Der offizielle Literatur-Thread

Hier kann, darf und soll der Gesprächsbedarf gedeckt werden, der in allen anderen Foren nicht berücksichtigt wird - von Musik über Filme bis zum Alltäglichen eben. Gegen nicht immer ganz ernst gemeinte Beiträge ist in diesem Forum nichts einzuwenden, völlig inhaltslose Threads müssen trotzdem nicht sein!
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DooMinator
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Der offizielle Literatur-Thread

#1 Beitrag von DooMinator » Mittwoch, 29. April 2009, 21:36

Hi!
Es wird sicher noch mehr Leute hier im Forum geben, die hin und wieder mal zu einem Buch greifen... Was habt ihr zuletzt gelesen?

Ich fang mal an...

K. Mann "Mephisto"
Da braucht man sicher nicht viel dazu zu sagen. Ein absoluter Klassiker und in meinen Augen sein bestes Buch. Liest sich vielleicht nicht für alle sehr spannend, aber wenn man sich eingelesen hat, wird man es definitv zuende lesen.

Richard A. Clarke "Against all enemies"
Handelt von Amerikas Krieg gegen den Terror. Clarke arbeitete für Bush Senior, Clinton und Bush Junior, daher stammen die Erzählungen nicht nur aus einer Epoche und das Buch ist deutlich neutraler als z.B Michael Moore, aber dennoch alles andere als Kuschelkurs. Wer sich thematisch für sowas interessiert, sollte das Buch lesen...

Thomas Thiemeyer "Magma"
Ein thematisch zwischen Geologie und Akte X angesiedelter Thriller. Fängt gigantisch an, lässt aber leider am Ende rapide nach... Daher nur bedingt Empfehlung...
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JasonVoorhees
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#2 Beitrag von JasonVoorhees » Mittwoch, 29. April 2009, 22:00

So einen wollte ich mal vor längerer Zeit aufmachen. :mrgreen:

Zwecks Buchvorstellung im Unterricht habe ich mir mal A Clockwork Orange von Anthony Burgess gegeben. Es ist echt erstaunlich, wie nah Kubrick am Buch gearbeitet hat. Zur Story braucht man wohl kaum etwas zu sagen, zumindest der dazugehörige Film dürfte zum Allgemeinwissen zählen. :)
Was mich wirklich beschäftigt hat, war die Frage, welche Fassung nun die "bessere" sei. Dieses 21. Kapitel in der Originalausgabe wirft je nach Ansatz die ganze Interpretation der Geschichte um.
Hatte da eine rege Diskussion, ob die Geschichte moralisch vertretbar ist - ob ohne oder mit dieser Wendung am Ende.

Letztendlich meine ich, dass die Behandlung und der ethische Konflikt im Vordergrund stehen und Alex' Laufbahn eher an den Rand gerückt wird.
Nebeneffekt der Lektüre: Mein Englisch wird auf ewig mit "big bolshy bastard" versaut sein. :lol:


Und davor habe ich versucht, die 120 Tage von Sodom vom Marquis de Sade durchzustehen. Ich kann Softeis zu essen, während 2girls1cup über den Bildschirm flimmert, aber nach Tag 11 der 120 Tage war echt Sense. Respekt für jeden, der sich dieses Werk freiwillig antut und nicht gerade ein Faible für Natursekt und Kaviar hat. Der Film ist nichts gegen die eigene Vorstellungskraft.
:kotz:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#3 Beitrag von Algernon » Mittwoch, 29. April 2009, 22:08

Mein letztes Buch war "Might is Right - Die Philosophie der Macht" von Ragnar Redbeard (Richtiger Name des Autors ist unbekannt).

Besagtes Buch soll eine Lebenseinstellung vermitteln, allen voran das Recht des stärkeren, ohne Rücksicht auf Ethik, Religion, oder Gesetze, was man haben möchte soll man sich erzwingen, kann man es nicht erzwingen verdient man es auch nicht. Auch Kriege und Auseinandersetzungen zwischen Menschen werden als etwas gutes und von Natur her nützliches dargestellt, da man ohne Kampf seine Qualitäten als Mensch (Jäger und Sammler) verliert - Hasse deine Feinde von ganzem Herzen, und schlägt dich jemand auf die Wange, dann halte nicht die andere Wange hin sondern vernichte ihn unbarmherzig - Dieses Zitat bringt den grundlegenden Inhalt des Buches eigentlich auf den Punkt.

Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber wie es schon im Vorwort heißt, wenn man einen ungebrochenen Geist besitzt wird dieses Buch das handeln eines Jeden verfeinern.

@JasonVorhees

120 Tage von Sodom....Dann ließ mal bis knapp hin zum Ende, wenn die Folterung der 15 jungen Mädchen beginnt, das ist wirklich hart an der Schmerzgrenze.

