Folge haben. oh man. Können sich die Arschlöcher einfach nicht selber umbringen, so wie es verzweifelte Menschen früher auch gemacht haben? Dann würden sie Leuten, die ähnliche Interessen haben wie sie nicht das Leben so unnötig schwer machen.
Für Frieden kämpfen ist wie für Jungfräulichkeit vögeln!

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#21 Beitrag von SAL » Mittwoch, 7. November 2007, 18:47

Bei meinem nächsten Amoklauf...
da steht auf meinem T Shirt dich und FETT Blood-is-red (.de)
ihr sollt ja dann auch was von haben. ^^

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#22 Beitrag von Chainworm » Mittwoch, 7. November 2007, 20:15

Killerspiele sind schuld an sowas, dürfte das hier doch endgültig belegen:
http://www.pcgames.de/aid,620099/News/W ... n_anheuern

:roll:

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#23 Beitrag von bionixxx » Mittwoch, 7. November 2007, 20:20

Chainworm hat geschrieben:Killerspiele sind schuld an sowas, dürfte das hier doch endgültig belegen:
http://www.pcgames.de/aid,620099/News/W ... n_anheuern

:roll:
momomoment...."keine killerspiele" sind doch ganz klar der auslöser für den vorfall :wink:
ps: für meine konsolen würde ich auch morden (lassen).....bestimmt
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#24 Beitrag von PaulBearer » Mittwoch, 7. November 2007, 20:57

Ich finde es bei dem Fall wieder einmal interessant, wie sich die Nachrichtenmeldungen im Lauf der Zeit ändern - was daran liegt, daß zu Beginn keiner eine Ahnung hat, was passiert ist, aber trotzdem alle sofort berichten müssen. Am Nachmittag hieß es, 1 Tote und 4 Verletzte, dann 3 Tote, am Abend waren es schon je nach Sender 6 (ntv) oder 7 (CNN). Der Täter erst tot, dann verhaftet, dann schwer verletzt... jeder Sender, jede Webseite will der Erste sein, scheißegal, wenn niemand wirklich weiß, was läuft. Ist mir auch bei 911 aufgefallen und bei Franz Fuchs' Bombenattentat hieß es zuerst, daß sich die 4 Toten quasi aus Dummheit selber in die Luft gejagt hätten. Wenn man sowas öfter aufmerksam mitverfolgen würde, käme man wahrscheinlich bei viel mehr Nachrichten drauf, daß sich die Agenturen und Reporter sich einfach irgendwas aus den Fingern saugen...
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#25 Beitrag von DooMinator » Mittwoch, 7. November 2007, 21:10

Zeit ist Geld...

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Morgenstund hat Gold im Mund.


DESHALB saugen die sich Sachen aus den Fingern. Und die Zuschauer stürzen sich wie Geier auf jeden Brocken, den man ihnen zuwirft...
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#26 Beitrag von gesteckteziele » Mittwoch, 7. November 2007, 23:00

Hm... aus seinen youtube-Profil der Attentäters (welcher laut neuesten Meldungen vor kurzen an einen selbst verpassten Kopfschuß starb, der Feigling):
Country: Finland
Occupation: Unemployed Philosopher, Outcast
Companies: Human Race (evolved one step above though)
Interests and Hobbies: Existentialism, Freedom, Truth, Misantrophy, Social / Personality Psychology, Evolution Science, Political Incorrectness, Women, BDSM, Guns (I love you Catherine), Shooting, Computer Games, Sarcasm, Irony, Mass / Serial Killers, Macabre Art, Black Comedy, Absurdism
Hatten wir ja schon...
Movies and Shows: The Matrix, A View To A Kill, Falling Down, Natural Born Killers, Reservoir Dogs, Last Man Standing, Full Metal Jacket, Dr. Butcher MD (aka Zombie Holocaust), Saw 1-3, Lord Of War, The Deer Hunter, True Romance, The Untouchables, 28 Days Later, 28 Weeks Later, Idiocracy, They Live, Apocalypse Now, End Of Days, The Shining, The Dead Zone, Dr. Strangelove, House MD (TV), Monty Python, TV Documentaries Relating To History
Möge sich jeder selber ein Bild machen...
Music: KMFDM, Rammstein, Eisbrecher, Nine Inch Nails, Grendel, Impaled Nazarene, Macabre, Deathstars, The Prodigy, Combichrist, Godsmack, Slayer, Children Of Bodom, Alice Cooper, Sturmgeist, Suicide Commando, Hatebreed, Suffocation, Terrorizer
Ohgottohgottohgott.... Rammstein und KMFDM ist ja wohl mittlerweile ein "Must-have" für jeden Amokläufer, Suicide Commando war/ ist feiner EBM... aber Kindchen was soll den so'n Scheiss wie Deathstars oder Childern of Bodom?
Books: Fahrenheit 451 (Bradbury), 1984 (Orwell), Brave New World (Huxley), The Republic (Plato), all works of Nietzsche
Na was habe ich euch gesagt? Ein Nietzsche-Missversteher!
Fahrenheit 451 und 1984 sind natürlich wunderbar tolle Dystopien für den jungen, zornigen Mann von Welt... aber wo finde ich auf der Liste "Starship Troopers"? Naja, hat vermutlich aber eh den Film gesehen...
Das Herr LaVey fehlt ist natürlich ein bissi peinlich (ich mein, wie schaut den sowas aus). "Rationeller Satanismus" für einen rationellen Jungen man, kann doch gar nicht falsch sein... Aber vielleicht hat er sich ja an der kitschigen Optik von LaVey und seiner Church gestoßen... naja, eher nicht wenn der die Deathstars mag...

