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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Samstag, 13. August 2011, 20:57 
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Aber für einen Folgeroman war sie sich trotzdem nicht zu schade. Und wieder einmal muss das gemeine Amazon-Publikum dem deutschen Feuilleton zeigen, wo der Hammer hängt.. :roll:

Klick

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Sonntag, 14. August 2011, 11:47 
WikiSlave
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Die Nerd-Romane Extraleben / Der Bug von Konstantin Gillies bekommen einen 3. Band, der laut Autor schon zur Hälfte fertig ist. :yes:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Sonntag, 14. August 2011, 16:15 
Feuerteufel

Registriert: Donnerstag, 24. Februar 2011, 17:20
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Extraleben, da bin ich seit kurzem auch am Überlegen, ob ich mir das nicht zulege. Ich dachte bisher, da gehts irgendwie halt einfach nur um alte Videospiele, aber soll ja ein richtiger Roman mit Handlung sein? Zumindest kam mir das Review in der Titanic so vor. Ich glaube, das wird dann mal mein nächstes Buch, nachdem ich die Bud Spencer Biographie durch habe. Die ist nicht unbedingt schlecht, aber der alte Knacker wiederholt sich zig mal, sein Schreibstil ist nicht wirklich professionell und oft werden Sachen nur angerissen, aber naja, immerhin ganz interessant wenn man sich für das Thema interessiert


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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 15. August 2011, 12:54 
WikiSlave
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CW6 hat geschrieben:
Extraleben, da bin ich seit kurzem auch am Überlegen, ob ich mir das nicht zulege. Ich dachte bisher, da gehts irgendwie halt einfach nur um alte Videospiele, aber soll ja ein richtiger Roman mit Handlung sein? Zumindest kam mir das Review in der Titanic so vor.

Extraleben und Der Bug haben einfach eine ganz klar abgesteckte Zielgruppe, Nerds zwischen (schätze ich mal) Ende 20 und Ende 40. Man sollte mit den ganzen Anspielungen an Spiele, Musik und Filme aus den 80ern und frühen 90ern was anfangen können. Dazu lernt man nebenbei noch Retro-Kram kennen, den man garantiert noch nicht kannte, wie die Spielzeug-Videokamera, die auf Tonbandkassetten aufnimmt, und der in der Handlung eine Rolle spielt. Die beiden Helden sind halt zwei alte Kumpels, die sich (einer mehr, der andere weniger) erfolgreich gegen das Erwachsenwerden wehren und doch feststellen müssen, wie sich die Zeiten ändern und man selber auch. Etwas Roadmovie-Feeling und Verschwörungstheorien sind auch dabei, in beiden Büchern sind die Jungs weltweit irgendeinem Geheimnis auf der Spur und geraten auch mal in große Gefahr. Das ganze ist nicht schlecht geschrieben und es gibt oftmals Momente, wo man sich selber angesprochen fühlt oder alte Erinnerungen wieder hochkommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Sonntag, 1. April 2012, 12:04 
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Hat eigentlich jemand außer mir hier "Ready Player One" gelesen? Absoluter Nerd Overkill und hammermäßige Story, bin absolut begeistert!!!! :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Sonntag, 1. April 2012, 12:13 
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Hier, ich. War eigentlich ziemlich gut, allerdings ging mir die "80er-Keule" ein bisschen auf den Keks.
Ansonsten aber sich für geneigte Spieler zu empfehlen, gerade denen, die schon ein bisschen älter sind. Da gibt es hier ja genug ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 2. April 2012, 19:21 
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Ist das mit den Extraleben-Büchern zu vergleichen (von denen übrigens Teil 3 bald erscheinen soll)?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Mittwoch, 30. Mai 2012, 12:52 
WikiSlave
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Heute ist auf jeden Fall Extraleben III von Amazon angekommen. Yeah!

Der Herr der Ringe kriege ich dann noch irgendwann von meiner Schwägerin ausgeliehen, danach werde ich in diesem Thread wohl bis ca. 2016 nichts mehr posten. 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 1. Juni 2012, 09:30 
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PaulBearer hat geschrieben:
Der Herr der Ringe kriege ich dann noch irgendwann von meiner Schwägerin ausgeliehen, danach werde ich in diesem Thread wohl bis ca. 2016 nichts mehr posten. 8)

Herr der Ringe wollte ich auch mal irgendwann lesen, schon mal viel Spaß. :tee:

Hab in der letzten Zeit fast alle Mario Puzo Werke gelesen.
Kann da jemand einen ähnlichen Schriftsteller empfehlen? Geht mir gar nicht darum "romantische" Romane über die Mafia zu lesen. Persönlich finde ich "Narren sterben" sogar besser als "Der Pate". Aber irgendwie hat Puzo einfach eine schöne, interessante Art zu schreiben.

Ansonsten würde ich auch gerne mehr solcher politischen Dystopien lesen wie "1984" und "Farm der Tiere" von George Orwell, "Wir" von Samjatin und "Schöne neue Welt" von Huxley.
Kennt da jemand nen guten Titel, der in die Reihe passt?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 1. Juni 2012, 11:23 
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Mist, Herr der Ringe ist die neue Übersetzung, die alle Fans hassen, ich habe die Bücher zwar jetzt hier, werde sie aber nicht lesen... es gibt zwar mittlerweile eine Neuauflage mit der klassischen Übersetzung, aber die kostet überall 50 Euro.

Ich lese jetzt grade den 3. Extraleben-Band "Endboss", ist bis jetzt (bis auf extreme Unwahrscheinlichkeiten) wieder sehr unterhaltsam.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 1. Juni 2012, 11:26 
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LIH hat geschrieben:
Ansonsten würde ich auch gerne mehr solcher politischen Dystopien lesen wie "1984" und "Farm der Tiere" von George Orwell, "Wir" von Samjatin und "Schöne neue Welt" von Huxley.