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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#4 Beitrag von JasonVoorhees » Mittwoch, 29. April 2009, 22:14

Algernon hat geschrieben:@JasonVorhees

120 Tage von Sodom....Dann ließ mal bis knapp hin zum Ende, wenn die Folterung der 15 jungen Mädchen beginnt, das ist wirklich hart an der Schmerzgrenze.
Demnächst starte ich den zweiten Anlauf.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#5 Beitrag von caedez » Mittwoch, 29. April 2009, 22:35

Uff... also zuletzt durch gelesen hab ich ... öööhm ... achja:

Chuck Palahniuk: Das letzte Protokoll
Der Inhalt ist recht schwer zu beschreiben. Das Buch wird im Endeffekt in der Form eines Tagebuchs geführt und das von einer Frau namens Misty, deren Mann Peter im Koma liegt. Misty wohnt mit ihrer Schwiegermutter und kleinen Tochter auf der Insel, auf der Peters Familie schon immer ansässig ist und langsam wird es dort recht unheimlich. Denn Peter hat kurz bevor er ins Koma fällt noch einige Nachrichten, die hinter Gipswänden etc. versteckt sind, für Misty in den Häusern der "Sommerleute" hinterlassen. Ab hier reicht meine Zusammenfassung.
Das Buch ist im typisch Palahniukschen Stil geschrieben. Bis man im Stil drin ist, dauert es eine kleine Zeit. Aber danach entfaltet sich eine wahrlich mystische und spannende Geschichte. Also man sollte wenigstens mal reinschnuppern ;)

Aber beim schreiben ist mir eingefallen, dass ich eigentlich
Hunter S. Thompson: The Rum Diary
zuletzt gelesen haben kann ... man weiß es nicht.
In diesem Buch geht es Journalisten Paul Kemp, der vor dem Trubel der New Yorker Großstadt nach Puerto Rico flüchtet, um dort recht gut bezahlt auf unbestimmte Zeit zu arbeiten. Wie schon bei Fear and Loathing in Las Vegas ist die Einladung nach Puerto Rico eine simple kleine Nachricht. Schon bei der Ankunft geht es drunter und drüber und Paul bemerkt recht schnell auch die Schattenseiten des Südseeparadies.
Und so erzählt Paul Kemp/Hunter S. Thompson einige rumangereicherte Anekdoten seines Leben auf Puerto Rico.
Sehr amüsant geschrieben und für Leute, die Fear and Loathing gut fanden auf jeden Fall ein Muss. Ich jedenfalls habe mehrmals herzhaft lachen müssen. Das Buch wird zur Zeit übrigens mit Johnny Depp in der Rolle des Paul Kemp/Hunter S. Thompson verfilmt.

Derzeit lese ich:
Chuck Palahniuk: Flug 2039 ... mal schauen, was das wird. Komm zur Zeit irgendwie nicht richtig zum Lesen. Schade eigentlich ...
Zuletzt geändert von caedez am Samstag, 19. Februar 2011, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#6 Beitrag von esn » Mittwoch, 29. April 2009, 22:56

tja was lese ich? da wären:

Underground Java-Alternative Einführung in die Objektorientierung und Java (von Sharam Gharaei)

Mathematik für Ingenieure-Eine anschauliche Einführung für das praxisorientierte Studium (von Thomas Rießinger)

Mathematik kompakt für Ingenieure und Informatiker (von Yvonne Stry und Rainer Schwenkert)
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#7 Beitrag von Vicarocha » Mittwoch, 29. April 2009, 23:15

Ohne jetzt mal die ganze (ohnehin im Regelfall nicht empfehlenswerte) Literatur aufzuzählen, die ich gezwungenermaßen im Rahmen meiner Dissertation lesen muss(te)... auch wenn ich da aktuell wieder an zwei Studien zur Medienwirkungsforschung bin, die schon im Vorwort klar machen, warum die ganzen Christian Pfeiffers dieser Nation nur pseudowissenschaftlichen Unfug verzapfen...

Aktuell arbeite ich mich durch The Horus Heresy, eine SciFi-Romanserie, die das gleichnamige Phänomen (die Horus Heresy) in der der mythologischen Ausgangsphase des Warhammer 40.000-Universums beschreibt. Zuletzt aus dieser Reihe gelesen habe ich Mechanicum (m.E. der schlechteste Roman der Reihe - der Rest gefiel bislang und war ausnahmslos empfehlenswert): http://www.amazon.de/Mechanicum-Warhamm ... 502&sr=8-1
Aktuell lese ich die Kurzgeschichtensammlung Tales of Heresy:
http://www.amazon.de/Tales-Heresy-Warha ... 574&sr=1-1

m.E. insgesamt die beste SciFi-Reihe nach Frank Herberts Dune-Zyklus (bezogen auf das WH40K-Universum generell), die Horus Heresy-Bücher im Speziellen setzen aber wohl auch ein gewisses Vorwissen um das WH40K-Universum voraus...