Aber wo ist Faust?
"ich bin der geist der stets verneint und das mit recht den alles was entsteht ist wert das es zugrunde geht drum besser wärs wenn nichts entstünde so ist denn alles was ihr sünde zerstörung kurz das böse nennt mein eigentliches element".... ist doch wunderbar für jeden pseudointellektuellen Revolverhelden, warum zitiert das eigentlich Niemand zu Takt der Pistolenschüsse...?

Und: Bin ich eigentlich der einzige der NIE einen Schützenverein besucht hat??? :wink:
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#27 Beitrag von DooMinator » Mittwoch, 7. November 2007, 23:07

Auch wenn's fast chon Spam ist:

Das Buch von Starship Troopers hab ich geliebt, ist viel besser als der Film...

Faust mochte ich auch, bisher konnte mich nur keiner verstehen... Naja, who cares...

Und ich war auch nie in nem Schützenverein. Ich hab mich sogar dem Bund verweigert :)
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#28 Beitrag von KT » Mittwoch, 7. November 2007, 23:23

DooMinator hat geschrieben: Das Buch von Starship Troopers hab ich geliebt, ist viel besser als der Film...
Sagen wir mal, es sei anders und mindestens genauso gut. :)
Fahrenheit 451 (Bradbury), 1984 (Orwell), Brave New World (Huxley)
Hmm.. *besorgt zum Bücherregal rüberschiel*

Aber sein Musikgeschmack war zumindestens größtenteils Scheiße. :D
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#29 Beitrag von cybdmn » Donnerstag, 8. November 2007, 08:50

gesteckteziele hat geschrieben: Aber wo ist Faust?
"ich bin der geist der stets verneint und das mit recht den alles was entsteht ist wert das es zugrunde geht drum besser wärs wenn nichts entstünde so ist denn alles was ihr sünde zerstörung kurz das böse nennt mein eigentliches element"
Oder Miltons Paradise Lost.
gesteckteziele hat geschrieben:Und: Bin ich eigentlich der einzige der NIE einen Schützenverein besucht hat??? :wink:
Nope.


Mal ehrlich, es ist sicher interessant die Person zu begreifen, auch anhand der Bücher/Filme die er mochte. Meiner Meinung nach wird jedoch daraus immer der falsch Schluss gezogen. Wird hier nicht Ursache und Wirkung verwechselt?
Ist es nicht viel denkbarer dass Leute die sozial isoliert sind sich gezielt diese Werke aussuchen weil sie darin Aussagen finden die sie zu sich passend empfinden?
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#30 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 8. November 2007, 13:28

cybdmn hat geschrieben: Mal ehrlich, es ist sicher interessant die Person zu begreifen, auch anhand der Bücher/Filme die er mochte. Meiner Meinung nach wird jedoch daraus immer der falsch Schluss gezogen. Wird hier nicht Ursache und Wirkung verwechselt?
Ist es nicht viel denkbarer dass Leute die sozial isoliert sind sich gezielt diese Werke aussuchen weil sie darin Aussagen finden die sie zu sich passend empfinden?
Natürlich ist es so wie du sagst... und ich denke WIR wissen das alle hier!

Aber die Medien, die Politik...?
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#31 Beitrag von SAL » Donnerstag, 8. November 2007, 17:54

Movies and Shows: The Matrix, A View To A Kill, Falling Down, Natural Born Killers, Reservoir Dogs, Last Man Standing, Full Metal Jacket, Dr. Butcher MD (aka Zombie Holocaust), Saw 1-3, Lord Of War, The Deer Hunter, True Romance, The Untouchables, 28 Days Later, 28 Weeks Later, Idiocracy, They Live, Apocalypse Now, End Of Days, The Shining, The Dead Zone, Dr. Strangelove, House MD (TV), Monty Python, TV Documentaries Relating To History
Ich mag Monty Python überhaupt nicht...
Ansonsten halt die üblichen Filme, nix besonderes.
WENN man am Filmgeschmack erkennen könnte wer Massenmörder ist,
oh shit, ich würde nie wieder das Tageslicht sehen. :/
Music: KMFDM, Rammstein, Eisbrecher, Nine Inch Nails, Grendel, Impaled Nazarene, Macabre, Deathstars, The Prodigy, Combichrist, Godsmack, Slayer, Children Of Bodom, Alice Cooper, Sturmgeist, Suicide Commando, Hatebreed, Suffocation, Terrorizer
Kenn nicht alle Bands, will ich auch nicht ...
Bind, Torture, Kill ... ^^
Books: Fahrenheit 451 (Bradbury), 1984 (Orwell), Brave New World (Huxley), The Republic (Plato), all works of Nietzsche
*zündel*
gesteckteziele hat geschrieben: Und: Bin ich eigentlich der einzige der NIE einen Schützenverein besucht hat??? :wink:
Meinst Du jetzt einen realen oder virtuellen? :lol:
Aber ich war auch noch nie bei sowas und will es auch nicht.
DooMinator hat geschrieben: Und ich war auch nie in nem Schützenverein. Ich hab mich sogar dem Bund verweigert :)
me2
KT hat geschrieben: Hmm.. *besorgt zum Bücherregal rüberschiel*
*homeland security anruf*
KT hat geschrieben: Aber sein Musikgeschmack war zumindestens größtenteils Scheiße. :D
Jup, einer weniger der sone Scheisse hört ^^
Warum laufen nicht endlich mal die ganzen Rentner Amok?
Bei der "Musik"? ...^^