Sind alle auf ihre eigene Art und Weise großartig - jedes der Bücher entwirft seine eigene Form von Dystopie (totale Unterdrückung in 1984 vs. kindische Verblödung in Brave New World) und ist daher auf eigene Art und Weise erschreckend. Von der literarischen Qualität her würde ich mit 1984 anfangen, Brave New World fand ich zwischendrin etwas schleppend - Wir kannst Du hinterher lesen, um zu sehen, wodurch die beiden beeinflusst wurden.
Farm der Tiere ist nicht direkt eine Dystopie aber eine wirklich großartige Parabel auf die Oktoberrevolution (und eigentlich jede Revolution), die besagt, dass jeder Umsturz mit besten Absichten beginnt, aber letztendlich nur dazu führt, dass die Schweine (hier durchaus wörtlich zu nehmen) an der Spitze bleiben.

Ein häufig vergessenes SF-Werk, das ich Dir noch empfehlen kann ist Der Krieg mit den Molchen des Tschechen Karel Capek (der hat in den 20er Jahren übrigens den Begriff "Roboter" erfunden) - ist ein bisschen als Parabel auf den Aufstieg der Nazis zu lesen, dass hier eine Bedrohung, die vorerst keiner ernst nimmt, die man sogar selber ein kleines bisschen gepäppelt hat, außer Kontrolle gerät und schlussendlich zum Gegenangriff übergeht. Nur sind es hier tatsächlich intelligente und lernfähige menschengroße Molche. :blueeye:

Viel Spaß beim Lesen. :respekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 1. Juni 2012, 14:13 
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RipvanWinkle hat geschrieben:
Sind alle auf ihre eigene Art und Weise großartig - jedes der Bücher entwirft seine eigene Form von Dystopie (totale Unterdrückung in 1984 vs. kindische Verblödung in Brave New World) und ist daher auf eigene Art und Weise erschreckend. Von der literarischen Qualität her würde ich mit 1984 anfangen, Brave New World fand ich zwischendrin etwas schleppend - Wir kannst Du hinterher lesen, um zu sehen, wodurch die beiden beeinflusst wurden.
Farm der Tiere ist nicht direkt eine Dystopie aber eine wirklich großartige Parabel auf die Oktoberrevolution (und eigentlich jede Revolution), die besagt, dass jeder Umsturz mit besten Absichten beginnt, aber letztendlich nur dazu führt, dass die Schweine (hier durchaus wörtlich zu nehmen) an der Spitze bleiben.

Hab mich vielleicht falsch ausgedrückt oder wurde falsch verstanden. Die Bücher habe ich bereits gelesen. :blueeye:
Ja, Farm der Tiere passt eigentlich nicht so recht in die Reihe, aber mit diesem "Weg" zur Diktatur kommt mir das Buch fast wie der direkte Vorgänger von 1984 vor. Außerdem gibt es ja eh wenige solcher politisch-dystopische Romane.

Krieg mit den Molchen werde ich mal suchen und lesen, Danke.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Samstag, 2. Juni 2012, 08:59 
OGDB Tech

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Naja, also von den Klassikern-Klassikern fehlt jetzt noch "Fahrenheit 451". :D ;)

Das kann ich auf jeden Fall noch empfehlen:
"The World Inside" von Robert Silverberg
Die Kurzgeschichte "Harrison Bergeron" von Kurt Vonnegut (da gibt's auch einen neueren Kurzfilm zu).
"Riddley Walker" wird auch oft gelobt, aber ich hab's bis jetzt nicht lesen können wegen der Sprache, ist im Original einfach unzugänglich/zu anstrengend.

Der Wiki-Artikel nennt noch
"Unwind" von Neal Shusterman, mit dem Ausgangsthema Abtreibung, das klingt sehr interessant, muss ich mir gleich mal holen. :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Samstag, 2. Juni 2012, 10:54 
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Fahrenheit 451 gehört auf jeden Fall in den Kanon, auch wenn ich es als Buch nicht allzu beeindruckend fand - sehr viel besser sind allerdings Ray Bradburys Kurzgeschichten in der Sammlung Der Illustrierte Mann. Großartig geschrieben, voller Phantasie und meistens mit einem sehr netten Plottwist zum Schluss.

Und H.G. Wells darf man natürlich auch nicht vergessen... :tee:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Samstag, 9. Juni 2012, 09:42 
BiR Admin
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PaulBearer hat geschrieben:
Der Herr der Ringe kriege ich dann noch irgendwann von meiner Schwägerin ausgeliehen, danach werde ich in diesem Thread wohl bis ca. 2016 nichts mehr posten. 8)


Quatsch, ich habe das vor ca. 20 Jahren gelesen, und in zwei Wochen war ich durch. Eigentlich sogar weniger, das erste habe ich eine Woche lang sporadisch gelesen, Band zwei und drei dann an zwei Tagen durch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Sonntag, 10. Juni 2012, 13:19 
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Ich brauche für jedes Buch ein paar Wochen bis ein paar Monate, weil ich mich irgendwann, wenn mir langweilig ist, doch immer für die Unterhaltung entscheide, die auf einem Display stattfindet.

Egal, Tolkien hat 18 Jahre gebraucht, das zu schreiben, mit Lesen bin ich sicher schneller fertig...

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 14:17 
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Gibt's hier eigentlich auch Leute, die Romane zu Videospielen lesen, oder lehnt ihr sowas gänzlich ab?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 14:48 
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Ablehnen nicht, ich hab allerdings sowas auch noch nie gelesen...

Bei den allerwenigsten Spielen interessiert mich die Story bzw. das Universum so sehr, daß ich auch ein Buch dazu lesen möchte. Mass Effect und Dragon Age eventuell. Zu einem Halo oder Resident Evil brauche ich wirklich kein Buch...