Danach steht bereits die 13 1/2 Leben des Kätp'n Blaubär von Walter Moers auf meiner Leseliste und Andrzej Sapkowskis Das Erbe der Elfen, der erste Teil der fünfbändigen Geralt-Saga (DER Geralt, The Witcher...).

Nebenbei gönne ich mir auch immer wieder einen Blick in Karl-Heinz Deschners Kriminalgeschichte des Christentums, bei der ich mich noch durch die ersten beiden Bände arbeiten muss und in eine wundervoll von Dr. Hans-Jürgen Hube kommentierte Ausgabe des angelsächsichen Hendelepos Beowulf.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#8 Beitrag von caedez » Mittwoch, 29. April 2009, 23:59

Vicarocha hat geschrieben:Danach steht bereits die 13 1/2 Leben des Kätp'n Blaubär von Walter Moers auf meiner Leseliste.
Sehr zu empfehlen das Buch. Du wirst definitiv deinen Spaß daran haben ;)
Hab es damals für 7 Mark aus der Ramschkiste gefischt. Frag mich immer noch, wie es da hingekommen ist. :motz:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#9 Beitrag von KT » Donnerstag, 30. April 2009, 09:13

Ich wechsle immer wieder zwischen Fachliteratur (Sprachen oder Webentwicklung), Sci-Fi, Spionagethrillern und Sonstigem hin und her. Wenn man 3-4 Büchern zur gleichen Thematik hintereinander liest, ist es irgendwie auch nichts Gutes.

Als letztes beendet:
- "On the beach" von Nevil Shute

Momentan:
- "Reflex" von Steven Gould

Zwischendurch:
- Fremd-(sprachen) relevantes
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#10 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 30. April 2009, 14:50

Zuletzt habe ich von Max Brooks "World War Z" und den "Zombie Survival Guide" gelesen.

Gerade ersteres kann ich jedem Empfehlen der auf Politsatire und gesellschaftliche Seitenhiebe steht... den darum geht es eigentlich in dem Buch vor. Mit Zombies halt.
Der Gorehound/Splatterfreak wird das Buch weniger toll finden.
Max Brooks hat sicher nicht den allerbesten Schreibstil (ein Vorwurf der ihm zurecht gemacht wird), der Inhalt ist aber absolute Spitze. Sehr lustig: Beim US-Amazon sind sich die Reviewer nicht einig ob das Buch von der Kritik an den politischen Verhältnissen jetzt links oder eher rechts ist (in meinen Augen Versuch Brooks gar nicht für eine Seite Stellung zu beziehen) oder echauffieren sich das das amerikanische Militär als unfähig dargestellt wird (falsch, es wird als überheblich dargestellt... nach dem es seine bittere Lektion gelernt hat ist es im Buch tatsächlich sehr effizient).
Ich habe übrigens die deutsche Version gelesen (mangels Alternative), zu der kann man beruhigt greifen. Hier sollte man sich aber nicht vom SAUDUMMEN deutschen Titel abschrecken lassen "Wer länger lebt, ist später tot - Operation Zombie", hier hat man das Buch versucht ins lustige Eck zu stellen... wohl weil Max der Sohn von Mel ist.

Der "Survival Guide" ist zwar stellenweise lustig, doch weitaus trivialer... "World War Z" hat viel mehr zu bieten.


Zur Zeit lese ich "Wiener Blei", einen "Shadowrun"-Roman der in und um Wien spielt... sehr lustig, aber für euch Piefke vermutlich unlesbar... viel zu viel Dialekt.
Ach ja, außerdem ist er voll mit Anspielungen der Marke "Zaunpfahl": So heißt ein Wiener Medienmogul z.B. Hans Dechant und trifft sich mit einem konspirativen Freunden im "Studio 65" über der "Eden Bar". :mrgreen:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#11 Beitrag von KT » Donnerstag, 30. April 2009, 20:14

gesteckteziele hat geschrieben: den "Zombie Survival Guide" gelesen.

...
Der "Survival Guide" ist zwar stellenweise lustig, doch weitaus trivialer...
Ich fand ihn auch deutlich belangloser als ich es mir vorgestellt hatte. :( Ganz O.K., mehr nicht.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#12 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 30. April 2009, 23:43

KT hat geschrieben:
gesteckteziele hat geschrieben: den "Zombie Survival Guide" gelesen.