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#32 Beitrag von Monty Python » Donnerstag, 8. November 2007, 18:33

-SAL- hat geschrieben: Ich mag Monty Python überhaupt nicht...
Frechheit!! :motz: ........................... Dann mag ich Dich auch nicht! :evil:








*hust* :mrgreen:

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#33 Beitrag von PaulBearer » Donnerstag, 8. November 2007, 22:39

-SAL- hat geschrieben:Ich mag Monty Python überhaupt nicht...
Er hat JEHOVA gesagt! :lol:

Auf "Welt Online" ist ein ganz interessanter Bericht, der sich auch gegen Medienzensur ausspricht:
Wir alle tragen "Sturmgeist89" in uns

Hmm, das T-Shirt, das er auf den Fotos anhatte - "Humanity is overrated" - der Spruch stammt von Dr. House!?
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#34 Beitrag von KT » Donnerstag, 8. November 2007, 22:57

PaulBearer hat geschrieben: Hmm, das T-Shirt, das er auf den Fotos anhatte - "Humanity is overrated" - der Spruch stammt von Dr. House!?
Zumindest afair AUCH von ihm, ja. "Menschlichkeit wird überbewertet" in der deutschen Fassung, wenn ich mich recht entsinne.
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#35 Beitrag von Jim » Donnerstag, 8. November 2007, 23:08

Im Internet sind ja nun schon die ersten "Tabellen" zum Vergleich mit dem letzten Amokläufer (dieser Asiate) und den zwei Kerlen von Columbine aufgetaucht wo der Finne u.A. "Final Boss Bonus" kriegt weil er den Rektor erschossen hat. Nennt mich ein morbides Arschloch, aber ich hab gelacht.

Ich denke damit ist meine Meinung zum Thema auch klar, die verhält sich nämlich wie bei der Maddy Sache. Tragisch ja, aber was solls? Die Welt dreht sich noch, sie wird sich auch Morgen noch drehen und Morgen werden irgendwo Menschen vor derselben Bedrohung stehen - darüber schreibt aber wohl so gut wie niemand. Wenn ich PEch habe zieht jemand Morgen an meiner Schule die gleiche Nummer ab, aber was soll ich machen? Wenn soweit kommt werd ich zusehen das ich meine Haut teuer verkaufe, aber wirklich rechnen tu ich damit nicht.
Jeder muss für sich entscheiden wie er die Sache aufnimmt. Für mich ists eine weitere "tragische Nachricht" an einem weiteren "dunklen Tag in der Geschichte" - kurz, ein Tag wie jeder andere. Das Menschen sich gegenseitig umbringen gehört zum Kreislauf der Menschheit, dadurch das spezielle Fälle nun von den Medien schön hoch gejubelt werden ändert daran nichts.
"Bis heute warte ich auf das Ende,
ich fürcht es wird noch dauern lang
und wage kaum daran zu glauben -
ein End von Hasses freiem Gang"

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#36 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 8. November 2007, 23:26

Jim hat geschrieben: Jeder muss für sich entscheiden wie er die Sache aufnimmt. Für mich ists eine weitere "tragische Nachricht" an einem weiteren "dunklen Tag in der Geschichte" - kurz, ein Tag wie jeder andere. Das Menschen sich gegenseitig umbringen gehört zum Kreislauf der Menschheit, dadurch das spezielle Fälle nun von den Medien schön hoch gejubelt werden ändert daran nichts.
Naja, im globalen Vergleich ist diese Geschichte natürlich ein Furz, da hast du recht....

Aber die Parallelen bei den einzelnen Amokläufern sind doch erstaunlich...
...es gibt offensichtlich einen Haufen junger, zorniger, nachdenklicher Männer die kein Sprachrohr haben, denen niemand eine Perspektive bieten kann.
In den Medien werden die Leute dann als "verwirrt" bezeichnet...
...aber ist es ihre Schuld? Selbst ich kann in der heutigen Gesellschaft noch jeden Tag hunderte Dinge sehen die mich zum Kotzen bringen, noch heute trage ich manchmal eine furchtbare Wut in mir Angesichts der Dummheit, der Ungerechtigkeit und der Leere in der Welt...
...wenn ich nur ein bisschen eine andere Persönlichkeitsstruktur hätte wäre ich vielleicht früher auch in den Freitod gegangen... oder wäre eben auch ein Amokläufer geworden. (Heute bin ich zu alt und zu faul für sowas. :wink: Außerdem war habe ich wohl doch eine Kleinigkeit mehr Hirn als unser schiesswütigen Freunde.)

Aber hey, lasst uns nicht über die Gesellschaft nachdenken... tun wir lieber weiter Symptome bekämpfen...
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#37 Beitrag von cybdmn » Freitag, 9. November 2007, 09:03

KT hat geschrieben:Zumindest afair AUCH von ihm, ja. "Menschlichkeit wird überbewertet" in der deutschen Fassung, wenn ich mich recht entsinne.
Menschlichkeit/Menschheit.
gesteckteziele hat geschrieben: Naja, im globalen Vergleich ist diese Geschichte natürlich ein Furz, da hast du recht....