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 16:03 
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Ich habe die Resident Evil Bücher zum Teil gelesen (bis Nemesis) und fand die eigentlich ganz dufte. Sie haben ne bekannte und geschätzte Story noch mal aus ein wenig anderen Winkeln beleuchtet und waren auch nicht schlecht geschrieben (wenn auch nicht herausragend gut). Ich trauere dem Geld und der Zeit aber auf jeden Fall nicht nach. Zu sowas wie Gears of War oder HALO brauch ich aber auch keine Romane. Wie soll das aussehen?
Kapitel 1: er feuert seine Pistole.
Kapitel 2: er feuert sein Gewehr.
Kapitel 3: er feuert sein anderes Gewehr.

Nein Danke. Da müsste es schon was brauchbares geben.

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"Bis heute warte ich auf das Ende,
ich fürcht es wird noch dauern lang
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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 16:10 
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LiquidSnakE hat geschrieben:
Gibt's hier eigentlich auch Leute, die Romane zu Videospielen lesen, oder lehnt ihr sowas gänzlich ab?

Ne, bei den meisten würde mich das wohl auch nicht interessieren. Wenn überhaupt würde ich mal Metro 2033 aufgreifen, aber da ist das auch umgekehrt. Erst Roman, dann Spiel.

Bei den meisten Romanen für Spiele würde ich wohl denken, dass das so eine Abzocke ist wie Romane zu Filmen (wenn da zuerst der Film da war und dann der Roman). Ich würde eben die Qualität gering einschätzen. Genauso wie ja auch Lizenzspiele zu Filmen allgemein Dreck sind (wenn das Spiel zu einem neuen Film rauskommen muss, Batman und Lego Spiele sind da ein anderes Beispiel).

Ansonsten habe ich jetzt Fahrenheit 451 durch. Gutes Buch und schön kurz. Manchmal mag ich es, wenn ein Buch keine epische Länge hat, vor allem wenn es einfach darum geht eine Vision vorzustellen.
Hab mir mal ein Sachbuch geholt über Dystopien der Neuzeit. Werde mir mal weitere Empfehlungen raus suchen.

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Zuletzt geändert von LIH am Montag, 18. Juni 2012, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 16:12 
Ich habe immer den Längsten
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Ich habe einen Halo-Bd., ihn aber noch nicht gelesen. Grundsätzliches Interesse habe ich auch an den Gears of War- und den Dragon Age-Bd, obwohl ein Blick in die dt. Übersetzungen der ersteren nicht so überwältigend war (vielleicht taugen die im Original ja was).

Gelesen habe ich tatsächlich Hitman: Der innere Feind von William C. Dietz; hat mir meine Freundin damals zum Geburtstag geschenkt und ich kann das Buch nur empfehlen, ich war jedenfalls überascht vom Niveau, hatte doch mit etwas platterem gerechnet (aber der Autor soll ja auch ein Qualitätsgarant sein). Wünsche mir auch schon eine Ewigkeit einen zweiten Teil... *seufz*

Ungeachtet dessen: Ich bin nach einer kl. Pause wieder dabei, Maddrax - Die dunkle Zukunft der Erde zu lesen; aktuell Heftroman Nr. 53 (von - ab morgen - 324)... noch so viel aufzuholen, aber besser als der Versuch, bei Perry Rhodan oder Geisterjäger John Sinclair aufholen zu wollen :blueeye:

Und 10 Horus Heresy-Bd. stehen hier auch noch ungelesen rum... zu viel Arbeit (die natürlich auch aus Lesen und Schreiben ebsteht), da hat man am Tagesende keine Lust mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 19:51 
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Habe eigentlich nur die STALKER Romane gelesen. Irgendwie waren die teilweise bei den CEs dabei, irgendwelche hatte ich auch dazugekauft... jedenfalls hatte ich aus irgend einem Grund keine weiteren mehr gekauft, als die erste Story abgeschlossen war. War schon ganz nett, vor Allem, die Games immer parallel zu den Romanen zu zocken, weil beides ja immer wieder versetzt herauskam. Wenngleich Manches dann doch wieder irgendwie an den Haaren herbeigezogen war. Dennoch - wenn es eine Stalker-Verfilmung gaebe (und zwar in der Art der Games, das Werk von Tarkovsky klammere ich hier mal aus), wuerde es wohl Sinn machen, sich storymaessig mehr an den Romanen, als an den Games zu orientieren, also eine eigenstaendige Geschichte mit eigenen Charakteren, die sich im Stalker-Universum befinden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 21:04 
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Ich glaube, die einzige literarische "Vorlage" zu einem Spiel, die ich gelesen habe, ist Shadow over Innsmouth von Lovecraft. :blueeye:
Ich habe auch gehört, dass Metro 2033 sehr gut sein soll, aber generell sind Games für mich eine Art der Unterhaltung, Lesen eine andere -und da die meisten Spiele thematisch doch eher der leichteren Unterhaltung angehören, wäre eine literarische Umsetzung der meisten Titel ohnehin nichts, was ich freiwillig lesen würde. Und was die Qualität angeht, ist der Vergleich mit den Lizenz-Spielen, glaube ich, gar nicht so verkehrt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 21:26 
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"Metro 2033" ist im Original ein Buch, das Spiel kam (Jahre) später.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 18. Juni 2012, 21:40 
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Ich habe Videospiel-Romane gemieden, seit ich vor X Jahren den absolut grauenvollen Metal Gear Solid-Roman von Raymond Benson begonnen habe. Vergangenes Frühjahr habe ich mir aber BioShock: Rapture gekauft, nachdem mich diverse Wikia-Einträge zur Handlung darauf gebracht hatten. War ein nettes Buch. Damit fing's an.

Seither habe ich mir noch Deus Ex: Icarus Effect (eine für Fans wenig informative, aber gut erzählte Nebenstory zu Human Revolution; stammt übrigens von James Swallow, der auch das Script zu Human Revolution geschrieben hat), Dead Space: Martyr (nicht so tolles Prequel, das die Geschichte von Michael Altman, dem Gründer von Unitology, erzählt) und Homefront: Voice of Freedom (das beste Buch zu einem Videospiel, das ich bisher in Händen hatte - die Handlung des Buches ist interessanter als jene des eigentlichen Spiels) besorgt.