...
Der "Survival Guide" ist zwar stellenweise lustig, doch weitaus trivialer...
Ich fand ihn auch deutlich belangloser als ich es mir vorgestellt hatte. :( Ganz O.K., mehr nicht.
Word War Z ist wirklich um Welten besser. Ein paar Ideen wurden aus dem Survival Guide aufgegriffen, mehr aber nicht.
Eine Erklärung für das Virus hat Brooks dort ganz weggelassen (also nix mit Solanum).

World War Z wirkt viel reifer, runder... der Aufbau in der Form von Interviews mit Überlebenden lässt sehr viel Platz für verschiedene Aspekte. Die logistischen Probleme einer kollabierenden Welt werden genauso abgehandelt wie die Kriegsführung gegen einen Gegner der nicht bei einer Verstümmelung aufgibt und dessen Moral niemals schwindet.
In Zeiten der Schweinegrippe ist z.B. das Interview mit dem Hersteller von "Phalanx", einen Tollwut-Impfstoff der wieder besseres Wissen als Mittel gegen die Zombieseuche verkauft wurde, sehr entlarvend.

Wie gesagt, gegen World War Z wirkt der Survival Guide wie das Werk eines 14 Jährigen...
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#13 Beitrag von Cass3l » Freitag, 1. Mai 2009, 09:55

Als letztes gelesen:
Chuck Palahniuk - Snuff

Momentan am Lesen:
Dante Alighieri - Die Göttliche Komödie (Dantes Inferno)
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#14 Beitrag von cybdmn » Freitag, 1. Mai 2009, 11:05

Cass3l hat geschrieben:Momentan am Lesen:
Dante Alighieri - Die Göttliche Komödie (Dantes Inferno)
Daran lese ich jetzt schon seit 3 Jahren. Inferno und Purgatorio habe ich durch, und stecke im Moment am Anfang von Paradiso, ich glaube 4. Canto.
Die Verse sind zum Teil äusserst widerspenstig.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#15 Beitrag von caedez » Freitag, 1. Mai 2009, 11:41

Cass3l hat geschrieben:Als letztes gelesen:
Chuck Palahniuk - Snuff
Ist deine Mutter jetzt durch? :mrgreen:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#16 Beitrag von Cass3l » Freitag, 1. Mai 2009, 18:36

@cyb:
Das stimmt allerdings. Größtenteils lässt es sich bis jetzt aber gut lesen. Waren nur einige wenige Stellen, die ich zweimal lesen musste.

@caedez:
Jo... ^^
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#17 Beitrag von Zombie » Freitag, 1. Mai 2009, 18:49

Extraleben
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#18 Beitrag von jxt666 » Donnerstag, 14. Mai 2009, 13:48

Die letzten waren:

KIND 44: Thriller im einen Kindermörder im Nachkriegsrussland. Es gibt dort aber keine Serienmörder also muss der Ermittler zu anderen Maßnahmen greifen. Interessant geschrieben, wenngleich die Haupthandlung oft ausser Acht gelassen wird und lediglich im letzten Drittel vorankommt. Ist mittlerweile auch ein Nachfolger raus.

DER TOTENMEISTER: Autor Nick Stone hatte mich schon mit seinem auf Haiti angesiedelten Detektiv-Voodoo-Thriller VOODOO begeistert - hier kommt der zweite Streich mit Hauptakteur Max Mingus - und da das Teil wieder gerockt hat hoffe ich auf weitere Abenteuer von ihm

DER KLEINE BRUDER: Der leider letzte Streich von Sven Regener - und somit der Abschluß der Herr-Lehmann-Trilogie. Genial wie die beiden Vorgänger, leider zu kurz. Erheiternd, nachdenklich und melanchloisch. So müssen Bücher aussehen.

jetz gerade
DIE JAGD vom ollen Richard Laymon. Entweder man mag ihn oder man hasst ihn :D Meister der hohlen Dummbeutel Storys. Viele Nackedeis, noch mehr Sex und vor allem viel Blut und Abartigkeiten. Bisher mochte ich alle von ihm ausser RACHE. Das hier geht gleich in die Vollen! Eine 16-jährige schläft bei einer Freundin. Nachts dringen ein paar nackte Irre ein (teils mit Menschenhaut bekleidet) und bringen die Freundin und deren Eltern bestialisch um. Nun flüchtet sie mit einem 12-jährigen vor dem Psychopathen die alles umschnetzeln was ihnen in den Weg kommt :wallbash: :mrgreen: :vivaaustria:
Meine Traumfrau hat eine eigene Meinung - und auch die Größe diese für sich zu behalten!