Aber die Parallelen bei den einzelnen Amokläufern sind doch erstaunlich...
...es gibt offensichtlich einen Haufen junger, zorniger, nachdenklicher Männer die kein Sprachrohr haben, denen niemand eine Perspektive bieten kann.
In den Medien werden die Leute dann als "verwirrt" bezeichnet...
...aber ist es ihre Schuld? Selbst ich kann in der heutigen Gesellschaft noch jeden Tag hunderte Dinge sehen die mich zum Kotzen bringen, noch heute trage ich manchmal eine furchtbare Wut in mir Angesichts der Dummheit, der Ungerechtigkeit und der Leere in der Welt...
...wenn ich nur ein bisschen eine andere Persönlichkeitsstruktur hätte wäre ich vielleicht früher auch in den Freitod gegangen... oder wäre eben auch ein Amokläufer geworden. (Heute bin ich zu alt und zu faul für sowas. :wink: Außerdem war habe ich wohl doch eine Kleinigkeit mehr Hirn als unser schiesswütigen Freunde.)

Aber hey, lasst uns nicht über die Gesellschaft nachdenken... tun wir lieber weiter Symptome bekämpfen...
Mein Reden.
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#38 Beitrag von gesteckteziele » Dienstag, 13. November 2007, 17:51

Tja, da kündigt sich ja schon der nächste Amoklauf an, diesmal in Österreich! :wink:

"Mein Sohn wird die Schule nicht ausrotten!"

Bitte unbedingt auf den Beruf des Papas achten!!!
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#39 Beitrag von DooMinator » Dienstag, 13. November 2007, 18:28

Ich kann einfach nicht verstehen, warum man das Ganze derart aufbauscht. Gut, Menschen sterben. Das tun sie ständig. Einer pro Sekunde.

Ich sehe keinen Unterschied, ob ein Kind an schwerer Krankheit stirbt, an einem Schuss oder durch nen Unfall - in jedem Falle ist jemand tot und trauernde Hinterbliebene sind sicher wie das Amen in der Kirche. Aber darum kümmert sich im Normalfall kein Aas.

Es mag klischeehaft klingen, jetzt mit dem Finger in Richtung hungernde Kinder in Afrika zu deuten. Aber wer kümmert sich um die? Statt dessen kommt es einfach drauf an, in der richtigen Kiste gesetzt zu werden.
* Kiste 1: Kücken zum Streicheln und Liebhaben 2.50€
* Kiste 2: Kücken (Haifischfutter) 2€

.
.
.

:roll:



Und die von Cyb angesprochene Tatsache, dass nicht die Spiele / Filme /Whatever den Täter zum blutgeilen Wichser gemacht haben, sondern er es eben schon war und DESHALB auf diese Medien zurückgreift, muss denk ich nicht groß diskutiert werden.


Ich kann den ganzen Scheiß einfach nicht mehr hören. :roll:
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#40 Beitrag von cybdmn » Dienstag, 13. November 2007, 18:33

Ihr Ösis solltet eure Psychopathen endlich mal wegsperren. Und nein, rauswerfen bringt auch nichts, der letzte den ihr zu uns abgeschoben habt hat uns nur Ärger gemacht. :lol:

Übrigens, den lese ich erst jetzt:
-SAL- hat geschrieben:Bei meinem nächsten Amoklauf...
da steht auf meinem T Shirt dich und FETT Blood-is-red (.de)
ihr sollt ja dann auch was von haben. ^^
Du bekommst demnächst Post von meinem Anwalt, du musst nur die Unterlassungserklärung unterschreiben und die geringe Gebühr von 5800€ bezahlen dann ist alles wieder im Lot. :P
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#41 Beitrag von Vicarocha » Dienstag, 13. November 2007, 18:54

Und die von Cyb angesprochene Tatsache, dass nicht die Spiele / Filme /Whatever den Täter zum blutgeilen Wichser gemacht haben, sondern er es eben schon war und DESHALB auf diese Medien zurückgreift, muss denk ich nicht groß diskutiert werden.
Naja, so klar ist der letzte Teil gar nicht:
Ob der Täter auf diese Medien zurückgreift, weil er schon ein "blutgeiler Wichser" war oder es aus gänzlich anderen Gründen tat, ist durchaus diskutabel. Es gibt weitaus mehr Gründe als denjenigen, ein "blutgeiler Wichser" zu sein, um auf diese Medien zurückzugreifen, dass ist ein Phänomen, dass überhaupt nicht in irgendeinem Zusammenhang mit einer "Blutgeilheit" (um es salopp zu formulieren) stehen muss. Genausogut kann er ganz andere Aspekte an diesen Medien geschätzt haben, eben diese Aspekte, die auch quasi alle anderen schätzen, auf die eine Definition als "blutgeiler Wichser" nicht zutrifft (das nehme ich sogar ausdrücklich an). Wenn man beauptet, jemand greift auf diese Medien zurück, weil er ein "blutgeiler Wichser" ist, impliziert mindestens eine gewisse Stimulanzwirkung der entsprechenden Medien, die aber ebenfalls nicht bestätigt ist (selbst Theorien, dass durch medieninhalte zumindest schon vorhandene Einstellungen bestätigt und bekräftigt werden sind kritisch zu bewerten).

Außerdem sehe ich dabei ein anderes Problem...
Die massenmediale berichterstattung tendiert dazu, wenn sie dieses Argument adaptiert, einen pauschalen Umkehrschluss zu ziehen, der natürlich wissenschaftlicher Dummfug ist, aber trotzdem durchaus populär ist und dem weitverbreiteten vorwissenschaftlichem Denken der Bevölkerung Rechnung trägt (tadaaa, in der Kurzform): "Blutgeile Wichser" greifen auf entsprechende Medien zurück, ergo sind all diejenigen, die auf diese Medien zurückgreifen, "blutgeile Wichser".
Auch deshalb sollte man hier differenzierter argumentieren, wenngleich es tatsächlich zumindest Indizien dafür gibt, dass entsprechen aggressiv prädispositionierte, resp. gewaltbereite bzw. Gewalt beführwortende oder durch Gewalt/Aggression real (positiv) tangierte Individuen zu diesen Medien tendieren (das ist jedoch nichts, was empirisch einwandfrei begründ- bzw. belegbar wäre)... die Medien verzerren das dann aber wie gesagt wieder dahingehend, dass alleine schon Besitz und spielen entsprechener Spiele ein Warnhinweis seien...
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#42 Beitrag von gesteckteziele » Dienstag, 13. November 2007, 19:07

DooMinator hat geschrieben:Ich kann einfach nicht verstehen, warum man das Ganze derart aufbauscht. Gut, Menschen sterben. Das tun sie ständig. Einer pro Sekunde.