Als nächstes möchte ich Metro 2033 lesen - wobei hier natürlich das Spiel auf dem Buch basiert, nicht umgekehrt. Der Roman fällt eher in die Kategorie "durch Games entdeckt". Ich lese seit einigen Monaten intensiv Ayn Rands Werke (ich besitze inzwischen einen Großteil ihrer Bücher), auf die ich aber auch erst durch BioShock aufmerksam wurde und die ich, trotz philosophischem Interesse, vorher nicht auf dem Radar hatte. Da sage noch mal jemand, durch Videospiele könne man nichts lernen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 22. Juni 2012, 12:35 
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Registriert: Donnerstag, 22. März 2007, 19:56
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Ich habe vor gut zehn Jahren die ersten fünf Resident Evil-Bände durchgelesen und wurde mit Einschränkungen gut unterhalten.

Die auf den Spielen basierenden Romane habe ich als sehr ordentlich in Erinnerung, hat damals wirklich Spass gemacht die liebgewonnenen Teile nochmal in Buchform zu erleben, vor allen Dingen, weil hier und da etwas mehr auf Charaktäre und deren Gedanken eingegangen wird, die im Hauptspiel nur angerissen wurden oder wenig "Einsatzzeit" hatten - gerade die bösen Jungs werden hier ordentlich beleuchtet. Ganz mies waren aber die Abhandlungen, welche erfunden und in die eigentliche Zeitlinie eingeschoben worden sind, namentlich bekannt unter Band 2: Caliban Cove oder Band 4: Das Tor zur Unterwelt.

Ansonsten sind Romane zu Videospielen nicht wirklich mein Fall.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 22. Juni 2012, 14:14 
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Hab nach eingehender Recherche mal noch ein paar Dystopien/Utopien geholt.
Erstmal den Klassiker Utopia von Thomas More, Futurum Zwei von B.F. Skinner, Die Memoiren einer Überlebenden von Doris Lessing und Eiland von Aldous Huxley.
Hätte gern noch mehr besorgt, aber die örtliche Bibliothek gibt nicht mehr her. :motz:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 22. Juni 2012, 20:04 
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LiquidSnakE hat geschrieben:
Gibt's hier eigentlich auch Leute, die Romane zu Videospielen lesen, oder lehnt ihr sowas gänzlich ab?


Ich hab mir mal den Roman zu "The Dig" besorgt. Leider nicht aufgepasst und die deutsche Übersetzung bestellt, aber Hardcover und Topp-Zustand. Die will ich behalten, aber dennoch die englische lesen. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 22. Juni 2012, 20:05 
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LIH hat geschrieben:
Hab nach eingehender Recherche mal noch ein paar Dystopien/Utopien geholt.
Erstmal den Klassiker Utopia von Thomas More, Futurum Zwei von B.F. Skinner, Die Memoiren einer Überlebenden von Doris Lessing und Eiland von Aldous Huxley.
Hätte gern noch mehr besorgt, aber die örtliche Bibliothek gibt nicht mehr her. :motz:


Mir ist da noch ein Titel eingefallen: The Man in the High Castle von Philip K. Dick (der hat auch die Vorlage zu Blade Runner und Minority Report geschrieben), ist zwar vom Genre eher ungeschehene Geschichte als Dystopie, aber manchmal sind die Grenze da ja flüssig: Im Kern geht es darum, dass die Achsenmächte den 2. WK gewonnen, und Japaner und Deutsche Nordamerika in zwei Zonen aufgeteilt haben, was bald in einem alternativen "Kalten Krieg"-Szenario mündet.

Das klingt zwar eher abgeschmackt, aber das Buch ist aus den frühen 60ern, als diese Was-Wäre-Wenn-Ideen noch (relativ) unverbraucht waren. Kann ich nur empfehlen :respekt:

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BeitragVerfasst: Montag, 25. Juni 2012, 16:15 
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Calydon hat geschrieben:
Die auf den Spielen basierenden Romane habe ich als sehr ordentlich in Erinnerung, hat damals wirklich Spass gemacht die liebgewonnenen Teile nochmal in Buchform zu erleben, vor allen Dingen, weil hier und da etwas mehr auf Charaktäre und deren Gedanken eingegangen wird

"Welches Arschloch baut denn ein Haus, wo man 4 Statuen drehen und 12 Edelsteine einsammeln muß, damit man die Tür zum Scheißhaus aufkriegt?" :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 25. Juni 2012, 19:57 
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PaulBearer hat geschrieben:
Calydon hat geschrieben:
Die auf den Spielen basierenden Romane habe ich als sehr ordentlich in Erinnerung, hat damals wirklich Spass gemacht die liebgewonnenen Teile nochmal in Buchform zu erleben, vor allen Dingen, weil hier und da etwas mehr auf Charaktäre und deren Gedanken eingegangen wird

"Welches Arschloch baut denn ein Haus, wo man 4 Statuen drehen und 12 Edelsteine einsammeln muß, damit man die Tür zum Scheißhaus aufkriegt?" :D


bahahahaha....aber im ernst...würde ich im lotto gewinnen, würde ich mein eigenheim genau so gestalten,... schlüssel für jede tür im haus, eingang zur garage, licht ein/aus-schalter und auch sonst würde nicht alles von alleine funktionieren :twisted:

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BeitragVerfasst: Dienstag, 3. Juli 2012, 18:08 
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Hab nun Utopia von Thomas Morus gelesen. Wenn man sich für Utopien interessiert ist das Buch einfach Pflichtprogramm. Nicht weil die Geschichte so toll und das Gesellschaftsmodell so gut durchdacht wäre, aber es ist einfach interessant zu sehen, wie utopische Romane angefangen haben und anscheinend auch der Kommunismus und Sozialismus ihre Ursprünge haben.
Wobei schon im Klappentext steht, dass sich im Lauf der Geschichte jede politische Richtung auf den Text bezieht und sich bestätigt fühlt. Wieder mal ein Beispiel was man in Bücher rein interpretieren kann. :blueeye:

Ansonsten ja, muss man das Buch als Produkt seiner Zeit sehen und verdammt, das Buch ist fast 500 Jahre alt.
Ich kann leider nicht mehr so richtig Beispiele geben, aber manche Ideen sind an sich immer noch gut, manche schlecht und gehören ins Mittelalter (humane Sklaverei), manche Ideen sind schon längst umgesetzt (Religionsfreiheit) und andere Ideen sollen eigentlich positiv erscheinen, haben aber nach Brave new world und 1984 einen fahlen Beigeschmack, da die Idee sich ins Negative umkehren könnte, wenn man es übertreibt.
Man merkt einfach, dass manche Ideen in andere Utopien und Dystopien übernommen wurden.
Schon dadurch lohnt sich das Lesen der kurzen Lektüre.


Ansonsten hatte ich noch Walden Two (oder "Futurum Zwei" auf Deutsch) von B.F. Skinner gelesen.
Gutes Buch, über weite Teile schon mehr wie ein Sachbuch als ein Roman. Kein Wunder, dass im Zuge des Buches einige Menschen selbst versucht haben eine solche Kommune aufzubauen, nicht nur einmal, sondern wohl weltweit 10 mal. Ehrlich gesagt, wenn ich nicht von den gescheiterten Versuchen wüsste und allgemein skeptisch wäre, dann wäre ich einem solchen Gesellschaftsexperiment selbst nicht ganz abgelehnt. Ich kann in seinem durchdachten Modell soweit keinen Fehler sehen (da müsste man womöglich selbst Psychologie studieren), außer dass ich bezweifel, dass sich die Menschen so leicht belehren lassen und auf Heldenverehrung verzichten können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Samstag, 28. Juli 2012, 17:05 
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Und Paul Bearer, was macht der Herr der Ringe? :blueeye:

Ich hatte vor ner Woche oder so "Die Memoiren einer Überlebenden" von Doris Lessing gelesen. Ist nen netter dystopischer Roman in dem ein autoritärer Staat zusammenbricht und aus der Sicht einer einfachen Frau (die ein junges Mädchen aufgenommen hat) erzählt wird wie die Gesellschaft auseinander bricht und nach und nach nur noch Anarchie herrscht.
Da kann man wenn man will gerade heute eine Parallele zu Griechenland ziehen, ok kein totalitärer Staat, aber auch hier droht die öffentliche Ordnung zusammen zu brechen während die Menschen so langsam auf sich allein gestellt sind.
Vor allem find ich die Idee im Buch gut, dass es dafür nun keine Erklärung gibt, kein Krieg, Seuche, Aliens, Erdbeben, Zombies oder sonst was. Das System hat kein Geld, die Menschen verarmen, die Kinder und Jugendlichen gehen nicht mehr in die Schule sondern ziehen in Gruppen durch die Straßen.
Könnte ein richtig gutes Buch sein, aber irgendwie merkt man, dass eine Frau das Buch geschrieben hat, manchmal wird es sehr gefühlsduselig und dann gibt es da noch diese Art Nebengeschichte in der die Hauptprotagonistin meditiert, träumt oder so und Visionen von ihrer jungen Mitbewohnerin hat. Ich fand das immer komisch und für das Buch unnötig.
Trotzdem netter dystopischer Roman über das (Über-)Leben in einem sterbenden Staat.

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BeitragVerfasst: Sonntag, 29. Juli 2012, 15:57 
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LIH hat geschrieben:
Und Paul Bearer, was macht der Herr der Ringe? :blueeye:


Das liegt seit einiger Zeit rum, weil noch andere Werke der Weltliteratur :mrgreen: dazwischengekommen sind und jetzt auch hier auf dem Tisch liegen und um meine Aufmerksamkeit wetteifern, oder so:

Beavis and Butt-Head - Reading Sucks (Sammelband mit den 4 B&B-Büchern)
Die CHIP Commodore 64-Sonderausgabe (naja, hat auch fast 150 Seiten)
MEGA MAD Nr. 1 ("die 320 miesesten Seiten aus den ersten 7 MAD-Jahren", also von 1969-76)
MAD-Sammelband (Zweitausendeins-Verlag, mit 12 Heften aus den 70er Jahren)
Dirk Stermann: Eier (saulustig wieder)
Arto Paasilinna: Das Jahr des Hasen (schräge Geschichte aus Finnland)

Ach ja... der Herr der Ringe? 2. Band, Seite 239...

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BeitragVerfasst: Dienstag, 18. September 2012, 11:44 
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Ich bin ja grade auf dem Freitag der 13.-Trip (sehe mir alle Filme + "His Name was Jason" + Bonusmaterial hintereinander an), und überall wird von diesem Buch geschwärmt. Leider ganz schön teuer, ich dachte mir, weil es nicht mehr ganz neu ist und eventuell die Auflage nur klein war. Die 25 Pfund bei Amazon.co.uk kamen mir aber erträglich vor, also habe ich's riskiert.

Junge, Junge, das hätte ich nicht erwartet - das Buch erinnert von Größe und Gewicht an das Guiness Buch der Rekorde. Großformat, Hardcover, richtig schweres Papier und guter Druck. Auf den knapp über 300 Seiten sind natürlich zahllose tolle Fotos zu finden, aber vor allem Text ungefähr im Umfang der Bibel (altes und neues Testament). Und fast alles Originalaussagen aus Interviews, die man vermutlich über Jahre geführt hat. Das Buch kann man nur als momumental bezeichnen. Wird mich sehr, sehr lange beschäftigen und unterhalten.

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BeitragVerfasst: Montag, 21. Januar 2013, 22:03 
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Hat hier irgendjemand außer mir noch "Nerd Attack" von Hr. Stöcker gelesen?