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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#19 Beitrag von DooMinator » Donnerstag, 14. Mai 2009, 14:08

Zombie hat geschrieben:Extraleben
von Constantin Gillies

Abenteuerroman 8)
Hab ich auch angefangen, war hier dazu. Passt ja irgendwie auch thematisch :)

Zudem "Staub" von Patrica Cornwell. Nicht so gut wie die Vorgänger der Serie, aber immernoch sehr lesenswert.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#20 Beitrag von PaulBearer » Donnerstag, 14. Mai 2009, 15:57

Zombie hat geschrieben:Extraleben
von Constantin Gillies

Abenteuerroman 8)
Soll angeblich als Hörbuch kommen, gelesen von Chris Hülsbeck.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#21 Beitrag von DooMinator » Mittwoch, 19. August 2009, 21:20

Zur Zeit:
H. Böll - Ansichten eines Clows.

Mir gefällt vor allem sein Schreibstil... Inhaltlich kann ich noch nicht wahnsinnig viel sagen, bin erst auf Seite 34 :)
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#22 Beitrag von Colditz » Mittwoch, 19. August 2009, 23:21

Zum zweiten Mal:

Karl Dönitz: Zehn Jahre und Zwanzig Tage

(Erste Auflage von 1958, Athenäum-Verlag)
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#23 Beitrag von KT » Donnerstag, 20. August 2009, 08:34

Ich habe vor kurzem endlich, endlich "The Catcher in the Rye" gelesen. Allein schon aus sprachlicher Sicht sehr interessant (Englisch, "50-er-Englisch", zumindest so wie ich es mir vorstelle, keine Ahnung, inwieweit das der Realität entsprochen hat).

1A. :respekt:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#24 Beitrag von cybdmn » Donnerstag, 20. August 2009, 08:58

Du bist ein potentieller Attentäter, das ist dir bewusst, ja? :mrgreen:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#25 Beitrag von KT » Donnerstag, 20. August 2009, 14:08

cybdmn hat geschrieben:Du bist ein potentieller Attentäter, das ist dir bewusst, ja? :mrgreen:
Hmm.. Du meinst die meisten Menschen sind gar nicht so drauf wie der Typ im Buch? :shock: :mrgreen:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#26 Beitrag von PaulBearer » Freitag, 21. August 2009, 08:32

KT hat geschrieben:
cybdmn hat geschrieben:Du bist ein potentieller Attentäter, das ist dir bewusst, ja? :mrgreen:
Hmm.. Du meinst die meisten Menschen sind gar nicht so drauf wie der Typ im Buch? :shock: :mrgreen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_David ... hn_Lennons
Wikipedia hat geschrieben:Am 8. Dezember verließ Chapman gegen 14:00 Uhr das Hotel, kaufte zuerst Lennons LP Double Fantasy und dann in einem Schreibwarenladen eine Ausgabe des Romans Der Fänger im Roggen (The Catcher in the Rye) von J.D. Salinger, seine eigene Ausgabe hatte Chapman in Hawaii vergessen. Von Salingers Roman war Chapman seit seiner Kindheit besessen. Im späteren Gerichtsprozess gab er an, in diesem Buch die „Aufforderung“ gelesen zu haben, eine Berühmtheit töten zu müssen, um selber berühmt zu werden. Ein anderes Mal behauptete er, er habe vorgehabt, Salingers Roman weltberühmt zu machen.
Erst Killerspiele spielen, und dann noch sowas... :)
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#27 Beitrag von DooMinator » Freitag, 21. August 2009, 21:55

Heute angefangen: Oliver Sacks - Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Erster Eindruck: Hammer...
Es geht kurz und knapp darum, wie Demente und Korsakov-Patienten die Welt sehen, erzählt in 20 Geschichten. Den Link zum größten Buchversandhandel erspar ich mir... Wer auch nur ansatzweise nach den dortigen Rezessionen überlegt das Buch zu kaufen: tut es. Das Buch ist noch besser. Ich bin wieder weg. Weiterlesen. :tee:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#28 Beitrag von Cass3l » Samstag, 29. August 2009, 22:07

Habe jetzt Last Exit To Brooklyn endlich gelesen (Englisch)... Sehr beeindruckend.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#29 Beitrag von JasonVoorhees » Montag, 28. September 2009, 21:05

Mal sehen...

Vladimir Nabokov - Lolita
Story dürfte relativ bekannt sein: Pädophiler findet seine "Nymphe" in einem kleinen Mädchen, mit dem er durch die Staaten reist.
Nach dem lesen muss ich sagen, dass dem Roman unrecht getan wurde. Allzu oft wird behauptet, Pädophilie werde verharmlost oder gar verherrlicht. Viel mehr wird hier aber eine Charakterstudie betrieben. Er fühlt, dass er unrechtes tut, rechtfertigt seine Taten (m.M.n. etwas zu oft), kommt mal kaltblütig daher, mal scheint er das Opfer seiner Leidenschaft zu sein. Zu viel, als dass man es gerecht in wenige Worte zusammengefasst bekäme.
Stellenweise gibt es längen, wenn Herr Humbert Humbert mal wieder Landschaft xy so lyrisch wie es ihm möglich ist beschreiben muss. :roll: Aber im ganzen sehr lesenwert.