Ich sehe keinen Unterschied, ob ein Kind an schwerer Krankheit stirbt, an einem Schuss oder durch nen Unfall - in jedem Falle ist jemand tot und trauernde Hinterbliebene sind sicher wie das Amen in der Kirche. Aber darum kümmert sich im Normalfall kein Aas.

Es mag klischeehaft klingen, jetzt mit dem Finger in Richtung hungernde Kinder in Afrika zu deuten. Aber wer kümmert sich um die? Statt dessen kommt es einfach drauf an, in der richtigen Kiste gesetzt zu werden.
* Kiste 1: Kücken zum Streicheln und Liebhaben 2.50€
* Kiste 2: Kücken (Haifischfutter) 2€
Das ist alles schön nihilistisch und so... aber da gibt es sehr wohl einen Unterschied.

Sicher, es gibt sehr viel schlimmere (und theoretisch ebenso vermeidbare) Umstände unter denen Menschen sterben. Und?
Es gibt ja kein Ranking das von oben nach unten abgearbeitet werden muss...so ala: 1.) Welthunger 2.) Krieg 3.) AIDS ....... 476.) Amokläufer (und erst wenn das eine "beseitigt" wurde widmet sich die Welt dem nächsten!) :roll:
Würdest du einen Mörder etwas nicht verfolgen nur weil es andere gibt die MEHR umgebracht haben? Vielleicht ein blödes Beispiel, aber es kommt nicht immer auf die Quantität der Opfer an, sondern auch auf Fragen wie: "War es vermeidbar?", "Hätten wir im unseren UNMITTELBAREN Umfeld etwas tun können?".
Du kreidest sicher zu Recht die Ignoranz der Menschen gegenüber "ungeilen" Katastrophen an, aber ich halte es für falsch deswegen so Dinge wie Amokläufe einfach untern Tisch zu kehren.

Außerdem: Ich denke nicht das es für Angehörige egal ist ob ihr Kind z.B. an Krebs stirbt oder von irgendjemanden (egal ob Amokläufer oder nur Verbrecher) umgebracht wird... klar, die faktische Realität ist die selbe (Kind ist tot) allerdings ist es schwerer zu verkraften wenn man einen Menschen aus grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz verloren hat.

Genauso macht es für die Gesellschaft einen Unterschied... der Vergleich "Verhindern von tödlichen genetischen Krankheiten bei Kindern" und "Verhindern von Amokläufen aufgrund von sozialer Isolation, verkannten psychischen Störungen und mangelhafter Betreuung" zeigt eindeutig das es unendlich leichter & schneller ist Letztgenanntes zu verhindern...
...sofern man sich auf eine ehrliche Diskussion über soziale Konfliktsituationen einlässt und nicht reflexartig nach populistischen Maßnahmen schreit.

Wir sollten uns nicht alle abstufen lassen und ein Thema generell mit Gleichgültigkeit behandeln, nur weil es in der allgemeinen (tatsächlichen) politischen und medialen Diskussion mit den selben, immer wiederkehrenden Klischees (böse Videospiele, böse Musik, böses Internet), abgefertig wird.
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#43 Beitrag von DooMinator » Dienstag, 13. November 2007, 19:35

@ Vic:

Ich hab nur gesagt, wenn ein Auto keinen Benzin mehr hat, bleibts stehen.
Daraus zu entnehmen: "Jedes Auto, dass stehen bleibt, hat keinen Benzin mehr", ist in meinen Augen nicht das Gleiche.

Und zu Teil 1: Warum "impliziere [ich] mindestens eine gewisse Stimulanzwirkung der entsprechenden Medien"? Ich halte das auch für nen Umkehrschluss, den man so nicht ziehen kann. Ich spiele auch gern Egoshooter, deswegen steh ich aber nicht auf Gewalt. Ich seh kaum Horrorfilme, ich nutze im realen Leben keine Gewalt (gut, mein Sandsack, aber der nimmt's hin...) und ich werde von ihr in keinster Weise angezogen. Ich spiele, weil mir das Konzept gut gefällt, und weil ich WEIß, ich tu nix reales. Für mich ist das nicht anders, als im Schach ne Figur vom Feld zu nehmen. Das es anders animiert wird, ist für mich dabei unbeachtlich. Ich hab Spiele, da rollen Köpfe, in anderen gibts kein Blut und im dritten verschwinden sie mit einem *puff* und nem Kommentar wie "Willie entschläft". Für mich macht's keinen Unterschied, ich kann mit allen 3en gleich viel Spaß haben...

@ gesteckteziele

Was die Gesellschaft darin sieht, mag die eine Sache sein. Aber sollte MICH ein Amoklauf an einer Schule mehr interessieren, als Krankheit, die binnen einer Woche nen Dorf "ausräumt"?

PERSÖNLICH ist niemand von uns davon betroffen. Also warum bauscht man gerade diese Arten der Tötung so auf, und von den 80 toten Zivilisten im Irak jeden Tag wird kein Wort geredet? Wenn, dann wird die Zahl toter Soldaten genannt...