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ich fürcht es wird noch dauern lang
und wage kaum daran zu glauben -
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BeitragVerfasst: Montag, 11. März 2013, 14:15 
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Letztens Picknick am Wegesrand der Strugatzki Brüder gelesen.
Guter Sci-Fi Roman, der einem viel Raum zur Interpretation lässt. Mir gefällt vor allem der namensgebende Gedanke des Buches über den Besuch Außerirdischer. Diesen Gedanken habe ich sonst in keinem anderen Sci-fi Werk gesehen und fasziniert mich doch sehr.

Jetzt hab ich glatt Bock Stalker zu spielen.

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BeitragVerfasst: Freitag, 15. März 2013, 15:56 
チタンの拳
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Hab mir die 120 Tage von Sodom als eBook gekauft, gab es für 1.99€ bei Amazon als eBook für die Kindle-App auf meinem Handy (und muss sagen, das Lumia 920 eignet sich hervorragend als eBook-Reader!)...

Alter Schwede... Ich bin sicher kein zartes Gemüt, und sehe als Pfleger nen Haufen bunte lustige Sachen, aber das ist echt übel.
wird aber definitiv zuende gelesen, hat irgendwie auch was faszinierendes... Wie Shades of Grey für harte Männer

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BeitragVerfasst: Freitag, 15. März 2013, 21:25 
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DooMinator hat geschrieben:
Alter Schwede... Ich bin sicher kein zartes Gemüt, und sehe als Pfleger nen Haufen bunte lustige Sachen, aber das ist echt übel.
wird aber definitiv zuende gelesen, hat irgendwie auch was faszinierendes... Wie Shades of Grey für harte Männer


Haste auch den Film gesehen? Das war bisher das einzige Mal, das ich den Saal verlassen musste, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.
Allerdings habe ich ihn dann ugf. 4 Jahre später nocheinmal gesehen, um mich meinen Dämonen zu stellen, und er hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Ich frage mich immer noch, ob das für meine persönliche Entwicklung ein positives oder negatives Zwischenfazit darstellt. :blueeye:

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BeitragVerfasst: Samstag, 16. März 2013, 12:45 
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RipvanWinkle hat geschrieben:
DooMinator hat geschrieben:
Alter Schwede... Ich bin sicher kein zartes Gemüt, und sehe als Pfleger nen Haufen bunte lustige Sachen, aber das ist echt übel.
wird aber definitiv zuende gelesen, hat irgendwie auch was faszinierendes... Wie Shades of Grey für harte Männer


Haste auch den Film gesehen? Das war bisher das einzige Mal, das ich den Saal verlassen musste, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.
Allerdings habe ich ihn dann ugf. 4 Jahre später nocheinmal gesehen, um mich meinen Dämonen zu stellen, und er hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Ich frage mich immer noch, ob das für meine persönliche Entwicklung ein positives oder negatives Zwischenfazit darstellt. :blueeye:


im kino?!?...lief der nicht so vor 200-500 jahren im kino?^^
aber ich geb dir recht....hab ihn mir mal bei einer der neuauflagen von "kino kontrovers" zugelegt und angeschaut...joa. also ein "die welt ist bunt und nun ein besserer ort"-feeling stellt sich nach dem film nicht ein, richtig.
ich denke mal die buchvorlage dürfte allerdings noch um einiges detailierter und gemeiner sein. meist sind die filme ja nur die light-form.

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BeitragVerfasst: Sonntag, 17. März 2013, 01:01 
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bionixxx hat geschrieben:
im kino?!?...lief der nicht so vor 200-500 jahren im kino?^^


Richtig - war aber bei uns irgendwann 2002 in einem kleinen Künstlerkino; ich weiss nicht genau, wie genau die Index-Lage für Salo ist, aber zumindest damals durfte er nicht öffentlich beworben geschweige denn vorgeführt werden, deswegen war das in gewisser Hinsicht ein Mundpropaganda-Tipp. Ich war allerdings nicht der einzige, der damals den Saal verlassen hat - selbst einigen eingefleischten Arthouse-Hipstern wurde es vorher zuviel. :mrgreen:

Rückblickend finde ich den Film aber dann doch irgendwie etwas zusehr gewollt und nicht gekonnt - natürlich, bei einem 30Jahre alten Film zieht dieses Argument nicht recht (war ja damals noch vollkommen neu), aber als Gesamtkunstwerk muss man dem Film vorwerfen, dass er einfach alles - von Körperverletzung bis Ah-Ah - ins Feld geführt hat, um sein Publikum zu schockieren (als Vergleich: Funny Games von Haneke ging mir da deutlich härter und subtiler ans Gemüt - und anders als bei Pasolini kam das ungute Gefühl hinzu, buchstäblich nicht umschalten zu können). Da hätte man auch 90 Minuten lang vor laufender Kamera einen Welpen quälen können - das Ergebnis wäre mehr oder weniger das gleiche.

Und nahezu entlarvend ist die Schlusspointe, dass der Regisseur selbst ein paar Jahre später von einem minderjährigen Stricher umgebracht wurde, den er aufgegabelt hatte: Der Griff zu jungem Fleisch, den Pasolini den alten Säcken in dem Film ankreidet, war ihm also selbst nicht vollkommen fremd. :wink:

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BeitragVerfasst: Sonntag, 17. März 2013, 08:26 
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ha...lustige randdetails^^
ich meine der film war jahrelang auf dem index (welche liste oder gar beschlagnahmt weiß ich nicht), wurde dann allerdings wieder als "kunstwerk" gestrichen...so wie necromantik (jahaaa,...kunst).
aber ich muss dir beipflichten, ne massage hat der film eigentlich nicht...bestenfalls "nimm nichts zu essen an, von durchgeknallten mussolini anhängern die dich nackt durch deine kacke kriechen lassen"...es war vielleicht der erste film den man torture-porn nennen kann, im eigentlichen wortsinne. durch einige genocide und sonstige echte begebenheiten hat die reale grausamkeit den film eh länger schon eingeholt...um seichte gemüter zum heulen zu bringen reicht er allerdings heute noch^^

und ich sehe, wir teilen eine auffassung... der orginale "funny games" ist die bis dato schauspielerisch glaubwürdigste, beklemmenste und bitterste variante eines szenarios dieser art... :respekt:

edit: ohhh,...vor 16 post´s hatte ich meinen 3000sten....cyb, bekomme ich dafür nen fleißsternchen?...oder nen titel?...oder kekse?