Hunter S. Thompson - Fear and Loathing in Las Vegas
Liest sich so wie der Film in Buchform. ;)

In 2 Wochen dürfte dann John Dies At The End von David Wong ankommen.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#30 Beitrag von PaulBearer » Dienstag, 29. September 2009, 09:22

Grade fertig geworden mit

Robert Harris - Vaterland

Ein Krimi um einen Kommissar, der im Berlin der 60er Jahre einen Todesfall untersucht und so langsam einer politischen Verschwörung auf die Spur kommt. Nur hat in der Geschichte des Buches Deutschland den 2. Weltkrieg gewonnen und ist kurz vor der Versöhnung mit den USA unter Präsident Joe Kennedy, während man sich auf die Feiern zu Hitlers 75. Geburtstag vorbereitet. Der Film mit Rutger Hauer (läuft auch ab und zu im deutschen Fernsehen) war auch nicht schlecht, aber gegenüber dem Buch stark vereinfacht und verharmlost, das Buch ist also auf jeden Fall besser.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#31 Beitrag von cybdmn » Dienstag, 29. September 2009, 10:28

Ich finde den Film grandios, kenne aber ehrlich gesagt das Buch nicht. Ich halte auch mittlerweile gar nichts mehr davon, Buch und Film zu vergleichen. Es sind einfach zu verschiedene Medien.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#32 Beitrag von zombie-flesheater » Dienstag, 29. September 2009, 11:13

PaulBearer hat geschrieben:Grade fertig geworden mit

Robert Harris - Vaterland

Ein Krimi um einen Kommissar, der im Berlin der 60er Jahre einen Todesfall untersucht und so langsam einer politischen Verschwörung auf die Spur kommt. Nur hat in der Geschichte des Buches Deutschland den 2. Weltkrieg gewonnen und ist kurz vor der Versöhnung mit den USA unter Präsident Joe Kennedy, während man sich auf die Feiern zu Hitlers 75. Geburtstag vorbereitet. Der Film mit Rutger Hauer (läuft auch ab und zu im deutschen Fernsehen) war auch nicht schlecht, aber gegenüber dem Buch stark vereinfacht und verharmlost, das Buch ist also auf jeden Fall besser.
Hatte ich auch gelesen, bzw. bis zum vorletzten (Kapitel) oder so... danach hatte ich leider keine Zeit mehr :oops: Ist auf alle Faelle sehr gut gelungen und spannend, wenngleich sich die zu erwartende Ueberraschung schon meilenweit vorher ankuendigt. Gut finde ich allerdings die Sache mit realen Persoenlichkeiten und Orten in einem fiktiven Szenario.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#33 Beitrag von KT » Dienstag, 29. September 2009, 17:11

Hab ich auch vor nicht allzu langer Zeit gelesen.

Sehr sehr geil. :respekt:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#34 Beitrag von JasonVoorhees » Samstag, 24. Oktober 2009, 18:35

David Wong - John Dies at the End
It’s a drug that promises an out-of-body experience with each hit. On the street they call it Soy Sauce, and users can drift across time and dimensions. But some who come back are no longer human.

Suddenly a silent, otherworldly invasion is underway, and mankind needs a hero. What it gets instead is John and David, a pair of college dropouts who can barely hold down jobs.

Can these two stop the oncoming horror in time to save humanity?

No. No, they can’t.
Nachdem der Autor auf Cracked.com (tolle Seite übrigens) deutlich für seinen Roman geworben hat und die Reviews viel versprechend waren, war ich ein wenig enttäuscht, dass die Erstausgabe lange ausverkauft war und ansonsten nur eine Online-Variante verfügbar war. Ende September wurde nun eine neue Auflage herausgebracht - diesmal als Hardcover-Ausgabe.

Ich habe den Roman sehr genossen. Eine überaus gut erzählte Horror/Comedy-Geschichte. Zugegeben: der Humor ist zum Teil unreif und es gibt relativ viele Peniswitze.
Die Erzählweise ist sehr ansprechend: jedes Mal wenn man denkt, man weiß wie es weiter geht, kommt es komplett anders. Dabei kommt aber zu keinen Verstrickungen, wie man es z.B. von SAW kennt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der der englischen Sprache mächtig ist und sich nicht für pubertären Humor zu schade ist. :)

Vorletztes Jahr hat sich Don Coscarelli (Phantasm-Reihe, Bubba Ho-Tep) die Filmrechte gesichert. Leider sind bislang keine Informationen über den Produktionsstand bekannt.