Ich wollt auch weder ein Ranking aufstellen noch sagen, dass mir solche Sachen egal sind. Ich kann's nur wie gesagt einfach nicht mehr hören. Vor allem an den "Tagen danach" kannst du nicht in der Schule "Wasserpistole" sagen, ohne dass die netten Herren in blau dich abführen. Ist ne Weile nix passiert, kann jemand mit nem M16 in der Umkleide vom Sportunterricht rumfuchteln und kein Schwanz will's wissen. Ja ich weiß, ist etwas überspitzt, war so gedacht...



Ihr lest zuviel zwischen meinen Zeilen :)
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#44 Beitrag von zombie-flesheater » Dienstag, 13. November 2007, 20:21

Bei einem Grossteil der Amoklaeufer duerfte sich auch noch Brot im Magen finden lassen -> Verbietet endlich das verdammte Brot!

Es ist nun mal so, dass es in der Natur des Menschen liegt, sich gerne schocken zu lassen bzw. sich gerne unterhalten zu lassen - insbesondere dann (dafuer ist dann unser Gewissen verantwortlich) wenn dabei niemand zu Schaden kommt. Ich wage zu bezweifeln, dass jemand, der Manhunt 2 bereits mehrfach durchgespielt hat, auch mehrfach eine Dokumentation ueber z. B. Tier(massen-)schlachtung ansehen wuerde, geschweige denn dabei auch nur Ansatzweise einen Nervenkitzen zu verspueren. Gewalt & Blut appelliert eben an die niedrigen Instinkte, darum gibt es auch nach einem Autounfall genug Trottel, die unbedingt einen Blick darauf werfen wollen (was moralisch definitiv verwerflicher ist, als Virtuell zum Massenmoerder zu werden). Dass diese Faszination bei jedem mehr oder weniger gross ausgepraegt ist, traegt als logische Konsequenz zur Folge, dass Amoklaeufer auch das eine oder andere "Killerspiel" oder den einen oder anderen "Gewaltfilm" besitzen - so wie es auch bei geschaetzten 80% der restlichen Gleichaltrigen der Fall sein wird. Nur da ist ja (noch) nichts passiert, also interessiert es auch niemanden. Die einseitige Berichterstattung in den Medien verschlimmert das Ganze dann noch zusaetzlich. Zum Einen werden auch noch "Unschuldige" (nicht-amoklaufende Gamer) verunglimpft und sonstwie bezeichnet, zum Anderen dient die Information ueber die Existenz so genannter Amoklaeufer bei einem ohnehin geistig verwirrten Individuum wohl auch noch als Motivation dazu, selber einen Amoklauf zu starten. Ich moechte nicht wissen, wie viele Amoklaeufer irgendwann mal eine Art Identifikationsfigur in einem vorhergehenden Amoklaeufer gesehen haben (Einzelgaenger/Aussenseiter, gleiche Film-, Spiel-, und Musikinteressen - dies Alles ist ja bereits so stark verallgemeinert, dass es auf fast jeden zutreffen koennte, nahezu jeder also Verstaendnis fuer die Situation - ggfs. natuerlich NICHT mit der Tat selbst! - des Amoklaeufers aufbringen kann) und eben gerade deswegen die (falschen) Konsequenzen ziehen und ebenfalls Amok laufen, evtl. mit dem Ziel, eine neue "High Score" zu erlangen -> Wenn ich sonst schon nichts zu Stande bringe (weil man mich nicht laesst, nicht weil ich nicht kann), dann komme ich halt wenigstens ins Fernsehen (welches ohnehin einen viel zu hohen gesellschaftlichen Stellenwert einnimmt).
Ich stimme dem auch vollkommen zu, dass die Medien zu viel Augenmerk auf derartige "Einzeltragoedien" werfen - selbst bei einem Amoklauf pro Woche in jedem Land wuerde die Zahl der Toten nicht einmal annaehernd an die Zahl der Verkehrstoten hinkommen. Statistisch nuechtern betrachtet, natuerlich. Fuer den Betroffenen mag der Verlust eines Angehoerigen durch einen Amoklauf wohl noch tragischer sein, da man so etwas - im Gegensatz zu einem Verkehrsunfall - bisher noch nicht so als die Realitaet akzeptiert hat, bzw. man sich damit weniger abfinden kann, wie mit einer natuerlicheren Todesursache. Das wissen die Medien natuerlich auch, und pushen bewusst derartige "Einzelschicksale" (ohne niemanden zu nahe treten zu wollen, fuer einen Aussenstehenden ist es halt nicht mehr) auf das Level einer globalen Katastrophe.

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#45 Beitrag von SAL » Dienstag, 13. November 2007, 20:59

cybdmn hat geschrieben:
-SAL- hat geschrieben:blablabla...
Du bekommst demnächst Post von meinem Anwalt, du musst nur die Unterlassungserklärung unterschreiben und die geringe Gebühr von 5800€ bezahlen dann ist alles wieder im Lot. :P
Menno Cyb, ich hatte viele lustige böse Sprüche mir für die Anwort überlegt aber nicht DEN richtigen gefunden, also bekommst eben alle ...
:lol:

"Wer sagt das Du nicht auf der Liste stehst?"
"Will da jemand seine Platzierung in meiner AmoklaufChartliste verbessern/hochpushen?"
"Das T-Shirt wirst Du auch sehen, als letztes im Leben..."
"Wer sagt denn das Du nicht ganz oben in der Liste stehst?"
"*2 Leute mehr in die Liste setz*"

Nanana, ist ja nur Spaß ...
(wehe ich bekomm nen Brief!)
DooMinator hat geschrieben: @ gesteckteziele

Was die Gesellschaft darin sieht, mag die eine Sache sein. Aber sollte MICH ein Amoklauf an einer Schule mehr interessieren, als Krankheit, die binnen einer Woche nen Dorf "ausräumt"?