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BeitragVerfasst: Sonntag, 17. März 2013, 10:10 
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bionixxx hat geschrieben:
edit: ohhh,...vor 16 post´s hatte ich meinen 3000sten....cyb, bekomme ich dafür nen fleißsternchen?...oder nen titel?...oder kekse?


Nö, du wirst einen Monat gesperrt, das ist die übliche Strafe fürs Foren voll spammen. :mrgreen:
Den Keks futter ich selber. :tee:

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 16. Mai 2013, 00:12 
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Habe im Bücherregal meines Elternhauses "Stalingrad" von Theodor Plievier gefunden und gelesen. Das Buch fängt völlig deprimierend und trostlos an. Danach geht es von der Stimmung her allerdings steil abwärts (!). Man verfolgt die Einzelschicksale einiger Soldaten von unterschiedlichen Rängen. Man schaut ihnen quasi über die Schulter, während sie Zeugen von allerlei Kriegsgräueln und Massensterben werden. Es wird wirklich kein blutiges Detail ausgespart. Die nationalsozialistische Befehlshierarchie forciert die grauenhaften Zustände, sodass eine regelrechte Hölle auf Erden entsteht.

Das Buch ist nicht nur deswegen starker Tobak: der Satzbau ist oft ausufernd und altbacken. Wenn man sich für das Thema interessiert, ist es empfehlenswert. Der etwas angestaubte Schreibstil und das unangenehme Thema machen es für alle anderen aber schwer verdaulich.

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 16. Mai 2013, 16:05 
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Kann ich so unterschreiben, das Werk ist an Trostlosigkeit kaum zu überbieten (was jedoch an dieser Stelle nicht negativ gemeint ist).

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 16. Mai 2013, 19:16 
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Da möchte ich an dieser Stelle noch "Die Stalinorgel" von Gerd Ledig empfehlen - das ist ein halluzinativer, bluttriefender Alptraum der mich bis zur letzten Seite nicht losließ; und der Autor hat mit "Vergeltung" später noch einen Roman über den Bombenkrieg vorgelegt, der einem ebenso die Luft abschnürt.

Die Bücher von Ledig und Plivier zeigen für mich überdeutlich, dass eine kritische, schonungslose Auseinandersetzung mit den NS-Kriegsverbrechen auch vor 1968 schon stattfand - Pliviers Buch erschien, soviel ich weiss, ja sogar noch in den 40er Jahren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Freitag, 17. Mai 2013, 15:15 
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RipvanWinkle hat geschrieben:
Die Bücher von Ledig und Plivier zeigen für mich überdeutlich, dass eine kritische, schonungslose Auseinandersetzung mit den NS-Kriegsverbrechen auch vor 1968 schon stattfand - Pliviers Buch erschien, soviel ich weiss, ja sogar noch in den 40er Jahren.

Ja, wobei Plievier ein Kommnunist war, der das Buch im russischen Exil geschrieben hat. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Montag, 29. Juli 2013, 14:08 
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Endlich mal Das Höllenmeer von Helmut Halfmann gelesen. Keine Sorge, der Link ist nicht illegal, den Roman gibt es leider nicht als Buch, sondern nur als pdf.
Der Autor hat auch schon Schleichfahrt und die beiden Aquanox Spiele geschrieben und in diesem Universum spielt auch Höllenmeer. Gott sei Dank kommt kein Charakter aus Aquanox 2 vor. Das Höllenmeer kann man eigentlich auch ohne Vorwissen lesen, aber es kommen einige Charaktere und Orte aus Aquanox 1 vor. Ist also schon ein Vorteil und empfehelenswert das Spiel als erstes zu spielen. Die Geschichte im Roman spielt ungefähr 1 Jahr nach den Ereignissen des Spiels.
Kleine Kritik oder Negativpunkt; im Roman kommen eine Menge Personen vor, sicher mehr als ein Dutzend. Da kann man schon mal durcheinander kommen, auch wenn die Personen meist schön ausgearbeitet und unterschiedlich charakterisiert sind.
Man sollte den Roman also schon konzentriert lesen, dafür bekommt man aber auch einiges zurück. Herr Halfmann hat mich mit seinem Fachwissen echt verblüfft. Egal ob Biologie, Medizin, Physik, Waffentechnik oder das Leben unter Wasser mit hohen Druck, das Buch geizt nicht mit schwierigen Themen, die einem aber auch nicht wie einem Kleinkind erklärt werden. Ich sag mal Abiwissen wäre zum Lesen schon empfehlenswert. Bzw. sollte man gut aufpassen, die Welt ist jedenfalls mit Liebe und viel Hirnschmalz über die Probleme konstruiert.
Weiterer kleiner Kritikpunkt, der Roman kommt in den ersten 100 Seiten nicht so richtig in Gang, aber wenn die Geschichte erst mal anzieht, dann hat man eine spannende Horrorgeschichte, die mindestens so beklemmend wie Alien wirkt und auch ordentlich Gore, Gewalt und Sex bietet, ohne aufgesetzt zu wirken.
Es geht in Höllenmeer um eine kleine Gruppe verschiedener Leute, die es aus unterschiedlichen Gründen auf ein recht einsames Habitat abseits der großen Zivilisation verschlagen hat. Plötzlich wird wegen einer Infektion Quarantäne ausgelöst und nun müssen alle miteinander zusammen arbeiten um zu überleben, während manche von Ihnen scheinbar durchdrehen.
Es gibt später sogar noch einen Auftritt von Emerald "Dead Eye" Flint und Boston Harper.
Wie gesagt, Sex Gewalt, Spannung und eine recht düstere Atmosphäre.