Falls jemand interessiert ist, aber nicht weiß, ob der Humor etwas für ihn ist: Anfang des Buches oder ein beliebiger Artikel von Cracked.com

Links:
http://www.johndiesattheend.com
http://www.cracked.com
http://www.cracked.com/members/David+Wong
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#35 Beitrag von apox » Mittwoch, 6. Januar 2010, 15:26

Habe gerade zwei Bücher gelesen, beide im englischen Original:

Charles Bukowski - Hollywood
Der Autor hat seine Erfahrungen mit dem Schreiben eines Drehbuchs und dessen Verfilmung in Hollywood beschrieben. Das besondere ist, dass sich das Buch ganz anders liest als nüchterne Dokumentationen. Ich habe vor allem gemerkt, dass so selbsternannte Künstler ein ganz anderer Menschenschlag sind, die immer ihr Kunstverständnis vor sich hertragen und sich etwas darauf einbilden. Entsprechend sind die Beschreibungen manchmal etwas umständlich. Ausserdem wird in diesem Buch von allen beteiligten, besonders vom Autor, tierisch viel gesoffen -- es gibt praktisch keine Szene, in der kein Wein o.a. ausgeschenkt wird. Trotzdem, es war mal interessant zu lesen.

Lemmy - The Autobiography
Die Autobiography von Lemmy Kilmister, dem Sänger von Motörhead. Das meiste ist recht nüchtern und unaufgeregt, aber mit einem Augenzwinkern geschrieben. Ich fand es das Buch sehr leicht zu lesen und kurzweilig. Es sind viele witzige Erlebnisse dabei, aber irgendwelche spektakulären Schocker und Aufreger sind m.E. nicht enthalten. So extrem, wie so manche Hard-Rock-Zeitschrift das angepriesen hat, ist es nun auch wieder nicht. Wenn man noch nie Motörhead gehört hat, ist das Buch allerdings uninteressant, weil man dann vieles gar nicht einordnen kann.

Insgesamt könnte ich beide schon empfehlen.

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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#36 Beitrag von caedez » Mittwoch, 6. Januar 2010, 17:47

Kennt jemand einen guten und vor allem günstigen Internet-US/UK-Buchladen mit anständigen Lieferkosten, der nicht mit Amazon zu tun hat?
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#37 Beitrag von KT » Mittwoch, 6. Januar 2010, 18:30

caedez hat geschrieben:Kennt jemand einen guten und vor allem günstigen Internet-US/UK-Buchladen mit anständigen Lieferkosten, der nicht mit Amazon zu tun hat?
Was stört dich explizit daran bzw. warum glaubst du, dass es deutlich billiger geht?
Amazon DE verschickt englischsprachige Literatur umsonst, da kann man nicht meckern. Beim Marketplace zahlst du 3 Euro oder so, das stimmt.

Ich hab in den letzten beiden Jahren US/UK-Bücher in dreistelliger Stückzahl gekauft, alle bei oder über Amazon. Würde mich auch reizen, mal weniger Versand zu zahlen, aber dass es soviel billiger geht, denke ich nicht. Für so einen Polsterbrief, wie er für ein Taschenbuch von Nöten ist, zahlst du, sofern ich mich recht erinnere, aus UK alleine 1,50 Pfund an Versand. Und für die billigste USPS-Scheiße-bin-ich-lange-unterwegs-Sendung zahlst du in der Größe doch auch schon 4 Dollar oder so.

Fazit: Ich schließe mich zu gerne der Frage an, hab aber meine Bedenken, ob sowas geht. Vor allem bei der Literatur, die ich kaufe.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#38 Beitrag von caedez » Mittwoch, 6. Januar 2010, 19:02

Na. Ich wurde verführt, in den USA bzw. UK zu kaufen, weil die guten Leute von Amazon.de meinen den US-Preis von 16 Dollar 1:1 in Euro umrechnen zu müssen. Und das sehe ich mit bestem Willen nicht ein ...
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#39 Beitrag von KT » Mittwoch, 6. Januar 2010, 19:18

Ah, du meinst die Bücherpreise selber. Klar, da ist Englischsprachiges bei DE echt unverschämt teuer. Ich weiche auch immer direkt nach UK aus, wenn möglich.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#40 Beitrag von KT » Sonntag, 10. Januar 2010, 15:34

Auf wieviele kommt ihr?
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Ich komme bei vollständig gelesenen auf nur 8 (hab auch einen etwas speziellen Geschmack ;) ), noch ca. 5-7 hab ich im Besitz, jedoch ungelesen.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#41 Beitrag von caedez » Sonntag, 10. Januar 2010, 16:26

Ich hab sieben gelesen ... hab aber auch nur fix drüber geguckt.