PERSÖNLICH ist niemand von uns davon betroffen. Also warum bauscht man gerade diese Arten der Tötung so auf, und von den 80 toten Zivilisten im Irak jeden Tag wird kein Wort geredet? Wenn, dann wird die Zahl toter Soldaten genannt...
Das ist ja gerade die Verarsche daran...

Wenn man zählt das einer dieser Amokläufer innerhalb von sagen wir mal 7 Stunden gerade mal 10 Menschen tötete ist das schon echt mies.
Denn wenn aller 8 sekunden ein Mensch stirbt, rechnet selber.

Mal was interessantes am Rand,
wegen Cybs Beitrag da fällt mir nochwas ein ... was lustiges ...^^

Die ganzen Amokläufer haben ja auch Sachen getragen,
(Jacke,Hose,Shirt usw.) warum verklagen die Hersteller dieser Sachen
nicht die Hinterbliebenen, da ihre Produkte jetzt in einem schlechten Licht da stehen, die haben dadurch nur Umsatzeinbußen also verklagt
man die Hinterbliebenen wegen Rufmord/Geschäftsschädigung.^^
Also ich würde wenn ich ne Klamottenfirma wäre zukünftige Amokläufer mit Sachen der Konkurrenz ausstatten und so meinen Konkurrenten
vom Markt drängen da ja keiner mehr Sachen von Firmen kaufen will
womit Amokläufer sich kleiden. (Oh Gott bin ich bööööse ^^)

Oder warum verklagen die Waffenhersteller nicht die Hinterbliebenen?
:lol:

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#46 Beitrag von cybdmn » Dienstag, 13. November 2007, 22:34

DooMinator hat geschrieben: PERSÖNLICH ist niemand von uns davon betroffen. Also warum bauscht man gerade diese Arten der Tötung so auf, und von den 80 toten Zivilisten im Irak jeden Tag wird kein Wort geredet? Wenn, dann wird die Zahl toter Soldaten genannt...
Das ist was die Medien daraus machen, bzw. was die Medienkonsumenten erwarten. Ich sehe da durchaus Parallelen.
Ein Beispiel: Wer waren die Toten in Erfurt? Was machten sie? Wie lebten sie?
Und wer ist "Steini"? Was machte er? Wie lebte er?

Der Leser/Betrachter erwartet Nervenkitzel also bekommt er ihn. So einfach ist das.
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#47 Beitrag von DooMinator » Dienstag, 13. November 2007, 22:39

Ich zitiere mich mal selbst, wenn ich so frei sein darf.
DooMinator hat geschrieben:Zeit ist Geld...

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Morgenstund hat Gold im Mund.


DESHALB saugen die sich Sachen aus den Fingern. Und die Zuschauer stürzen sich wie Geier auf jeden Brocken, den man ihnen zuwirft...
Das was du sagst, ist ja genau der Punkt. An sowas wird sich aufgegeilt. Weil der Zuschauer eben den Nervenkitzel will. Und deswegen kriegt er ihn. Sex sells ist halt nur die halbe Wahrheit. Und leider kann man heute mal mit dem Bild von den hingerichteten Söhne Sadams mehr Zuschauer an sich ziehen als mit allen positiven Meldungen zusammen. Leider.
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#48 Beitrag von gesteckteziele » Dienstag, 13. November 2007, 22:42

DooMinator hat geschrieben: PERSÖNLICH ist niemand von uns davon betroffen. Also warum bauscht man gerade diese Arten der Tötung so auf, und von den 80 toten Zivilisten im Irak jeden Tag wird kein Wort geredet? Wenn, dann wird die Zahl toter Soldaten genannt...
Ganz einfach: Für uns ALLE ist die Gefahr durch einen Amokläufer (und damit meine ich jetzt nicht nur School-Shooter, sondern auch frustrierte Pensionisten mit Jagdgewehr, etc.) realer, als durch eine terroristische Autobombe zerfetzt zu werden!
(Obwohl in der letzten Zeit die terroristische Gefahr, Finnland hin oder her, natürlich medialer und politisch eher ausgeschlachtet wird...)

Es ist in unser aller Interesse das das Phänomen der School-Shootings soziologisch und psychologisch erforscht wird... d.h. zumindest mir liegt etwas daran, ich bin ja selbst Vater.
Der Suizid, jeder Verzweiflungstat mit Gefährdung Unschuldiger KÖNNTE verhindert werden, sofern man sich eben mit den tatsächlichen Gründen
auseinander setzt.

Aber während der Leistungsdruck, das Mobbing an den Schulen und die allgemeine Egomanie weiter um sich greift und die Menschen zerfrisst, wird eben auf persönliche Interessen der Täter herum gehackt... und genau deswegen müssen wir die Diskussion rund um solche Ereignisse genau verfolgen: Wir hier nur billiger, politischer Stimmenfang betrieben (Scheiss Killerspiele!), oder versuchen die Verantwortlichen TATSÄCHLICH Strukturen zu schaffen die verhindern das Menschen so weit abdriften?
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#49 Beitrag von DooMinator » Dienstag, 13. November 2007, 22:52

OK, aber wo liegt die Präventionswirkung, wenn man sich nur mit der Tat beschäftigt und diese auschlachtet, bis jeder Fetzen tausendmal gekaut ist?