Leider endet der Roman mit einem Cliffhanger. Nicht unbedingt extrem wie in manchen TV-Serien heutzutage, aber sagen wir mal ein Konflikt wird vorerst beendet, aber das finale Aufeinandertreffen fehlt, leider.

Trotzdem, toller Roman. Schade dass Helmut Halfmann tot ist und es keine Fortsetzung geben wird. :cry:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Donnerstag, 8. August 2013, 14:40 
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Registriert: Donnerstag, 1. Juli 2010, 07:49
Beiträge: 1779
apox hat geschrieben:
Habe im Bücherregal meines Elternhauses "Stalingrad" von Theodor Plievier gefunden und gelesen. Das Buch fängt völlig deprimierend und trostlos an. Danach geht es von der Stimmung her allerdings steil abwärts (!). Man verfolgt die Einzelschicksale einiger Soldaten von unterschiedlichen Rängen. Man schaut ihnen quasi über die Schulter, während sie Zeugen von allerlei Kriegsgräueln und Massensterben werden. Es wird wirklich kein blutiges Detail ausgespart. Die nationalsozialistische Befehlshierarchie forciert die grauenhaften Zustände, sodass eine regelrechte Hölle auf Erden entsteht.

Das Buch ist nicht nur deswegen starker Tobak: der Satzbau ist oft ausufernd und altbacken. Wenn man sich für das Thema interessiert, ist es empfehlenswert. Der etwas angestaubte Schreibstil und das unangenehme Thema machen es für alle anderen aber schwer verdaulich.

Danke für den Tipp, habe das Buch jetzt auch mal gelesen. Ja, Satzbau und Sprache sind etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn ein Satz anfängt, durch ein Komma unterbrochen wird und ein komplett anderer Satz über mehrere Zeilen einen anderen Gedanken darlegt, womöglich noch etliche Beispiele aufzählt, nur um dann den ersten Satzteil wieder aufzugreifen und zu beenden. :blueeye:
Da muss man echt am Ball bleiben, keine Lektüre für gemütliche kurze Bahnreisen.
Außerdem ist das Buch lang und es gibt recht wenig Kapitel, sodass man fast gezwungen ist am Ende 200 Seiten am Stück zu lesen. Zudem kann man sich nicht wirklich an Charakteren "festhalten". Der Blick wechselt bestimmt zu einem dutzend Personen hin und her, dafür sterben auch mal mir nichts dir nichts plötzlich manche Personen. Es kommt also wirklich das Gefühl auf, dass jeder Soldat im Kessel sterben kann.
Tja, ein gutes Buch, dass einfach nur authentisch wirkt. Ich hatte niemals das Gefühl, dass der Autor absichtlich auf die Tränendrüse drückt, selbst das Thema Nationalsozialismus wird kaum angesprochen. Es geht eben nicht darum den Moralapostel zu geben, sondern einfach das Leben, Überleben, Dahinvegetieren der Soldaten darzustellen.

RipvanWinkle hat geschrieben:
Da möchte ich an dieser Stelle noch "Die Stalinorgel" von Gerd Ledig empfehlen - das ist ein halluzinativer, bluttriefender Alptraum der mich bis zur letzten Seite nicht losließ; und der Autor hat mit "Vergeltung" später noch einen Roman über den Bombenkrieg vorgelegt, der einem ebenso die Luft abschnürt.

Die Bücher von Ledig und Plivier zeigen für mich überdeutlich, dass eine kritische, schonungslose Auseinandersetzung mit den NS-Kriegsverbrechen auch vor 1968 schon stattfand - Pliviers Buch erschien, soviel ich weiss, ja sogar noch in den 40er Jahren.

Stalinorgel habe ich noch nicht gelesen, aber Vergeltung. Hm, also ich weiß nicht so recht. :?
Von der Sprache und dem Kapitelaufbau schon besser als Stalingrad, aber hier wechselt die Sicht auf die Personen noch schneller. Zwar sind die Charaktere leichter zu "erkennen", da es um einen Amerikaner, Russen, deutsche Kindersoldaten, einem alten Ehepaar, zwei verschütteten Menschen und noch anderen Personen geht, aber das wirkt auf mich doch viel zu hektisch und unnötig. Das Buch behandelt ja einen Zeitraum von 70 Minuten eines amerikanischen Luftangriffes auf eine deutsche Hauptstadt und die einzelnen Episoden werden in kleinen Stücken in jedem Kapitel chronologisch dargelegt. Das Konzept erinnert stark an diese 24 Serie. (antürlich ist das Buch älter)
Zudem habe ich das Gefühl, dass Ledig mit seinen Personen ein wenig übertreibt, natürlich ist es möglich, dass jede Geschichte sich irgendwo so etwa zugetragen hat. Aber beim Lesen folgt ein heftiger Schlag in die Magengrube dem nächsten. Es wirkt irgendwie künstlich dramatisiert. Nicht böse sein, aber damit wirkt der Roman fast schon wie eine RTL Produktion, die billig versucht emotionale Dramaturgie zu erzeugen.
Alles in allem war das Buch nicht unbedingt schlecht, aber es hat mich nicht überzeugt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle Literatur-Thread
BeitragVerfasst: Sonntag, 11. August 2013, 07:53 
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Registriert: Freitag, 26. August 2005, 00:55
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Wohnort: Vorarlberg, Österreich
Bin jetzt (endlich) mit "Crystal Lake Chronicles" fertig. Fantastisches Buch. Neben tollen Fotos besteht es fast vollständig aus rund 200 Interviews, die der Autor über mehrere Jahre mit Leuten geführt hat, die an den "Freitag der 13."-Filmen beteiligt waren. Eigentlich für jeden hochinteressant, der sich dafür interessiert, was beim Dreh von Low Budget-Filmen so passiert bzw. in den 80ern und 90ern passiert ist.

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