Allerdings vermute ich (was doch sehr wahrscheinlich ist ;)), dass die Liste auf den gemeinen Briten zugeschnitten ist und somit auch die Schulliteratur mit dabei ist. Gäbe es eine ähnliche Liste für Deutschland, dann wäre ich vermutlich bei 20-30 :mrgreen:
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#42 Beitrag von gesteckteziele » Sonntag, 10. Januar 2010, 16:36

caedez hat geschrieben:Ich hab sieben gelesen ... hab aber auch nur fix drüber geguckt.

Allerdings vermute ich (was doch sehr wahrscheinlich ist ;)), dass die Liste auf den gemeinen Briten zugeschnitten ist und somit auch die Schulliteratur mit dabei ist. Gäbe es eine ähnliche Liste für Deutschland, dann wäre ich vermutlich bei 20-30 :mrgreen:
Ja, das ist ein primär britische Liste... ohne Kate Bush tät ich "Wuthering Heights" nicht einmal vom Namen her kennen. :D
Da fehlt halt Goethe, Schiller und die deutschen Aufklärer und Stümer&Dränger... das Zeug was man bei uns halt so als Pflichtliteratur bekommt.

Auch an amerikanischen Autoren vermisse ich einiges... und wo ist überhaupt "Fahrenheit 451"?
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#43 Beitrag von MightyM » Sonntag, 10. Januar 2010, 18:38

KT hat geschrieben:Auf wieviele kommt ihr?
http://buechercafe.blogspot.com/2009/08 ... these.html

Ich komme bei vollständig gelesenen auf nur 8 (hab auch einen etwas speziellen Geschmack ;) ), noch ca. 5-7 hab ich im Besitz, jedoch ungelesen.
Vollständig gelesen habe ich 11. (Eigentlich nur 10 wenn man "The Lion, The Witch and The Wardrobe" als Teil von "Chronicles of Narnia" rechnet, wie es ja eigentlich sein sollte.)
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#44 Beitrag von toxicTom » Mittwoch, 13. Januar 2010, 10:11

Ich komme auf 13 (vollständige).
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#45 Beitrag von cybdmn » Mittwoch, 13. Januar 2010, 12:15

Bei mir sind es 5.
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#46 Beitrag von Terence » Mittwoch, 13. Januar 2010, 16:21

Muss ich mich jetzt schlecht fühlen wenn ich nur 2 davon gelesen habe? :mrgreen:

Komisch, dabei lese ich doch deutlich mehr als meine anderen Altersgenossen!
Der Ausdruck Troll bezeichnet:
-ein nicht-menschliches Wesen in Mythologie und Literatur, siehe Troll (Mythologie),
-eine Person, die in Diskussionsforen, im Usenet, in Wikis oder per E-Mail andere Teilnehmer provoziert, siehe Troll (Internet)

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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#47 Beitrag von gesteckteziele » Donnerstag, 14. Januar 2010, 13:54

8. Nineteen Eighty Four – George Orwell
13. Catch 22 – Joseph Heller
41. Animal Farm – George Orwell
49. Lord of the Flies – William Golding
91. Heart of Darkness – Joseph Conrad
92. The Little Prince – Antoine De Saint-Exupery
99. Charlie and the Chocolate Factory – Roald Dahl

Also sieben, wobei ich bei manchen Bücher nicht mit Sicherheit sagen kann, dass ich sie nicht gelesen habe...
...ich glaube z.B. das ich vor längerer Zeit Alice im Wunderlang gelesen habe, kann mich nicht mehr daran erinnern.

Und das ich Inhalt, Charaktere und Zitate daraus kenne bzw. erkenne ich auch kein wirklich Beweis...
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#48 Beitrag von PaulBearer » Donnerstag, 14. Januar 2010, 14:05

Bei mir sind es, glaube ich, fünf. Irgendwie eine seltsame Liste. Wo ist denn bei den Klassikern Poe? Und wenn man schon moderne Mainstream-Bücher wie Dan Brown oder JK Rowling reinnehmen muß, warum dann nicht auch Stephen King?
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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#49 Beitrag von apox » Donnerstag, 14. Januar 2010, 20:12

Ich komme auf 10 Bücher. Die Liste zeigt ja auch an, was laut BBC die meisten Leute gelesen haben, nicht was man gelesen haben sollte.

Die Hälfte der Bücher haben die Leute eh nur gelesen, weil sie es in der Schule mussten :twisted:

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Re: Der offizielle Literatur-Thread

#50 Beitrag von gesteckteziele » Samstag, 16. Januar 2010, 14:29

apox hat geschrieben:Ich komme auf 10 Bücher. Die Liste zeigt ja auch an, was laut BBC die meisten Leute gelesen haben, nicht was man gelesen haben sollte.
Ersten kann ich mir nicht vorstellen das soviele Leute die Bibel KOMPLETT gelesen haben (bzw. sie lügen) und zweitens hat der Paul schon Recht...
...King müsst eigentlich drin sein.
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