Wenn man sich dann Gedanken machen würde, von wegen "Warum beging er seine Tat?", oder "Wie kann man MENSCHEN WIE IHM [und davon gibts sicher Massen auf der Welt...] helfen?"... Aber nein, das geschieht eben nicht. Und wenn, dann nur mit der gleichen blutverschmierten Schnauze, die auch schon in den Eingeweiden rumgewühlt hat...

Für mich ist die Gefahr, auch einen Terroranschlag zu treffen genauso groß wie das jemand Amok läuft. Es reicht 1 krankes, abgefucktes Hirn und etwas passiert. Person A schießt wahllos auf Leute, Person B sprengt sich und andere in die Luft. Bei beiden könnte ich zu den Opfern gehören.
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#50 Beitrag von Vicarocha » Mittwoch, 14. November 2007, 03:45

DooMinator hat geschrieben:@ Vic:

Ich hab nur gesagt, wenn ein Auto keinen Benzin mehr hat, bleibts stehen.
Daraus zu entnehmen: "Jedes Auto, dass stehen bleibt, hat keinen Benzin mehr", ist in meinen Augen nicht das Gleiche.

Und zu Teil 1: Warum "impliziere [ich] mindestens eine gewisse Stimulanzwirkung der entsprechenden Medien"? Ich halte das auch für nen Umkehrschluss, den man so nicht ziehen kann. Ich spiele auch gern Egoshooter, deswegen steh ich aber nicht auf Gewalt. Ich seh kaum Horrorfilme, ich nutze im realen Leben keine Gewalt (gut, mein Sandsack, aber der nimmt's hin...) und ich werde von ihr in keinster Weise angezogen. Ich spiele, weil mir das Konzept gut gefällt, und weil ich WEIß, ich tu nix reales. Für mich ist das nicht anders, als im Schach ne Figur vom Feld zu nehmen. Das es anders animiert wird, ist für mich dabei unbeachtlich. Ich hab Spiele, da rollen Köpfe, in anderen gibts kein Blut und im dritten verschwinden sie mit einem *puff* und nem Kommentar wie "Willie entschläft". Für mich macht's keinen Unterschied, ich kann mit allen 3en gleich viel Spaß haben...
Naaa, du hast da etwas falsch verstanden :)...
Ich habe mich explizit nicht auf dich bezogen, sondern auf die "massenmediale Berichterstattung"! D.h.: Wenn derartige Argumente von den Massenmediem (bzw. in "massenmedialer Berichterstattung" o.ä.) rezitiert werden, also z.B. das Argument, dass solche Täter auf entsprechende Medien zurückgreifen und dies nur deshalb, weil sie "kranke Wichser" sind, dass die Massenmedien dies dann in so einer Form präsentieren, dass sie den Umkehrschluss, also dass ausschließlich "kranke Wichser" auf entsprechende Medien zurückgreifen, als plausibel und inhaltlich äquivalent deklarieren.

Ich habe auch explizit festgestellt, dass dieser Umkehrschluss natürlich absolut absurd ist, aber er wird de facto in den massenmedien und von ohnehin bestenfalls kritischen (d.h. ahnungslosen) Individuen in vorwissenschaftlicher Art und Weise, auf Meinungsbasis vollzogen (wie unzählige Beispiele von Berichterstattungen bezeugen, die sowohl medien-, als auch rezipientenkritisch sind), aber als Fakt verkauft... und er funktioniert offenbar. ich muss mich nahezu täglich bei meiner Recherchearbeit durch sollche "Berichte" quälen.........

Ich habe dir also keineswegs unterstellt, du würdest diesen Umkehrschluss ziehen, dazu hätte ich ja gar keine Veranlassung gehabt und auch rein spekulativ habe ich das von daher ausgeschlossen (anders: Warum sollte ich dich für so einen Deppen halten, der so einen Dummfug glaubt?).

Anders: Ich behaupte nur, dass die Täter die entsprechenden Medien auch nicht zwangsläufig anders rezipieren als du (das für dich darstellst). Und ich mahne an, dass man gerade in dieser Debatte, in diesem Lande sehr bedacht sein muss, was man äußert, ohne dass jemand einem daraus einen Strick drehen könnte (resp. das Wort im Munde herumdrehen) u./o. das es der gleichen Problematik anheimfällt, wie die vorwissenschaftliche Argumentation der Alltagslogik und der darauf (oftmals) basierenden Massenmedien. Man liefert den Massenmedien nur unnötig Munition...

Ich unterstelle dir also diesen Dummfug ganz und gar nicht, sehe deine Äußerungen aber auch weniger eng, als man meinen kann, sondern eher als ein Zeichen von Aufregung, der man sich aber z.B. außerhalb dieses Forums in z.B. einer Debatte mit oben erwähnten Ahnungslosen nicht ergeben sollte (auch wenn es schwer fällt... mich packt auch dauernd die Wut der Verzweiflung... oder noch eher die Wut angesichts dieser massiven Dummheit der bestenfalls Ahnungslosen).

BTW: Die Stimulanzwirkung (o.ä.) impliziert man bereits durch die Meinung/Behauptung, solche Täter würden auf entsprechende Medien zurückgreifen, weil sie "blutgeile Wichser" sind, hier wird eine Kausalkette postuliert ;-), nach dem Schema: "Blutgeilheit" --> Rückgriff auf entsprechende Medien.

Ich hoffe, jetzt ist es kristallklar hehe...

P.S.: Mystic Quest rulez! 8)
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